Zürcher Nachrichten - Chinas tiefe Wirtschaftskrise

EUR -
AED 4.272161
AFN 75.613312
ALL 96.619636
AMD 444.160415
ANG 2.082748
AOA 1066.731727
ARS 1703.920616
AUD 1.739595
AWG 2.071519
AZN 1.976333
BAM 1.955186
BBD 2.344863
BDT 142.265291
BGN 1.93884
BHD 0.438862
BIF 3445.617154
BMD 1.163284
BND 1.497629
BOB 8.062466
BRL 6.248932
BSD 1.164334
BTN 104.856047
BWP 15.621091
BYN 3.409029
BYR 22800.374578
BZD 2.341464
CAD 1.618158
CDF 2629.023059
CHF 0.931267
CLF 0.026543
CLP 1041.291168
CNY 8.116643
CNH 8.114153
COP 4319.742444
CRC 578.918065
CUC 1.163284
CUP 30.827037
CVE 110.230358
CZK 24.275245
DJF 207.324844
DKK 7.471891
DOP 74.126704
DZD 151.921256
EGP 55.157611
ERN 17.449266
ETB 181.010114
FJD 2.649322
FKP 0.867691
GBP 0.868084
GEL 3.135017
GGP 0.867691
GHS 12.481078
GIP 0.867691
GMD 86.082333
GNF 10190.797361
GTQ 8.927194
GYD 243.543462
HKD 9.067273
HNL 30.702351
HRK 7.54146
HTG 152.48208
HUF 385.674167
IDR 19592.79229
ILS 3.66203
IMP 0.867691
INR 104.978854
IQD 1525.220672
IRR 49003.356259
ISK 147.131726
JEP 0.867691
JMD 184.372058
JOD 0.82479
JPY 183.898948
KES 150.182802
KGS 101.721666
KHR 4675.530632
KMF 493.232418
KPW 1046.960454
KRW 1695.184559
KWD 0.357698
KYD 0.970195
KZT 594.743091
LAK 25167.090795
LBP 104257.135345
LKR 359.926887
LRD 208.984323
LSL 19.268445
LTL 3.434876
LVL 0.703659
LYD 6.315015
MAD 10.751721
MDL 19.733798
MGA 5398.303487
MKD 61.530663
MMK 2442.596824
MNT 4140.223939
MOP 9.348662
MRU 46.429409
MUR 54.336861
MVR 17.984751
MWK 2018.765567
MXN 20.908898
MYR 4.761901
MZN 74.314985
NAD 19.268445
NGN 1662.845102
NIO 42.846535
NOK 11.736644
NPR 167.769276
NZD 2.029967
OMR 0.448849
PAB 1.164234
PEN 3.915569
PGK 4.967439
PHP 68.978138
PKR 325.898281
PLN 4.212078
PYG 7704.578699
QAR 4.244266
RON 5.088092
RSD 117.283142
RUB 92.011423
RWF 1696.86673
SAR 4.362665
SBD 9.457753
SCR 16.119597
SDG 699.715315
SEK 10.716473
SGD 1.497298
SHP 0.872765
SLE 28.064243
SLL 24393.49685
SOS 664.191266
SRD 44.427027
STD 24077.638775
STN 24.492303
SVC 10.186799
SYP 12865.431136
SZL 19.262946
THB 36.533001
TJS 10.838994
TMT 4.071495
TND 3.408429
TOP 2.80091
TRY 50.184671
TTD 7.902516
TWD 36.769445
TZS 2907.786177
UAH 50.216519
UGX 4191.682689
USD 1.163284
UYU 45.325756
UZS 14097.569589
VES 378.047264
VND 30559.48164
VUV 140.001166
WST 3.238563
XAF 655.750919
XAG 0.01423
XAU 0.000256
XCD 3.143835
XCG 2.098241
XDR 0.815544
XOF 655.750919
XPF 119.331742
YER 277.385462
ZAR 19.189237
ZMK 10470.95565
ZMW 22.556911
ZWL 374.577108
  • EUR/USD

    0.0020

    1.1659

    +0.17%

  • Goldpreis

    88.4000

    4589.3

    +1.93%

  • MDAX

    712.8700

    32167.17

    +2.22%

  • Euro STOXX 50

    73.7800

    5997.47

    +1.23%

  • TecDAX

    118.2500

    3820.24

    +3.1%

  • DAX

    392.9400

    25261.64

    +1.56%

  • SDAX

    567.0700

    18118.57

    +3.13%


Chinas tiefe Wirtschaftskrise




In den vergangenen Monaten hat sich die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China dramatisch eingetrübt. Noch vor wenigen Jahren galt das Land als Motor des globalen Wachstums, doch jüngste Konjunkturdaten zeigen eine deutliche Abkühlung. Die Industrieproduktion wuchs im November 2025 nur noch um 4,8 % – der niedrigste Wert seit Mitte 2024 – und der Einzelhandelsumsatz legte lediglich um 1,3 % zu, so wenig wie seit dem Ende der Null‑COVID‑Politik im Jahr 2022 nicht mehr. Gleichzeitig schrumpft die Investitionstätigkeit im Immobilien‑ und Infrastruktursektor, weil viele Kommunen ihre Finanzen konsolidieren müssen und profitträchtige Projekte rar geworden sind.

Abschwächung des Wachstums und Produktivitätsrückgang
Der Internationale Währungsfonds weist darauf hin, dass Chinas Wachstum künftig vor allem von der Produktivitätssteigerung abhängt. Während die Gesamtfaktorproduktivität in früheren Jahrzehnten jährlich um durchschnittlich drei Prozent zulegte, ist sie in den letzten zehn Jahren auf rund ein Prozent pro Jahr gesunken. Die Regierung versucht, den Umbau von arbeitsintensiver Massenproduktion zu einer technologiegetriebenen „intelligenten Wirtschaft“ voranzutreiben, indem sie Hightech‑Branchen wie künstliche Intelligenz und Halbleiter fördert. Dennoch drückt eine Kombination aus überalternder Bevölkerung, hohen Schulden und geringeren Effizienzgewinnen die Wachstumsdynamik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erwartet, dass Chinas Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr 2025 bei etwa fünf Prozent liegen wird, im aktuell gestarteten Jahr 2026 auf 4,4 % und im kommenden Jahr 2027 auf 4,3 % sinken wird. Zurückhaltende Konsumausgaben, ein anhaltender Abschwung im Immobiliensektor und wachsende Überkapazitäten in der Industrie belasten die Investitionen. Die künftige Fünf‑Jahres‑Planung sieht zwar umfangreiche Infrastrukturprojekte vor, doch diese können die Schrumpfung des Immobiliensektors nur teilweise ausgleichen.

Arbeitsmarkt unter Druck und Informationskontrolle
Parallel zur schwachen Konjunktur nimmt die soziale Spannung zu. Besonders dramatisch ist die Situation am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote der 16‑ bis 24‑Jährigen stieg im Frühjahr 2023 auf 21,3 %. Weil die Zahl der Hochschulabsolventen jährlich neue Rekorde erreicht, bleibt der Druck hoch: Im Jahr 2025 verließen 12,22 Millionen Studierende die Universitäten, 2026 werden es laut Bildungsministerium 12,7 Millionen sein. Offizielle Daten zufolge lag die Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe im Sommer 2025 bei 18,9 % und ging im Herbst nur leicht auf über 17 % zurück. Viele gut ausgebildete junge Menschen finden allenfalls schlecht bezahlte Stellen oder müssen ganz auf die Unterstützung ihrer Familien zurückgreifen.

Kritiker bemängeln, dass sich das wahre Ausmaß der Arbeitsmarktkrise nur schwer einschätzen lässt. Im August 2023 hat die Nationale Statistikbehörde die Veröffentlichung der Jugend‑Arbeitslosenzahlen abrupt eingestellt und die Methodik für die Erfassung dieser Daten geändert. Seitdem werden beispielsweise Studierende, die vor Abschluss ihres Studiums einen Job suchen, nicht mehr erfasst. Zeitgleich beschränkten die Behörden den Zugang zu Firmenregistern und Wirtschaftsdaten für ausländische Investoren und verschärften das Vorgehen gegen Recherchefirmen. Diese Informationskontrolle hat zu einem drastischen Vertrauensverlust bei internationalen Investoren geführt.

Immobilienkrise und Konsumzurückhaltung
Die Krise auf dem Immobilienmarkt, in dem viele Entwickler mit hoher Verschuldung und sinkenden Preisen kämpfen, hat die Vermögenslage der Haushalte belastet. Die Immobilienpreise fallen, neue Projekte werden gestoppt und Bauträger wie Evergrande und Country Garden stehen vor der Insolvenz. Das Weltbank‑Büro in Peking beschreibt die Lage so: Der Immobiliensektor bleibt ein „Klotz am Bein“ für die Volkswirtschaft, weil sinkende Hauspreise die Konsumenten verunsichern, die Investitionstätigkeit bremsen und auf die Einnahmen der Kommunen drücken.

Viele chinesische Familien investieren den größten Teil ihrer Ersparnisse in Immobilien oder Bankeinlagen, was den Konsum hemmt. Laut der Weltbank stammen fast die Hälfte der privaten Sparvermögen aus Immobilien und rund ein Viertel aus Bankeinlagen. Vorsichtsbedingtes Sparen, fehlende Alternativen für langfristige Geldanlagen und pessimistische Einkommensperspektiven halten den Konsum zurück. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu transparenten Finanzprodukten begrenzt.

Globale Krisen verstärken die Rezession
Die wirtschaftliche Abkühlung Chinas vollzieht sich vor dem Hintergrund zunehmender globaler Unsicherheiten. Der anhaltende rücksichtlos kriminelle Krieg des Terror-Staates Russland gegne die Ukraine hat die Energiemärkte dauerhaft verändert, weil Europa und andere Regionen seit dem Wegfall russischer Gaslieferungen nach alternativen Energiequellen suchen. Dieser Verlust an günstiger Energie verteuert Produktion und Transport – Folgen, die auch die exportorientierte chinesische Industrie zu spüren bekommt.

Im Nahen Osten haben die Eskalationen zwischen Israel und der Hamas sowie zwischen Israel und Iran 2024 und 2025 die Ölpreise nach oben getrieben. Finanzanalysten warnen, dass ein Ausdehnen der Kämpfe oder eine Sperrung der Straße von Hormus die Ölpreise erneut über 100 US‑Dollar treiben könnte. Iran produziert etwa 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag und liefert fast 90 % seiner Ausfuhren nach Asien, vor allem nach China. Jede Störung dieser Lieferungen würde sich unmittelbar auf Chinas Energieversorgung und Produktionskosten auswirken.

Die Auswirkungen der Konflikte reichen weit über den Energiemarkt hinaus. Laut geopolitischen Risikoanalysen haben Kriege wie der in der Ukraine und der Krieg zwischen Israel und der Hamas die Lebensmittel‑ und Energiepreise in die Höhe getrieben und die Inflation weltweit angefacht. Dies hat die realen Einkommen vieler Haushalte geschmälert und die Geldpolitik der großen Notenbanken beeinflusst. In Europa musste die Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke die Energieversorgung sichern, während in Asien Regierungen an Strategien arbeiten, um den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu garantieren.

Auch handelspolitische Spannungen belasten den chinesischen Außenhandel. Die Vereinigten Staaten haben Anfang 2025 die Zölle auf chinesische Waren erhöht, was den seit Jahren bestehenden Handelskonflikt weiter anheizt. Gleichzeitig errichten andere Industrieländer Barrieren gegen chinesische Exporte, weil sie ihre heimische Industrie schützen wollen. Chinas Handelsüberschuss, der im Jahr 2025 fast eine Billion US‑Dollar erreichte, stößt international auf Kritik und dürfte in Zukunft zu weiteren Protektionismusmaßnahmen führen.

Herausforderungen und mögliche Auswege
China befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Umbrüche. Die demografische Alterung, die Verschuldung von Unternehmen und Kommunen, die Abhängigkeit vom Immobiliensektor sowie die unzureichende soziale Absicherung wirken als Bremse für das Wachstum. Gleichzeitig verschärfen globale Konflikte die Rezessionsrisiken: gestörte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise und protektionistische Maßnahmen treffen eine Wirtschaft, die stark vom Welthandel abhängig ist.

Die chinesische Führung hat zwar Konjunkturpakete angekündigt und versucht, den Binnenkonsum zu stimulieren, etwa mit Kaufprämien für Autos oder Haushaltsgeräte und einem Ausbau des Feiertagskalenders. Allerdings zeichnen Experten ein sehr skeptisches Bild: Ohne strukturelle Reformen, eine Stärkung der sozialen Sicherungssysteme und eine Öffnung für private Initiative lassen sich Vertrauen und Produktivität kaum steigern, dies einhergehend mit der Öffnung Chinas in Richtung Westen, wo die Abnehmer chinesischer Produkte sitzen, welche jedoch wenig Vertrauen in die chinesische Führung haben, solange China an der Seite Russlands den Krieg in der Ukraine unterstützt.

Wohin steuert China?
Der weitere Kurs Chinas hängt davon ab, ob es gelingt, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit zu verbessern, die Informationskontrolle zu lockern und den Aufstieg einer innovationsgetriebenen Wirtschaft zu fördern. Nur so könnte die Volksrepublik die gegenwärtige Wirtschafts‑ und Vertrauenskrise überwinden und in einem von geopolitischen Konflikten und globaler Rezession geprägten Umfeld wieder zu stabilem Wachstum finden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...