Zürcher Nachrichten - Trumps zögern im Iran

EUR -
AED 4.260504
AFN 73.664967
ALL 94.722932
AMD 427.163977
ANG 2.077064
AOA 1064.404501
ARS 1666.773314
AUD 1.643553
AWG 2.088198
AZN 1.971196
BAM 1.954991
BBD 2.337733
BDT 142.482276
BGN 1.961607
BHD 0.437482
BIF 3469.88901
BMD 1.16011
BND 1.486985
BOB 8.049669
BRL 5.905889
BSD 1.16072
BTN 109.700611
BWP 15.552565
BYN 3.21347
BYR 22738.156
BZD 2.334434
CAD 1.624206
CDF 2691.45534
CHF 0.918749
CLF 0.026109
CLP 1027.578884
CNY 7.839386
CNH 7.839391
COP 3984.97785
CRC 528.681256
CUC 1.16011
CUP 30.742915
CVE 110.616579
CZK 24.132666
DJF 206.174594
DKK 7.466631
DOP 67.982381
DZD 154.154226
EGP 57.898999
ERN 17.40165
ETB 183.732446
FJD 2.591338
FKP 0.863268
GBP 0.865002
GEL 3.06849
GGP 0.863268
GHS 13.106574
GIP 0.863268
GMD 84.687664
GNF 10182.864383
GTQ 8.847416
GYD 242.799541
HKD 9.089357
HNL 30.971685
HRK 7.533811
HTG 151.58728
HUF 348.786656
IDR 20590.328346
ILS 3.38581
IMP 0.863268
INR 109.409392
IQD 1519.7441
IRR 1595151.249933
ISK 144.236512
JEP 0.863268
JMD 183.574046
JOD 0.82254
JPY 185.922708
KES 150.257654
KGS 101.451343
KHR 4654.93333
KMF 493.046532
KPW 1044.099406
KRW 1753.929702
KWD 0.357428
KYD 0.9673
KZT 566.040919
LAK 25557.223072
LBP 103887.850563
LKR 388.852463
LRD 211.313839
LSL 18.787817
LTL 3.425504
LVL 0.701739
LYD 7.395724
MAD 10.725237
MDL 20.25462
MGA 4872.461941
MKD 61.586339
MMK 2435.589414
MNT 4150.091461
MOP 9.364925
MRU 46.497261
MUR 54.676263
MVR 17.935584
MWK 2013.951258
MXN 19.990853
MYR 4.71562
MZN 74.133471
NAD 18.796006
NGN 1576.728299
NIO 42.471743
NOK 11.008109
NPR 175.519865
NZD 1.99503
OMR 0.44606
PAB 1.16072
PEN 3.958887
PGK 5.090273
PHP 70.039332
PKR 322.856509
PLN 4.231698
PYG 7083.069353
QAR 4.223383
RON 5.228658
RSD 117.253541
RUB 84.655021
RWF 1726.24368
SAR 4.35261
SBD 9.352139
SCR 16.375096
SDG 696.64527
SEK 10.89225
SGD 1.487296
SHP 0.866139
SLE 28.713061
SLL 24326.930896
SOS 663.011597
SRD 43.309257
STD 24011.934747
STN 24.826354
SVC 10.155886
SYP 128.229392
SZL 18.790163
THB 37.7436
TJS 10.759748
TMT 4.071986
TND 3.377951
TOP 2.793267
TRY 53.733558
TTD 7.884738
TWD 36.611334
TZS 3045.292196
UAH 51.98324
UGX 4294.223249
USD 1.16011
UYU 46.861015
UZS 13927.120385
VES 691.467784
VND 30541.05586
VUV 138.346395
WST 3.17837
XAF 655.685708
XAG 0.016656
XAU 0.000269
XCD 3.135256
XCG 2.091916
XDR 0.816366
XOF 655.462358
XPF 119.331742
YER 276.831278
ZAR 18.834699
ZMK 10442.38501
ZMW 20.515512
ZWL 373.554947
  • Euro STOXX 50

    32.5100

    6289.93

    +0.52%

  • MDAX

    138.9800

    32725.52

    +0.42%

  • TecDAX

    3.5600

    3970.1

    +0.09%

  • SDAX

    21.4500

    18444.57

    +0.12%

  • Goldpreis

    -8.2000

    4346.2

    -0.19%

  • DAX

    31.4800

    24941.89

    +0.13%

  • EUR/USD

    -0.0024

    1.1589

    -0.21%


Trumps zögern im Iran




Die anhaltenden Massenproteste in Iran seit Ende Dezember 2025 haben das Land in eine der schwersten Krisen seit der Revolution von 1979 gestürzt. Millionen Menschen gingen trotz eines rigiden Internet‑ und Telefonblackouts auf die Straßen, um gegen Inflation, Korruption und die Willkür der geistlichen Herrscher zu demonstrieren. Sicherheitskräfte schlugen brutal zu: Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden Tausende Demonstrierende getötet, Hunderte von Leichen stapelten sich in improvisierten Leichenhallen, und Ärzte meldeten überfüllte Notaufnahmen. Zudem wurden mehr als zehntausend Menschen verhaftet, während der Staat das Land weitgehend vom Internet trennte, um die Ungeheuerlichkeit seines Vorgehens zu verbergen. Die Wut der Bevölkerung richtete sich nicht mehr gegen einzelne Reformen, sondern gegen das gesamte System der islamischen Republik.

Der amerikanische Präsident Donald Trump, der im Juni 2025 bereits iranische Atomanlagen bombardieren ließ und sich im Wahlkampf als „Friedensstifter“ inszeniert hatte, reagierte auf die Gewalt mit scharfen Drohungen. Über soziale Netzwerke versprach er den Demonstrierenden Hilfe und drohte der Teheraner Führung mit Konsequenzen, falls sie weiter ihr eigenes Volk töte. Seine Worte erzeugten große Erwartungen im In‑ und Ausland, denn viele Iranerinnen und Iraner hofften auf internationale Unterstützung. Gleichzeitig weckte er Befürchtungen vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten.

Hintergründe des Zögerns
Trotz seines martialischen Tons scheut Trump bislang einen weiteren militärischen Schlag gegen Iran. Mehrere Faktoren erklären dieses Zögern:

- Gefahr eines ausufernden Krieges:
Die iranische Führung drohte offen, bei einem Angriff amerikanische Stützpunkte und Verbündete im Nahen Osten anzugreifen. Würden Raketen auf US‑Basen in Katar, Saudi‑Arabien oder Kuweit niedergehen, müsste Washington mit massiver Gegenwehr rechnen. Ein begrenzter Luftschlag könnte rasch in einen regionalen Flächenbrand oder eine langwierige Bodenoperation münden – Szenarien, die Trump wegen des Risikos für amerikanische Soldaten und der Gefahr von Cyber‑ und Terrorangriffen auf die Heimat scheut.

- Wirtschaftliche Risiken:
Ein Krieg könnte den Persischen Golf und die Strasse von Hormus blockieren, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Experten warnen vor explodierenden Energiepreisen und einer globalen Inflation, die die US‑Wirtschaft empfindlich treffen würden. Trump beobachtet die Ölpreise genau und hat den Zustand der Wirtschaft stets als Maßstab für seine Popularität gesehen.

- Regionale Diplomatie:
Arabische Nachbarstaaten wie Saudi‑Arabien, Katar, Oman und Ägypten baten den US‑Präsidenten laut Diplomaten dringend, keinen Schlag zu führen. Sie fürchten Flüchtlingsströme, Vergeltungsangriffe und Instabilität. Diese Länder, die amerikanische Basen beherbergen, erinnerten daran, dass ein Krieg gegen Iran auch ihre Sicherheit gefährden würde und die ohnehin labile Region weiter destabilisierte. Trump signalisierte daraufhin, er wolle Iran eine Chance geben, nachdem ihm wichtige Kanäle mitgeteilt hätten, dass die Tötungen eingestellt wurden und keine Hinrichtungen geplant seien.

- Innenpolitischer Druck:
Umfragen in den USA zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung neue Auslandseinsätze ablehnt. Viele seiner Anhänger wählten ihn, weil er versprach, „ewige Kriege“ zu beenden. Ein Krieg gegen Iran könnte seine Wiederwahl gefährden und sein Bild als vermeintlicher Friedensstifter zerstören.

- Fehlende Strategie:
Fachleute weisen darauf hin, dass es keine klare Planung für das „Danach“ gibt. Ein gezielter Schlag würde das Regime kaum stürzen, sondern eher nationalistische Reflexe stärken und die Sicherheitsapparate noch brutaler machen. Ein umfassender Krieg wäre extrem kostspielig und politisch riskant. Deshalb verlegt sich die US‑Regierung derzeit vor allem auf Sanktionen, Zölle und diplomatische Kanäle.

- Beratung aus dem eigenen Lager:
Innerhalb der Administration mahnen manche Spitzenpolitiker zu Zurückhaltung. Sie betonen, dass die USA zugleich in anderen Konflikten engagiert sind und eine weitere Front Ressourcen binden würde. So treiben Berater Gespräche mit Teheran voran, um noch einmal eine diplomatische Lösung für das Atomprogramm und die Zukunft des Landes auszuloten.

Der Sieg der Gewalt?
Die Frage, ob die islamische Führung durch das blutige Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung gewonnen hat, lässt sich nur vorläufig beantworten. Die Proteste wurden mit extremer Brutalität niedergeschlagen. Tausende Tote, Tausende Verletzte und mehr als zehntausend Verhaftungen haben die Bewegung vorerst zum Erliegen gebracht. Durch das totale Kommunikationsverbot blieb der Welt die ganze Tragödie weitgehend verborgen, während im Land Angst und Schock herrschen. Zugleich haben diese Massaker die tiefe Kluft zwischen Regierung und Gesellschaft weiter vergrößert. Dass die Führung ihre eigene Bevölkerung als größten Feind betrachtet und bereit ist, jeden Widerstand zu zerschlagen, offenbart ihre Schwäche und die Erosion ihrer Legitimität.

In dieser Lage sind die Ursachen für die Aufstände – wirtschaftliche Not, Unterdrückung, fehlende Freiheit – nicht verschwunden. Die kombinierte Gewalt von Regime und Repressalien hat nur einen kurzfristigen Sieg ermöglicht. Viele Analysten sehen im rückhaltenden Verhalten des US‑Präsidenten keine Angst, sondern politisches Kalkül: Er will einerseits nicht als Schwächling gelten, andererseits keinen Krieg mit ungewissem Ausgang riskieren. Die iranische Führung interpretiert seine Drohungen als Bluff, nutzt sie aber propagandistisch, um von den eigenen Verbrechen abzulenken.

Wie geht es weiter?
Ob Trump einen Militärschlag gegen Iran befiehlt, hängt von vielen Variablen ab: dem weiteren Verlauf der Proteste, dem Verhalten der iranischen Sicherheitsbehörden, der Position regionaler Akteure und der Stimmung im eigenen Land. Gegenwärtig deutet vieles darauf hin, dass Washington auf Wirtschaftsdruck, Cyberoperationen und gezielte Sanktionen setzt. Ein offener Krieg bleibt das Horrorszenario, das alle Beteiligten – trotz martialischer Worte – vermeiden wollen. Die Mullah-Führung mag mit ihrer beispiellosen Gewalt einen temporären Sieg errungen haben; doch der Preis ist eine Gesellschaft, die noch entschlossener nach Freiheit verlangt. Das letzte Kapitel dieser Krise ist daher noch nicht geschrieben.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...