Zürcher Nachrichten - Kriselnde Waffenruhe im Golf

EUR -
AED 4.234205
AFN 72.635449
ALL 95.291257
AMD 424.896943
ANG 2.06431
AOA 1058.40772
ARS 1667.722533
AUD 1.638004
AWG 2.07531
AZN 1.96177
BAM 1.95496
BBD 2.320153
BDT 141.397441
BGN 1.925334
BHD 0.434806
BIF 3441.55544
BMD 1.15295
BND 1.484562
BOB 7.98857
BRL 6.001147
BSD 1.15188
BTN 110.192247
BWP 15.634218
BYN 3.232112
BYR 22597.817964
BZD 2.316755
CAD 1.609178
CDF 2635.069328
CHF 0.920238
CLF 0.027052
CLP 1064.703328
CNY 7.800456
CNH 7.82246
COP 4144.612757
CRC 531.560209
CUC 1.15295
CUP 30.553172
CVE 110.855632
CZK 24.19477
DJF 204.901748
DKK 7.473893
DOP 67.159736
DZD 154.300451
EGP 60.010698
ERN 17.294248
ETB 183.094229
FJD 2.558743
FKP 0.863874
GBP 0.864684
GEL 3.066585
GGP 0.863874
GHS 13.622125
GIP 0.863874
GMD 84.165444
GNF 10120.015556
GTQ 8.782076
GYD 241.005461
HKD 9.035121
HNL 30.749309
HRK 7.534641
HTG 150.612711
HUF 355.899502
IDR 21001.443537
ILS 3.377025
IMP 0.863874
INR 110.324219
IQD 1510.364364
IRR 1585450.225714
ISK 143.392527
JEP 0.863874
JMD 181.851908
JOD 0.817464
JPY 184.657035
KES 149.169027
KGS 100.825126
KHR 4626.211365
KMF 493.462561
KPW 1037.488016
KRW 1765.587115
KWD 0.356724
KYD 0.959984
KZT 561.019353
LAK 25364.898309
LBP 103246.662974
LKR 388.346498
LRD 210.442162
LSL 19.081853
LTL 3.404361
LVL 0.697407
LYD 7.326944
MAD 10.6775
MDL 20.067296
MGA 4842.390027
MKD 61.646331
MMK 2420.387206
MNT 4126.163609
MOP 9.297686
MRU 46.158362
MUR 55.227814
MVR 17.813489
MWK 2002.674362
MXN 20.139325
MYR 4.694929
MZN 73.684672
NAD 19.081277
NGN 1569.314586
NIO 42.20938
NOK 10.923797
NPR 176.309524
NZD 1.987346
OMR 0.4433
PAB 1.151985
PEN 4.002178
PGK 5.027019
PHP 71.099535
PKR 321.099049
PLN 4.240723
PYG 7088.955835
QAR 4.193851
RON 5.242579
RSD 117.387629
RUB 84.134649
RWF 1686.765698
SAR 4.327941
SBD 9.279613
SCR 15.169328
SDG 692.348129
SEK 10.885265
SGD 1.485951
SHP 0.860794
SLE 28.364128
SLL 24176.785273
SOS 658.334487
SRD 43.062102
STD 23863.735053
STN 24.788423
SVC 10.079453
SYP 127.437971
SZL 19.081455
THB 37.896886
TJS 10.776526
TMT 4.035325
TND 3.363732
TOP 2.776026
TRY 53.16425
TTD 7.80248
TWD 36.428374
TZS 3026.491153
UAH 51.422618
UGX 4343.116129
USD 1.15295
UYU 46.400276
UZS 13797.928439
VES 648.632415
VND 30374.465013
VUV 136.370435
WST 3.14411
XAF 655.672595
XAG 0.016979
XAU 0.000267
XCD 3.115905
XCG 2.076063
XDR 0.816756
XOF 650.836836
XPF 119.331742
YER 275.122609
ZAR 19.05296
ZMK 10377.933385
ZMW 20.245306
ZWL 371.249396
  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1538

    -0.03%

  • TecDAX

    -6.6900

    4067.45

    -0.16%

  • Euro STOXX 50

    0.2200

    6062.29

    0%

  • MDAX

    -341.1300

    32125.47

    -1.06%

  • DAX

    -142.8800

    24616.22

    -0.58%

  • SDAX

    -35.3200

    18398.48

    -0.19%

  • Goldpreis

    -0.6000

    4362.8

    -0.01%


Kriselnde Waffenruhe im Golf




Am 8. April 2026 hatten die Vereinigten Staaten und der Iran nach mehr als einem Monat blutiger Auseinandersetzungen einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Die Vermittlung übernahm Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zusammen mit dem Heereschef Asim Munir, unterstützt von der Türkei und Ägypten. Nur Stunden zuvor drohte US‑Präsident Donald Trump, die iranische Infrastruktur dem Erdboden gleichzumachen – „Power Plant Day“ und „Bridge Day“ sollten ganze Kraftwerke und Brücken binnen Stunden auslöschen. Diese Eskalation führte zu einem letzten, hektischen Verhandlungsmarathon. Am Ende verpflichteten sich beide Seiten, ihre Angriffe für zwei Wochen einzustellen und den Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormus zu öffnen, der rund 20 Prozent des weltweiten Öltransports trägt.

Doch die Feuerpause ist brüchig. Israel führte trotz der Ankündigung weiter massive Angriffe gegen die Hisbollah in Libanon und begründete dies damit, dass die Waffenruhe nicht für den Krieg im Norden gelte. Der Iran drohte daraufhin mit Vergeltungsschlägen, und westliche Ölterminals in Saudi‑Arabien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden Ziel von Raketen und Drohnen. In Teheran lösten diese Entwicklungen Schock und Wut aus – und werfen die Frage auf, ob die Vereinbarung die politischen Realitäten überhaupt widerspiegelt.

Worauf haben sich Washington und Teheran geeinigt?
Offiziell verpflichten sich beide Staaten, die Kampfhandlungen für zwei Wochen einzustellen und den Zugang durch den Persischen Golf wieder zu ermöglichen. Iranische und pakistanische Quellen geben an, dass der iranischen Führung ein zehn Punkte umfassender Vorschlag der USA vorliegt, der mit einem eigenen iranischen Zehnpunkteplan gespiegelt wird.

Im Kern sehen diese Papiere vor, dass:
- die Vereinigten Staaten einen Nichtangriffspakt mit dem Iran schließen und ihre Streitkräfte mittelfristig aus dem Nahen Osten abziehen;
- der Iran seine Kontrolle über die Straße von Hormus behält und Schiffe gegen Gebühr passieren lässt;
- Washington das Recht des Iran auf die Anreicherung von Uran anerkennt und damit faktisch das bisherige Ziel eines kompletten Atomverzichts aufgibt;
- sämtliche amerikanischen und internationalen Sanktionen aufgehoben und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden;
- die USA Kriegsreparationen leisten und Schäden aus den Bombardierungen kompensieren;
- ein Waffenstillstand alle Schauplätze einschließt, insbesondere den Libanon, und der UN‑Sicherheitsrat als Garant wirkt. Die Forderungen des Iran sind für ein Terror-Regime wie der Iran eines ist, durchaus üblich, dürften aber von keinem demokratischen Staat auf diesem Planeten zu akzeptieren sein!

Die amerikanische Seite betont dagegen andere Punkte. In Washington heißt es, Iran müsse seine Urananreicherung stoppen und vorhandene Vorräte unter internationaler Aufsicht entsorgen. Außerdem sollen die iranischen Langstreckenraketen und Drohnen begrenzt und die Unterstützung für regionale Verbündete wie die Hisbollah beendet werden. Die Frage der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus bleibt besonders umstritten. Trump fordert deren „vollständige, sofortige und sichere Öffnung“, während Teheran weiterhin auf militärischer Kontrolle und der Erhebung von Durchfahrtsgebühren besteht.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine Lücke. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Waffenruhe setzte Israel seine Angriffe im Libanon fort; im Großraum Beirut und anderen Landesteilen wurden laut libanesischen Behörden Dutzende Menschen getötet. Für den Iran war dies eine eklatante Verletzung der Abmachung. Würde Teheran die Bombardierung ungerührt hinnehmen, verlöre es das Gesicht gegenüber seinen Verbündeten; würde es seinerseits mit militärischen Mitteln reagieren, stünde die Waffenruhe vor dem Aus. Auf iranischer Seite kam es tatsächlich zu Angriffen auf saudische Pipelines und Energieanlagen in Kuwait und Bahrain, was die Unsicherheit über die Einhaltung der Feuerpause vergrößerte.

Auch die Öffnung der Straße von Hormus gestaltet sich zäh. Während iranische Staatsmedien die Durchfahrt eines ersten Schiffes meldeten, sagten westliche Reedereien, die iranische Marine habe mit der Zerstörung gedroht und die Passage damit praktisch verhindert. Nur einzelne unter iranischer Flagge oder aus ausgewählten Ländern registrierte Tanker wagten den Transit. Die US‑Regierung erklärt, die Öffnung der Straße sei Voraussetzung für die Waffenruhe, während der iranische Nationale Sicherheitsrat die fortdauernde Kontrolle als Grundvoraussetzung bezeichnet. Die Unsicherheit trieb die Ölpreise zunächst unter die Marke von 100 US‑Dollar pro Barrel, ließ sie bei neuen Angriffen aber wieder steigen.

Gegensätzliche Agenden und Außenpolitik
Die Unklarheiten spiegeln tiefe Differenzen. Für den Iran ist das Ende der amerikanischen Luftangriffe und der Rückzug US‑Truppen aus der Region die zentrale Forderung. Zudem verlangt Teheran die Aufhebung sämtlicher Sanktionen sowie Reparationen. Washington wiederum will verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt oder mit modernen Raketen das regionale Gleichgewicht bedroht. Die Trump‑Administration pocht deshalb auf die Entfernung bereits angereicherten Urans und die Unterbindung des ballistischen Raketenprogramms.

Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Verbündeten der jeweiligen Parteien. Die iranische Führung verlangt einen Waffenstillstand auch in Libanon, Syrien, dem Irak und im Jemen und sieht Israels fortgesetzte Angriffe im Libanon als Provokation. Israel, gestützt durch das Weiße Haus, lehnt eine Einbeziehung des Libanon entschieden ab und sieht die Hisbollah als weiterhin legitimes Ziel. Diese Asymmetrie macht es für die iranische Führung schwer, die Waffenruhe im eigenen Land als Erfolg zu verkaufen. Auch China ist in den Verhandlungsprozess involviert; nach Angaben von US‑Präsident Trump habe Peking auf Teheran eingewirkt, überhaupt zu Gesprächen bereit zu sein. Diese Vermittlung durch einen Rivalen der USA wird in Washington mit Argwohn betrachtet.

Reaktionen und Auswirkungen
International löste die Einigung Erleichterung, aber auch Skepsis aus. Europäische Regierungen begrüßten die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Öltransporte und warnten zugleich vor neuen Eskalationen. Wirtschaftlich sorgte die Ankündigung für einen kurzen Preissturz bei Brent‑Rohöl, doch blieb das Niveau deutlich über den Vorkriegspreisen. In den Golfstaaten herrscht Angst vor weiteren iranischen Schlägen auf Energieinfrastruktur, sollten die Gespräche scheitern. Pakistans Premierminister hat die Unterzeichner für Mitte April zu neuen Verhandlungen nach Islamabad eingeladen; unklar ist jedoch, ob diese Runde Fortschritte bringt.

In der amerikanischen Innenpolitik wird der Deal kontrovers diskutiert. Kritiker aus dem republikanischen Lager werfen Trump vor, mit dem Zugeständnis zur Urananreicherung eine rote Linie überschritten zu haben; andere befürworten die Pause, weil sie den Druck der steigenden Energiepreise mindert. In Iran stehen Hardliner unter Zugzwang: Sie wollen nicht als schwach erscheinen, zugleich sind die wirtschaftlichen Kosten des Krieges enorm. Die anhaltenden Drohungen gegen den Schiffsverkehr erschweren eine Annäherung.

Stimmen aus der Bevölkerung und Online‑Diskussionen
Während Diplomaten um Formulierungen ringen, äußern Menschen weltweit in Foren und sozialen Medien ihre Ansichten. Viele befürchten, dass der Krieg längst nicht vorbei sei und dass die Feuerpause lediglich eine Atempause darstelle. Einige Kommentatoren sprechen von einem „abgekarteten Spiel“, das Europäer ausblenden soll, und kritisieren die Blockade der Straße von Hormus als wirtschaftlichen Selbstschuss. Andere verlangen, dass die Vereinigten Staaten ihren Druck erhöhen und die iranische Luftverteidigung sowie Infrastruktur nachhaltig zerstören. Auch die Forderung nach freier Schifffahrt durch den Golf wird wiederholt, ebenso der Hinweis, dass der jüngste Ölpreisrückgang im Alltag kaum spürbar ist. Stimmen aus pro‑israelischen Kreisen sehen das Fortsetzen der Angriffe in Libanon als gerechtfertigt und warnen den Iran vor einem Ausbruch aus der Waffenruhe, der ihm nur Schaden bringe. Insgesamt dominieren Skepsis und ein Gefühl der Unsicherheit über die Zukunft.

Ausblick auf das was kommen könnte
Ob die Waffenruhe zwischen Iran und den USA Bestand haben wird, hängt von vielen Faktoren ab: von der Bereitschaft beider Regierungen, schmerzhafte Kompromisse einzugehen, von der Zurückhaltung Israels im Libanonkrieg und von der Fähigkeit Pakistans und anderer Vermittler, Vertrauen zu schaffen. Klar ist nur, dass eine Rückkehr zum Status quo ante kaum vorstellbar ist: Die Zerstörungen im Iran, die angespannten Beziehungen zwischen den USA und China und die offene Frage der iranischen Atombestände haben die geopolitische Lage verändert.
Scheitert die Waffenruhe, droht eine erneute Eskalation mit unabsehbaren Folgen für die Region und die Weltwirtschaft, hier allem voran mit Blick auf die sprichwörtlich beschämende Feigheit der europäischen Staaten, die USA und Israel letztendlich allein dastehen, wobei ein Terrorstaat wie der Iran und seine ruchlosen Führer letztendlich nur eine Sprache verstehen: die Sprache der Gewalt! Gelingt ein längerfristiges Abkommen, könnte erstmals seit Jahrzehnten eine echte Entspannung im Persischen Golf möglich werden – doch der Weg dorthin ist steinig.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...