Zürcher Nachrichten - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.289648
AFN 76.502896
ALL 96.547238
AMD 446.116363
ANG 2.091274
AOA 1071.098472
ARS 1705.990422
AUD 1.74373
AWG 2.102484
AZN 1.981464
BAM 1.956757
BBD 2.355452
BDT 142.909922
BGN 1.946777
BHD 0.440282
BIF 3460.693223
BMD 1.168046
BND 1.498733
BOB 8.098928
BRL 6.291571
BSD 1.169472
BTN 105.181012
BWP 15.618575
BYN 3.438482
BYR 22893.711267
BZD 2.352051
CAD 1.620589
CDF 2621.679794
CHF 0.931196
CLF 0.026656
CLP 1045.693685
CNY 8.173113
CNH 8.156831
COP 4377.838257
CRC 581.381966
CUC 1.168046
CUP 30.953232
CVE 110.318504
CZK 24.291513
DJF 208.261897
DKK 7.472139
DOP 74.236004
DZD 151.73475
EGP 55.269744
ERN 17.520697
ETB 182.133625
FJD 2.651701
FKP 0.865411
GBP 0.868133
GEL 3.136208
GGP 0.865411
GHS 12.603112
GIP 0.865411
GMD 85.267292
GNF 10238.053025
GTQ 8.964348
GYD 244.678667
HKD 9.097383
HNL 30.822463
HRK 7.534011
HTG 153.14493
HUF 384.708376
IDR 19622.188247
ILS 3.70985
IMP 0.865411
INR 105.007088
IQD 1532.04959
IRR 49203.958712
ISK 147.197027
JEP 0.865411
JMD 185.139791
JOD 0.828118
JPY 182.994925
KES 150.678494
KGS 102.138072
KHR 4696.29777
KMF 493.500571
KPW 1051.256484
KRW 1693.409877
KWD 0.359128
KYD 0.974577
KZT 596.812004
LAK 25272.365078
LBP 104726.030473
LKR 362.667443
LRD 209.343322
LSL 19.2123
LTL 3.448938
LVL 0.706539
LYD 6.338101
MAD 10.780629
MDL 19.553567
MGA 5402.620228
MKD 61.570629
MMK 2452.765616
MNT 4156.434546
MOP 9.378689
MRU 46.580791
MUR 54.407768
MVR 18.046255
MWK 2027.883507
MXN 21.015551
MYR 4.746358
MZN 74.639541
NAD 19.2123
NGN 1667.409577
NIO 43.041059
NOK 11.786927
NPR 168.265118
NZD 2.02805
OMR 0.449099
PAB 1.169667
PEN 3.931824
PGK 4.987419
PHP 69.050822
PKR 330.557018
PLN 4.209517
PYG 7896.86372
QAR 4.263868
RON 5.089414
RSD 117.289428
RUB 94.027365
RWF 1704.526682
SAR 4.380199
SBD 10.038235
SCR 16.51884
SDG 702.579096
SEK 10.731048
SGD 1.499971
SHP 0.876337
SLE 28.143071
SLL 24493.35522
SOS 667.223598
SRD 44.636899
STD 24176.204133
STN 24.511888
SVC 10.233007
SYP 12916.226515
SZL 19.207315
THB 36.767186
TJS 10.858766
TMT 4.099843
TND 3.416657
TOP 2.812376
TRY 50.291288
TTD 7.928879
TWD 36.913706
TZS 2873.394013
UAH 50.067582
UGX 4214.043778
USD 1.168046
UYU 45.542088
UZS 13996.848275
VES 363.895009
VND 30685.165401
VUV 141.072257
WST 3.241947
XAF 656.275288
XAG 0.015423
XAU 0.000264
XCD 3.156704
XCG 2.107731
XDR 0.816196
XOF 656.278099
XPF 119.331742
YER 278.520833
ZAR 19.263615
ZMK 10513.823607
ZMW 23.36043
ZWL 376.110494
  • Goldpreis

    -18.5000

    4444

    -0.42%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1682

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    -8.2200

    5923.57

    -0.14%

  • DAX

    230.0600

    25122.26

    +0.92%

  • SDAX

    279.5800

    18002.3

    +1.55%

  • MDAX

    394.2200

    32064.64

    +1.23%

  • TecDAX

    44.4200

    3795.71

    +1.17%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...