Zürcher Nachrichten - Umstrittenes neues Klimaschutzgesetz vom Bundestag beschlossen

EUR -
AED 4.122465
AFN 71.841285
ALL 91.766328
AMD 406.161842
ANG 2.009727
AOA 1029.35446
ARS 1706.922221
AUD 1.611039
AWG 2.023349
AZN 1.91272
BAM 1.951772
BBD 2.259767
BDT 137.885459
BGN 1.889702
BHD 0.423033
BIF 3372.116379
BMD 1.122524
BND 1.434572
BOB 13.49116
BRL 5.592686
BSD 1.12196
BTN 108.122877
BWP 15.434081
BYN 3.446741
BYR 22001.461633
BZD 2.256413
CAD 1.59661
CDF 2601.464789
CHF 0.935607
CLF 0.027687
CLP 1093.227587
CNY 7.526073
CNH 7.527217
COP 3638.918277
CRC 513.646898
CUC 1.122524
CUP 26.926834
CVE 110.037925
CZK 24.408881
DJF 199.80036
DKK 7.47466
DOP 67.651298
DZD 151.095007
EGP 58.684862
ERN 16.837853
ETB 180.726472
FJD 2.524275
FKP 0.849316
GBP 0.84741
GEL 2.890532
GGP 0.849316
GHS 13.205749
GIP 0.849316
GMD 83.066317
GNF 9870.762527
GTQ 8.569316
GYD 234.735598
HKD 8.809323
HNL 30.14535
HRK 7.532023
HTG 146.920087
HUF 365.841086
IDR 20081.946358
ILS 3.428131
IMP 0.849316
INR 108.406252
IQD 1470.505854
IRR 1944379.172057
ISK 137.183476
JEP 0.849316
JMD 178.294453
JOD 0.7959
JPY 177.733086
KES 145.681256
KGS 98.164681
KHR 4544.722696
KMF 491.66519
KPW 1010.271554
KRW 1503.760577
KWD 0.347724
KYD 0.934971
KZT 506.355082
LAK 25160.303167
LBP 100601.052337
LKR 370.916314
LRD 191.854089
LSL 18.583018
LTL 3.31452
LVL 0.679003
LYD 7.212213
MAD 11.188711
MDL 20.021861
MGA 4969.722311
MKD 61.448195
MMK 2356.253437
MNT 4038.484127
MOP 9.069524
MRU 44.923895
MUR 53.185095
MVR 17.298192
MWK 1945.476635
MXN 20.246175
MYR 4.586967
MZN 71.733643
NAD 18.600333
NGN 1488.511295
NIO 41.162918
NOK 10.743443
NPR 172.999309
NZD 2.003806
OMR 0.431616
PAB 1.121985
PEN 3.86351
PGK 4.995068
PHP 70.424319
PKR 310.747918
PLN 4.375339
PYG 6573.522674
QAR 4.0898
RON 5.348598
RSD 117.476586
RUB 95.13684
RWF 1655.72224
SAR 4.208857
SBD 9.053198
SCR 15.642259
SDG 675.20158
SEK 11.258053
SGD 1.436028
SHP 0.8469
SLE 27.703621
SLL 23538.748525
SOS 641.515945
SRD 42.262638
STD 23233.971175
STN 24.863897
SVC 9.816786
SYP 14595.051518
SZL 18.600113
THB 37.790312
TJS 10.344453
TMT 3.928832
TND 3.364259
TOP 2.702767
TRY 55.224376
TTD 7.605137
TWD 35.772356
TZS 2976.975117
UAH 50.396677
UGX 4526.658756
USD 1.122524
UYU 45.276768
UZS 13240.165163
VES 979.710101
VND 29162.039376
VUV 135.012288
WST 3.124094
XAF 655.957
XAG 0.018507
XAU 0.000271701421
XCD 3.033677
XCG 2.022036
XDR 0.793682
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.168109
ZAR 18.6326
ZMK 10104.057244
ZMW 22.186918
ZWL 361.452126
SSP 6421.833625
MXV 2.28831
  • Euro STOXX 50

    -55.6100

    6216.62

    -0.89%

  • TecDAX

    -32.8100

    4066.41

    -0.81%

  • Goldpreis

    -26.4000

    4160.7

    -0.63%

  • MDAX

    -119.6800

    30423.59

    -0.39%

  • SDAX

    -21.9100

    18362.9

    -0.12%

  • DAX

    -211.5300

    25237.66

    -0.84%

  • EUR/USD

    -0.0069

    1.1194

    -0.62%

Umstrittenes neues Klimaschutzgesetz vom Bundestag beschlossen
Umstrittenes neues Klimaschutzgesetz vom Bundestag beschlossen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Umstrittenes neues Klimaschutzgesetz vom Bundestag beschlossen

Ungeachtet heftiger Kritik aus Umweltverbänden und Opposition hat der Bundestag mit der Mehrheit der Koalition am Freitag das neue Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit werden einklagbare Sektorziele für die Senkung der Treibhausgasemissionen abgeschafft. An den Emissionszielen selbst ändert sich aber nichts, wie Rednerinnen und Redner der Ampel-Koalition in der Debatte betonten.

Textgröße:

Ein Nachsteuern ist künftig jedoch nur noch vorgeschrieben, wenn die Emissionsziele insgesamt in zwei Jahren in Folge nicht erreicht werden. Damit entfällt die Pflicht zur Vorlage von Sofortprogrammen für einzelne Sektoren, etwa den Verkehrsbereich. Anders als bisher geht es auch nicht mehr um einen Rückblick, sondern um die Prognosen für das Erreichen der Ziele bis 2030 beziehungsweise später für 2040.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge verteidigte das Vorhaben. "Wir schauen nicht auf Einmaleffekte, sondern auf dauerhaft sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen", sagte sie in der Debatte. Darum schaue "das Klimaschutzgesetz künftig nach vorne". Auch habe "jeder Sektor weiterhin ein Ziel" und "an der Menge der eingesparten CO2-Emissionen ändern sich gar nichts".

Dröge verwies zudem auf seit dem Regierungsantritt der "Ampel" erreichte Fortschritte beim Klimaschutz. Der Ausbau der Erneuerbaren gehe "in rasantem Tempo voran". Erstmals sei Deutschland nun in der Lage, das Emissionsziel für 2030 einzuhalten. Die Grünen-Fraktionschefin erwähnte auch den EU-Beschluss zum "Ausstieg aus dem fossilen Verbrennungsmotor" - ausgerechnet dies wolle die Union rückabwickeln.

Auch SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch stellte klar, es dürfe nach der Neuregelung "kein Gramm CO2 mehr ausgestoßen werden". Da Maßnahmen in einigen Sektoren aber mehr Zeit benötigten, "brauchen wir die Flexibilität der Sektoren untereinander". Die Verbindlichkeit der Minderungsziele im Verkehr und bei Gebäuden werde schon allein durch hier bei Verfehlungen drohende EU-Strafzahlungen sichergestellt.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr begrüßte das Aufweichen der Sektorvorgaben. "Dem Klima ist es vollkommen egal, ob die CO2-Emissionen aus dem Energiesektor, aus dem Industriesektor oder aus dem Verkehrssektor kommen", begründete er seine Haltung. Andernfalls hätte es im Verkehrssektor zu Fahrverboten kommen können, argumentierte er weiter.

"Dieses Gesetz ist ein Rückschritt für den Klimaschutz", sagte dagegen der CDU-Umweltpolitiker Andreas Jung. Die Koalition mache es damit "zu einem Papiertiger". Jung warf vor allem den Grünen vor, er hätte sich nie vorstellen können, dass sie "der Entkernung dieses Gesetzes zustimmen und das auch noch schönreden". Die Neuregelung sei "das Gegenteil von Nachhaltigkeit", weil "die Gesamtverbindlichkeit damit abgeschafft" werde. Angeblich drohende Fahrverbote nannte der CDU-Politiker "einen Popanz", den allein die FDP aufgebaut habe.

Von einem "schwarzen Tag für den Klimaschutz" sprach auch Linken-Parteichefin Janine Wissler. Damit werde der Verkehrssektor "quasi befreit von den Klimazielen". Wissler kritisierte das Gesetz als "Lizenz zum Nichtstun".

Auch die AfD stimmte gegen das neue Gesetz, allerdings deswegen, weil sie Klimaschutzvorgaben generell für falsch hält. Der AfD-Politiker Karsten Hilse warf den übrigen Parteien eine "Klimahysterie" vor. Die Neuregelung muss nun noch abschließend im Bundesrat beraten werden.

Aktive der Umweltorganisation Greenpeace demonstrierten anlässlich der Abstimmung mit projizierten Leuchtzeichen am Reichstagsgebäude gegen ein Aufweichen des Klimaschutzgesetzes. Auch Fridays for Future und die Deutsche Umwelthilfe beteiligten sich an Protestaktionen vor dem Parlament.

"Die Bundesregierung stiehlt sich mit dieser Gesetzesänderung aus der klimapolitischen Verantwortung und verschiebt Klimaschutz in die ferne Zukunft", kritisierte die Geschäftsleiterin Politik der Klima-Allianz, Stefanie Langkamp. Der Umweltverband Nabu wies darauf hin, dass sich die Ampel-Koalition mit der Neuregelung von der Pflicht befreie, vor der Bundestagswahl zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen vorzulegen.

J.Hasler--NZN