Zürcher Nachrichten - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.237435
AFN 72.690883
ALL 95.363859
AMD 425.220056
ANG 2.065883
AOA 1059.214731
ARS 1669.022851
AUD 1.637158
AWG 2.076891
AZN 1.968925
BAM 1.95645
BBD 2.321921
BDT 141.505174
BGN 1.926801
BHD 0.435138
BIF 3444.177608
BMD 1.153828
BND 1.485694
BOB 7.994656
BRL 6.005445
BSD 1.152758
BTN 110.276204
BWP 15.64613
BYN 3.234575
BYR 22615.035551
BZD 2.31852
CAD 1.609216
CDF 2637.073018
CHF 0.920061
CLF 0.027073
CLP 1065.514526
CNY 7.827225
CNH 7.823412
COP 4144.020652
CRC 531.965212
CUC 1.153828
CUP 30.576451
CVE 110.710001
CZK 24.198046
DJF 205.058267
DKK 7.4742
DOP 67.164086
DZD 154.274464
EGP 60.055265
ERN 17.307425
ETB 183.2288
FJD 2.55908
FKP 0.864532
GBP 0.864304
GEL 3.068842
GGP 0.864532
GHS 13.626663
GIP 0.864532
GMD 83.649072
GNF 10124.843845
GTQ 8.788768
GYD 241.189087
HKD 9.041791
HNL 30.772532
HRK 7.535072
HTG 150.727465
HUF 355.881624
IDR 20950.46509
ILS 3.379598
IMP 0.864532
INR 110.167357
IQD 1511.515131
IRR 1586571.665197
ISK 143.40919
JEP 0.864532
JMD 181.990464
JOD 0.818075
JPY 184.861737
KES 149.248089
KGS 100.901945
KHR 4626.851843
KMF 492.684677
KPW 1038.278492
KRW 1752.595676
KWD 0.356971
KYD 0.960715
KZT 561.446801
LAK 25384.223508
LBP 103325.327964
LKR 388.642385
LRD 210.544763
LSL 19.095845
LTL 3.406955
LVL 0.69794
LYD 7.332548
MAD 10.685656
MDL 20.082585
MGA 4846.078595
MKD 61.633843
MMK 2422.231333
MNT 4129.30739
MOP 9.30477
MRU 46.193482
MUR 55.27441
MVR 17.827207
MWK 2004.200299
MXN 20.12865
MYR 4.684083
MZN 73.741456
NAD 19.09568
NGN 1569.275592
NIO 42.241986
NOK 10.925353
NPR 176.443857
NZD 1.984308
OMR 0.443649
PAB 1.152863
PEN 4.005227
PGK 5.031114
PHP 71.072364
PKR 321.337437
PLN 4.240031
PYG 7094.357008
QAR 4.19705
RON 5.242653
RSD 117.377769
RUB 84.203509
RWF 1688.050868
SAR 4.331239
SBD 9.286683
SCR 15.181636
SDG 692.870457
SEK 10.87529
SGD 1.484942
SHP 0.861449
SLE 28.388122
SLL 24195.205897
SOS 658.836138
SRD 43.094915
STD 23881.91716
STN 24.807309
SVC 10.087133
SYP 127.535067
SZL 19.095377
THB 37.860624
TJS 10.784736
TMT 4.038399
TND 3.366296
TOP 2.778142
TRY 53.212951
TTD 7.808425
TWD 36.389465
TZS 3028.797112
UAH 51.461798
UGX 4346.425208
USD 1.153828
UYU 46.435629
UZS 13808.439671
VES 649.126617
VND 30392.992421
VUV 136.474338
WST 3.146506
XAF 656.172161
XAG 0.017064
XAU 0.000266
XCD 3.118279
XCG 2.077645
XDR 0.817379
XOF 651.333466
XPF 119.331742
YER 275.332327
ZAR 19.02161
ZMK 10385.839917
ZMW 20.260731
ZWL 371.532256
  • Goldpreis

    -2.0000

    4361.4

    -0.05%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1543

    +0.02%

  • TecDAX

    -6.6900

    4067.45

    -0.16%

  • Euro STOXX 50

    0.2200

    6062.29

    0%

  • SDAX

    -35.3200

    18398.48

    -0.19%

  • MDAX

    -341.1300

    32125.47

    -1.06%

  • DAX

    -142.8800

    24616.22

    -0.58%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...