Zürcher Nachrichten - Trumps Iran‑Invasionsdrohung

EUR -
AED 4.279883
AFN 76.325698
ALL 92.208576
AMD 424.795971
ANG 2.085508
AOA 1069.680682
ARS 1764.441513
AUD 1.624398
AWG 2.097413
AZN 1.98181
BAM 1.953863
BBD 2.346453
BDT 143.072442
BGN 1.976656
BHD 0.439241
BIF 3484.036742
BMD 1.16523
BND 1.47982
BOB 13.450548
BRL 6.005712
BSD 1.165035
BTN 111.101982
BWP 15.568564
BYN 3.513486
BYR 22838.501721
BZD 2.343017
CAD 1.616733
CDF 2650.897751
CHF 0.938412
CLF 0.027225
CLP 1071.510477
CNY 7.833548
CNH 7.833915
COP 3647.366986
CRC 529.370588
CUC 1.16523
CUP 30.878587
CVE 110.75535
CZK 24.127421
DJF 207.084575
DKK 7.4751
DOP 67.812183
DZD 155.083932
EGP 58.555236
ERN 17.478445
ETB 187.124111
FJD 2.557095
FKP 0.854344
GBP 0.85723
GEL 3.035448
GGP 0.854344
GHS 13.044718
GIP 0.854344
GMD 85.64689
GNF 10227.799786
GTQ 8.888187
GYD 243.732066
HKD 9.134142
HNL 31.250747
HRK 7.535076
HTG 152.417571
HUF 361.957571
IDR 20658.356991
ILS 3.47186
IMP 0.854344
INR 111.115661
IQD 1527.033495
IRR 1601724.718003
ISK 140.608282
JEP 0.854344
JMD 184.602215
JOD 0.826144
JPY 185.738778
KES 150.7731
KGS 101.899191
KHR 4712.206546
KMF 492.891826
KPW 1048.707054
KRW 1614.64707
KWD 0.359776
KYD 0.970837
KZT 535.934825
LAK 26148.400753
LBP 104325.975256
LKR 382.815512
LRD 211.448535
LSL 18.025496
LTL 3.44062
LVL 0.704835
LYD 7.381754
MAD 10.794396
MDL 20.132039
MGA 5016.896603
MKD 61.460908
MMK 2446.596651
MNT 4193.468273
MOP 9.406374
MRU 46.724396
MUR 54.497676
MVR 18.014614
MWK 2022.83864
MXN 19.759843
MYR 4.691564
MZN 74.463982
NAD 18.608166
NGN 1567.292573
NIO 42.876936
NOK 10.896121
NPR 177.767744
NZD 1.960464
OMR 0.448036
PAB 1.165015
PEN 3.904687
PGK 5.166877
PHP 71.902899
PKR 323.40963
PLN 4.31156
PYG 6969.99955
QAR 4.247554
RON 5.257398
RSD 117.304873
RUB 98.317948
RWF 1716.098496
SAR 4.375277
SBD 9.344414
SCR 16.422039
SDG 700.303445
SEK 11.108169
SGD 1.48205
SHP 0.863279
SLE 28.723385
SLL 24434.282866
SOS 665.929611
SRD 43.998489
STD 24117.901779
STN 24.877654
SVC 10.193893
SYP 15150.316185
SZL 18.608534
THB 38.262681
TJS 10.752962
TMT 4.089956
TND 3.373925
TOP 2.805593
TRY 56.067006
TTD 7.914949
TWD 37.122121
TZS 3076.204035
UAH 51.908233
UGX 4354.682351
USD 1.16523
UYU 46.823575
UZS 13778.840739
VES 916.202972
VND 30418.320787
VUV 137.557015
WST 3.15781
XAF 655.301647
XAG 0.01709
XAU 0.000253
XCD 3.149091
XCG 2.0997
XDR 0.823878
XOF 655.307266
XPF 119.331742
YER 276.217353
ZAR 18.60637
ZMK 10488.392073
ZMW 22.105513
ZWL 375.203481
  • DAX

    19.8200

    26285.96

    +0.08%

  • TecDAX

    -31.6200

    4019.1

    -0.79%

  • SDAX

    100.1900

    18642.01

    +0.54%

  • Euro STOXX 50

    15.1100

    6470.74

    +0.23%

  • MDAX

    253.9100

    32521.35

    +0.78%

  • Goldpreis

    -45.5000

    4649

    -0.98%

  • EUR/USD

    -0.0020

    1.1655

    -0.17%


Trumps Iran‑Invasionsdrohung




US‑Präsident Donald Trump hat Ende März einen 15‑Punkte‑Plan vorgelegt, der nach eigenen Angaben das vier Wochen währende, verlustreiche Bombardement des Iran beenden und eine langfristige Friedenslösung bieten soll. Die Liste fordert unter anderem die Demontage aller iranischen Nuklearanlagen und Raketenprogramme, den dauerhaften Verzicht auf die Entwicklung von Atomwaffen sowie strikte Beschränkungen für die Unterstützung pro‑iranischer Milizen in der Region. Zudem müssten die Seestraßen des Persischen Golfs, insbesondere die Straße von Hormus, uneingeschränkt offen bleiben und eine lückenlose internationale Inspektion aller iranischen Produktionsstätten zugelassen werden. Dafür stellte Washington die Aufhebung der Sanktionen und eine schrittweise wirtschaftliche Wiedereingliederung in Aussicht.

Obwohl Details des Plans offiziell nicht veröffentlicht wurden, drangen erste Eckpunkte über Vermittler an die Öffentlichkeit. Laut der US‑Regierung wurde der Vorschlag unter anderem über Pakistan an Teheran übermittelt. Mehrere Staaten, darunter die Türkei und Ägypten, boten sich als zusätzliche Vermittler an. Auf iranischer Seite bezeichnete ein hochrangiger Regierungsvertreter den Plan als „einseitig und unfair“ und betonte, dass er ausschließlich US‑ und israelischen Interessen diene. Teheran legte seinerseits einen Fünf‑Punkte‑Katalog vor, der Sicherheitsgarantien gegen künftige Angriffe, Reparationen für die angerichteten Zerstörungen und die formale Anerkennung der iranischen Hoheitsrechte über die Straße von Hormus vorsieht. Zudem beharrt die Führung darauf, dass auch der Libanon in einen Waffenstillstand einbezogen wird. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte im Fernsehen, man werde nicht verhandeln, sondern die „Strategie des Widerstands“ fortsetzen.

Eskalationsrhetorik aus Washington
Während diplomatische Kanäle scheinbar stillstehen, erhöht Trump die Drohkulisse. Bereits am 23. März hatte er Iran ein Ultimatum von 48 Stunden gesetzt, die Straße von Hormus wieder für alle Schiffe zu öffnen, andernfalls wolle er Irans Strominfrastruktur zerstören. Angesichts starker Kursverluste an den Börsen verschob er die Frist später um zehn Tage, kündigte aber zugleich an, dass der Iran „härter getroffen wird als je zuvor“, wenn er seinen Plan nicht akzeptiere. In einer Kabinettssitzung sagte der Präsident wörtlich: „Sie haben jetzt die Chance, ihre nuklearen Ambitionen dauerhaft aufzugeben. Wenn sie das nicht tun, sind wir ihr schlimmster Albtraum. Wir werden sie einfach weiter zerschmettern“.

Das Weiße Haus stellte klar, dass Trump „nicht blufft“ und bereit sei, eine Invasion einzuleiten. Medienberichte aus den USA sprechen davon, dass das Verteidigungsministerium militärische Optionen für einen „finalen Schlag“ ausarbeitet, darunter die Invasion iranischer Inseln im Persischen Golf und eine Blockade von Öltankern. Tausende weitere US‑Soldaten werden laut US‑Quellen in die Region verlegt, um eine Bodenoffensive vorzubereiten.

Iran reagiert seinerseits mit Härte. Nachdem der oberste geistliche Führer Ali Chamenei und zahlreiche führende Militärs bei israelischen Luftangriffen getötet worden waren, bombardierte die iranische Luftwaffe israelische Städte und US‑Basen im Nahen Osten. Marineoffiziere in Teheran warnten, dass im Falle einer US‑Invasion nicht nur die Straße von Hormus, sondern auch die Straße von Bab el‑Mandab am Eingang zum Roten Meer vermint würde, um den Schiffsverkehr zu blockieren. Internationale Beobachter warnen vor einer weiteren Eskalation, falls diese Spirale nicht gestoppt wird; UN‑Generalsekretär António Guterres sprach von einem „ausser Kontrolle geratenen Krieg“ und forderte sofortige Deeskalation.

Verwerfungen auf den Finanzmärkten
Die militärische Eskalation hat massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Bereits kurz nach dem Ultimatum explodierten die Ölpreise auf über 113 US‑Dollar pro Barrel. Aktienindizes wie der S&P 500 und der Stoxx Europe 600 rutschten deutlich ab; asiatische Börsen verloren teilweise über drei Prozent. Der Iran‑Krieg löste die größte Energieversorgungskrise seit den 1970er‑Jahren aus, weil rund ein Fünftel des globalen Öl‑ und Flüssiggasverkehrs durch die blockierte Meerenge führt. Ölverteuerung und die Furcht vor einer Stagflation lassen die Inflationserwartungen in den USA laut OECD in Richtung 4,2 Prozent steigen, während sich das Handelsvolumen an den Finanzmärkten deutlich verringert.

Besonders stark betroffen ist der globale Private‑Credit‑Markt, ein boomender, rund zwei Billionen Dollar schwerer Bereich, der Unternehmen außerhalb der Börse direkt mit Krediten versorgt. Die Illiquidität dieser Anlagen führte im März zu einem Ansturm von Anlegern auf ihre Mittel. Große Player wie BlackRock und Blackstone mussten die Rückzahlungen begrenzen oder interne Gelder zuschießen, um massive Abhebungen zu bedienen. BlackRock’s HPS Corporate Lending Fund mit rund 26 Milliarden US‑Dollar erhielt an einem einzigen Tag Rückzahlungsanträge über 9,3 Prozent seines Volumens und konnte nur fünf Prozent auszahlen, wodurch 580 Millionen Dollar eingefroren wurden. Blackstone musste in seinem 82 Milliarden Dollar schweren BCRED‑Fonds 3,8 Milliarden Dollar zurückgeben und das Limit anheben; Blue Owl Capital stoppte die Rücknahmen in einer ihrer Gesellschaften sogar dauerhaft und verkaufte für 1,4 Milliarden Dollar Kredite, um die Anleger auszuzahlen.

Analysten warnen, dass etwa 40 Prozent der privaten Kreditportfolios negative Cashflows aufweisen und die in der Technologie‑ und Softwarebranche konzentrierten Ausfallrisiken sich stark erhöhen. Bank‑of‑America‑Stratege Michael Hartnett erkennt Parallelen zur Finanzkrise 2007/08; die steigenden Ölpreise seien nur der Auslöser, der vorhandene Schwachstellen offenlegt. Die Ratingagentur Fitch sieht die Ausfallquoten bereits bei 5,8 Prozent und warnt vor einem Anstieg auf bis zu 15 Prozent, falls der Software‑Sektor weiter schwächelt. Ökonomen wie Mohamed El‑Erian sprechen von einem möglichen „Kanarienvogel‑Moment“ für das Finanzsystem. Andere Kommentatoren halten dagegen: Zwar schwanken Aktien‑ und Rohstoffpreise stark, aber zentrale Marktmechanismen funktionieren noch, und es gebe bislang keine Anzeichen für einen systemischen Kollaps.

Öffentliche Kritik und geopolitische Bedenken
Die Ankündigungen aus Washington stießen weltweit auf heftige Kritik. Beobachter in Europa hinterfragen, wie ein 80‑jähriger Präsident durch impulsive Botschaften auf sozialen Netzwerken eine globale Krise auslösen kann. Einige Kritiker sprechen davon, dass selbst das iranische Regime in dieser Auseinandersetzung glaubwürdiger wirke als der US‑Präsident, andere sehen in der harten Rhetorik nur einen Versuch, ohne Gesichtsverlust aus einem militärischen Abenteuer auszusteigen. Auch werden die enormen menschlichen Kosten eines Bodenkriegs gegen einen großen, bevölkerungsreichen Staat hervorgehoben; eine Invasion werde unweigerlich zu massenhaftem Blutvergießen führen und das Konfliktfeuer auf weitere Länder ausweiten.

In Deutschland werden Stimmen lauter, die fordern, die derzeitige Situation zu nutzen, um sich aus dem „Würgegriff der USA“ zu lösen und eine eigenständige Energie‑ und Sicherheitsstrategie für Europa zu entwickeln. Andere sehen Parallelen zu früheren US‑Interventionen und warnen davor, dass ein Regimewechsel in Teheran möglicherweise nur eine kurzfristige Beruhigung bringen würde, während sich die Gewaltspirale danach wiederholt. Sogar in den Vereinigten Staaten mahnen einige Ökonomen, der Präsident solle den Krieg beenden und die wirtschaftlichen Schäden begrenzen, da eine Fortsetzung vor allem den Mittelstand belaste.

Ausblick in die nahe Zukunft
Ob der 15‑Punkte‑Plan eine realistische Basis für Verhandlungen darstellt, ist ungewiss. Teheran lehnt wesentliche Kernforderungen wie die Aufgabe der regionalen Milizen ab und fordert seinerseits Garantien, die Washington nicht erfüllen will. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche Druck – sowohl auf das in Teilen zerstörte Iran als auch auf westliche Volkswirtschaften, die unter Energieknappheit und steigenden Preisen leiden.

Eine Bodenoffensive der USA wäre mit enormen Risiken verbunden und könnte den gesamten Nahen Osten in Brand setzen. Dennoch droht Trump weiterhin mit der „Hölle“, während die Finanzmärkte nervös bleiben. Für Anleger raten manche Strategen in der aktuellen Lage zu defensiven Positionen und Energiewerten und warnen, dass der „Panikhöhepunkt“ noch bevorstehen könnte. Andere hoffen auf eine schnelle diplomatische Lösung, die den Ölfluss sichert und eine weitere Zuspitzung verhindert. Ob es dazu kommt, hängt von der Fähigkeit der Akteure ab, aus der Eskalationsspirale auszubrechen und echte Kompromisse zu finden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...