Zürcher Nachrichten - Wut über Trumps Iran-Deal

EUR -
AED 4.243657
AFN 75.108826
ALL 91.818855
AMD 419.778169
ANG 2.068806
AOA 1060.768991
ARS 1742.421542
AUD 1.617732
AWG 2.079939
AZN 1.968087
BAM 1.957242
BBD 2.326004
BDT 142.164764
BGN 1.945252
BHD 0.435695
BIF 3461.942489
BMD 1.155522
BND 1.467775
BOB 13.92232
BRL 5.941
BSD 1.154846
BTN 110.290798
BWP 15.619713
BYN 3.513274
BYR 22648.22189
BZD 2.322722
CAD 1.606302
CDF 2669.254787
CHF 0.943512
CLF 0.027942
CLP 1103.279857
CNY 7.751759
CNH 7.752418
COP 3598.305584
CRC 520.18108
CUC 1.155522
CUP 30.62132
CVE 110.756871
CZK 24.276375
DJF 205.359458
DKK 7.475525
DOP 67.945229
DZD 153.903845
EGP 59.611389
ERN 17.332823
ETB 188.643331
FJD 2.550925
FKP 0.854085
GBP 0.855519
GEL 3.037583
GGP 0.854085
GHS 13.282771
GIP 0.854085
GMD 85.50834
GNF 10142.589664
GTQ 8.819614
GYD 241.61596
HKD 9.063332
HNL 30.997245
HRK 7.533652
HTG 150.940578
HUF 365.223951
IDR 20416.909825
ILS 3.52775
IMP 0.854085
INR 110.66343
IQD 1512.934549
IRR 1588350.999968
ISK 140.003239
JEP 0.854085
JMD 182.254307
JOD 0.819328
JPY 178.413098
KES 149.593895
KGS 101.050717
KHR 4685.639725
KMF 492.252274
KPW 1039.96974
KRW 1555.15889
KWD 0.356582
KYD 0.962422
KZT 516.998749
LAK 25838.152411
LBP 103476.951918
LKR 380.070081
LRD 201.811535
LSL 18.76197
LTL 3.411955
LVL 0.698964
LYD 7.328337
MAD 10.948573
MDL 20.107078
MGA 4982.693398
MKD 61.574843
MMK 2426.308614
MNT 4155.115663
MOP 9.330697
MRU 46.379777
MUR 54.448369
MVR 17.852645
MWK 2002.558392
MXN 19.801224
MYR 4.673622
MZN 73.8493
NAD 18.76197
NGN 1531.64124
NIO 42.500952
NOK 10.767508
NPR 176.464513
NZD 1.997983
OMR 0.444285
PAB 1.154856
PEN 3.88156
PGK 5.138742
PHP 72.595621
PKR 320.161262
PLN 4.338804
PYG 6946.208958
QAR 4.221366
RON 5.254388
RSD 117.338593
RUB 97.641594
RWF 1704.077887
SAR 4.33491
SBD 9.259201
SCR 15.939641
SDG 695.045478
SEK 11.256687
SGD 1.467495
SHP 0.855403
SLE 28.36811
SLL 24230.699236
SOS 659.983498
SRD 43.640595
STD 23916.962578
STN 24.517962
SVC 10.105403
SYP 15024.091162
SZL 18.747734
THB 38.328066
TJS 10.665406
TMT 4.055881
TND 3.379991
TOP 2.782218
TRY 56.182958
TTD 7.841745
TWD 36.723646
TZS 3057.07434
UAH 51.549241
UGX 4527.297068
USD 1.155522
UYU 46.514076
UZS 13592.899222
VES 960.755712
VND 30030.271152
VUV 135.486269
WST 3.161494
XAF 655.957
XAG 0.018156
XAU 0.000268
XCD 3.122855
XCG 2.081425
XDR 0.817014
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 273.91656
ZAR 18.77184
ZMK 10401.077315
ZMW 22.318544
ZWL 372.07746
SSP 6527.830417
MXV 2.245473
  • MDAX

    -606.6300

    31057.16

    -1.95%

  • DAX

    -127.7500

    25440.81

    -0.5%

  • Euro STOXX 50

    -64.7500

    6260.38

    -1.03%

  • Goldpreis

    -55.7000

    4353.2

    -1.28%

  • TecDAX

    -19.7300

    3960.75

    -0.5%

  • SDAX

    -164.5800

    18182

    -0.91%

  • EUR/USD

    -0.0040

    1.1561

    -0.35%


Wut über Trumps Iran-Deal




Nach drei Monaten eines verheerenden Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran verhandeln Washington und Teheran über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden und die Blockade der Straße von Hormus aufheben soll. US‑Präsident Donald Trump spricht von einem Memorandum of Understanding, das eine 60‑tägige Waffenruhe und weitere Verhandlungen vorsieht. Die israelische Regierung verfolgt die Gespräche mit wachsender Sorge. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont öffentlich, dass jedes Abkommen den „nuklearen Gefahr“ beseitigen müsse und Israel das Recht behalte, sich gegen Bedrohungen aus allen Richtungen zu verteidigen. Doch viele Details des Entwurfs lassen Zweifel am Nutzen für Israel aufkommen.

Die Konturen des Entwurfs
Laut Berichten aus Washington und Teheran sieht die vorläufige Vereinbarung einen 60‑tägigen Waffenstillstand vor, der die Kämpfe auf allen Fronten – einschließlich Libanon – beenden soll. Während dieser Phase würden US‑ und iranische Unterhändler über eine dauerhafte Lösung verhandeln. Der Entwurf soll die Blockade der Straße von Hormus beenden, indem Iran die Wasserstraße binnen 30 Tagen von Minen räumt und im Gegenzug Handelsschiffe wieder passieren lässt. Parallel dazu plant Washington, eingefrorene iranische Guthaben freizugeben; im Gespräch sind 12 bis 25 Milliarden US‑Dollar. Die Einigung enthält jedoch bisher keine konkreten Verpflichtungen zur Reduzierung des iranischen Raketenprogramms oder zur Demontage des Netzes bewaffneter Stellvertreter.

Vor allem die nukleare Frage bleibt ungeklärt. Das Abkommen würde das Thema in die anschließenden Verhandlungen verlagern. Iranische Vertreter betonten, es sei richtig, dass man sich über viele Punkte geeinigt habe, aber niemand könne behaupten, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Sie verlangen, dass der Waffenstillstand auch für Libanon gilt und die Verwaltung der Straße von Hormus gemeinsam mit dem Oman festgelegt wird. Vertreter des Trump‑Teams dagegen wollen, dass Teheran seine Bestände an hoch angereichertem Uran entsorgt und die Straße ohne Gebühren („keine Zölle“) öffnet.

Israels Sicherheitsbedenken
Für Israel ist der vorgelegte Rahmen problematisch, weil er zentrale Forderungen ausblendet. Hochrangige israelische Offizielle bezeichneten die entstehende Vereinbarung als „schlechten Deal“; selbst wenn Iran sein angereichertes Uran komplett abgeben sollte, bliebe das Raketenprogramm unangetastet und das Netzwerk iranischer Milizen in der Region unbeschränkt. Jerusalem fürchtet darüber hinaus, dass der vorgeschlagene Waffenstillstand seine militärische Handlungsfreiheit in Libanon einschränken und zukünftige Einsätze gegen Hezbollah erschweren könnte.

Mitglieder der israelischen Sicherheitsdienste beklagten in internen Papieren, dass israelische Interessen während der Verhandlungen kaum berücksichtigt worden seien. Die Regierung in Jerusalem war nach Angaben von Offiziellen größtenteils von den Gesprächen ausgeschlossen und müsste ein Abkommen akzeptieren, das sie nicht selbst mitgestaltet hat. Diese Ausschlussgefühle verstärken den Eindruck, Washington werde seine regionalen Partner opfern, um schnell eine Friedenslösung und die Öffnung der Energieadern zu erreichen.

Politische Kritik in Israel
Die israelische Öffentlichkeit reagiert zunehmend nervös. Kommentatoren und ehemalige Militärs werfen der Regierung vor, die ursprünglichen Kriegsziele verfehlt zu haben. Zu Beginn des Kriegs im Februar hatte Netanjahu angekündigt, Irans Nuklear‑ und Raketenprogramm zerschlagen und sogar Voraussetzungen für einen Regimewechsel schaffen zu wollen. Nun zeichnet sich ab, dass das entstehende Abkommen kaum etwas davon erreicht. Der Sicherheitsexperte Amos Harel bezeichnete das Memorandum als amerikanische Kapitulation und Zeichen schwindenden israelischen Einflusses. Andere Analysten wiesen darauf hin, dass die Militärkampagne zwar taktische Erfolge brachte, Iran aber strategisch gestärkt aus dem Konflikt hervorging.

Oppositionspolitiker wie Yair Lapid sprachen von einem „politischen Desaster“ und warfen Netanjahu vor, weder politisch noch strategisch eines seiner Ziele erreicht zu haben. Selbst innerhalb der Regierungspartei gibt es Bedenken: Ein Mitglied des Likud räumte ein, dass die Erwartungen zu Beginn des Kriegs unrealistisch hoch waren und man nun vor der Herausforderung stehe, der iranischen Raketenbedrohung immer wieder zu begegnen.

Internationale Dimension und iranische Position
Während Israel Alarm schlägt, versucht Teheran, die Erwartungen zu dämpfen. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei bezeichnete Behauptungen, ein Abkommen stehe kurz bevor, als übertrieben und verwies auf „widersprüchliche Stellungnahmen“ aus Washington. Baghaei stellte klar, dass die Verwaltung der Straße von Hormus Sache Irans und Omans sei und es sich nicht um „Zölle“, sondern um Gebühren für Navigationsdienste handele. Er beharrte darauf, dass eine Waffenruhe auch das Kampfgebiet Libanon umfassen müsse. Währenddessen betonte der US‑Außenminister Marco Rubio, es liege ein „ziemlich solides“ Paket auf dem Tisch, das die Öffnung der Straße und eine zeitlich begrenzte Verhandlung über das Nuklearprogramm vorsieht.

Trump selbst schwankte in seinen öffentlichen Äußerungen, wie stets in seinem Verhalten: Einerseits versprach er, das Abkommen werde entweder „großartig und bedeutungsvoll“ sein oder gar nicht zustande kommen; andererseits forderte er, dass Iran nie eine Atombombe besitzen dürfe und die Straße von Hormus sofort und ohne Gebühren geöffnet werde. Kritiker werfen ihm vor, vor den Zwischenwahlen dringend einen Erfolg zu benötigen und deshalb bereit zu sein, israelische Bedenken hintanzustellen. Iran wiederum erhebt Forderungen nach Aufhebung der Sanktionen, dem Abzug US‑amerikanischer Truppen aus der Region und einem Ende der israelischen Offensive im Libanon.

Fazit und Ausblick in die nahe Zukunft
Israels Zorn über Trumps Iran‑Deal speist sich aus einer Mischung aus strategischen und politischen Faktoren. Der vorliegende Entwurf bietet Iran wirtschaftliche Erleichterungen und Zeit, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen, während zentrale israelische Forderungen – die Beseitigung des nuklearen und militärischen Bedrohungspotenzials sowie die Einschränkung der iranischen Stellvertreter – vorerst ausgeklammert bleiben. Hinzu kommt das Gefühl, von den Gesprächen ausgeschlossen zu sein und die eigene Handlungsfreiheit im Libanon und darüber hinaus zu verlieren. Ob Trump seine Bedingungen durchsetzt oder ob Teheran die Oberhand behält, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass das entstehende Abkommen die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem belastet und in Israel das Gefühl verstärkt, von einem wichtigen Verbündeten im Stich gelassen zu werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...