Zürcher Nachrichten - US-Jobkrise bremst Wachstum

EUR -
AED 4.176583
AFN 75.049755
ALL 93.588017
AMD 417.004635
AOA 1042.738243
ARS 1702.037602
AUD 1.626535
AWG 2.049658
AZN 1.934129
BAM 1.951903
BBD 2.290557
BDT 140.38969
BHD 0.428808
BIF 3394.301894
BMD 1.13712
BND 1.467129
BOB 12.799837
BRL 5.832327
BSD 1.137244
BTN 109.018641
BWP 15.614441
BYN 3.262515
BYR 22287.543424
BZD 2.287253
CAD 1.606238
CDF 2569.890314
CHF 0.930843
CLF 0.027169
CLP 1069.324633
CNY 7.693865
CNH 7.692324
COP 3643.058169
CRC 517.568868
CUC 1.13712
CUP 30.133668
CVE 110.698335
CZK 24.193926
DJF 202.089027
DKK 7.475054
DOP 66.285736
DZD 151.727028
EGP 57.642638
ERN 17.056793
ETB 181.910682
FJD 2.536061
FKP 0.853565
GBP 0.855057
GEL 2.984917
GGP 0.853565
GHS 13.24773
GIP 0.853565
GMD 84.147079
GNF 9961.167739
GTQ 8.677636
GYD 237.844518
HKD 8.917007
HNL 30.446377
HRK 7.536602
HTG 148.666433
HUF 359.842106
IDR 20538.653537
ILS 3.474813
IMP 0.853565
INR 108.900064
IQD 1489.626627
IRR 1563681.538046
ISK 142.592248
JEP 0.853565
JMD 179.92076
JOD 0.806193
JPY 186.169604
KES 147.255225
KGS 99.44087
KHR 4595.656402
KMF 492.373094
KRW 1666.289206
KWD 0.353008
KYD 0.947745
KZT 540.408613
LAK 25761.443854
LBP 101829.056893
LKR 382.416446
LRD 206.043802
LSL 19.137644
LTL 3.357619
LVL 0.687832
LYD 7.283254
MAD 10.646284
MDL 19.987882
MGA 4898.140071
MKD 61.407391
MMK 2387.426982
MNT 4083.989575
MOP 9.18616
MRU 45.541058
MUR 53.831668
MVR 17.568831
MWK 1975.17702
MXN 19.846151
MYR 4.6482
MZN 72.659852
NAD 19.137386
NGN 1551.985981
NIO 41.68664
NOK 10.977878
NPR 174.422738
NZD 1.968466
OMR 0.437261
PAB 1.137249
PEN 3.869052
PGK 4.997647
PHP 70.177371
PKR 315.948915
PLN 4.323192
PYG 6877.268455
QAR 4.143834
RON 5.229138
RSD 117.388284
RUB 88.71172
RWF 1667.017279
SAR 4.26157
SBD 9.189182
SCR 15.985492
SDG 682.842734
SEK 11.086143
SGD 1.468141
SLE 27.546714
SOS 649.866545
SRD 42.904675
STD 23536.079107
STN 24.959774
SVC 9.951131
SZL 19.138277
THB 38.241031
TJS 10.497256
TMT 3.979918
TND 3.369282
TRY 53.850004
TTD 7.723646
TWD 36.724872
TZS 2998.019122
UAH 51.07542
UGX 4270.529551
USD 1.13712
UYU 45.668815
UZS 13651.120127
VES 842.948326
VND 29923.301286
VUV 135.41767
WST 3.134266
XAF 654.675745
XAG 0.019473
XAU 0.000279
XCD 3.073123
XCG 2.049608
XDR 0.813528
XOF 653.843959
XPF 119.331742
YER 271.259791
ZAR 19.046171
ZMK 10235.43865
ZMW 21.250225
ZWL 366.152035
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1373

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    1.2700

    6282.21

    +0.02%

  • MDAX

    140.9700

    32106.5

    +0.44%

  • TecDAX

    38.7900

    3808.76

    +1.02%

  • SDAX

    47.1000

    18276.38

    +0.26%

  • Goldpreis

    -1.5000

    4075.5

    -0.04%

  • DAX

    262.0300

    25361.03

    +1.03%


US-Jobkrise bremst Wachstum




Die Vereinigten Staaten haben lange mit robustem Wachstum und einer niedrigen Arbeitslosigkeit gepunktet. Seit Mitte 2025 häufen sich jedoch Indizien, dass dieser Aufschwung ins Stocken geraten ist. Die neueste Statistik zeigt, dass die Wirtschaft im vierten Quartal 2025 nur noch mit einer Jahresrate von 1,4 % wuchs – nach 4,4 % im Sommerquartal. Die schwache Dynamik ist vor allem auf den sechswöchigen Regierungsstillstand zurückzuführen, der die Staatsausgaben um fast 17 % einbrechen ließ. Auch die Konsumenten gaben weniger aus, nachdem sie aufgrund höherer Zölle und Kreditzinsen bereits ihre Ersparnisse angezapft hatten.

Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) an Schwung verliert, hat sich der Arbeitsmarkt drastisch abgekühlt. Revidierte Zahlen des Arbeitsministeriums zeigen, dass im gesamten Jahr 2025 lediglich 181 000 Stellen entstanden, im Durchschnitt nur noch 15 000 pro Monat. Das ist die schwächste Jobbilanz seit der Pandemie und ein Bruchteil der ursprünglich gemeldeten 584 000 neuen Arbeitsplätze. Zahlreiche Branchen – vom Bau bis zur industriellen Fertigung – verzeichneten Stellenabbau, während sich das Wachstum der Dienstleistungsjobs fast ausschließlich auf den Gesundheits- und Bildungssektor beschränkte. Besonders das produzierende Gewerbe verlor bereits im zweiten Halbjahr 2024 rund 21 000 Arbeitsplätze pro Monat.

Diese Entwicklung erklärt auch, warum die Arbeitslosenquote nur leicht auf 4,3 % stieg, obwohl kaum neue Stellen geschaffen wurden: Durch ein schärferes Einwanderungsregime schrumpft das Arbeitskräfteangebot. Viele Babyboomer treten in den Ruhestand, während die Regierung die Zuwanderung massiv beschränkt und sogar Migranten ohne Papiere abschiebt. Da weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, genügen schon wenige neue Stellen, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.

Fachleute sprechen von einem „doppelten Bremsmanöver“: Sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch das Arbeitskräfteangebot wachsen nur noch schleppend. Ein Economic Letter der San‑Francisco‑Fed zeigt, dass die Abkühlung des Arbeitsmarktes breit angelegt ist – bis auf den Gesundheits- und Bildungsbereich schrumpfen andere Dienstleistungsbereiche, und im staatlichen Sektor stagniert die Beschäftigung.

Die Ursachen dieser Misere sind vielfältig. In den Jahren 2022 und 2023 hatte die US‑Notenbank die Zinsen stark erhöht, um die Inflation zu bremsen. Diese hohen Finanzierungskosten belasten jetzt Investitionen und Konsum. Hinzu kommt die tariff‑bedingte Unsicherheit: Präsident Donald Trump hat 2025 eine Vielzahl neuer Einfuhrzölle eingeführt, die Produktionskosten in die Höhe treiben und die Planbarkeit für Unternehmen erschweren. Ein Forschungsbericht der Stanford University warnt, dass die Wirtschaft 2026 mit dem Risiko einer Stagflation konfrontiert sein könnte, falls die Konjunktur weiter abkühlt und gleichzeitig die Zölle die Preise hoch halten.

Ein weiterer Faktor ist die Automatisierungswelle durch Künstliche Intelligenz. Während Technologieunternehmen enorme Beträge in Rechenzentren und KI‑Anwendungen investieren und damit sogar das BIP stabilisieren, zögern Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen. Einige Chefs hoffen, mit der Hilfe von KI gleiche oder höhere Produktivität mit weniger Personal zu erreichen. Selbst im Baugewerbe, das lange als verlässlicher Jobmotor galt, war der Beschäftigungszuwachs im Januar 2026 eher dem ungewöhnlich milden Wetter zu verdanken.

Der schwache Arbeitsmarkt schlägt sich auch im Lohnwachstum nieder. Zwar stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne zwischen Dezember und Januar 2026 um 0,4 %, doch die Lohnzuwächse sind im Vergleich zu früheren Jahren moderat. Viele Beschäftigte sehen sich steigenden Preisen gegenüber, die durch Zölle und höhere Energie- und Wohnungskosten getrieben werden. Das Verbrauchervertrauen erreichte im Januar den niedrigsten Stand seit 2014, obwohl die offizielle Arbeitslosenquote niedrig bleibt.

Hinzu kommt, dass die staatlichen Ausgaben nach dem Shutdown erst langsam wieder anlaufen. Gerade der Bau neuer Infrastruktur leidet unter der Unsicherheit um die Haushaltsfinanzierung. Auch die Immobilienbranche steht unter Druck: Hohe Hypothekenzinsen und weiterhin stark gestiegene Hauspreise führen dazu, dass der Wohnungsbau in vielen Regionen stagniert.

Ausblick auf das was kommen könnte
Ob sich die Lage 2026 verbessert, hängt von mehreren Faktoren ab. Einige Ökonomen hoffen auf eine konjunkturelle Erholung, sollten die Zinsen weiter gesenkt werden und sollte das Oberste Gericht die weitreichenden Zölle der Regierung kassieren. Eine Normalisierung der Handelsbeziehungen könnte die Investitionsbereitschaft erhöhen. Allerdings stehen wichtige Risiken im Raum: Ein erneuter Regierungsstillstand, eskalierende Handelskonflikte, eine anhaltende Inflationswelle und die Gefahr einer Blase am Aktienmarkt könnten die fragile Erholung abwürgen. Zudem könnten neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zwar Produktivitätsgewinne bringen, aber die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter dämpfen.

Die US‑Wirtschaft durchlebt damit eine Phase der Unsicherheit. Sie wächst zwar moderat, doch die schwindende Beschäftigung und das verhaltene Lohnwachstum gefährden die Kaufkraft vieler Haushalte. Ohne eine Erholung am Arbeitsmarkt droht das Land in eine Stagnationsspirale zu geraten, in der das Wachstum nicht mehr alle Bevölkerungsschichten erreicht.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...