Zürcher Nachrichten - Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert

EUR -
AED 4.266255
AFN 72.588455
ALL 96.289167
AMD 438.385165
ANG 2.079129
AOA 1065.068438
ARS 1622.422756
AUD 1.655696
AWG 2.090647
AZN 1.972535
BAM 1.962661
BBD 2.335796
BDT 142.296226
BGN 1.985312
BHD 0.438464
BIF 3443.759624
BMD 1.16147
BND 1.483742
BOB 8.014189
BRL 6.0789
BSD 1.159754
BTN 108.392327
BWP 15.847058
BYN 3.453123
BYR 22764.819101
BZD 2.332323
CAD 1.59395
CDF 2640.022192
CHF 0.913263
CLF 0.026802
CLP 1058.309044
CNY 7.991495
CNH 7.997165
COP 4309.275723
CRC 540.879207
CUC 1.16147
CUP 30.778965
CVE 110.630472
CZK 24.456386
DJF 206.416303
DKK 7.471507
DOP 69.543033
DZD 153.715001
EGP 60.777889
ERN 17.422055
ETB 182.786392
FJD 2.574862
FKP 0.870546
GBP 0.864656
GEL 3.153454
GGP 0.870546
GHS 12.665871
GIP 0.870546
GMD 84.78772
GNF 10197.710073
GTQ 8.883054
GYD 242.634488
HKD 9.098784
HNL 30.802152
HRK 7.531552
HTG 151.897747
HUF 387.966049
IDR 19592.843541
ILS 3.618735
IMP 0.870546
INR 108.872108
IQD 1521.526175
IRR 1527391.599878
ISK 143.627687
JEP 0.870546
JMD 182.670166
JOD 0.823503
JPY 184.012199
KES 150.412289
KGS 101.570229
KHR 4663.303228
KMF 493.6252
KPW 1045.327942
KRW 1727.082755
KWD 0.355933
KYD 0.966495
KZT 559.002548
LAK 25029.686265
LBP 104009.671646
LKR 364.167409
LRD 213.250726
LSL 19.663708
LTL 3.42952
LVL 0.702562
LYD 7.427595
MAD 10.87365
MDL 20.284261
MGA 4837.524034
MKD 61.66546
MMK 2438.451776
MNT 4142.906957
MOP 9.357354
MRU 46.586458
MUR 54.344886
MVR 17.944641
MWK 2017.474308
MXN 20.657445
MYR 4.575616
MZN 74.229517
NAD 19.535964
NGN 1601.411501
NIO 42.649316
NOK 11.311207
NPR 173.413288
NZD 1.983263
OMR 0.446588
PAB 1.159699
PEN 4.033775
PGK 5.000709
PHP 68.927463
PKR 324.3407
PLN 4.262074
PYG 7578.526251
QAR 4.232423
RON 5.096647
RSD 117.517834
RUB 95.142776
RWF 1695.746729
SAR 4.36034
SBD 9.351831
SCR 17.77294
SDG 698.043817
SEK 10.825194
SGD 1.480174
SHP 0.871404
SLE 28.5137
SLL 24355.465335
SOS 663.783979
SRD 43.365235
STD 24040.0915
STN 24.585419
SVC 10.147036
SYP 128.416864
SZL 19.570983
THB 37.53865
TJS 11.080856
TMT 4.065146
TND 3.374104
TOP 2.796541
TRY 51.500875
TTD 7.873321
TWD 37.023498
TZS 3014.015254
UAH 50.920416
UGX 4378.211468
USD 1.16147
UYU 47.255403
UZS 14175.745497
VES 530.216279
VND 30594.290813
VUV 138.477576
WST 3.16825
XAF 658.238287
XAG 0.016804
XAU 0.000264
XCD 3.138932
XCG 2.090016
XDR 0.82009
XOF 660.300037
XPF 119.331742
YER 277.184832
ZAR 19.575944
ZMK 10454.619728
ZMW 22.469939
ZWL 373.992983
  • MDAX

    433.0800

    28229.36

    +1.53%

  • TecDAX

    15.1800

    3435.36

    +0.44%

  • DAX

    273.6700

    22653.86

    +1.21%

  • Euro STOXX 50

    73.0400

    5574.32

    +1.31%

  • SDAX

    265.0300

    16463.01

    +1.61%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1613

    +0.33%

  • Goldpreis

    37.6000

    4444.9

    +0.85%

Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert
Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Deutsche CO2-Emissionen 2024 gesunken - im Vergleich zu 1990 fast halbiert

Vor allem durch abgeschaltete Kohlekraftwerke und Rekordzahlen bei den Erneuerbaren hat Deutschland seine Treibhausgasemissionen im vergangenen Jahr erneut gesenkt - und verglichen mit 1990 fast halbiert. Nach vorläufigen Zahlen der Denkfabrik Agora Energiewende wurden die nationalen Klimaziele 2024 insgesamt eingehalten, nicht jedoch in den Sektoren Verkehr und Gebäude. Hier wurden auch EU-Vorgaben verfehlt, wodurch erhebliche Kosten auf Deutschland zukommen können.

Textgröße:

Insgesamt sanken die Emissionen im Vergleich zu 2023 um drei Prozent oder 18 Millionen Tonnen auf 656 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das entspricht einem Rückgang um 48 Prozent seit dem Referenzjahr 1990. Laut dem deutschen Klimaschutzgesetz wäre ein um 36 Millionen Tonnen höherer Treibhausgasausstoß zulässig gewesen.

Erreicht wurde damit zwar erneut ein historischer Tiefstand - allerdings hat sich der Emissionsrückgang verglichen mit dem Vorjahr verlangsamt. Agora Energiewende verwies auf Sondereffekte aufgrund der schwachen Konjunktur und verhältnismäßig milder Witterung.

Allein gut 80 Prozent des Emissionsrückgangs wurde laut der Analyse im Bereich der Energiewirtschaft erzielt. Grund ist vor allem die Stilllegung von Kohlekraftwerken mit einer Gesamtkapazität von 6,1 Gigawatt. Zugleich stieg der Anteil erneuerbarer Energien auf den Rekordwert von 55 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

Ebenfalls eine deutliche Zunahme gab es demnach bei Stromimporten. Davon kamen laut Agora 49 Prozent aus erneuerbaren Quellen, etwa 25 Prozent aus Kernkraftwerken.

"Im Stromsektor zeigen die Klimaschutzmaßnahmen der letzten Jahre immer stärker ihre Wirkung: Deutschland bereitet mit einem deutlichen Plus bei den Erneuerbaren Energien und der positiven Entwicklung beim Netzausbau den Weg für eine erfolgreiche Transformation in allen Sektoren", erklärte der Direktor von Agora Energiewende Deutschland, Simon Müller.

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wertete die Ergebnisse als Erfolg und sieht Deutschland beim Klimaschutz "auf Kurs". Nun dürfe es "keine Rückwärtsrolle" geben, "sondern Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Wirtschaft und Verbraucher", mahnte Habeck. Die Strompreise und Netzentgelte müssten weiter sinken, die Stromsteuer müsse abgeschafft werden. Ankündigungen, Förderungen zusammenzustreichen oder abzuschaffen, bezeichnete der Minister als "Gift".

In der Industrie stiegen die Emissionen trotz der schwachen Konjunktur leicht um drei Millionen Tonnen CO2 an. Im Gebäudebereich sorgte die milde Witterung für einen Emissionsrückgang um zwei Millionen Tonnen CO2, witterungsbereinigt hätte es aber auch hier einen Anstieg gegeben. Im Verkehr gab es ein Minus der Emissionen um ebenfalls zwei Millionen Tonnen CO2. Ursache war ein Rückgang des Lkw-Verkehrs - beim Pkw-Verkehr wurde ein Anstieg verzeichnet.

Insgesamt verfehlte der Verkehrssektor aber wie bereits in den Vorjahren das nationale Jahresziel deutlich, diesmal um 19 Millionen Tonnen CO2. Die Zielverfehlung bei Gebäuden betrug neun Millionen Tonnen. Die auch nach EU-Vorgaben unzureichenden Emissionssenkungen haben Folgen: Die Bundesregierung wird voraussichtlich für die Sektoren Gebäude und Verkehr Emissionsrechte anderer EU-Staaten zukaufen müssen - ansonsten drohen milliardenschwere Strafzahlungen.

Agora Energiewende führte die Defizite bei Industrie, Gebäude und Verkehr auf eine "Verunsicherung bei Haushalten und Unternehmen" und eine damit verbundene Investitionszurückhaltung zurück. So seien der Absatz von Wärmepumpen 2024 um 44 Prozent und die Neuzulassungen von Elektro-Pkw um 26 Prozent zurückgegangen. Auch Habeck erklärte, Deutschland müsse bei der E-Mobilität besser werden. Der Umstieg auf klimaneutrales Heizen sei "ein langer Weg".

Der WWF forderte daher insbesondere für den Gebäudebereich klare politische Rahmenbedingungen. Eine völlige Abkehr vom umstrittenen Heizungsgesetz "hätte fatale Folgen für den Klimaschutz in Deutschland und die Wohnqualität vieler Menschen", warnte Viviane Raddatz, Klimachefin bei WWF Deutschland. Sie forderte von der kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu einem "zukunftsfähigen Deutschland" mit "nötigen Investitionen" in den Klimaschutz.

A.Weber--NZN