Zürcher Nachrichten - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.275919
AFN 73.351013
ALL 96.630179
AMD 438.461195
ANG 2.083797
AOA 1067.669922
ARS 1647.417041
AUD 1.649009
AWG 2.095753
AZN 1.983655
BAM 1.964146
BBD 2.345757
BDT 142.455311
BGN 1.918366
BHD 0.439152
BIF 3461.363186
BMD 1.164307
BND 1.48941
BOB 8.048094
BRL 6.093402
BSD 1.164644
BTN 107.164897
BWP 15.627335
BYN 3.387981
BYR 22820.422929
BZD 2.342443
CAD 1.58971
CDF 2625.512657
CHF 0.908375
CLF 0.026556
CLP 1048.586751
CNY 8.033956
CNH 8.03267
COP 4431.388484
CRC 547.624576
CUC 1.164307
CUP 30.854143
CVE 110.735052
CZK 24.369415
DJF 207.40038
DKK 7.471203
DOP 69.846487
DZD 152.186719
EGP 58.429946
ERN 17.464609
ETB 180.648925
FJD 2.570849
FKP 0.873499
GBP 0.869918
GEL 3.149498
GGP 0.873499
GHS 12.543136
GIP 0.873499
GMD 84.994249
GNF 10214.314214
GTQ 8.931915
GYD 243.662213
HKD 9.100604
HNL 30.824846
HRK 7.535513
HTG 152.818031
HUF 385.906741
IDR 19643.028328
ILS 3.579782
IMP 0.873499
INR 107.166921
IQD 1525.78325
IRR 1530566.347794
ISK 144.502157
JEP 0.873499
JMD 181.932272
JOD 0.825512
JPY 182.9412
KES 150.25378
KGS 101.819055
KHR 4673.71874
KMF 494.830825
KPW 1047.877008
KRW 1705.803369
KWD 0.358106
KYD 0.970624
KZT 582.635694
LAK 24934.736762
LBP 104310.607428
LKR 361.062651
LRD 213.717194
LSL 19.065147
LTL 3.437897
LVL 0.704278
LYD 7.407443
MAD 10.841025
MDL 20.14844
MGA 4880.717842
MKD 61.6944
MMK 2444.851539
MNT 4157.026054
MOP 9.359068
MRU 46.27041
MUR 55.106981
MVR 17.988247
MWK 2019.171048
MXN 20.487984
MYR 4.589114
MZN 74.405116
NAD 19.065229
NGN 1605.916832
NIO 42.861942
NOK 11.22554
NPR 171.463836
NZD 1.966754
OMR 0.447646
PAB 1.164634
PEN 3.921463
PGK 5.085587
PHP 68.037502
PKR 325.528414
PLN 4.262063
PYG 7517.912297
QAR 4.258577
RON 5.096758
RSD 117.439031
RUB 90.841561
RWF 1702.225667
SAR 4.370331
SBD 9.367065
SCR 15.939359
SDG 700.33509
SEK 10.69209
SGD 1.483997
SHP 0.873532
SLE 28.4068
SLL 24414.941009
SOS 664.420355
SRD 43.767445
STD 24098.810223
STN 24.604442
SVC 10.191304
SYP 128.691062
SZL 19.072962
THB 36.649483
TJS 11.122714
TMT 4.075076
TND 3.419515
TOP 2.803373
TRY 51.188374
TTD 7.891498
TWD 36.839266
TZS 2985.457358
UAH 50.793711
UGX 4332.352913
USD 1.164307
UYU 44.739914
UZS 14215.525702
VES 490.580703
VND 30528.137204
VUV 138.637655
WST 3.158809
XAF 658.753299
XAG 0.013435
XAU 0.000224
XCD 3.146599
XCG 2.099019
XDR 0.819278
XOF 658.753299
XPF 119.331742
YER 277.68855
ZAR 19.039859
ZMK 10480.126562
ZMW 22.274552
ZWL 374.906473
  • TecDAX

    92.7800

    3710.09

    +2.5%

  • Euro STOXX 50

    100.5000

    5872.23

    +1.71%

  • MDAX

    535.3700

    30336.39

    +1.76%

  • DAX

    387.1000

    24177.75

    +1.6%

  • EUR/USD

    0.0027

    1.1644

    +0.23%

  • Goldpreis

    31.4000

    5155.1

    +0.61%

  • SDAX

    372.3600

    17466.45

    +2.13%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...