Zürcher Nachrichten - Taiwans Rüstung gegen China

EUR -
AED 4.243801
AFN 72.800049
ALL 95.507054
AMD 425.859076
ANG 2.068986
AOA 1060.805712
ARS 1671.526893
AUD 1.638444
AWG 2.080011
AZN 1.949404
BAM 1.959389
BBD 2.325409
BDT 141.717719
BGN 1.929695
BHD 0.435791
BIF 3449.350879
BMD 1.155561
BND 1.487925
BOB 8.006664
BRL 6.000133
BSD 1.154489
BTN 110.441843
BWP 15.669631
BYN 3.239433
BYR 22649.004099
BZD 2.322003
CAD 1.610119
CDF 2641.037904
CHF 0.92
CLF 0.027114
CLP 1067.138192
CNY 7.838983
CNH 7.822602
COP 4150.233556
CRC 532.764242
CUC 1.155561
CUP 30.622378
CVE 110.876056
CZK 24.174575
DJF 205.365941
DKK 7.474055
DOP 67.265294
DZD 154.45751
EGP 59.800185
ERN 17.333422
ETB 183.499168
FJD 2.560609
FKP 0.865733
GBP 0.863494
GEL 3.07405
GGP 0.865733
GHS 13.647298
GIP 0.865733
GMD 83.779702
GNF 10140.051204
GTQ 8.801969
GYD 241.551361
HKD 9.055511
HNL 30.818737
HRK 7.53842
HTG 150.953862
HUF 355.143894
IDR 20798.950243
ILS 3.397695
IMP 0.865733
INR 110.039435
IQD 1513.785478
IRR 1588954.749155
ISK 143.427456
JEP 0.865733
JMD 182.26382
JOD 0.819326
JPY 185.100191
KES 149.531625
KGS 101.053499
KHR 4633.80111
KMF 493.424878
KPW 1039.838021
KRW 1756.256792
KWD 0.3573
KYD 0.962158
KZT 562.290114
LAK 25422.351658
LBP 103480.526064
LKR 389.226139
LRD 210.861086
LSL 19.124468
LTL 3.412073
LVL 0.698987
LYD 7.343593
MAD 10.701659
MDL 20.11275
MGA 4853.357614
MKD 61.696866
MMK 2425.723554
MNT 4135.382244
MOP 9.318747
MRU 46.262939
MUR 55.327962
MVR 17.853936
MWK 2007.209665
MXN 20.10203
MYR 4.69678
MZN 73.852131
NAD 19.124977
NGN 1572.23362
NIO 42.304999
NOK 10.942818
NPR 176.708881
NZD 1.98099
OMR 0.444308
PAB 1.154595
PEN 4.011243
PGK 5.038055
PHP 71.035254
PKR 321.819858
PLN 4.234729
PYG 7105.012972
QAR 4.203357
RON 5.239272
RSD 117.388867
RUB 82.72386
RWF 1690.586377
SAR 4.337745
SBD 9.300632
SCR 16.255607
SDG 693.911171
SEK 10.88302
SGD 1.485832
SHP 0.862743
SLE 28.427405
SLL 24231.547914
SOS 659.825397
SRD 43.159642
STD 23917.788606
STN 24.844571
SVC 10.102284
SYP 127.726629
SZL 19.124489
THB 37.9573
TJS 10.800935
TMT 4.044465
TND 3.371347
TOP 2.782314
TRY 53.294568
TTD 7.820154
TWD 36.478996
TZS 3010.235188
UAH 51.539095
UGX 4352.953686
USD 1.155561
UYU 46.505377
UZS 13829.179078
VES 650.101627
VND 30431.710354
VUV 137.840727
WST 3.173579
XAF 657.157754
XAG 0.016882
XAU 0.000267
XCD 3.122963
XCG 2.080766
XDR 0.818606
XOF 652.315113
XPF 119.331742
YER 275.745808
ZAR 19.014134
ZMK 10401.429412
ZMW 20.291164
ZWL 372.09031
  • DAX

    167.9900

    24784.21

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    52.7900

    6115.08

    +0.86%

  • TecDAX

    13.7400

    4081.19

    +0.34%

  • MDAX

    60.1600

    32185.63

    +0.19%

  • Goldpreis

    -4.3000

    4359.1

    -0.1%

  • SDAX

    -47.6000

    18350.88

    -0.26%

  • EUR/USD

    0.0028

    1.1569

    +0.24%


Taiwans Rüstung gegen China




Mitten in einer zunehmend angespannten geopolitischen Lage bereitet sich die Inselrepublik umfassend auf den Ernstfall vor. Peking betrachtet die demokratisch regierte Insel als Teil seines Staatsgebietes und schließt eine gewaltsame „Wiedervereinigung“ nicht aus. Dazu kommen ständig steigende Luftraumverletzungen, groß angelegte Manöver mit amphibischen Anlandungen und psychologische Kriegsführung. In der Folge zieht Taipeh die Konsequenzen: Verteidigung wird zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.

Rekordhaushalt und technologische Aufrüstung
Ein mehrjähriger Sonderetat in Höhe von 1,25 Billionen neuen Taiwan‑Dollar sieht vor, die Verteidigungsausgaben bis 2030 auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Damit sollen neue Raketen, unbemannte Systeme und Präzisionsmunition beschafft und ein landesweites Luftabwehrnetz aufgebaut werden. Ein zentrales Projekt ist das „T‑Dome“‑System, das verschiedene Radar‑ und Raketen­typen zu einem mehrschichtigen Schild verbindet. Künstliche Intelligenz sorgt dabei für eine schnellere Bedrohungserkennung und eine automatische Zuweisung der Abfangmittel. Neu angeschaffte Drohnen, tragbare Panzerabwehr­waffen und amphibische Abschreckungsmittel sollen Invasionskräfte bereits an der Küste stoppen.

Die Modernisierung umfasst auch Eigenentwicklungen
Der erste indigen konstruierte U‑Boot‑Prototyp absolvierte 2025 seine erste Seefahrt und soll künftig für die Sicherung der Seewege sorgen. Gleichzeitig testete die Luftwaffe eine luftgestützte Version der Anti‑Schiff‑Rakete Hsiung Feng III, die von einem Jagdflugzeug aus gestartet wird, dann mithilfe eines Staustrahltriebwerks im Tiefflug über dem Meer zum Ziel gleitet und Ziele jenseits von 150 Kilometern bekämpfen kann. Die Han‑Kuang‑Übung, die wichtigste Verteidigungsübung des Jahres, wurde auf zehn Tage verlängert. Neben amphibischen Gegenlandungen übten Soldaten erstmals auch den Häuserkampf, den Schutz kritischer Infrastruktur und den Einsatz neuer Systeme wie HIMARS‑Raketenwerfer und M1‑Abrams‑Panzer. Militärische Beobachter sehen darin die Abkehr von einer bloßen Abschreckung hin zu einer „Multidomain‑Verteidigung“, die alle Gefechtsräume – Luft, See, Land, Cyber und Information – integriert.

Reform der Wehrpflicht und bessere Truppenstärke
Angesichts der wachsenden Bedrohung wurde die Wehrpflicht ab 2024 von vier Monaten auf zwölf Monate verlängert. Neben höherem Sold für Rekruten gibt es flexible Bildungsmodelle, damit Studierende ihr Studium in drei Jahren abschließen können und das vierte Jahr im Dienst verbringen. Führende Parteien unterstützten die Reform, weil sie die Einsatzbereitschaft erhöht. Trotzdem liegen die Auffüllungsquoten der Truppe weiter unter dem angestrebten Niveau, weshalb die Regierung gleichzeitig Berufssoldaten stärker fördern will.

Zivilschutz und gesellschaftliche Resilienz
Die Verteidigungspolitik setzt nicht nur auf Waffen, sondern auch auf den Schutz der Bevölkerung. Die Regierung hat im Herbst 2025 ein aktualisiertes Krisenhandbuch unter dem Titel „Im Krisenfall“ vorgestellt und Ende des Jahres mehr als 9,8 Millionen Haushalte damit beliefert. Erstmals enthält der Leitfaden Hinweise, wie man bei der Begegnung mit feindlichen Soldaten reagieren soll, wo man Schutzräume findet und welche Meldungen als Falschinformationen einzuordnen sind. Er beschreibt Szenarien wie Sabotage an Unterseekabeln, Cyberangriffe, Kontrollmaßnahmen eines feindlichen Staates auf taiwanische Schiffe oder die einseitige Einrichtung von Sperrzonen. Eltern werden darin ermutigt, das Thema Krieg offen mit Kindern zu besprechen, Notfalltaschen vorzubereiten und sie im Umgang mit Desinformation zu schulen.

Trotzdem zeigen Umfragen, dass viele Bürger sich bisher wenig mit dem Zivilschutz auseinandersetzen. Einige sehen das Handbuch als überfällige Maßnahme, andere fürchten eine Verunsicherung. Zivilgesellschaftliche Initiativen wie die „Kuma Academy“ schließen diese Lücke: Sie bieten Kurse zu moderner Kriegsführung, kognitiver Kriegsführung, Erster Hilfe und Evakuierungsplanung an und verzeichnen bereits Zehntausende Teilnehmer. Auch Diaspora‑Netzwerke im Ausland bereiten sich darauf vor, im Krisenfall Informationen zu verbreiten und Unterstützung zu organisieren.

Nationale Sicherheitsstrategie und internationale Partnerschaften
Im März 2025 verabschiedete der Nationale Sicherheitsrat der Insel 17 Maßnahmen gegen fünf zentrale Bedrohungsfelder: territoriale Ansprüche Pekings, Spionage und Infiltration, Identitätsverwischung, feindliche Einflussnahme über Austauschprogramme sowie wirtschaftliche Abhängigkeit. Gesetzesreformen, verstärkte Cyber‑Abwehr, Bildungsprogramme zur Medienkompetenz und eine engere Kontrolle über Investitionen aus dem Ausland gehören zu den Antworten. Alle Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, Falschmeldungen zu melden und sich aktiv an Zivilschutzübungen zu beteiligen – denn jede Person gilt als „erste Verteidigungslinie“.

Taipeh betont, dass seine Verteidigungsstrategie ohne internationale Unterstützung weniger wirksam wäre. Deshalb pflegt die Regierung enge sicherheitspolitische Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, Japan und weiteren Partnern. Gemeinsame Übungen mit Verbündeten und der Ausbau eines Verteidigungsnetzwerks entlang der so genannten Ersten Inselkette sollen den Zugang zu den Seerouten sichern und potenzielle Aggressoren abschrecken. Zugleich setzt Taiwan auf eine flexible „asymmetrische Kriegsführung“, bei der kleinere, schwerer angreifbare Plattformen wie Raketen, Drohnen und Schnellboote große Gegner binden sollen.

Bedrohung durch graue Zone und kognitive Kriegsführung
Chinas Strategie erschöpft sich nicht in militärischer Drohkulisse. Grauzonenaktivitäten wie ständige Überflüge der Luftverteidigungs­identifikationszone, das Überqueren der See‑Mittel‑Linie und die Einschüchterung ziviler Flugzeuge und Schiffe belasten die taiwanische Verteidigung täglich. Außerdem werden Desinformationskampagnen, wirtschaftlicher Druck und die gezielte Ansprache gesellschaftlicher Gruppen genutzt, um das Vertrauen in die Demokratie zu unterminieren. Berichte über zerstörte Unterseekabel, Cyberangriffe auf Behörden und Pläne für „Kabelsalami“ verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Bedrohung. Diese Aktivitäten sollen Taiwan zermürben, Ressourcen binden und die internationale Gemeinschaft an die Normalität einer chinesischen Kontrolle des Meeresgebiets gewöhnen.

Taiwans neuester Verteidigungsbericht betont daher die mentale Widerstandskraft der Bevölkerung. Er beschreibt kognitive Verteidigung, gesellschaftliche Mobilisierung und maritime Abwehr als gleichrangige Säulen der Abschreckung. Für Peking soll klar sein: Eine Invasion träfe nicht nur auf moderne Waffen, sondern auf eine aufgeklärte, vorbereitete Gesellschaft, die bereit ist, Freiheit und Demokratie zu verteidigen.

Fazit und Ausblick auf die nahe Zukunft
Der Verteidigungshaushalt, die Modernisierung der Streitkräfte, die Verlängerung der Wehrpflicht und die Stärkung des Zivilschutzes zeigen die Entschlossenheit der Insel, sich nicht einschüchtern zu lassen. Trotz parteipolitischer Differenzen wächst in der Bevölkerung das Bewusstsein, dass Frieden nur durch glaubhafte Abschreckung bewahrt werden kann. Gleichzeitig mahnen Experten, dass Gesetze, Bildung und interministerielle Zusammenarbeit weiterentwickelt werden müssen, damit die ambitionierten Pläne Wirkung zeigen. Die Botschaft nach innen und außen lautet: Taiwan setzt auf Abschreckung und Resilienz. Die Kosten einer gewaltsamen Annexion sollen so hoch sein, dass sie für Peking untragbar werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...