Zürcher Nachrichten - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.244095
AFN 72.238294
ALL 95.372284
AMD 425.796151
ANG 2.06913
AOA 1060.87932
ARS 1666.425323
AUD 1.645042
AWG 2.083044
AZN 1.96205
BAM 1.953563
BBD 2.33237
BDT 142.008622
BGN 1.929829
BHD 0.436749
BIF 3456.011584
BMD 1.155642
BND 1.488857
BOB 7.982928
BRL 5.980676
BSD 1.157975
BTN 110.157817
BWP 15.66388
BYN 3.198473
BYR 22650.577968
BZD 2.329066
CAD 1.610999
CDF 2630.240525
CHF 0.922046
CLF 0.026922
CLP 1059.562004
CNY 7.826873
CNH 7.829369
COP 4133.360674
CRC 534.36897
CUC 1.155642
CUP 30.624506
CVE 110.537428
CZK 24.155246
DJF 206.212616
DKK 7.474292
DOP 67.444433
DZD 154.415675
EGP 59.769094
ERN 17.334626
ETB 186.69382
FJD 2.565295
FKP 0.865794
GBP 0.862646
GEL 3.062231
GGP 0.865794
GHS 13.53236
GIP 0.865794
GMD 84.362162
GNF 10143.742709
GTQ 8.805993
GYD 241.695338
HKD 9.056591
HNL 30.966168
HRK 7.536284
HTG 151.409548
HUF 355.547032
IDR 20730.825921
ILS 3.426073
IMP 0.865794
INR 109.99554
IQD 1513.89067
IRR 1589209.620649
ISK 143.415251
JEP 0.865794
JMD 182.866048
JOD 0.819311
JPY 185.301319
KES 149.597305
KGS 101.060519
KHR 4651.803407
KMF 493.458925
KPW 1039.910279
KRW 1761.879588
KWD 0.357313
KYD 0.962706
KZT 564.118937
LAK 25427.003378
LBP 103701.165527
LKR 389.896923
LRD 210.888196
LSL 19.090762
LTL 3.412309
LVL 0.699036
LYD 7.380399
MAD 10.697739
MDL 20.089171
MGA 4858.165953
MKD 61.644694
MMK 2425.892117
MNT 4135.66961
MOP 9.324504
MRU 46.239086
MUR 55.320381
MVR 17.866471
MWK 2008.048602
MXN 20.143708
MYR 4.695487
MZN 73.84741
NAD 19.080017
NGN 1571.511134
NIO 42.613163
NOK 10.9758
NPR 176.674176
NZD 1.98582
OMR 0.444356
PAB 1.155287
PEN 3.964718
PGK 5.068301
PHP 70.967382
PKR 322.252183
PLN 4.241193
PYG 7133.084127
QAR 4.212892
RON 5.238643
RSD 117.393517
RUB 83.180202
RWF 1695.652111
SAR 4.338219
SBD 9.2978
SCR 15.2614
SDG 693.959869
SEK 10.929077
SGD 1.487078
SHP 0.862803
SLE 28.486827
SLL 24233.231754
SOS 661.854339
SRD 43.306568
STD 23919.450643
STN 24.530497
SVC 10.108513
SYP 127.735505
SZL 19.04542
THB 37.992299
TJS 10.778352
TMT 4.056302
TND 3.361473
TOP 2.782508
TRY 53.317883
TTD 7.836095
TWD 36.525244
TZS 3033.557216
UAH 52.021726
UGX 4358.047531
USD 1.155642
UYU 46.766854
UZS 13896.592375
VES 655.217886
VND 30409.556564
VUV 137.850305
WST 3.1738
XAF 656.790594
XAG 0.017745
XAU 0.000274
XCD 3.123179
XCG 2.082034
XDR 0.816837
XOF 656.79344
XPF 119.331742
YER 275.793755
ZAR 19.102984
ZMK 10402.158979
ZMW 20.567193
ZWL 372.116167
  • TecDAX

    -20.6100

    3985.06

    -0.52%

  • MDAX

    -182.1500

    31460.39

    -0.58%

  • SDAX

    -38.4600

    17986.43

    -0.21%

  • Goldpreis

    -96.1000

    4190.3

    -2.29%

  • DAX

    -64.6400

    24368.42

    -0.27%

  • Euro STOXX 50

    -6.3900

    6043.35

    -0.11%

  • EUR/USD

    0.0014

    1.1555

    +0.12%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...