Zürcher Nachrichten - Ozean-Konferenz in Nizza: Macron fordert Moratorium für Tiefsee-Bergbau

EUR -
AED 4.132449
AFN 72.015538
ALL 92.309179
AMD 407.495176
ANG 2.014593
AOA 1032.9717
ARS 1711.083477
AUD 1.611793
AWG 2.028248
AZN 1.91272
BAM 1.955107
BBD 2.263729
BDT 138.130275
BGN 1.894277
BHD 0.424272
BIF 3372.911079
BMD 1.125241
BND 1.437055
BOB 13.514033
BRL 5.606404
BSD 1.123967
BTN 108.310039
BWP 15.460798
BYN 3.45283
BYR 22054.731324
BZD 2.260269
CAD 1.599329
CDF 2607.750961
CHF 0.936747
CLF 0.027739
CLP 1095.298042
CNY 7.544297
CNH 7.542696
COP 3646.603543
CRC 514.538307
CUC 1.125241
CUP 26.973445
CVE 110.329513
CZK 24.408959
DJF 199.977786
DKK 7.475637
DOP 67.907993
DZD 151.365426
EGP 58.825935
ERN 16.878621
ETB 181.186409
FJD 2.528136
FKP 0.851372
GBP 0.848231
GEL 2.920031
GGP 0.851372
GHS 13.255322
GIP 0.851372
GMD 83.267555
GNF 9845.862125
GTQ 8.584531
GYD 235.13775
HKD 8.83095
HNL 30.190345
HRK 7.533152
HTG 147.174405
HUF 365.212288
IDR 20090.903781
ILS 3.425967
IMP 0.851372
INR 108.440357
IQD 1474.066226
IRR 1949086.881064
ISK 137.211859
JEP 0.851372
JMD 178.596734
JOD 0.797808
JPY 178.224773
KES 146.045309
KGS 98.402489
KHR 4571.295991
KMF 492.855143
KPW 1012.717612
KRW 1506.59684
KWD 0.348318
KYD 0.936585
KZT 507.249613
LAK 25295.426636
LBP 100821.629112
LKR 371.558379
LRD 192.41658
LSL 18.600035
LTL 3.322546
LVL 0.680647
LYD 7.235372
MAD 11.215846
MDL 20.056252
MGA 5007.324144
MKD 61.53133
MMK 2361.958371
MNT 4048.262059
MOP 9.085184
MRU 45.189561
MUR 53.347945
MVR 17.339672
MWK 1959.045035
MXN 20.222186
MYR 4.596726
MZN 71.901511
NAD 18.712504
NGN 1489.875559
NIO 41.262918
NOK 10.750809
NPR 173.300311
NZD 2.00179
OMR 0.432659
PAB 1.123892
PEN 3.877863
PGK 5.010711
PHP 70.601588
PKR 311.691677
PLN 4.372294
PYG 6584.667445
QAR 4.10004
RON 5.34805
RSD 117.413308
RUB 95.362922
RWF 1658.605815
SAR 4.216133
SBD 9.067804
SCR 15.7529
SDG 676.827686
SEK 11.252026
SGD 1.43794
SHP 0.851166
SLE 27.737647
SLL 23595.740277
SOS 643.076932
SRD 42.365658
STD 23290.225004
STN 25.00849
SVC 9.834084
SYP 14630.388892
SZL 18.712767
THB 37.841553
TJS 10.361991
TMT 3.949597
TND 3.369533
TOP 2.709311
TRY 55.360069
TTD 7.618369
TWD 35.773659
TZS 2959.388214
UAH 50.485259
UGX 4534.695876
USD 1.125241
UYU 45.351516
UZS 13266.596361
VES 979.274521
VND 29247.274315
VUV 135.339179
WST 3.131658
XAF 655.957
XAG 0.018348
XAU 0.000270222446
XCD 3.041021
XCG 2.025572
XDR 0.795604
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.838116
ZAR 18.612972
ZMK 10128.509703
ZMW 22.224831
ZWL 362.32727
SSP 6437.382096
MXV 2.2861
  • EUR/USD

    -0.0022

    1.1241

    -0.2%

  • Euro STOXX 50

    30.0900

    6272.23

    +0.48%

  • SDAX

    224.2100

    18384.81

    +1.22%

  • TecDAX

    28.8700

    4099.22

    +0.7%

  • MDAX

    116.2700

    30543.27

    +0.38%

  • DAX

    194.9900

    25449.19

    +0.77%

  • Goldpreis

    -18.2000

    4168.9

    -0.44%

Ozean-Konferenz in Nizza: Macron fordert Moratorium für Tiefsee-Bergbau
Ozean-Konferenz in Nizza: Macron fordert Moratorium für Tiefsee-Bergbau / Foto: Laurent Cipriani - POOL/AFP

Ozean-Konferenz in Nizza: Macron fordert Moratorium für Tiefsee-Bergbau

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat zum Auftakt der UN-Ozeankonferenz die baldige Ratifizierung des Hochseeabkommens ins Aussicht gestellt und ein Moratorium für Tiefsee-Bergbau gefordert. "Das Abkommen wird umgesetzt werden, das ist geschafft", sagte Macron am Montag in Nizza. Etwa 15 weitere Länder hätten sich verpflichtet, das Abkommen bis Ende des Jahres zu ratifizieren. Damit werde die Schwelle von 60 Ländern erreicht, so dass die Vereinbarung in Kraft treten könne.

Textgröße:

Das Abkommen ermöglicht es, Schutzgebiete in internationalen Gewässern auszuweisen, die bislang ein weitgehend rechtsfreier Raum waren. Dies ist eines der Themen, die auf der bis Freitag dauernden UN-Ozeankonferenz in Nizza debattiert werden. "Die Hochsee darf nicht zum neuen Wilden Westen werden", betonte UN-Generalsekretär António Guterres.

Zur Eröffnung am Montag wurden 56 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der chinesische Vizepräsident Han Zheng und der argentinische Präsident Javier Milei. Die USA entsandten nach langem Zögern den Chef der Umwelt-Taskforce im Weißen Haus, Edward Russo.

Macron teilte in seiner Eröffnungsrede Seitenhiebe an die USA aus. "Der Meeresgrund steht nicht zum Verkauf, genau so wenig wie Grönland zu haben ist", sagte Macron mit Blick auf Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, Tiefseebergbau voranzutreiben und die größte Insel der Welt zu annektieren.

"Ich meine, es wäre verrückt, eine wirtschaftliche Ausbeutung des Tiefseeboden zu starten, die die Artenvielfalt zerstören würde", sagte Macron. "Ein Moratorium für die Ausbeutung des Tiefseebodens ist eine internationale Notwendigkeit", fügte er hinzu.

Auf der Konferenz soll die Koalition der 31 Staaten, die eine vorsorgliche Pause beim Tiefsee-Bergbau unterstützen, weiter ausgebaut werden. Auch Deutschland unterstützt dies. Wissenschaftler befürchten, dass der Abbau sogenannter Manganknollen unberührte Unterwasser-Ökosysteme dauerhaft zerstören werde.

"Die Ozeane sind die blaue Lunge des Planeten. Sie erzeugen Sauerstoff, versorgen uns Menschen mit Nahrung und sind das größte zusammenhängende Ökosystem der Welt", betonte Umweltminister Carsten Schneider (SPD). Die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Meere sei unverzichtbar, betonte er.

Schneider will in Nizza mehrere Selbstverpflichtungen der Bundesregierungen vorlegen. Dazu zählt etwa die Bergung von Altmunition aus den Weltkriegen in der Nord- und Ostsee. Zudem sollen Partnerländer, darunter Brasilien, Indonesien und der Senegal, dabei unterstützt werden, Schutzgebiete auf der Hohen See auszuweisen.

Auf der UN-Konferenz geht es außerdem darum, die im August anstehende Verhandlungsrunde für ein Plastikabkommen vorzubereiten. "Was wir Menschen den Meeren zurückgeben, ist viel zu oft nur unser Plastikmüll. Das muss sich ändern", betonte Schneider. Es sei gut, dass der Ozean mit der UN-Konferenz "endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient", fügte er hinzu.

Um das Hochseeabkommen zu ratifizieren, müssen in Deutschland gleich zwei Gesetze verabschiedet werden. Ob dies bis Ende des Jahres geschehen kann, ist unklar. "Ziel ist es, bei der ersten Vertragsstaatenkonferenz dabei zu sein", sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Diese könne im August 2026 in New York stattfinden.

Großbritannien kündigte am Montag an, die Schleppnetzfischerei weiter einzuschränken, die den Meeresboden beschädigt und zudem klimaschädliches CO2 freisetzt. Die Schutzgebiete, in denen diese Art von Fischerei verboten ist, sollen von derzeit 18.000 Quadratkilometer auf 48.000 Quadratkilometer ausgeweitet werden.

Frankreich hatte ebenfalls angekündigt, die Schleppnetzfischerei einzuschränken - allerdings auf niedrigerem Niveau: Sie soll künftig in vier Prozent der französischen Gewässer verboten sein, statt wie bisher in 0,1 Prozent. Umweltschützer bezeichneten dies als unzureichend.

L.Muratori--NZN