Zürcher Nachrichten - Wut über Trumps Iran-Deal

EUR -
AED 4.277862
AFN 73.384611
ALL 95.341987
AMD 428.869499
ANG 2.085591
AOA 1069.319565
ARS 1646.695167
AUD 1.621047
AWG 2.096704
AZN 1.985081
BAM 1.956901
BBD 2.34625
BDT 142.996189
BGN 1.945182
BHD 0.439463
BIF 3466.550839
BMD 1.164836
BND 1.488738
BOB 8.049531
BRL 5.865762
BSD 1.164921
BTN 110.612258
BWP 15.630798
BYN 3.191997
BYR 22830.778376
BZD 2.343019
CAD 1.608407
CDF 2646.507246
CHF 0.911991
CLF 0.026322
CLP 1035.958624
CNY 7.881685
CNH 7.881756
COP 4289.67029
CRC 526.580565
CUC 1.164836
CUP 30.868144
CVE 110.513817
CZK 24.282746
DJF 207.014303
DKK 7.474145
DOP 67.956686
DZD 154.6672
EGP 61.029348
ERN 17.472534
ETB 184.04406
FJD 2.588034
FKP 0.865579
GBP 0.865514
GEL 3.109991
GGP 0.865579
GHS 13.675474
GIP 0.865579
GMD 84.455903
GNF 10227.256929
GTQ 8.885963
GYD 243.707171
HKD 9.12912
HNL 30.950062
HRK 7.534393
HTG 152.555867
HUF 353.901535
IDR 20786.491843
ILS 3.264044
IMP 0.865579
INR 110.617159
IQD 1525.934677
IRR 1573751.180066
ISK 143.391201
JEP 0.865579
JMD 183.477758
JOD 0.825877
JPY 185.734188
KES 150.787759
KGS 101.864905
KHR 4670.990764
KMF 491.560782
KPW 1048.183457
KRW 1765.826786
KWD 0.360447
KYD 0.970846
KZT 567.649503
LAK 25571.055776
LBP 104311.030349
LKR 384.436381
LRD 213.310495
LSL 18.917274
LTL 3.439457
LVL 0.704597
LYD 7.396518
MAD 10.69756
MDL 20.159347
MGA 4880.661479
MKD 61.560252
MMK 2445.822409
MNT 4164.817077
MOP 9.400849
MRU 46.593917
MUR 55.166848
MVR 17.939815
MWK 2023.31981
MXN 20.191319
MYR 4.621136
MZN 74.438834
NAD 18.916784
NGN 1597.217397
NIO 42.597673
NOK 10.768032
NPR 176.979614
NZD 1.951041
OMR 0.448785
PAB 1.164956
PEN 3.959861
PGK 5.072877
PHP 71.965845
PKR 324.464888
PLN 4.231385
PYG 7008.945007
QAR 4.241137
RON 5.250727
RSD 117.276808
RUB 82.975401
RWF 1703.572111
SAR 4.394113
SBD 9.356496
SCR 15.767191
SDG 699.485705
SEK 10.778166
SGD 1.488316
SHP 0.869667
SLE 28.658634
SLL 24426.023226
SOS 665.702048
SRD 43.297525
STD 24109.745777
STN 24.927483
SVC 10.193562
SYP 128.751726
SZL 18.917421
THB 37.895018
TJS 10.752652
TMT 4.076925
TND 3.371088
TOP 2.804644
TRY 53.481683
TTD 7.913454
TWD 36.522376
TZS 3057.262296
UAH 51.594154
UGX 4391.339732
USD 1.164836
UYU 46.724895
UZS 14004.239675
VES 639.127897
VND 30651.484806
VUV 136.595801
WST 3.162749
XAF 656.326415
XAG 0.015398
XAU 0.000258
XCD 3.148026
XCG 2.099519
XDR 0.814811
XOF 655.222407
XPF 119.331742
YER 277.929435
ZAR 18.870917
ZMK 10484.919
ZMW 21.413052
ZWL 375.076598
  • Goldpreis

    -46.7000

    4546.3

    -1.03%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1652

    -0.06%

  • TecDAX

    34.8200

    4160.08

    +0.84%

  • SDAX

    103.2700

    19192.97

    +0.54%

  • MDAX

    112.9300

    33352.83

    +0.34%

  • Euro STOXX 50

    -4.5700

    6050.54

    -0.08%

  • DAX

    12.5000

    25104.7

    +0.05%


Wut über Trumps Iran-Deal




Nach drei Monaten eines verheerenden Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran verhandeln Washington und Teheran über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden und die Blockade der Straße von Hormus aufheben soll. US‑Präsident Donald Trump spricht von einem Memorandum of Understanding, das eine 60‑tägige Waffenruhe und weitere Verhandlungen vorsieht. Die israelische Regierung verfolgt die Gespräche mit wachsender Sorge. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont öffentlich, dass jedes Abkommen den „nuklearen Gefahr“ beseitigen müsse und Israel das Recht behalte, sich gegen Bedrohungen aus allen Richtungen zu verteidigen. Doch viele Details des Entwurfs lassen Zweifel am Nutzen für Israel aufkommen.

Die Konturen des Entwurfs
Laut Berichten aus Washington und Teheran sieht die vorläufige Vereinbarung einen 60‑tägigen Waffenstillstand vor, der die Kämpfe auf allen Fronten – einschließlich Libanon – beenden soll. Während dieser Phase würden US‑ und iranische Unterhändler über eine dauerhafte Lösung verhandeln. Der Entwurf soll die Blockade der Straße von Hormus beenden, indem Iran die Wasserstraße binnen 30 Tagen von Minen räumt und im Gegenzug Handelsschiffe wieder passieren lässt. Parallel dazu plant Washington, eingefrorene iranische Guthaben freizugeben; im Gespräch sind 12 bis 25 Milliarden US‑Dollar. Die Einigung enthält jedoch bisher keine konkreten Verpflichtungen zur Reduzierung des iranischen Raketenprogramms oder zur Demontage des Netzes bewaffneter Stellvertreter.

Vor allem die nukleare Frage bleibt ungeklärt. Das Abkommen würde das Thema in die anschließenden Verhandlungen verlagern. Iranische Vertreter betonten, es sei richtig, dass man sich über viele Punkte geeinigt habe, aber niemand könne behaupten, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Sie verlangen, dass der Waffenstillstand auch für Libanon gilt und die Verwaltung der Straße von Hormus gemeinsam mit dem Oman festgelegt wird. Vertreter des Trump‑Teams dagegen wollen, dass Teheran seine Bestände an hoch angereichertem Uran entsorgt und die Straße ohne Gebühren („keine Zölle“) öffnet.

Israels Sicherheitsbedenken
Für Israel ist der vorgelegte Rahmen problematisch, weil er zentrale Forderungen ausblendet. Hochrangige israelische Offizielle bezeichneten die entstehende Vereinbarung als „schlechten Deal“; selbst wenn Iran sein angereichertes Uran komplett abgeben sollte, bliebe das Raketenprogramm unangetastet und das Netzwerk iranischer Milizen in der Region unbeschränkt. Jerusalem fürchtet darüber hinaus, dass der vorgeschlagene Waffenstillstand seine militärische Handlungsfreiheit in Libanon einschränken und zukünftige Einsätze gegen Hezbollah erschweren könnte.

Mitglieder der israelischen Sicherheitsdienste beklagten in internen Papieren, dass israelische Interessen während der Verhandlungen kaum berücksichtigt worden seien. Die Regierung in Jerusalem war nach Angaben von Offiziellen größtenteils von den Gesprächen ausgeschlossen und müsste ein Abkommen akzeptieren, das sie nicht selbst mitgestaltet hat. Diese Ausschlussgefühle verstärken den Eindruck, Washington werde seine regionalen Partner opfern, um schnell eine Friedenslösung und die Öffnung der Energieadern zu erreichen.

Politische Kritik in Israel
Die israelische Öffentlichkeit reagiert zunehmend nervös. Kommentatoren und ehemalige Militärs werfen der Regierung vor, die ursprünglichen Kriegsziele verfehlt zu haben. Zu Beginn des Kriegs im Februar hatte Netanjahu angekündigt, Irans Nuklear‑ und Raketenprogramm zerschlagen und sogar Voraussetzungen für einen Regimewechsel schaffen zu wollen. Nun zeichnet sich ab, dass das entstehende Abkommen kaum etwas davon erreicht. Der Sicherheitsexperte Amos Harel bezeichnete das Memorandum als amerikanische Kapitulation und Zeichen schwindenden israelischen Einflusses. Andere Analysten wiesen darauf hin, dass die Militärkampagne zwar taktische Erfolge brachte, Iran aber strategisch gestärkt aus dem Konflikt hervorging.

Oppositionspolitiker wie Yair Lapid sprachen von einem „politischen Desaster“ und warfen Netanjahu vor, weder politisch noch strategisch eines seiner Ziele erreicht zu haben. Selbst innerhalb der Regierungspartei gibt es Bedenken: Ein Mitglied des Likud räumte ein, dass die Erwartungen zu Beginn des Kriegs unrealistisch hoch waren und man nun vor der Herausforderung stehe, der iranischen Raketenbedrohung immer wieder zu begegnen.

Internationale Dimension und iranische Position
Während Israel Alarm schlägt, versucht Teheran, die Erwartungen zu dämpfen. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei bezeichnete Behauptungen, ein Abkommen stehe kurz bevor, als übertrieben und verwies auf „widersprüchliche Stellungnahmen“ aus Washington. Baghaei stellte klar, dass die Verwaltung der Straße von Hormus Sache Irans und Omans sei und es sich nicht um „Zölle“, sondern um Gebühren für Navigationsdienste handele. Er beharrte darauf, dass eine Waffenruhe auch das Kampfgebiet Libanon umfassen müsse. Währenddessen betonte der US‑Außenminister Marco Rubio, es liege ein „ziemlich solides“ Paket auf dem Tisch, das die Öffnung der Straße und eine zeitlich begrenzte Verhandlung über das Nuklearprogramm vorsieht.

Trump selbst schwankte in seinen öffentlichen Äußerungen, wie stets in seinem Verhalten: Einerseits versprach er, das Abkommen werde entweder „großartig und bedeutungsvoll“ sein oder gar nicht zustande kommen; andererseits forderte er, dass Iran nie eine Atombombe besitzen dürfe und die Straße von Hormus sofort und ohne Gebühren geöffnet werde. Kritiker werfen ihm vor, vor den Zwischenwahlen dringend einen Erfolg zu benötigen und deshalb bereit zu sein, israelische Bedenken hintanzustellen. Iran wiederum erhebt Forderungen nach Aufhebung der Sanktionen, dem Abzug US‑amerikanischer Truppen aus der Region und einem Ende der israelischen Offensive im Libanon.

Fazit und Ausblick in die nahe Zukunft
Israels Zorn über Trumps Iran‑Deal speist sich aus einer Mischung aus strategischen und politischen Faktoren. Der vorliegende Entwurf bietet Iran wirtschaftliche Erleichterungen und Zeit, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen, während zentrale israelische Forderungen – die Beseitigung des nuklearen und militärischen Bedrohungspotenzials sowie die Einschränkung der iranischen Stellvertreter – vorerst ausgeklammert bleiben. Hinzu kommt das Gefühl, von den Gesprächen ausgeschlossen zu sein und die eigene Handlungsfreiheit im Libanon und darüber hinaus zu verlieren. Ob Trump seine Bedingungen durchsetzt oder ob Teheran die Oberhand behält, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass das entstehende Abkommen die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem belastet und in Israel das Gefühl verstärkt, von einem wichtigen Verbündeten im Stich gelassen zu werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...