Zürcher Nachrichten - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.272508
AFN 75.61996
ALL 96.627504
AMD 444.196586
ANG 2.082917
AOA 1066.818796
ARS 1704.05952
AUD 1.741275
AWG 2.071687
AZN 1.978344
BAM 1.955345
BBD 2.345054
BDT 142.276876
BGN 1.938998
BHD 0.438898
BIF 3445.897753
BMD 1.163379
BND 1.497751
BOB 8.063123
BRL 6.249443
BSD 1.164429
BTN 104.864586
BWP 15.622363
BYN 3.409306
BYR 22802.231361
BZD 2.341655
CAD 1.618894
CDF 2629.236948
CHF 0.93164
CLF 0.026546
CLP 1041.375649
CNY 8.117304
CNH 8.115093
COP 4320.094229
CRC 578.96521
CUC 1.163379
CUP 30.829548
CVE 110.239335
CZK 24.27798
DJF 207.341728
DKK 7.468161
DOP 74.132741
DZD 151.933628
EGP 55.145272
ERN 17.450687
ETB 181.024855
FJD 2.649538
FKP 0.867762
GBP 0.868352
GEL 3.135329
GGP 0.867762
GHS 12.482094
GIP 0.867762
GMD 86.090086
GNF 10191.627264
GTQ 8.927921
GYD 243.563295
HKD 9.068488
HNL 30.704852
HRK 7.532535
HTG 152.494497
HUF 386.001636
IDR 19594.387859
ILS 3.662348
IMP 0.867762
INR 104.987406
IQD 1525.344881
IRR 49007.346923
ISK 147.144372
JEP 0.867762
JMD 184.387072
JOD 0.82485
JPY 183.892431
KES 150.195033
KGS 101.729942
KHR 4675.911391
KMF 493.273114
KPW 1047.045715
KRW 1695.322774
KWD 0.357727
KYD 0.970274
KZT 594.791525
LAK 25169.140316
LBP 104265.625685
LKR 359.956198
LRD 209.001342
LSL 19.270014
LTL 3.435157
LVL 0.703717
LYD 6.31553
MAD 10.752597
MDL 19.735405
MGA 5398.743106
MKD 61.535674
MMK 2442.79574
MNT 4140.561104
MOP 9.349423
MRU 46.43319
MUR 54.341495
MVR 17.986161
MWK 2018.929968
MXN 20.906505
MYR 4.762298
MZN 74.332745
NAD 19.270014
NGN 1662.980586
NIO 42.850024
NOK 11.745703
NPR 167.782938
NZD 2.030403
OMR 0.448885
PAB 1.164329
PEN 3.915888
PGK 4.967843
PHP 68.983784
PKR 325.924821
PLN 4.211764
PYG 7705.206134
QAR 4.244612
RON 5.088505
RSD 117.292693
RUB 91.990444
RWF 1697.004916
SAR 4.363023
SBD 9.458523
SCR 16.120949
SDG 699.770023
SEK 10.726676
SGD 1.495832
SHP 0.872836
SLE 28.066542
SLL 24395.483372
SOS 664.245356
SRD 44.430606
STD 24079.599574
STN 24.494297
SVC 10.187628
SYP 12866.478852
SZL 19.264515
THB 36.535961
TJS 10.839876
TMT 4.071827
TND 3.408706
TOP 2.801138
TRY 50.178885
TTD 7.90316
TWD 36.772436
TZS 2908.022977
UAH 50.220608
UGX 4192.024045
USD 1.163379
UYU 45.329447
UZS 14098.717646
VES 378.078051
VND 30561.970299
VUV 140.012568
WST 3.238827
XAF 655.804321
XAG 0.014557
XAU 0.000258
XCD 3.144091
XCG 2.098411
XDR 0.81561
XOF 655.804321
XPF 119.331742
YER 277.407637
ZAR 19.201564
ZMK 10471.809089
ZMW 22.558748
ZWL 374.607612
  • Goldpreis

    0.0000

    4500.9

    0%

  • Euro STOXX 50

    73.7800

    5997.47

    +1.23%

  • MDAX

    712.8700

    32167.17

    +2.22%

  • TecDAX

    118.2500

    3820.24

    +3.1%

  • SDAX

    567.0700

    18118.57

    +3.13%

  • DAX

    392.9400

    25261.64

    +1.56%

  • EUR/USD

    -0.0090

    1.1633

    -0.77%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...