Zürcher Nachrichten - Chinas tiefe Wirtschaftskrise

EUR -
AED 4.27378
AFN 75.634231
ALL 96.586247
AMD 443.575266
ANG 2.083307
AOA 1067.018839
ARS 1704.232153
AUD 1.740882
AWG 2.072075
AZN 1.982734
BAM 1.954518
BBD 2.344063
BDT 142.216129
BGN 1.939361
BHD 0.438724
BIF 3447.737788
BMD 1.163597
BND 1.497105
BOB 8.05968
BRL 6.244099
BSD 1.163937
BTN 104.820263
BWP 15.615693
BYN 3.407865
BYR 22806.500387
BZD 2.340655
CAD 1.617627
CDF 2629.729547
CHF 0.932466
CLF 0.026527
CLP 1040.651764
CNY 8.118824
CNH 8.118975
COP 4320.65659
CRC 578.718013
CUC 1.163597
CUP 30.835319
CVE 110.778962
CZK 24.286019
DJF 206.794909
DKK 7.473126
DOP 74.100771
DZD 151.27696
EGP 54.948777
ERN 17.453954
ETB 180.947564
FJD 2.650034
FKP 0.866112
GBP 0.868149
GEL 3.124305
GGP 0.866112
GHS 12.479624
GIP 0.866112
GMD 86.106589
GNF 10171.001428
GTQ 8.924071
GYD 243.459303
HKD 9.070088
HNL 30.69161
HRK 7.537204
HTG 152.428733
HUF 385.811563
IDR 19604.688816
ILS 3.663049
IMP 0.866112
INR 105.088805
IQD 1524.312016
IRR 49016.522061
ISK 147.230372
JEP 0.866112
JMD 184.309137
JOD 0.825036
JPY 183.876832
KES 150.046275
KGS 101.748995
KHR 4673.914945
KMF 491.62413
KPW 1047.264157
KRW 1698.584378
KWD 0.357841
KYD 0.96986
KZT 594.540124
LAK 25158.394001
LBP 104221.108025
LKR 359.804055
LRD 208.912106
LSL 19.261869
LTL 3.4358
LVL 0.703849
LYD 6.31286
MAD 10.748006
MDL 19.726979
MGA 5396.438038
MKD 61.577859
MMK 2443.56753
MNT 4142.29587
MOP 9.345431
MRU 46.413364
MUR 54.352054
MVR 17.978013
MWK 2018.067958
MXN 20.927222
MYR 4.763189
MZN 74.365921
NAD 19.261869
NGN 1658.649723
NIO 42.831729
NOK 11.75493
NPR 167.712021
NZD 2.031257
OMR 0.447408
PAB 1.163832
PEN 3.914216
PGK 4.965722
PHP 68.979236
PKR 325.787062
PLN 4.214141
PYG 7701.949362
QAR 4.242818
RON 5.087949
RSD 117.356943
RUB 91.9238
RWF 1696.280357
SAR 4.363557
SBD 9.45642
SCR 16.318058
SDG 699.907848
SEK 10.714186
SGD 1.497881
SHP 0.872999
SLE 28.046953
SLL 24400.050686
SOS 664.999923
SRD 44.438976
STD 24084.107749
STN 24.483839
SVC 10.183278
SYP 12868.88771
SZL 19.256207
THB 36.560646
TJS 10.835248
TMT 4.072589
TND 3.407266
TOP 2.801663
TRY 50.180356
TTD 7.899786
TWD 36.771879
TZS 2906.087626
UAH 50.199166
UGX 4190.252196
USD 1.163597
UYU 45.310093
UZS 14092.698002
VES 378.148835
VND 30567.6921
VUV 140.649398
WST 3.229498
XAF 655.524316
XAG 0.014612
XAU 0.000259
XCD 3.144679
XCG 2.097516
XDR 0.814859
XOF 655.524316
XPF 119.331742
YER 277.460117
ZAR 19.210292
ZMK 10473.773114
ZMW 22.549116
ZWL 374.677746
  • SDAX

    208.3300

    18118.57

    +1.15%

  • DAX

    134.1800

    25261.64

    +0.53%

  • Goldpreis

    54.1000

    4514.8

    +1.2%

  • MDAX

    84.1400

    32167.17

    +0.26%

  • Euro STOXX 50

    93.1500

    5997.47

    +1.55%

  • TecDAX

    40.1900

    3820.24

    +1.05%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1637

    -0.21%


Chinas tiefe Wirtschaftskrise




In den vergangenen Monaten hat sich die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China dramatisch eingetrübt. Noch vor wenigen Jahren galt das Land als Motor des globalen Wachstums, doch jüngste Konjunkturdaten zeigen eine deutliche Abkühlung. Die Industrieproduktion wuchs im November 2025 nur noch um 4,8 % – der niedrigste Wert seit Mitte 2024 – und der Einzelhandelsumsatz legte lediglich um 1,3 % zu, so wenig wie seit dem Ende der Null‑COVID‑Politik im Jahr 2022 nicht mehr. Gleichzeitig schrumpft die Investitionstätigkeit im Immobilien‑ und Infrastruktursektor, weil viele Kommunen ihre Finanzen konsolidieren müssen und profitträchtige Projekte rar geworden sind.

Abschwächung des Wachstums und Produktivitätsrückgang
Der Internationale Währungsfonds weist darauf hin, dass Chinas Wachstum künftig vor allem von der Produktivitätssteigerung abhängt. Während die Gesamtfaktorproduktivität in früheren Jahrzehnten jährlich um durchschnittlich drei Prozent zulegte, ist sie in den letzten zehn Jahren auf rund ein Prozent pro Jahr gesunken. Die Regierung versucht, den Umbau von arbeitsintensiver Massenproduktion zu einer technologiegetriebenen „intelligenten Wirtschaft“ voranzutreiben, indem sie Hightech‑Branchen wie künstliche Intelligenz und Halbleiter fördert. Dennoch drückt eine Kombination aus überalternder Bevölkerung, hohen Schulden und geringeren Effizienzgewinnen die Wachstumsdynamik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erwartet, dass Chinas Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr 2025 bei etwa fünf Prozent liegen wird, im aktuell gestarteten Jahr 2026 auf 4,4 % und im kommenden Jahr 2027 auf 4,3 % sinken wird. Zurückhaltende Konsumausgaben, ein anhaltender Abschwung im Immobiliensektor und wachsende Überkapazitäten in der Industrie belasten die Investitionen. Die künftige Fünf‑Jahres‑Planung sieht zwar umfangreiche Infrastrukturprojekte vor, doch diese können die Schrumpfung des Immobiliensektors nur teilweise ausgleichen.

Arbeitsmarkt unter Druck und Informationskontrolle
Parallel zur schwachen Konjunktur nimmt die soziale Spannung zu. Besonders dramatisch ist die Situation am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote der 16‑ bis 24‑Jährigen stieg im Frühjahr 2023 auf 21,3 %. Weil die Zahl der Hochschulabsolventen jährlich neue Rekorde erreicht, bleibt der Druck hoch: Im Jahr 2025 verließen 12,22 Millionen Studierende die Universitäten, 2026 werden es laut Bildungsministerium 12,7 Millionen sein. Offizielle Daten zufolge lag die Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe im Sommer 2025 bei 18,9 % und ging im Herbst nur leicht auf über 17 % zurück. Viele gut ausgebildete junge Menschen finden allenfalls schlecht bezahlte Stellen oder müssen ganz auf die Unterstützung ihrer Familien zurückgreifen.

Kritiker bemängeln, dass sich das wahre Ausmaß der Arbeitsmarktkrise nur schwer einschätzen lässt. Im August 2023 hat die Nationale Statistikbehörde die Veröffentlichung der Jugend‑Arbeitslosenzahlen abrupt eingestellt und die Methodik für die Erfassung dieser Daten geändert. Seitdem werden beispielsweise Studierende, die vor Abschluss ihres Studiums einen Job suchen, nicht mehr erfasst. Zeitgleich beschränkten die Behörden den Zugang zu Firmenregistern und Wirtschaftsdaten für ausländische Investoren und verschärften das Vorgehen gegen Recherchefirmen. Diese Informationskontrolle hat zu einem drastischen Vertrauensverlust bei internationalen Investoren geführt.

Immobilienkrise und Konsumzurückhaltung
Die Krise auf dem Immobilienmarkt, in dem viele Entwickler mit hoher Verschuldung und sinkenden Preisen kämpfen, hat die Vermögenslage der Haushalte belastet. Die Immobilienpreise fallen, neue Projekte werden gestoppt und Bauträger wie Evergrande und Country Garden stehen vor der Insolvenz. Das Weltbank‑Büro in Peking beschreibt die Lage so: Der Immobiliensektor bleibt ein „Klotz am Bein“ für die Volkswirtschaft, weil sinkende Hauspreise die Konsumenten verunsichern, die Investitionstätigkeit bremsen und auf die Einnahmen der Kommunen drücken.

Viele chinesische Familien investieren den größten Teil ihrer Ersparnisse in Immobilien oder Bankeinlagen, was den Konsum hemmt. Laut der Weltbank stammen fast die Hälfte der privaten Sparvermögen aus Immobilien und rund ein Viertel aus Bankeinlagen. Vorsichtsbedingtes Sparen, fehlende Alternativen für langfristige Geldanlagen und pessimistische Einkommensperspektiven halten den Konsum zurück. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu transparenten Finanzprodukten begrenzt.

Globale Krisen verstärken die Rezession
Die wirtschaftliche Abkühlung Chinas vollzieht sich vor dem Hintergrund zunehmender globaler Unsicherheiten. Der anhaltende rücksichtlos kriminelle Krieg des Terror-Staates Russland gegne die Ukraine hat die Energiemärkte dauerhaft verändert, weil Europa und andere Regionen seit dem Wegfall russischer Gaslieferungen nach alternativen Energiequellen suchen. Dieser Verlust an günstiger Energie verteuert Produktion und Transport – Folgen, die auch die exportorientierte chinesische Industrie zu spüren bekommt.

Im Nahen Osten haben die Eskalationen zwischen Israel und der Hamas sowie zwischen Israel und Iran 2024 und 2025 die Ölpreise nach oben getrieben. Finanzanalysten warnen, dass ein Ausdehnen der Kämpfe oder eine Sperrung der Straße von Hormus die Ölpreise erneut über 100 US‑Dollar treiben könnte. Iran produziert etwa 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag und liefert fast 90 % seiner Ausfuhren nach Asien, vor allem nach China. Jede Störung dieser Lieferungen würde sich unmittelbar auf Chinas Energieversorgung und Produktionskosten auswirken.

Die Auswirkungen der Konflikte reichen weit über den Energiemarkt hinaus. Laut geopolitischen Risikoanalysen haben Kriege wie der in der Ukraine und der Krieg zwischen Israel und der Hamas die Lebensmittel‑ und Energiepreise in die Höhe getrieben und die Inflation weltweit angefacht. Dies hat die realen Einkommen vieler Haushalte geschmälert und die Geldpolitik der großen Notenbanken beeinflusst. In Europa musste die Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke die Energieversorgung sichern, während in Asien Regierungen an Strategien arbeiten, um den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu garantieren.

Auch handelspolitische Spannungen belasten den chinesischen Außenhandel. Die Vereinigten Staaten haben Anfang 2025 die Zölle auf chinesische Waren erhöht, was den seit Jahren bestehenden Handelskonflikt weiter anheizt. Gleichzeitig errichten andere Industrieländer Barrieren gegen chinesische Exporte, weil sie ihre heimische Industrie schützen wollen. Chinas Handelsüberschuss, der im Jahr 2025 fast eine Billion US‑Dollar erreichte, stößt international auf Kritik und dürfte in Zukunft zu weiteren Protektionismusmaßnahmen führen.

Herausforderungen und mögliche Auswege
China befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Umbrüche. Die demografische Alterung, die Verschuldung von Unternehmen und Kommunen, die Abhängigkeit vom Immobiliensektor sowie die unzureichende soziale Absicherung wirken als Bremse für das Wachstum. Gleichzeitig verschärfen globale Konflikte die Rezessionsrisiken: gestörte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise und protektionistische Maßnahmen treffen eine Wirtschaft, die stark vom Welthandel abhängig ist.

Die chinesische Führung hat zwar Konjunkturpakete angekündigt und versucht, den Binnenkonsum zu stimulieren, etwa mit Kaufprämien für Autos oder Haushaltsgeräte und einem Ausbau des Feiertagskalenders. Allerdings zeichnen Experten ein sehr skeptisches Bild: Ohne strukturelle Reformen, eine Stärkung der sozialen Sicherungssysteme und eine Öffnung für private Initiative lassen sich Vertrauen und Produktivität kaum steigern, dies einhergehend mit der Öffnung Chinas in Richtung Westen, wo die Abnehmer chinesischer Produkte sitzen, welche jedoch wenig Vertrauen in die chinesische Führung haben, solange China an der Seite Russlands den Krieg in der Ukraine unterstützt.

Wohin steuert China?
Der weitere Kurs Chinas hängt davon ab, ob es gelingt, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit zu verbessern, die Informationskontrolle zu lockern und den Aufstieg einer innovationsgetriebenen Wirtschaft zu fördern. Nur so könnte die Volksrepublik die gegenwärtige Wirtschafts‑ und Vertrauenskrise überwinden und in einem von geopolitischen Konflikten und globaler Rezession geprägten Umfeld wieder zu stabilem Wachstum finden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...