Zürcher Nachrichten - Bereitet sich Japan auf den Krieg vor?

EUR -
AED 4.388533
AFN 77.673619
ALL 96.453639
AMD 452.484508
ANG 2.139096
AOA 1095.78995
ARS 1726.078529
AUD 1.698912
AWG 2.152444
AZN 2.030926
BAM 1.951851
BBD 2.405603
BDT 145.952259
BGN 2.006801
BHD 0.450527
BIF 3537.997317
BMD 1.194972
BND 1.507132
BOB 8.25337
BRL 6.208955
BSD 1.194368
BTN 109.710029
BWP 15.628315
BYN 3.395986
BYR 23421.456411
BZD 2.40216
CAD 1.61991
CDF 2676.737489
CHF 0.918641
CLF 0.026127
CLP 1031.655357
CNY 8.310614
CNH 8.296543
COP 4397.497938
CRC 592.793187
CUC 1.194972
CUP 31.666765
CVE 110.040978
CZK 24.286256
DJF 212.370697
DKK 7.466396
DOP 75.147015
DZD 154.357335
EGP 55.957924
ERN 17.924584
ETB 185.724187
FJD 2.621761
FKP 0.867106
GBP 0.865465
GEL 3.220388
GGP 0.867106
GHS 13.054696
GIP 0.867106
GMD 87.232903
GNF 10480.663381
GTQ 9.163307
GYD 249.883377
HKD 9.32272
HNL 31.519832
HRK 7.536684
HTG 156.411576
HUF 380.102776
IDR 20012.439531
ILS 3.701875
IMP 0.867106
INR 110.011954
IQD 1564.614745
IRR 50338.206888
ISK 144.794596
JEP 0.867106
JMD 187.228838
JOD 0.84718
JPY 183.228693
KES 154.151383
KGS 104.500403
KHR 4801.285772
KMF 492.328325
KPW 1075.405549
KRW 1708.887985
KWD 0.366343
KYD 0.995386
KZT 601.79242
LAK 25732.152619
LBP 106957.89193
LKR 369.837083
LRD 220.962936
LSL 18.991158
LTL 3.528442
LVL 0.722826
LYD 7.50073
MAD 10.799115
MDL 20.029475
MGA 5329.262139
MKD 61.638728
MMK 2509.419422
MNT 4269.207626
MOP 9.598859
MRU 47.678935
MUR 53.881196
MVR 18.474007
MWK 2071.109616
MXN 20.538287
MYR 4.683065
MZN 76.191108
NAD 18.991237
NGN 1667.261421
NIO 43.951076
NOK 11.471076
NPR 175.533647
NZD 1.973676
OMR 0.459468
PAB 1.194393
PEN 3.996381
PGK 5.112592
PHP 70.225532
PKR 334.124586
PLN 4.204964
PYG 8020.671453
QAR 4.342714
RON 5.096084
RSD 117.406655
RUB 91.474018
RWF 1742.574327
SAR 4.481527
SBD 9.652599
SCR 16.434994
SDG 718.779052
SEK 10.564188
SGD 1.508677
SHP 0.896539
SLE 29.03472
SLL 25057.970053
SOS 681.412774
SRD 45.518866
STD 24733.513264
STN 24.450224
SVC 10.450724
SYP 13215.885272
SZL 18.983354
THB 37.122951
TJS 11.161471
TMT 4.182403
TND 3.415789
TOP 2.877206
TRY 51.858927
TTD 8.106666
TWD 37.388052
TZS 3059.128645
UAH 51.054762
UGX 4276.294286
USD 1.194972
UYU 45.197986
UZS 14450.58139
VES 428.369057
VND 31146.95211
VUV 143.003747
WST 3.256728
XAF 654.624311
XAG 0.010222
XAU 0.000222
XCD 3.229472
XCG 2.152518
XDR 0.812832
XOF 654.621577
XPF 119.331742
YER 284.883113
ZAR 18.849671
ZMK 10756.159835
ZMW 23.73817
ZWL 384.780582
  • TecDAX

    10.5900

    3723.54

    +0.28%

  • Euro STOXX 50

    -61.3900

    5933.2

    -1.03%

  • SDAX

    -7.8800

    18319.79

    -0.04%

  • MDAX

    -87.4800

    31640.37

    -0.28%

  • DAX

    -71.6500

    24822.79

    -0.29%

  • Goldpreis

    107.6000

    5447.8

    +1.98%

  • EUR/USD

    -0.0085

    1.1959

    -0.71%


Bereitet sich Japan auf den Krieg vor?





Machtverschiebung in Asien oder wie der ehemalige Verteidigungsminister Ishiba Japans Position stärken will – droht ein Konflikt?

Inmitten wachsender Spannungen rund um das südchinesische Meer, militärischer Machtdemonstrationen Nordkoreas und einer immer selbstbewusster auftretenden Volksrepublik China steht Japan vor einer sicherheitspolitischen Neubestimmung. Allen voran der ehemalige Verteidigungsminister Shigeru Ishiba (Liberaldemokratische Partei, LDP) sorgt mit seinen Äußerungen und Plänen zur Verschiebung der Machtbalance in Asien für Diskussionen. Beobachter stellen sich die Frage: Ist Japan auf dem

Weg zu einer offenen Konfrontation oder gar Kriegsvorbereitung?

Wer ist Shigeru Ishiba?
Shigeru Ishiba, geboren 1957, ist ein erfahrener Politiker, der mehrfach als Verteidigungsminister sowie als Generalsekretär der LDP fungierte. Innerhalb der Partei gilt er als einflussreicher Kopf mit hoher sicherheitspolitischer Expertise. In der Öffentlichkeit hat sich Ishiba den Ruf eines „Falken“ erworben, weil er wiederholt eine stärker werdende und technisch besser ausgerüstete Selbstverteidigungsarmee gefordert hat.

Sein politisches Profil:
- Militärische Aufrüstung: Ihm werden weitreichende Pläne zur Modernisierung und Erweiterung der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) zugeschrieben.
- Reform der Verfassung: Ishiba befürwortet eine Revision des Artikels 9 der japanischen Verfassung, um dem Militär einen klar definierten Status zu verleihen und offensivere Einsätze zu erlauben.
- Emanzipation vom US-Schutzschirm: Obwohl Japan eng mit den USA verbunden ist, plädiert Ishiba seit Langem für eine eigenständigere Verteidigungsstrategie.

Der „Ishiba-Plan“: Machtverschiebung in Asien
Aus Kreisen der LDP und verschiedener Think-Tanks in Tokio ist zu hören, dass Ishiba an einem umfassenden Sicherheits- und Wirtschaftskonzept arbeitet, das Japan in eine stärkere Position gegenüber den regionalen Rivalen bringen soll.

Fokus auf technologische Führung:
Ishiba betont, dass die neue Geopolitik stark von technologischem Fortschritt abhängt. Künstliche Intelligenz, Cybersecurity sowie die Weltraum- und Satellitentechnologie könnten Japan zum unverzichtbaren Akteur machen. Eine mögliche „Hightech-Offensive“: Japan soll in Forschung und Entwicklung investieren, um eigene Verteidigungs- und Überwachungssysteme aufzubauen und sich von ausländischen Lieferketten unabhängiger zu machen.

Neue strategische Allianzen:
Neben der engen Partnerschaft mit den USA möchte Ishiba weitere „regionale Sicherheitsbündnisse“ anstoßen. Hier stehen südostasiatische Staaten, Indien und Australien im Mittelpunkt.

Die Vision: Eine asiatische Sicherheitsarchitektur, die der traditionellen US-Dominanz in der Region nicht komplett widerspricht, aber Japans Handlungsspielraum deutlich erweitert.

Ausbau maritimer Präsenz:
Angesichts fortdauernder Territorialstreitigkeiten im ost- und südchinesischen Meer fordert Ishiba eine stärkere Präsenz der japanischen Küstenwache und Marine. Ziel ist, Schiffsrouten abzusichern und dadurch Handelswege zu schützen – ein Schritt, der in der Volksrepublik China mit Argwohn betrachtet wird.

Bereitet sich Japan auf einen Krieg vor?
Die Frage nach einer „Kriegsvorbereitung“ Japans lässt sich nicht leicht beantworten.
- erfassungsmäßiger Kontext: Artikel 9 der japanischen Verfassung verbietet Japan den Krieg als Mittel der Politik. Gleichzeitig gestattet die Selbstverteidigungsdoktrin aber eine militärische Ausstattung, die „notwendig und angemessen“ ist, um das eigene Land zu schützen.

Wachsende Rüstungsbudgets:
In den letzten Jahren hat Japan seine Verteidigungsausgaben sukzessive gesteigert und setzt auf neue Waffentechnologien. Dennoch liegen die Militärausgaben im Vergleich zu Chinas oder der USA auf niedrigem Niveau.

Geopolitischer Druck:
Nordkoreas Raketen- und Atomtestreihen sowie die territoriale Expansion Chinas machen Japan nervös. Eine rein defensive Haltung scheint für Teile der Regierung nicht mehr auszureichen. Ishiba selbst betont, dass Japan nicht aktiv nach einer militärischen Auseinandersetzung strebe, aber „gerüstet sein müsse“, um in einer immer bedrohlicheren Umgebung zu bestehen. Gleichzeitig betonen Kritiker, dass Ishibas Kurs auf eine „Normalisierung“ der Streitkräfte hinauslaufe und Japan in Zukunft deutlich offensiver agieren könnte.

Internationale Reaktionen:
- USA: Washington betrachtet ein stärker aufgerüstetes Japan durchaus positiv, da dies die Lastenverteilung in der Region ausbalancieren könnte.

- China: Peking reagiert empfindlich auf jegliche Ausweitung der japanischen Militärpräsenz. Schon jetzt werden Japans Pläne in staatlichen Medien als Bedrohung regionaler Stabilität dargestellt.

- Südkorea: In Seoul beäugt man wachsam, ob eine Änderung der japanischen Verteidigungsdoktrin historische Ressentiments neu entfachen könnte. Das Verhältnis zu Japan ist vorbelastet.

- ASEAN-Staaten: Länder wie Vietnam, die Philippinen und Indonesien sind an einer Balance zwischen den großen Mächten interessiert. Eine stärkere Einbindung Japans in regionale Sicherheitsstrukturen könnte hier positiv aufgenommen werden.

Was kommt als Nächstes?
Experten in Tokio gehen davon aus, dass sich der sicherheitspolitische Diskurs in Japan weiter zuspitzen wird. Nimmt Ishiba innerhalb der LDP wieder mehr Einfluss, könnte sich die Diskussion um eine Verfassungsreform beschleunigen. Ein tatsächlicher Krieg steht in nächster Zeit jedoch nicht auf der Agenda – allen Drohgebärden zum Trotz. Vielmehr zeigt sich Japan entschlossen, sich nicht mehr nur auf seine Schutzmacht USA zu verlassen, sondern selbst gestaltend in die regionale Sicherheitspolitik einzugreifen.

Ob Ishiba diesen Kurs am Ende erfolgreich prägen kann, hängt maßgeblich von der innenpolitischen Lage in Japan ab. Derzeit genießt Premierminister Fumio Kishida zwar breite Unterstützung, doch hinter den Kulissen ist bereits ein Machtpoker in vollem Gange.

Fazit:
Japan steht vor einer umfassenden sicherheitspolitischen Neuausrichtung, die durch Ishibas Pläne weiter Fahrt aufnimmt. Eine unmittelbare Kriegsvorbereitung ist nicht klar erkennbar, doch die Rhetorik macht deutlich: Das Land will sich in Asien nicht länger in eine passive Rolle drängen lassen. Ishiba sieht Japan als gleichberechtigten Akteur in einem neuen machtpolitischen Gefüge – und könnte den Inselstaat auf einen stärker selbstbestimmten Verteidigungskurs führen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...