Zürcher Nachrichten - Kommt die nächste Tech‑Blase?

EUR -
AED 4.188674
AFN 75.843643
ALL 93.82096
AMD 416.103902
AOA 1045.884523
ARS 1694.663361
AUD 1.629636
AWG 2.05299
AZN 1.9408
BAM 1.956288
BBD 2.293242
BDT 140.44507
BHD 0.429396
BIF 3401.430056
BMD 1.14055
BND 1.469703
BOB 12.644157
BRL 5.799736
BSD 1.138554
BTN 109.889476
BWP 15.727514
BYN 3.265815
BYR 22354.776053
BZD 2.289942
CAD 1.606025
CDF 2577.642277
CHF 0.929422
CLF 0.027486
CLP 1081.754496
CNY 7.723917
CNH 7.720376
COP 3671.030609
CRC 518.115747
CUC 1.14055
CUP 30.22457
CVE 110.291573
CZK 24.127589
DJF 202.74796
DKK 7.475961
DOP 66.304812
DZD 151.83592
EGP 58.456254
ERN 17.108247
ETB 183.768654
FJD 2.56772
FKP 0.856096
GBP 0.854037
GEL 2.993979
GGP 0.856096
GHS 13.24119
GIP 0.856096
GMD 84.401234
GNF 9989.012592
GTQ 8.686169
GYD 238.207393
HKD 8.944294
HNL 30.495813
HRK 7.533351
HTG 148.860645
HUF 359.762426
IDR 20521.912526
ILS 3.474514
IMP 0.856096
INR 109.62873
IQD 1491.57245
IRR 1568255.973375
ISK 143.014139
JEP 0.856096
JMD 180.590344
JOD 0.808681
JPY 186.564295
KES 147.644505
KGS 99.741222
KHR 4603.947789
KMF 494.99854
KRW 1671.886558
KWD 0.353662
KYD 0.948837
KZT 541.36518
LAK 25781.4377
LBP 101960.259774
LKR 382.625543
LRD 206.079652
LSL 19.231102
LTL 3.367748
LVL 0.689907
LYD 7.285723
MAD 10.662569
MDL 20.124025
MGA 5045.12708
MKD 61.590379
MMK 2395.153746
MNT 4099.131858
MOP 9.196997
MRU 45.442152
MUR 54.084915
MVR 17.621765
MWK 1974.241045
MXN 19.888454
MYR 4.658118
MZN 72.856824
NAD 19.231102
NGN 1558.02479
NIO 41.898442
NOK 10.914831
NPR 175.820278
NZD 1.968332
OMR 0.437834
PAB 1.138584
PEN 3.874768
PGK 5.093026
PHP 70.404425
PKR 316.261953
PLN 4.313474
PYG 6883.628332
QAR 4.139234
RON 5.213338
RSD 117.41932
RUB 88.961544
RWF 1677.674792
SAR 4.274311
SBD 9.216903
SCR 15.357094
SDG 684.89354
SEK 11.036984
SGD 1.471018
SLE 27.62981
SOS 650.645354
SRD 43.104231
STD 23607.07807
STN 24.504937
SVC 9.962488
SZL 19.228296
THB 38.280844
TJS 10.503331
TMT 3.991924
TND 3.374843
TRY 54.01781
TTD 7.735932
TWD 36.931916
TZS 3010.829064
UAH 51.024799
UGX 4292.034102
USD 1.14055
UYU 45.721016
UZS 13779.440767
VES 845.491158
VND 30024.973448
VUV 135.352588
WST 3.14372
XAF 656.103573
XAG 0.019211
XAU 0.000279
XCD 3.082393
XCG 2.052012
XDR 0.815982
XOF 656.112204
XPF 119.331742
YER 272.078451
ZAR 19.0677
ZMK 10266.319355
ZMW 21.091989
ZWL 367.25657
  • Goldpreis

    21.1000

    4091.9

    +0.52%

  • EUR/USD

    0.0030

    1.1405

    +0.26%

  • SDAX

    130.6800

    18229.28

    +0.72%

  • TecDAX

    68.5200

    3769.97

    +1.82%

  • Euro STOXX 50

    70.7700

    6280.94

    +1.13%

  • MDAX

    291.8300

    31965.53

    +0.91%

  • DAX

    335.9000

    25099

    +1.34%


Kommt die nächste Tech‑Blase?




Ende der 1990er‑Jahre explodierten die Kurse junger Internetunternehmen geradezu. Der Nasdaq Index stieg zwischen 1995 und März 2000 um 573 Prozent, bevor er in den darauffolgenden zweieinhalb Jahren um 78 Prozent einbrach. Etliche Unternehmen wie Netscape, Yahoo und AOL verloren zunächst ihren technologischen Vorsprung und scheiterten später völlig. Die Überbewertung beruhte auf fragilen Geschäftsmodellen, euphorischer Spekulation, mangelnden Gewinnen und überzogenem Investitionsrausch – verstärkt durch Y2K‑bedingte Ausgaben und Finanzierungspraktiken wie Vendor‑Financing, die Umsätze künstlich aufblähten.

Die neue KI‑Rally: Fakten und Kennzahlen
Seit Ende 2022 haben S&P 500 und Nasdaq 100 stark zugelegt. Das breite Marktbarometer stieg um 79 Prozent, der technologie­lastige Nasdaq 100 sogar um 130 Prozent. Rund 40 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500 entfallen inzwischen auf die zehn größten Werte; im Jahr 2025 entfielen fast 80 Prozent der Aktiengewinne auf sieben Konzerne (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla).

Gleichzeitig investieren Tech‑Giganten massiv in KI‑Infrastruktur. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta wollen ihre Ausgaben für Rechenzentren und Chips 2026 auf rund 440 Milliarden US‑Dollar erhöhen – ein Plus von 34 Prozent. OpenAI plant Investitionen von mehr als einer Billion Dollar. Diese Summen wecken Erinnerungen an die Dotcom‑Blase, als Firmen häufig mehr Geld in unbewiesene Technologien steckten als in solide Geschäftsmodelle.

Parallelen und Unterschiede zur Dotcom‑Blase
Trotz der hohen Bewertungen unterscheidet sich die aktuelle Lage in wesentlichen Punkten von 1999. Während seinerzeit viele Internetfirmen keinen Gewinn erwirtschafteten, ist der Anteil unprofitabler Tech‑Unternehmen heute viel geringer (ca. 20 Prozent statt 36 Prozent). Die dominierenden Konzerne verfügen über echte Gewinne, solide Cashflows und bewährte Geschäftsmodelle. Die Forward‑Kurs‑Gewinn‑Verhältnisse liegen im S&P 500 bei rund 22,3 (durchschnittlich 18,7) und im Technologiesektor bei etwa 27 – weit unter den Extremwerten der Dotcom‑Ära. Gleichzeitig beträgt das Verhältnis von Investitionsausgaben zu freiem Cashflow der sogenannten Hyperscaler (Google, Microsoft, Amazon, Meta, Oracle) weniger als 1, während es im Jahr 2000 nahe 4 lag.

Experten warnen jedoch vor möglichen „Zirkelschlüssen“: Nvidia verkauft Chips an Microsoft, Microsoft investiert in OpenAI, OpenAI mietet Rechenleistung bei Microsoft und verpflichtet sich, die Chips langfristig abzunehmen. Solche inneren Finanzkreisläufe erinnern Kritiker an die fragwürdigen Finanzpraktiken der Dotcom‑Zeit. Auch die Tatsache, dass OpenAI erst ab 2029 mit Gewinnen rechnet und bisher Verluste schreibt, nährt Zweifel. Beobachter sprechen daher von einer „Inflection Bubble“ – einer Blase, die einen echten technologischen Wendepunkt finanziert und langfristig nützliche Infrastruktur hinterlässt.

Warnungen und Zuversicht von Marktstrategen
Ein Stratege der Bank of America betont, dass Anleger trotz überhitzter Kurse vorsichtig sein sollten, aber nicht überstürzt aussteigen dürften: Die letzten Phasen einer Blase brächten oft die höchsten Gewinne. Er rät, mit Value‑Aktien abzusichern. Janus Henderson weist darauf hin, dass der Dotcom‑Crash auch durch Y2K‑Überinvestitionen und Betrug (WorldCom) ausgelöst wurde, Faktoren, die heute fehlen. Howard Marks vom Investmenthaus Oaktree warnt generell vor übermäßiger Euphorie: Neue Technologien seien anfällig für überzogene Erwartungen, doch blieben sie langfristig transformative Kräfte.

Andere Stimmen sehen bereits deutliche Vorzeichen eines Überhypes: Laut Guardian gehen 95 Prozent aller unternehmensinternen KI‑Experimente nie in den Produktiveinsatz. Die Marktkonzentration und das Tempo der Investitionen könnten gefährlich werden, falls das Wirtschaftswachstum schwächelt oder Zinsen deutlich steigen.

Öffentliche Wahrnehmung und Debatten
In Foren und sozialen Medien wird lebhaft diskutiert. Viele erinnern sich an „Celeron‑CPUs, AOL‑Modems und Netscape“ und fragen sich, ob die jetzige Situation nicht eine ähnliche Blaupause darstellt. Besonders kritisiert werden geschlossene Finanzierungskreisläufe zwischen Chip‑Herstellern, Cloud‑Anbietern und KI‑Unternehmen, die Umsätze künstlich erhöhen, sowie milliardenschwere Kaufverpflichtungen von Start‑ups, die noch gar keine Gewinne machen. Andere Kommentatoren verweisen darauf, dass sich Geschichte selten wiederholt, sondern eher reimt: Heute stünden viel mehr Daten, bessere Regulierung und eine aufgeklärtere Anlegergemeinde zur Verfügung. Einige warnen zudem vor anderen Risiken wie steigenden Energiepreisen und Inflation, die das Wachstum der Tech‑Konzerne stärker bedrohen könnten als eine mögliche Blasenbildung. Skeptiker befürchten schließlich, dass Künstliche Intelligenz enorme Ressourcen verschlingt, aber nur geringe Produktivitätsfortschritte bringt und Arbeitsplätze vernichtet.

Ausblick: Vorsicht, aber kein Untergangsszenario
Die aktuellen Bewertungsniveaus und Investitionen zeigen, dass Märkte durchaus zu Übertreibungen neigen. Doch die Situation unterscheidet sich von der Dotcom‑Ära: Es gibt etablierte Gewinner, profitablere Geschäftsmodelle und strengere Regulierung. Gleichzeitig sollten Anleger wachsam bleiben: Überinvestitionen, enge Konzentration auf wenige Branchenführer und komplexe Finanzierungsbeziehungen bergen Risiken, vor allem wenn der Zinspfad oder die Konjunktur sich überraschend ändern. Ob sich die größte Tech‑Blase der Geschichte wirklich wiederholt, hängt davon ab, ob Unternehmen die versprochenen Gewinne erzielen und ob die Gesellschaft den Wandel durch KI als Chance oder Bedrohung bewertet.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...