Zürcher Nachrichten - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.259306
AFN 73.066241
ALL 96.254727
AMD 436.757574
ANG 2.075701
AOA 1063.521008
ARS 1641.143189
AUD 1.653479
AWG 2.08761
AZN 1.965426
BAM 1.956514
BBD 2.336643
BDT 141.901807
BGN 1.910913
BHD 0.437588
BIF 3447.914216
BMD 1.159783
BND 1.483622
BOB 8.016823
BRL 6.120691
BSD 1.160119
BTN 106.748513
BWP 15.566616
BYN 3.374818
BYR 22731.755205
BZD 2.333342
CAD 1.58663
CDF 2615.311892
CHF 0.907005
CLF 0.02656
CLP 1048.722545
CNY 8.002738
CNH 8.020094
COP 4411.363848
CRC 545.496805
CUC 1.159783
CUP 30.734261
CVE 110.304796
CZK 24.415645
DJF 206.594536
DKK 7.47187
DOP 69.575101
DZD 151.758806
EGP 58.087056
ERN 17.396751
ETB 179.947022
FJD 2.565963
FKP 0.870105
GBP 0.869414
GEL 3.137243
GGP 0.870105
GHS 12.4944
GIP 0.870105
GMD 84.663935
GNF 10174.626956
GTQ 8.89721
GYD 242.715475
HKD 9.066137
HNL 30.705078
HRK 7.531287
HTG 152.224263
HUF 388.134296
IDR 19610.777998
ILS 3.589506
IMP 0.870105
INR 107.034499
IQD 1519.854888
IRR 1524619.402828
ISK 144.11464
JEP 0.870105
JMD 181.225383
JOD 0.822323
JPY 182.606164
KES 149.847736
KGS 101.422479
KHR 4655.559216
KMF 492.907529
KPW 1043.805529
KRW 1709.787728
KWD 0.356691
KYD 0.966853
KZT 580.37189
LAK 24837.853967
LBP 103905.313268
LKR 359.659759
LRD 212.886806
LSL 18.99107
LTL 3.424539
LVL 0.701542
LYD 7.378662
MAD 10.798903
MDL 20.070154
MGA 4861.754033
MKD 61.643322
MMK 2435.352178
MNT 4140.874117
MOP 9.322704
MRU 46.090629
MUR 54.892376
MVR 17.918296
MWK 2011.32565
MXN 20.54597
MYR 4.579987
MZN 74.115935
NAD 18.991152
NGN 1598.308947
NIO 42.695404
NOK 11.222526
NPR 170.797621
NZD 1.968136
OMR 0.44597
PAB 1.160109
PEN 3.906226
PGK 5.065828
PHP 68.00156
PKR 324.263588
PLN 4.284339
PYG 7488.701788
QAR 4.24203
RON 5.097714
RSD 117.415297
RUB 90.747954
RWF 1695.611746
SAR 4.354537
SBD 9.330669
SCR 15.879499
SDG 697.606876
SEK 10.733715
SGD 1.482267
SHP 0.870138
SLE 28.29201
SLL 24320.077857
SOS 661.838779
SRD 43.597417
STD 24005.175383
STN 24.508842
SVC 10.151706
SYP 128.191039
SZL 18.998854
THB 36.605024
TJS 11.079497
TMT 4.059242
TND 3.406229
TOP 2.792481
TRY 51.010221
TTD 7.860836
TWD 36.714169
TZS 2981.106173
UAH 50.596354
UGX 4315.519752
USD 1.159783
UYU 44.566079
UZS 14160.291918
VES 488.674574
VND 30409.521504
VUV 138.098985
WST 3.146535
XAF 656.193743
XAG 0.013565
XAU 0.000224
XCD 3.134373
XCG 2.090863
XDR 0.816094
XOF 656.193743
XPF 119.331742
YER 276.60844
ZAR 19.161194
ZMK 10439.444169
ZMW 22.188005
ZWL 373.449791
  • Euro STOXX 50

    108.9800

    5880.71

    +1.85%

  • DAX

    403.8500

    24194.5

    +1.67%

  • MDAX

    589.6500

    30390.67

    +1.94%

  • TecDAX

    88.9700

    3706.28

    +2.4%

  • Goldpreis

    84.9000

    5208.6

    +1.63%

  • SDAX

    398.6600

    17492.75

    +2.28%

  • EUR/USD

    0.0022

    1.1639

    +0.19%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...