Zürcher Nachrichten - Kubas Wirtschaft unter Druck

EUR -
AED 4.285813
AFN 77.021678
ALL 92.348754
AMD 424.416792
ANG 2.088679
AOA 1071.306972
ARS 1764.213975
AUD 1.624104
AWG 2.097684
AZN 1.986045
BAM 1.956833
BBD 2.350021
BDT 143.289946
BGN 1.979661
BHD 0.439921
BIF 3481.693366
BMD 1.167001
BND 1.48207
BOB 13.470996
BRL 6.002238
BSD 1.166806
BTN 111.270884
BWP 15.592232
BYN 3.518828
BYR 22873.221639
BZD 2.346579
CAD 1.617621
CDF 2659.016242
CHF 0.937917
CLF 0.027061
CLP 1065.040389
CNY 7.842656
CNH 7.842015
COP 3613.385518
CRC 530.175357
CUC 1.167001
CUP 30.925529
CVE 110.323244
CZK 24.082176
DJF 207.774351
DKK 7.475529
DOP 67.915273
DZD 155.247292
EGP 58.646239
ERN 17.505017
ETB 190.583817
FJD 2.558708
FKP 0.855642
GBP 0.856071
GEL 3.040083
GGP 0.855642
GHS 13.061784
GIP 0.855642
GMD 85.770791
GNF 10256.414749
GTQ 8.9017
GYD 244.102596
HKD 9.147066
HNL 31.298255
HRK 7.535913
HTG 152.649281
HUF 360.224061
IDR 20667.764603
ILS 3.470192
IMP 0.855642
INR 111.175235
IQD 1528.493852
IRR 1604159.718216
ISK 141.207013
JEP 0.855642
JMD 184.882854
JOD 0.827408
JPY 185.610939
KES 151.115262
KGS 102.054457
KHR 4719.370214
KMF 493.641139
KPW 1050.301336
KRW 1614.671639
KWD 0.360323
KYD 0.972313
KZT 536.749572
LAK 26188.1525
LBP 104484.575385
LKR 383.397482
LRD 211.769987
LSL 18.590376
LTL 3.445851
LVL 0.705908
LYD 7.392713
MAD 10.772487
MDL 20.162645
MGA 5024.523471
MKD 61.554343
MMK 2450.316056
MNT 4199.843335
MOP 9.420674
MRU 46.882148
MUR 54.568967
MVR 18.041702
MWK 2023.216122
MXN 19.756086
MYR 4.698931
MZN 74.577229
NAD 18.590455
NGN 1569.312617
NIO 42.942119
NOK 10.881194
NPR 178.037993
NZD 1.958205
OMR 0.448708
PAB 1.166786
PEN 3.912515
PGK 5.174732
PHP 71.958471
PKR 324.046311
PLN 4.295719
PYG 6980.595596
QAR 4.253846
RON 5.257222
RSD 117.297623
RUB 98.37732
RWF 1718.707371
SAR 4.381929
SBD 9.35862
SCR 15.977286
SDG 701.923134
SEK 11.077729
SGD 1.481887
SHP 0.864591
SLE 28.76666
SLL 24471.428749
SOS 666.852056
SRD 44.255034
STD 24154.566688
STN 24.512731
SVC 10.20939
SYP 15173.348245
SZL 18.57857
THB 38.213432
TJS 10.769309
TMT 4.096174
TND 3.396793
TOP 2.809859
TRY 56.152945
TTD 7.926981
TWD 37.147393
TZS 3089.638906
UAH 51.987146
UGX 4361.302497
USD 1.167001
UYU 46.894758
UZS 13791.103582
VES 914.558285
VND 30464.563821
VUV 137.766134
WST 3.162611
XAF 656.297861
XAG 0.016975
XAU 0.000252
XCD 3.153879
XCG 2.102892
XDR 0.82513
XOF 656.303487
XPF 119.331742
YER 276.699817
ZAR 18.571714
ZMK 10504.410042
ZMW 22.139119
ZWL 375.773879
  • TecDAX

    -28.7000

    4022.02

    -0.71%

  • Euro STOXX 50

    31.0500

    6486.68

    +0.48%

  • MDAX

    252.1900

    32519.63

    +0.78%

  • Goldpreis

    -26.0000

    4668.5

    -0.56%

  • SDAX

    121.2900

    18663.11

    +0.65%

  • DAX

    100.9700

    26367.11

    +0.38%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.166

    -0.13%


Kubas Wirtschaft unter Druck




Havanna steht mitten in einer der schwersten Wirtschaftskrisen ihrer modernen Geschichte. Eine Kombination aus drastisch verschärften US-Sanktionen, dem vollständigen Wegfall von Ölimporten und einem historischen Einbruch des Tourismussektors hat die kubanische Wirtschaft an den Rand des Kollapses gebracht.

Die Regierung in Washington hat im Verlauf des Jahres 2025 und Anfang 2026 ihre Drohkulisse gegenüber Kuba massiv ausgeweitet. Eine Reihe neuer Maßnahmen zielt darauf ab, Kubas Zugang zu lebenswichtigen Importen, insbesondere Öl, zu blockieren. Dazu gehören Exekutivverfügungen, die es erlauben, Strafzölle auf Länder zu verhängen, die Öl nach Kuba liefern, und diplomatischer Druck auf Mexiko und andere potenzielle Lieferanten, ihre Exporte einzustellen. In der Folge haben kurzfristig letzte verbliebene Lieferungen aus Venezuela und Mexiko aufgehört, Cuba erhält kaum noch Treibstoff. Analysten schätzen, dass die Ölreserven der Insel im Januar 2026 nur noch für wenige Wochen reichten, was zu wiederholten und langanhaltenden Stromausfällen geführt hat. Die stundenlangen Blackouts beeinträchtigen nicht nur den privaten Alltag, sondern gefährden Grundversorgung, Gesundheit und Transportwesen.

Die Energiekrise trifft Kuba zu einer Zeit, in der der ohnehin schon schwächelnde Tourismussektor weiter einbricht. Während in den Jahren vor der Corona-Pandemie noch mehrere Millionen Besucher jährlich auf der Insel ankamen, sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren um fast 70 % eingebrochen. Die Pandemie selbst hatte den Sektor bereits stark getroffen, jetzt aber verschärfen politische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Blockade amerikanischer Kreuzfahrtschiffe die Lage zusätzlich. Hotels stehen leer, Reiseveranstalter kämpfen ums Überleben, und historische Attraktionen wirken verlassen. Die Einnahmen aus dem Tourismus, einst eine der tragenden Säulen der kubanischen Devisenwirtschaft, sind dramatisch gesunken.

Diese Verwerfungen haben direkte Auswirkungen auf die kubanische Bevölkerung. Inflation und hohe Preise für Grundbedürfnisse belasten Haushalte, während Versorgungsengpässe zu langen Warteschlangen bei Treibstoff und Nahrungsmitteln führen. Viele Unternehmen im Privatsektor, die auf Touristen angewiesen waren – von klassischen Oldtimer-Taxifahrern bis zu kleinen Restaurants und Gastbetrieben – kämpfen ums Überleben und sehen sich gezwungen, ihre Aktivitäten drastisch einzuschränken oder ganz einzustellen.

Die kubanische Regierung bestätigt, dass die Kombination aus Ölknappheit, Sanktionen und sinkenden Einnahmen aus dem Ausland das Wirtschaftswachstum stark hemmt und in Teilen zum Rückgang der Wirtschaftsleistung führt. Trotz wiederholter diplomatischer Angebote an Washington zu Gesprächen über eine Normalisierung der Beziehungen bestehen derzeit keine formellen Verhandlungen. Die Regierung betont, dass grundlegende politische und wirtschaftliche Prinzipien nicht zur Disposition stehen.

International hat die Verschärfung der Sanktionen Besorgnis ausgelöst, da einige Nachbarstaaten vor einer humanitären Krise warnen. Mexikos Regierung hat darauf hingewiesen, dass die Zölle und Lieferstopps schwerwiegende Auswirkungen auf den Transport, die Energieversorgung und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern haben könnten und sucht diplomatische Wege, um die Situation zu entschärfen.

Auf der Insel selbst sind die Reaktionen gemischt: Viele Kubaner zeigen angesichts der Not eine bemerkenswerte Resilienz, setzen auf Selbsthilfe, lokale Produktion und improvisierte Lösungen angesichts der Versorgungsengpässe. Zugleich wächst die Unsicherheit über die Zukunft eines Landes, das historisch schon mehrfach schwere Krisen durchlebt hat, aber selten in einem so stark international beeinflussenden Umfeld.

Die aktuelle Lage in Kuba wird zunehmend als Belastungsprobe für die politischen Beziehungen zwischen Washington und Havanna gesehen. Die Verbindung von Wirtschaftssanktionen, Energieblockaden und dem massiven Rückgang der Tourismus-Einnahmen macht deutlich, wie stark externe Faktoren die Wirtschaft eines kleinen Staates beeinflussen können. Ob die kubanische Wirtschaft diese multiplen Schocks überstehen kann oder ob sie strukturelle Anpassungen erfordert, bleibt eine der drängendsten Fragen für die kommenden Monate.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...