Zürcher Nachrichten - Hochwasserlage im Süden Deutschlands spitzt sich weiter zu

EUR -
AED 4.310347
AFN 73.9416
ALL 95.378956
AMD 432.006525
ANG 2.100496
AOA 1077.439046
ARS 1625.549388
AUD 1.621286
AWG 2.11556
AZN 1.990162
BAM 1.955369
BBD 2.364178
BDT 144.288165
BGN 1.955935
BHD 0.443002
BIF 3494.129079
BMD 1.173681
BND 1.49427
BOB 8.111245
BRL 5.764181
BSD 1.173841
BTN 112.192247
BWP 15.844504
BYN 3.281876
BYR 23004.148522
BZD 2.360779
CAD 1.607503
CDF 2611.439995
CHF 0.915935
CLF 0.027241
CLP 1072.110876
CNY 7.971761
CNH 7.969342
COP 4445.915543
CRC 535.681811
CUC 1.173681
CUP 31.102548
CVE 110.241147
CZK 24.338858
DJF 209.023882
DKK 7.47136
DOP 69.274716
DZD 155.389871
EGP 62.087964
ERN 17.605216
ETB 183.281862
FJD 2.565491
FKP 0.859811
GBP 0.867004
GEL 3.133946
GGP 0.859811
GHS 13.252133
GIP 0.859811
GMD 86.267542
GNF 10299.727538
GTQ 8.956062
GYD 245.576864
HKD 9.188338
HNL 31.213113
HRK 7.533848
HTG 153.356165
HUF 357.714274
IDR 20605.731302
ILS 3.420048
IMP 0.859811
INR 112.251445
IQD 1537.647643
IRR 1539869.533619
ISK 143.599265
JEP 0.859811
JMD 185.479077
JOD 0.83217
JPY 185.034927
KES 151.59245
KGS 102.638314
KHR 4708.961047
KMF 492.945358
KPW 1056.334357
KRW 1753.356269
KWD 0.361623
KYD 0.978176
KZT 544.445239
LAK 25732.103402
LBP 105114.312701
LKR 379.143118
LRD 214.812605
LSL 19.402554
LTL 3.465575
LVL 0.709948
LYD 7.426361
MAD 10.712782
MDL 20.089396
MGA 4904.917812
MKD 61.641379
MMK 2463.502229
MNT 4202.776117
MOP 9.465212
MRU 46.823669
MUR 54.805289
MVR 18.073251
MWK 2035.55089
MXN 20.219566
MYR 4.617232
MZN 75.009859
NAD 19.402554
NGN 1608.811319
NIO 43.200469
NOK 10.782643
NPR 179.507395
NZD 1.971268
OMR 0.451287
PAB 1.173846
PEN 4.023012
PGK 5.112872
PHP 72.210145
PKR 326.995754
PLN 4.25301
PYG 7165.419071
QAR 4.278774
RON 5.203278
RSD 117.378615
RUB 86.652585
RWF 1716.821212
SAR 4.405144
SBD 9.423496
SCR 16.562616
SDG 704.797057
SEK 10.907482
SGD 1.492799
SHP 0.876271
SLE 28.901914
SLL 24611.508992
SOS 670.851988
SRD 43.724896
STD 24292.828021
STN 24.494596
SVC 10.270646
SYP 129.726289
SZL 19.395721
THB 37.981501
TJS 10.975179
TMT 4.107884
TND 3.413761
TOP 2.825943
TRY 53.295921
TTD 7.966175
TWD 36.989266
TZS 3051.746463
UAH 51.591117
UGX 4412.045352
USD 1.173681
UYU 46.6799
UZS 14239.858215
VES 591.868057
VND 30913.585098
VUV 138.87399
WST 3.179848
XAF 655.812306
XAG 0.013442
XAU 0.000248
XCD 3.171932
XCG 2.115515
XDR 0.81562
XOF 655.812306
XPF 119.331742
YER 280.099047
ZAR 19.379706
ZMK 10564.54125
ZMW 22.097125
ZWL 377.924818
  • EUR/USD

    -0.0004

    1.174

    -0.03%

  • Euro STOXX 50

    -87.0000

    5808.45

    -1.5%

  • DAX

    -395.3500

    23954.93

    -1.65%

  • TecDAX

    -56.9100

    3709.45

    -1.53%

  • SDAX

    -458.7400

    18097.33

    -2.53%

  • Goldpreis

    44.7000

    4731.4

    +0.94%

  • MDAX

    -438.3800

    31010.38

    -1.41%

Hochwasserlage im Süden Deutschlands spitzt sich weiter zu
Hochwasserlage im Süden Deutschlands spitzt sich weiter zu / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Hochwasserlage im Süden Deutschlands spitzt sich weiter zu

Dauerregen, Überflutungen, Evakuierungen und gebrochene Deiche: In Süddeutschland hat sich die Hochwasserlage am Samstag weiter zugespitzt. Bis zum Abend riefen in Bayern acht Landkreise den Katastrophenfall aus, für acht Messstellen an unterschiedlichen Gewässern im Freistaat meldete die Hochwasserzentrale die höchste von vier Meldestufen. In mehreren Gemeinden wurden die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Stark betroffen war auch Baden-Württemberg.

Textgröße:

Bei einem Besuch im besonders von den Überflutungen betroffenen Landkreis Augsburg machten sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) am Samstag ein Bild von der Lage. Söder appellierte laut Bayerischem Rundfunk an die Bewohner, den Anordnungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten. Es sei mit weiter steigenden Pegelständen zu rechnen, erklärte das Innenministerium.

In Fischach im Landkreis Augsburg mussten Menschen ihre Häuser verlassen und teils mit Hubschraubern gerettet werden. Ein Weiher und ein Staubecken liefen über, die Schmutter trat über die Ufer, Straßen wurden überflutet. Die Menschen in Fischach, Gessertshausen und Langenneufnach seien "dringend angehalten, bei Aufforderung Gebiete zu verlassen und Tiefgaragen sowie Kellerräume zu meiden", erklärte das Landratsamt Augsburg am Morgen.

Mittags wurde der Ortsteil Anhausen der Gemeinde Diedorf wegen eines Dammbruchs evakuiert. Eine Sprecherin des Landratsamtes sagte Medienberichten zufolge, Helfer hätten dort Menschen aus ihren von den Fluten eingeschlossenen Häusern per Hubschrauber retten müssen.

Am Abend wurden auch die Bewohner der Gemeinden Altenmünster, Batzenhofen, Gablingen, Achsheim, Eisenbrechtshofen, Biberbach, Allmannshofen, Hahnenweiler und Nordendorf aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen kann, soll sich in Notunterkünfte begeben.

Neben dem Landkreis Augsburg riefen auch die Landkreise Aichach-Friedberg, Neu-Ulm, Freising, Pfaffenhofen, Donau-Ries und Unterallgäu am Samstag den Katastrophenfall aus; am Freitagabend hatte dies bereits der Landkreis Günzburg getan. Das Landratsamt von Aichach-Friedberg erklärte, so könnten Hilfeleistungen bestmöglich koordiniert und bewältigt werden.

In der Landeshauptstadt München erreichte die Isar laut Hochwassernachrichtendienst mit einem Pegelstand von 301 Zentimetern Meldestufe zwei, mehrere Bereiche und Straßen nahe dem Ufer der Isar wurden gesperrt. In der Oberpfalz wurde nahe Regensburg die Autobahn A3 zwischen den Ausfahrten Parsberg und Beratzhausen überflutet und auf rund zehn Kilometern Länge gesperrt.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums waren am Samstag bereits 520 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz, die unter anderem in Abstimmung mit anderen Kräften Deiche sichern und Wasser abpumpen. Das THW sei bereit, bundesweit weitere Kräfte in den Einsatz zu bringen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte ihren Dank an die Einsatzkräfte, die "unermüdlich im Einsatz" seien, um Menschenleben zu schützen. "Den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften der Feuerwehren, des THW, anderer Hilfsorganisationen und der Polizei gilt mein größter Respekt", erklärte Faeser weiter.

Im Bahnverkehr kam es in Bayern und in Baden-Württemberg zu Störungen - auf der Strecke München-Bregenz-Zürich und auf der Strecke Stuttgart-Ulm-Augsburg-München fuhren keine Züge, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

In den Bergen gab es massiven Schneefall - trotzdem machte sich eine Gruppe von 26 Menschen auf, die Zugspitze zu besteigen und geriet in Bergnot, wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen berichtete. Wie der "Münchner Merkur" berichtete, rettete die Bergwacht alle Betroffenen und brachte sie wohlbehalten zum Zugspitzplatt unterhalb des Gipfels.

Im östlichen Teil von Baden-Württemberg hatten sich in der Nacht zum Samstag einzelne große Hochwasser entwickelt, wie das Landesamt für Umwelt mitteilte. Insbesondere im Raum Oberschwaben und an östlichen Neckarzuflüssen seien 50- bis 100-jährige Hochwasser möglich. Auch in den Donau- und Bodenseezuflüssen könne es zu Überflutungen kommen.

Bereits in der Nacht hatte die Gemeinde Meckenbeuren im Bodenseekreis angesichts der Hochwassergefahr rund 1300 Menschen empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend vor Unwetter und Dauerregen in der Südhälfte Deutschlands und vor gebietsweise schweren Gewittern mit Starkregen in Sachsen.

Auch in der Schweiz führten starke Niederschläge im Osten und im Innern des Landes zu zahlreichen Überschwemmungen, wie die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Hochwasserlage bleibe angespannt, am Sonntag würden weitere Regenfälle erwartet.

O.Pereira--NZN