Zürcher Nachrichten - Ukraines Roboter an der Front

EUR -
AED 4.117613
AFN 72.877611
ALL 91.227262
AMD 406.670309
ANG 2.006709
AOA 1028.141551
ARS 1701.703875
AUD 1.606823
AWG 2.019563
AZN 1.906758
BAM 1.954207
BBD 2.265179
BDT 138.3772
BGN 1.95967
BHD 0.425449
BIF 3366.885457
BMD 1.121201
BND 1.43904
BOB 13.13306
BRL 5.678435
BSD 1.124903
BTN 106.741615
BWP 15.411712
BYN 3.386829
BYR 21975.540274
BZD 2.261982
CAD 1.580058
CDF 2593.896677
CHF 0.924593
CLF 0.027948
CLP 1099.943205
CNY 7.502181
CNH 7.491013
COP 3562.818103
CRC 511.185578
CUC 1.121201
CUP 26.997992
CVE 110.17568
CZK 24.339585
DJF 200.274766
DKK 7.474963
DOP 69.004058
DZD 150.717474
EGP 60.261867
ERN 16.818016
ETB 183.746236
FJD 2.533298
FKP 0.841627
GBP 0.841187
GEL 2.904046
GGP 0.841627
GHS 13.13635
GIP 0.841627
GMD 82.405035
GNF 9896.021357
GTQ 8.595032
GYD 235.349201
HKD 8.799354
HNL 30.198518
HRK 7.533464
HTG 147.30598
HUF 363.064514
IDR 20225.345459
ILS 3.485198
IMP 0.841627
INR 106.468969
IQD 1705.317487
IRR 2013539.711087
ISK 136.203185
JEP 0.841627
JMD 178.817424
JOD 0.794899
JPY 177.361672
KES 145.632615
KGS 98.049146
KHR 4572.313583
KMF 493.328374
KPW 1009.080887
KRW 1490.760489
KWD 0.348413
KYD 0.93744
KZT 509.047312
LAK 25306.067272
LBP 100714.391592
LKR 372.488288
LRD 191.753498
LSL 18.487255
LTL 3.310616
LVL 0.678203
LYD 7.222599
MAD 10.928497
MDL 20.176324
MGA 5062.963155
MKD 61.59479
MMK 2353.977122
MNT 4032.300645
MOP 9.094127
MRU 44.97094
MUR 52.976469
MVR 17.333676
MWK 1950.644695
MXN 20.778549
MYR 4.57686
MZN 71.639261
NAD 18.491127
NGN 1495.132448
NIO 41.396624
NOK 10.560845
NPR 170.825796
NZD 1.980731
OMR 0.431108
PAB 1.124898
PEN 3.869346
PGK 5.107791
PHP 70.7091
PKR 311.408205
PLN 4.369197
PYG 6423.417518
QAR 4.111866
RON 5.325254
RSD 117.440212
RUB 93.058421
RWF 1660.376135
SAR 4.219809
SBD 9.042091
SCR 15.594753
SDG 674.387756
SEK 11.114981
SGD 1.434846
SHP 0.846221
SLE 27.67122
SLL 23511.030021
SOS 642.887407
SRD 42.375227
STD 23206.597716
STN 24.479827
SVC 9.84302
SYP 14577.855496
SZL 18.484262
THB 37.661701
TJS 10.366096
TMT 3.935416
TND 3.355879
TOP 2.699583
TRY 55.558471
TTD 7.636775
TWD 36.424459
TZS 2962.278203
UAH 50.457569
UGX 4646.233266
USD 1.121201
UYU 45.283289
UZS 13561.12685
VES 985.435469
VND 29036.864388
VUV 133.3919
WST 3.12571
XAF 655.957
XAG 0.019493
XAU 0.000268768092
XCD 3.030102
XCG 2.027356
XDR 0.792747
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.771893
ZAR 18.471759
ZMK 10092.14707
ZMW 22.515927
ZWL 361.026276
SSP 6447.7749
MXV 2.345686
  • TecDAX

    1.7300

    4016.94

    +0.04%

  • SDAX

    32.5400

    18230.81

    +0.18%

  • Goldpreis

    7.9000

    4189

    +0.19%

  • MDAX

    -137.1200

    30519.53

    -0.45%

  • Euro STOXX 50

    -65.8600

    6138.37

    -1.07%

  • DAX

    -294.1000

    25328.51

    -1.16%

  • EUR/USD

    -0.0033

    1.1211

    -0.29%


Ukraines Roboter an der Front




Die Ukraine verlagert immer mehr gefährliche Aufgaben auf unbemannte Bodenfahrzeuge. Sie transportieren Munition, bergen Verwundete und greifen russische Stellungen an. Im Herbst 2026 gewinnt ihr Einsatz eine neue militärische Bedeutung. Die Vorstellung einer plötzlich aufgetauchten, selbstständig kämpfenden Roboterarmee führt allerdings in die Irre. Entscheidend ist, wie sich die Maschinen in den Alltag der Streitkräfte einfügen und wie viele Soldaten dadurch seltener unter unmittelbaren Beschuss geraten.

Der Krieg gegen die Ukraine verändert die Bedingungen des Bodenkampfes. Aufklärungsdrohnen beobachten Bewegungen, Angriffsdrohnen bedrohen Fahrzeuge und einzelne Soldaten. Damit werden selbst kurze Versorgungsfahrten und die Bergung von Verwundeten zu gefährlichen Unternehmungen. Für die ukrainischen Streitkräfte, die unter erheblichem Personaldruck stehen, verschärft sich ein grundlegendes Problem: Jede Stellung benötigt Nachschub, doch die Menschen, die ihn bringen, setzen sich auf dem Weg dorthin einem hohen Risiko aus.

Unbemannte Bodenfahrzeuge übernehmen inzwischen einen wachsenden Teil dieser Arbeit. Die meist auf Rädern oder Ketten fahrenden Plattformen können abhängig von ihrer Ausstattung Lasten transportieren, Verwundete aufnehmen oder Waffen tragen. Ihre Verbreitung ist das Ergebnis einer länger laufenden Entwicklung. Bereits im März 2026 gehörte die deutliche Ausweitung bodengebundener Robotik zu den erklärten ukrainischen Verteidigungsprioritäten. Im Mittelpunkt stand die Verlagerung gefährlicher Logistikaufgaben auf Maschinen.

Wie weit dieser Prozess vorangekommen ist, lässt sich an den registrierten Einsätzen ablesen. Anfang September waren im ukrainischen Führungssystem DELTA rund 112.000 Logistik- und Evakuierungsmissionen mit Bodenrobotern seit Jahresbeginn erfasst. Für August wurden 25.143 solcher Einsätze ausgewiesen, gegenüber 7.511 im Januar. Das entspricht ungefähr einer Verdreifachung. Diese Zahlen beschreiben Missionen, keine Fahrzeugbestände. Auch lassen sich daraus weder die Zahl geretteter Menschen noch die Erfolgsquote sämtlicher Fahrten ableiten.

Die größte Wirkung entfaltet die Robotisierung bislang bei Aufgaben, die in Gefechtsaufnahmen kaum Aufmerksamkeit erhalten. Ein Fahrzeug, das Wasser und Munition bis an eine gefährdete Stellung bringt, kann den Einsatz mehrerer Menschen auf derselben Strecke vermeiden. Bei einer Verwundetenevakuierung kann es das Risiko für den Bergungstrupp verringern. Daraus ergibt sich ein militärischer Nutzen, der über den einzelnen Transport hinausreicht: Weniger gefährdete Versorgungskräfte bedeuten bessere Voraussetzungen, um eine Einheit dauerhaft handlungsfähig zu halten.

Gleichzeitig wächst die Rolle bewaffneter Plattformen. In ukrainischen Einheiten werden Bodenroboter mit Maschinengewehren, Granatwerfern und inzwischen auch Panzerabwehrwaffen eingesetzt oder für entsprechende Aufgaben angepasst. Die Entwicklung entsteht teilweise unmittelbar aus Anforderungen der Truppe. Soldaten und Hersteller verändern vorhandene Systeme, weil sich ein herkömmlicher Waffeneinsatz in der von Drohnen überwachten Frontzone häufig nur noch unter erheblichem Risiko durchführen lässt. Die Maschine bringt die Bewaffnung näher an das Ziel, während die Bedienmannschaft aus der Entfernung arbeitet.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten im Oktober die Einsätze im Zusammenhang mit der Operation „Vivaldi“ im Gebiet Donezk. Die ukrainische Einheit NC13 beschreibt einen erweiterten Einsatz ihrer Bodenroboter: von Ablenkungsmanövern und der Unterstützung eigener Angriffe bis zu Einsätzen gegen russische Führungs- und Versorgungsstrukturen. Hinzu kommt der Transport kleiner Bodenfahrzeuge durch schwere Flugdrohnen hinter gegnerische Linien. Solche Verfahren zeigen neue Einsatzmöglichkeiten. Wie häufig sie unter unterschiedlichen Frontbedingungen tatsächlich funktionieren, lässt sich aus einzelnen erfolgreichen Operationen jedoch nicht bestimmen.

Am 14. Oktober bezifferte der Kommandeur des dritten ukrainischen Armeekorps, Andrij Bilezkyj, die im Rahmen der Gegenoffensive zurückgewonnene Fläche auf insgesamt 277 Quadratkilometer und die Zahl der Ortschaften auf 16. Diese ukrainischen Angaben waren nicht unabhängig bestätigt. Ebenso wenig lässt sich der Anteil der Bodenroboter an solchen Geländegewinnen isoliert berechnen. Auch bei „Vivaldi“ bleiben Artillerie und das Zusammenwirken unterschiedlicher Truppenteile maßgeblich. Ein taktischer Erfolg belegt noch keine grundsätzliche Überlegenheit einer einzelnen Waffengattung.

Für die Bewertung dieser Entwicklung ist die Unterscheidung zwischen Fernsteuerung und Autonomie unverzichtbar. Ein Fahrzeug ohne Besatzung entscheidet nicht zwangsläufig selbstständig über seinen Auftrag oder den Einsatz seiner Waffen. Viele der verwendeten Bodenplattformen werden weiterhin von Menschen gesteuert. Automatisierte Navigation, die Auswertung von Kamerabildern und die selbstständige Auswahl und Bekämpfung eines Ziels sind unterschiedliche Fähigkeiten. Wer sie unter dem Begriff künstliche Intelligenz zusammenfasst, verwischt den tatsächlichen technischen Entwicklungsstand.

Der Ausbau einzelner autonomer Funktionen kann Bedienmannschaften entlasten und die Abhängigkeit von einer dauernden Steuerverbindung verringern. Daraus folgt jedoch keine vollständig autonome Kriegsführung. Die ukrainische Entwicklung setzt vielfach auf Softwaremodule für begrenzte Aufgaben, die sich in unterschiedliche Plattformen integrieren lassen. Ein System kann beispielsweise bei der Erkennung von Objekten unterstützen, ohne den gesamten Ablauf eines Kampfeinsatzes eigenständig zu übernehmen. Für eine seriöse Beurteilung muss deshalb jeweils betrachtet werden, welche Entscheidung beim Menschen verbleibt.

Auch die physikalischen Grenzen verschwinden nicht. Beschädigte Wege, Gräben, Trümmer und unübersichtliches Gelände können kleine Rad- oder Kettenfahrzeuge aufhalten. Ein Infanterist überwindet Hindernisse auf andere Weise und kann in einem Gebäude Aufgaben erfüllen, für die eine einfache Bodenplattform ungeeignet ist. Die militärische Leistungsfähigkeit bemisst sich daher nicht allein an Nutzlast oder Bewaffnung. Entscheidend ist, ob das Fahrzeug unter den Bedingungen seines konkreten Einsatzes das Ziel erreicht und seinen Auftrag erfüllen kann.

Hinzu kommt die Verbindung zur Bedienmannschaft. Fernsteuerung benötigt zuverlässige Datenübertragung; elektronische Störungen und Geländeabschattungen können sie beeinträchtigen. Wie empfindlich vernetzte Kriegführung auf Kommunikationsprobleme reagiert, zeigten Mitte Oktober ukrainische Meldungen über Einschränkungen von Starlink-Diensten und dadurch gestörte Flugdrohneneinsätze. Für die Bodenrobotik ergibt sich daraus dieselbe grundsätzliche Anforderung: Die Kommunikationsarchitektur muss zusammen mit dem Fahrzeug entwickelt und unter realistischen Bedingungen erprobt werden.

Die nächste Hürde liegt in der industriellen Organisation. Viele unterschiedliche Modelle ermöglichen schnelle Experimente, erhöhen aber den Aufwand für Wartung, Ersatzteile und Ausbildung. Ein Fahrzeug, das an einer Stelle überzeugt, lässt sich nicht automatisch in großer Stückzahl in andere Verbände eingliedern. Unterschiedliche Steuerungen und Komponenten können im Alltag zusätzliche Arbeit erzeugen. Der Übergang von einzelnen erfolgreichen Konstruktionen zu dauerhaft verfügbaren Fähigkeiten verlangt deshalb eine stärkere Vereinheitlichung.

Ein Beispiel dafür liefert der ukrainische Hersteller Tencore. Im Oktober stellte das Unternehmen eine gemeinsame Architektur für mehrere Bodenplattformen vor. Tencore beziffert seine bisherigen Lieferungen auf mehr als 4.000 Roboter an über 50 ukrainische Kampfbrigaden. Diese Unternehmensangaben beschreiben keinen unabhängig geprüften Gesamtbestand der Streitkräfte. Bemerkenswert ist vor allem der erklärte Ansatz: kompatiblere Systeme sollen die bisherige Vielfalt besser beherrschbar machen und den Aufwand bei Betrieb und Instandhaltung senken.

Eine belastbare Robotertruppe entsteht erst, wenn Beschaffung, Ausbildung und Reparatur mit dem Einsatztempo Schritt halten. Zur Bewertung gehört deshalb mehr als der Kaufpreis eines Fahrzeugs. Benötigt werden ausgebildete Bediener, technische Betreuung, Ersatzgeräte und eine Versorgung mit geeigneten Komponenten. Eine preiswerte Plattform verliert ihren wirtschaftlichen Vorteil, wenn sie häufig ausfällt oder für jede Änderung unverhältnismäßig viel Personal bindet. Umgekehrt kann ein unspektakuläres, zuverlässiges Transportfahrzeug über viele Einsätze hinweg großen Nutzen stiften.

Auch der Personalmangel lässt sich nicht einfach durch eine entsprechende Zahl von Maschinen ausgleichen. Ein Teil der Arbeit verschiebt sich: Menschen steuern und überwachen die Systeme, planen ihre Einsätze und setzen sie instand. Der mögliche Gewinn liegt darin, diese Tätigkeiten häufiger außerhalb besonders gefährlicher Bereiche auszuüben. Ob dadurch eine Einheit tatsächlich mehr Kampfkraft gewinnt, hängt von ihrer Organisation und von der Verfügbarkeit der Technik ab.

Im Herbst des laufenden Jahres 2026 zeichnet sich damit eine Veränderung ab, deren Bedeutung sich weniger an spektakulären Einzelbildern als an ihrer Verlässlichkeit im Alltag messen lässt. Bodenroboter erweitern die Möglichkeiten der ukrainischen Streitkräfte und können die unmittelbare Gefährdung ihrer Soldaten verringern. Ob daraus ein dauerhafter Vorteil gegenüber Russland entsteht, entscheidet sich an der Front ebenso wie in Werkstätten und Produktionshallen. Entscheidend wird sein, wie oft die Maschinen ihre Aufgaben tatsächlich erfüllen und wie schnell ausgefallene Systeme wieder verfügbar sind.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...