Zürcher Nachrichten - Flutgebieten stehen weitere harte Tage bevor: Wetterdienst verlängert Regen-Warnung

EUR -
AED 4.330938
AFN 77.832669
ALL 96.602299
AMD 448.308258
ANG 2.111018
AOA 1081.405926
ARS 1712.281766
AUD 1.683491
AWG 2.122717
AZN 2.011969
BAM 1.952352
BBD 2.385487
BDT 144.854178
BGN 1.98046
BHD 0.444593
BIF 3523.311312
BMD 1.179287
BND 1.505609
BOB 8.213494
BRL 6.173331
BSD 1.184408
BTN 108.30872
BWP 15.600156
BYN 3.391411
BYR 23114.031108
BZD 2.381993
CAD 1.612735
CDF 2541.363858
CHF 0.917604
CLF 0.025732
CLP 1016.049951
CNY 8.19192
CNH 8.177927
COP 4279.633617
CRC 588.120153
CUC 1.179287
CUP 31.251113
CVE 110.070608
CZK 24.316784
DJF 210.907524
DKK 7.469871
DOP 74.866187
DZD 153.292081
EGP 55.426182
ERN 17.68931
ETB 184.766832
FJD 2.595906
FKP 0.863817
GBP 0.863125
GEL 3.178225
GGP 0.863817
GHS 12.987064
GIP 0.863817
GMD 86.679113
GNF 10400.833668
GTQ 9.08795
GYD 247.792382
HKD 9.214933
HNL 31.289151
HRK 7.535878
HTG 155.34618
HUF 380.604318
IDR 19774.289471
ILS 3.641857
IMP 0.863817
INR 106.493127
IQD 1551.553277
IRR 49677.477759
ISK 145.005151
JEP 0.863817
JMD 186.104935
JOD 0.836112
JPY 183.85502
KES 152.423113
KGS 103.128449
KHR 4772.274622
KMF 492.941585
KPW 1061.343532
KRW 1709.471372
KWD 0.362501
KYD 0.986953
KZT 598.108773
LAK 25471.016518
LBP 105583.598595
LKR 366.770704
LRD 219.701992
LSL 18.962411
LTL 3.482129
LVL 0.713339
LYD 7.482785
MAD 10.800625
MDL 20.051588
MGA 5285.631848
MKD 61.645314
MMK 2476.644764
MNT 4208.203103
MOP 9.528032
MRU 47.067395
MUR 54.117259
MVR 18.220542
MWK 2055.212701
MXN 20.433806
MYR 4.637552
MZN 75.179503
NAD 18.962572
NGN 1643.820395
NIO 43.616812
NOK 11.426404
NPR 173.429011
NZD 1.954946
OMR 0.453443
PAB 1.184408
PEN 3.989155
PGK 5.079035
PHP 69.680557
PKR 331.782131
PLN 4.222208
PYG 7875.092072
QAR 4.329654
RON 5.095662
RSD 117.416885
RUB 90.476221
RWF 1732.876805
SAR 4.422659
SBD 9.502817
SCR 16.389742
SDG 709.342365
SEK 10.551968
SGD 1.498998
SHP 0.884771
SLE 28.863016
SLL 24729.064203
SOS 677.426358
SRD 44.842382
STD 24408.866168
STN 24.476076
SVC 10.363653
SYP 13042.416233
SZL 18.967656
THB 37.188904
TJS 11.062064
TMT 4.139298
TND 3.417065
TOP 2.839441
TRY 51.295343
TTD 8.018906
TWD 37.243063
TZS 3050.273424
UAH 51.045558
UGX 4230.52861
USD 1.179287
UYU 45.948851
UZS 14479.428382
VES 438.270999
VND 30663.828412
VUV 140.969154
WST 3.21511
XAF 655.310907
XAG 0.013545
XAU 0.000239
XCD 3.187083
XCG 2.134521
XDR 0.814972
XOF 654.800579
XPF 119.331742
YER 281.112568
ZAR 18.879387
ZMK 10615.001017
ZMW 23.242951
ZWL 379.73003
  • Euro STOXX 50

    -29.2500

    5978.26

    -0.49%

  • SDAX

    -183.6100

    17944.56

    -1.02%

  • MDAX

    -107.1300

    31404.96

    -0.34%

  • TecDAX

    -52.7900

    3588.72

    -1.47%

  • DAX

    -69.8300

    24727.69

    -0.28%

  • Goldpreis

    304.5000

    4957.1

    +6.14%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1802

    +0.07%

Flutgebieten stehen weitere harte Tage bevor: Wetterdienst verlängert Regen-Warnung
Flutgebieten stehen weitere harte Tage bevor: Wetterdienst verlängert Regen-Warnung / Foto: Hornung - AFP

Flutgebieten stehen weitere harte Tage bevor: Wetterdienst verlängert Regen-Warnung

Den Hochwasserregionen in Deutschland stehen noch einige harte Tage bevor: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verlängerte seine Warnung vor Dauerregen teils bis in den Samstag hinein. Es würden "neue Regenfälle in den bisher bereits gebeutelten Gebieten" erwartet, erklärte DWD-Meteorologin Julia Tuschy am Mittwoch in Offenbach. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellte wegen der Hochwasserschäden Landeshilfen in Aussicht, drang aber zugleich auf die Einführung einer Elementarschaden-Pflichtversicherung.

Textgröße:

Vor allem in Niedersachsen, aber auch in anderen Bundesländern kämpfen die Einsatzkräfte bereits seit Tagen gegen Wassermassen. Nach einer kurzen, niederschlagsfreien Pause regnet es seit Dienstag erneut in weiten Teilen Deutschlands, was die ohnehin hohen Flusspegel weiter ansteigen lassen könnte.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) rechnete weiterhin mit einer angespannten Lage. "Wir haben noch ein paar harte Tage vor uns, um gegen dieses Hochwasser zu kämpfen", sagte sie im Bayerischen Rundfunk. Besonders kritisch sei die Situation im Nordwesten zwischen Weser und Ems. "Dort steigen die Pegel leider wieder", sagte Behrens. Die Deiche seien sehr durchnässt. Auch gebe nach wie vor einige Städte, die von Hochwasser bedroht seien.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz warnte erneut vor einer Verschärfung der Hochwassersituation unter anderem im Flussgebiet der Hase. Es bestehe die "Gefahr von größeren Überschwemmungen", erklärte die Behörde am Mittwoch. Auch in Oldenburg bleibt die Lage wegen des hohen Wasserstands der Hunte kritisch. Mehreren hundert Menschen drohte eine Evakuierung. Inzwischen wurden in Oldenburg wie auch in Celle mobile Deichanlagen aufgebaut.

Nach Angaben von Landesbranddirektor Dieter Rohrberg erhielt Niedersachsen 1,5 Millionen zusätzliche Sandsäcke aus anderen Bundesländern, die bei Bedarf verteilt werden können. Ministerpräsident Weil schätzte die Zahl der eingesetzten Helfer allein in seinem Bundesland auf rund 120.000.

Dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zufolge nahm Niedersachsen zudem ein Hilfsangebot aus Frankreich an. Seit Mittwoch unterstützen demnach 39 Soldatinnen und Soldaten und elf Fahrzeuge das Bundesland bei der Hochwasserlage.

Auch in anderen Teilen Deutschlands hält das Hochwasser Anwohner und Helfer weiter in Atem. Steigende Pegel wurden unter anderem aus Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Der Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt forderte Kräfte der Bundeswehr an, die bei der Sandsackbefüllung und der Deichverteidigung unterstützen sollen. In drei Orten am Fluss Helme bleiben dort am Donnerstag und Freitag die Schulen geschlossen.

Laut Bundesinnenministerium sind aktuell rund 680 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in den Hochwassergebieten im Einsatz. Unterstützung kommt auch von der Bundeswehr. Laut Verteidigungsministerium hält sie aktuell zehn Hubschrauber von Luftwaffe und Marine bereit. Dazu kämen etwa 100 Soldaten sowie Infrastruktur.

Der DWD verlängerte inzwischen seine Dauerregenwarnungen teils bis in den Samstag hinein. Zugleich ist Schnee in Sicht. Auf der Rückseite des aktuellen Sturmtiefs sickert allmählich kältere Luft ein, die sich am Donnerstag im Nordosten ausbreitet und vielerorts Schneefall mit sich bringt. In einem breiten Streifen vom Niederrhein über Thüringen bis zum Erzgebirge und Fichtelgebirge muss aber mit weiteren Regenfällen gerechnet werden.

Ein neues Tief ist von Frankreich aus im Anmarsch und wird in der Nacht zum Freitag mit seinem Niederschlagsgebiet zunächst auf den Westen und Nordwesten Deutschlands übergreifen, bevor es am Freitag dann die Nordhälfte erfasst. Mit dem Abzug des Tiefs wird sich die kalte Luft nach Süden hin ausbreiten.

Weil sagte am Mittwoch vor Journalisten in Hannover, die Schadenssumme in seinem Bundesland sei bislang nicht überschaubar. Er verwies auf die nach dem Hochwasser 2017 vom Land bereit gestellten zehn Millionen Euro für akute Notlagen. Es müsse geprüft werden, "ob wir daran anknüpfen können".

Zugleich drang er auf eine Elementarschaden-Pflichtversicherung in ganz Deutschland. In diesem Jahr müssten dafür "möglichst schnell klare Entscheidungen her", sagte Weil. Es gehe darum, den Gedanken der privaten Vorsorge deutlich zu verstärken, was die Bundesländer auch schon länger wollten. Es müsse jetzt "schneller" zu einem Ergebnis mit dem Bund kommen.

Bereits im vergangenen März hatten die Länder die Bundesregierung aufgefordert, "kurzfristig einen konkreten bundesgesetzlichen Regelungsvorschlag" für eine Elementarschaden-Pflichtversicherung vorzulegen.

Der Hydrologe Ralf Merz sagte derweil im Deutschlandfunk, der Klimawandel sorge dafür, dass es häufiger stabile Wetterlagen gebe mit langen trockenen und langen feuchten Perioden. Deutschland müsse sich anpassen und mehr Flussauen aktivieren, um Überschwemmungsflächen zu schaffen.

R.Schmid--NZN