Zürcher Nachrichten - Weltklimakonferenz in Dubai geht im Streit um fossile Energien in die Verlängerung

EUR -
AED 4.287402
AFN 75.883608
ALL 92.599075
AMD 422.18855
ANG 2.089452
AOA 1071.703839
ARS 1747.94622
AUD 1.64094
AWG 2.102839
AZN 1.97733
BAM 1.955755
BBD 2.337677
BDT 141.827368
BGN 1.980394
BHD 0.43769
BIF 3469.254497
BMD 1.167433
BND 1.481523
BOB 13.410694
BRL 6.045669
BSD 1.160688
BTN 111.079987
BWP 15.675709
BYN 3.530265
BYR 22881.693438
BZD 2.334277
CAD 1.611956
CDF 2653.576151
CHF 0.933836
CLF 0.027344
CLP 1076.198224
CNY 7.856534
CNH 7.850644
COP 3564.267378
CRC 519.388138
CUC 1.167433
CUP 30.936983
CVE 110.263899
CZK 24.172232
DJF 206.677936
DKK 7.475624
DOP 68.188443
DZD 154.788844
EGP 59.127929
ERN 17.5115
ETB 189.58127
FJD 2.566952
FKP 0.862027
GBP 0.858081
GEL 3.03796
GGP 0.862027
GHS 12.91071
GIP 0.862027
GMD 85.801769
GNF 10197.985488
GTQ 8.85676
GYD 242.805736
HKD 9.155538
HNL 31.120423
HRK 7.534033
HTG 151.812385
HUF 363.859796
IDR 20767.296547
ILS 3.475507
IMP 0.862027
INR 111.574348
IQD 1520.484812
IRR 1604753.86736
ISK 142.183112
JEP 0.862027
JMD 183.396597
JOD 0.827698
JPY 185.013085
KES 151.124528
KGS 102.09194
KHR 4693.073721
KMF 492.656779
KPW 1050.690348
KRW 1628.604183
KWD 0.359896
KYD 0.96719
KZT 536.124645
LAK 26138.515009
LBP 103936.261796
LKR 384.112873
LRD 210.656994
LSL 18.857512
LTL 3.447127
LVL 0.706169
LYD 7.386926
MAD 10.761654
MDL 20.0158
MGA 5001.907191
MKD 61.523595
MMK 2450.729716
MNT 4199.43387
MOP 9.373646
MRU 46.43494
MUR 54.846205
MVR 18.03668
MWK 2012.562658
MXN 19.796125
MYR 4.715285
MZN 74.593122
NAD 18.857512
NGN 1569.555882
NIO 42.711403
NOK 10.889003
NPR 177.728941
NZD 1.961732
OMR 0.448868
PAB 1.160673
PEN 3.908427
PGK 5.140883
PHP 71.925536
PKR 322.109682
PLN 4.317636
PYG 6981.930259
QAR 4.231458
RON 5.246796
RSD 117.29903
RUB 98.06402
RWF 1710.168268
SAR 4.384998
SBD 9.377126
SCR 16.340577
SDG 702.213081
SEK 11.020923
SGD 1.484555
SHP 0.864912
SLE 28.722118
SLL 24480.492493
SOS 663.287693
SRD 44.061273
STD 24163.513072
STN 24.500385
SVC 10.155899
SYP 15178.96816
SZL 18.862812
THB 38.349598
TJS 10.706947
TMT 4.086017
TND 3.392108
TOP 2.810899
TRY 55.98123
TTD 7.872854
TWD 37.195011
TZS 3091.043581
UAH 51.893737
UGX 4328.567447
USD 1.167433
UYU 46.519336
UZS 13695.74588
VES 906.44702
VND 30537.137557
VUV 138.008699
WST 3.170629
XAF 655.944829
XAG 0.017373
XAU 0.00026
XCD 3.155047
XCG 2.091779
XDR 0.825436
XOF 655.950448
XPF 119.331742
YER 276.769265
ZAR 18.803323
ZMK 10508.302021
ZMW 21.732783
ZWL 375.913059
  • Goldpreis

    -5.6000

    4539.7

    -0.12%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1674

    -0.07%

  • Euro STOXX 50

    -23.7100

    6444.46

    -0.37%

  • SDAX

    108.4400

    18534.04

    +0.59%

  • MDAX

    -17.3300

    31822.47

    -0.05%

  • TecDAX

    7.2000

    4059.16

    +0.18%

  • DAX

    -37.0700

    26091.33

    -0.14%

Weltklimakonferenz in Dubai geht im Streit um fossile Energien in die Verlängerung
Weltklimakonferenz in Dubai geht im Streit um fossile Energien in die Verlängerung / Foto: - - AFP

Weltklimakonferenz in Dubai geht im Streit um fossile Energien in die Verlängerung

Wegen des erbitterten Streits über eine weltweite Abkehr von allen fossilen Energien ist die Weltklimakonferenz in Dubai in die Verlängerung gegangen. Am Dienstag rangen die Delegationen aus fast 200 Ländern weiter um einen neuen Beschlussentwurf. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) betonte, die Europäer kämpften "mit vielen Partnern gemeinsam" für mehr Ehrgeiz. Für das drohende Scheitern der COP28 wurden arabische Ölstaaten wie Saudi-Arabien sowie die emiratische Konferenz-Präsidentschaft verantwortlich gemacht.

Textgröße:

COP28-Präsident Sultan al-Dschaber hatte zu Konferenzbeginn angekündigt, die Verhandlungen spätestens am Dienstagvormittag zum Abschluss zu bringen. Da ein am Montag vorgelegter Beschlussentwurf aber bei etwa 130 Staaten auf Ablehnung stieß, wurden die Verhandlungen über einen neuen Beschlusstext die Nacht über und den ganzen Dienstag lang in angespannter Atmosphäre fortgesetzt.

Wie AFP von mehreren Quellen erfuhr, wurden am Dienstagabend nacheinander die Vertreter verschiedener Ländergruppen in den Büros der COP-Präsidentschaft empfangen.

Unter anderem Deutschland und die EU hatten den Beschlussentwurf als "Enttäuschung" zurückgewiesen - insbesondere weil er kein gemeinsames Bekenntnis zum weltweiten Ausstieg aus allen fossilen Energien mehr enthielt, sondern nur vage Formulierungen über eine Verringerung der Öl- und Gasnutzung bis zur Jahrhundertmitte. Er sei "überrascht über den Mangel an Ehrgeiz", kommentierte ein westlicher Verhandler den Entwurf. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra sprach von einer "Super-Mehrheit" dagegen.

Der Textentwurf sei "nicht nur schlecht für das Klima, sondern auch für die Wirtschaft", sagte Baerbock der "Bild"-Zeitung. "Die Unternehmen brauchen Klarheit, welche Investitionen sich lohnen. Sonst würden Milliarden in eine Technologie von gestern verpulvert."

Auch der US-Klimagesandte John Kerry, dessen Land selbst zu den größten Öl-Förderern gehört, setzt sich für eine weltweite Energiewende ein. Er sprach am Dienstagabend von "Fortschritten" bei den Verhandlungen.

Sambia erklärte im Namen des afrikanischen Staatenblocks, Afrika unterstütze einen Ausstieg aus den Fossilen. Die ölfördernden afrikanischen Länder bräuchten allerdings im Gegenzug finanzielle Unterstützung.

Zur Verhandlungsposition des weltgrößten Treibhausgasemittenten China hieß es aus dem Umfeld von Verhandlern, die für den Ausstieg aus den Fossilen sind: "Ich würde nicht sagen, dass China mit uns kämpft, aber wir bekämpfen nicht China." Zu Saudi-Arabien sagte die Quelle, das Ölland zeige "energisch, dass es nicht bereit ist, sich zu bewegen".

Beim Treffen der Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten (Oapec) in Doha stellten sich mehrere Länder entschieden hinter Saudi-Arabien. So kritisierte der kuwaitische Ölminister Saad Hamad Nasser al-Barrak "dieses außergewöhnliche Beharren, Völker und viele Länder einer grundlegenden Energiequelle zu berauben" als "rassistisch und kolonialistisch".

Die COP-Präsidentschaft hob hervor, dass der Konferenzbeschluss im Konsens gefällt werden müsse. Es gehe nun darum, die verschiedenen Standpunkte so in einen Beschlusstext zu gießen, "dass alle damit zufrieden sein können", erklärte COP28-Generaldirektor Madschid al-Suwaidi. Der am Montag vorgelegte Entwurf habe "ehrliche, praktische, pragmatische Gespräche" über die jeweiligen "roten Linien" der Verhandlungsdelegationen ermöglicht.

Um ehrgeizigere Beschlüsse einzufordern, organisierten NGOs am Dienstag Protestaktionen auf dem Konferenzgelände. Der Politische Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, Christoph Bals, übte scharfe Kritik an COP-Präsident al-Dschaber. In dem vorgelegten "handwerklich unprofessionellen" Beschlussentwurf spiegele sich die breite Mehrheit für einen weltweiten Ausstieg aus allen fossilen Energien nicht wider.

Ein möglicher Grund ist laut Bals, dass die Präsidentschaft aus taktischen Gründen einen Beschlusstext mit sehr schwachen Formulierungen vorgelegt habe, damit die Verfechter eines Ausstiegs aus den fossilen Energien und dessen entschiedene Gegner sich schließlich in der Mitte träfen. Es sei aber auch möglich, dass "kurzfristig so starker Druck insbesondere von Saudi-Arabien ausgeübt wurde, dass sich die Präsidentschaft nicht getraut hat, ihren ursprünglichen Plan vorzulegen".

D.Graf--NZN