Zürcher Nachrichten - EU geht bei Autogipfel auf Industrie zu - und erntet dennoch Kritik

EUR -
AED 4.333943
AFN 77.886842
ALL 96.792942
AMD 447.296501
ANG 2.112488
AOA 1082.159122
ARS 1713.458937
AUD 1.696407
AWG 2.124194
AZN 1.996602
BAM 1.947356
BBD 2.379383
BDT 144.483519
BGN 1.981838
BHD 0.444943
BIF 3498.430304
BMD 1.180108
BND 1.500606
BOB 8.192823
BRL 6.20808
BSD 1.181378
BTN 108.03203
BWP 15.549237
BYN 3.382732
BYR 23130.117712
BZD 2.375908
CAD 1.613538
CDF 2543.133159
CHF 0.919263
CLF 0.025867
CLP 1021.391854
CNY 8.197621
CNH 8.187991
COP 4274.41035
CRC 586.16336
CUC 1.180108
CUP 31.272863
CVE 110.782636
CZK 24.314731
DJF 209.728756
DKK 7.46822
DOP 74.287605
DZD 153.336689
EGP 55.568333
ERN 17.701621
ETB 183.211244
FJD 2.604026
FKP 0.861189
GBP 0.863178
GEL 3.180407
GGP 0.861189
GHS 12.928055
GIP 0.861189
GMD 86.725765
GNF 10327.125434
GTQ 9.064695
GYD 247.168748
HKD 9.216882
HNL 31.213903
HRK 7.536877
HTG 154.830622
HUF 380.943748
IDR 19785.927529
ILS 3.659326
IMP 0.861189
INR 106.761956
IQD 1546.531595
IRR 49712.051645
ISK 145.200535
JEP 0.861189
JMD 185.488081
JOD 0.836727
JPY 183.523283
KES 152.387676
KGS 103.200652
KHR 4750.534523
KMF 493.285478
KPW 1062.097242
KRW 1711.664242
KWD 0.362458
KYD 0.984473
KZT 596.578289
LAK 25366.422407
LBP 100958.242999
LKR 365.838373
LRD 219.499673
LSL 19.011247
LTL 3.484552
LVL 0.713836
LYD 7.458173
MAD 10.808314
MDL 20.001122
MGA 5251.480408
MKD 61.658671
MMK 2478.210923
MNT 4206.642931
MOP 9.503692
MRU 47.121434
MUR 53.872178
MVR 18.232606
MWK 2049.847706
MXN 20.52202
MYR 4.671456
MZN 75.231947
NAD 19.011085
NGN 1641.53047
NIO 43.30141
NOK 11.441467
NPR 172.851978
NZD 1.962741
OMR 0.453763
PAB 1.181383
PEN 3.972238
PGK 5.001318
PHP 69.531845
PKR 330.135697
PLN 4.221949
PYG 7854.940943
QAR 4.297069
RON 5.095943
RSD 117.395934
RUB 90.220397
RWF 1714.696992
SAR 4.425624
SBD 9.50943
SCR 16.816716
SDG 709.838278
SEK 10.571614
SGD 1.500395
SHP 0.885387
SLE 28.883091
SLL 24746.274816
SOS 674.433345
SRD 44.873592
STD 24425.853934
STN 25.077296
SVC 10.337309
SYP 13051.493324
SZL 19.011467
THB 37.149753
TJS 11.033804
TMT 4.142179
TND 3.36036
TOP 2.841417
TRY 51.311217
TTD 7.998387
TWD 37.281027
TZS 3054.698637
UAH 50.877442
UGX 4219.703348
USD 1.180108
UYU 45.831275
UZS 14456.323222
VES 436.394019
VND 30706.41137
VUV 140.617793
WST 3.199014
XAF 653.152601
XAG 0.014267
XAU 0.000247
XCD 3.189301
XCG 2.129068
XDR 0.810988
XOF 650.832122
XPF 119.331742
YER 281.308231
ZAR 18.963758
ZMK 10622.392479
ZMW 23.184454
ZWL 379.994309
  • EUR/USD

    0.0011

    1.1805

    +0.09%

  • DAX

    258.7100

    24797.52

    +1.04%

  • MDAX

    347.6500

    31512.09

    +1.1%

  • Euro STOXX 50

    59.7000

    6007.51

    +0.99%

  • TecDAX

    28.1000

    3641.51

    +0.77%

  • Goldpreis

    121.5000

    4774.1

    +2.54%

  • SDAX

    87.8200

    18128.17

    +0.48%

EU geht bei Autogipfel auf Industrie zu - und erntet dennoch Kritik
EU geht bei Autogipfel auf Industrie zu - und erntet dennoch Kritik / Foto: Alexandra BEIER - AFP

EU geht bei Autogipfel auf Industrie zu - und erntet dennoch Kritik

Beim Autogipfel in Brüssel ist die EU auf die Branche zugegangen, musste sich aber dennoch Kritik anhören. Die Überprüfung des Verbrenner-Aus ab 2035 werde "so bald wie möglich durchgeführt", teilte ein Sprecher von EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné am Freitag nach dem Treffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Vertretern der Autoindustrie mit. Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) begrüßte die Ankündigung, warf der EU aber Unentschlossenheit vor.

Textgröße:

Bisher war eine Überprüfung des Verbots von Verbrennermotoren bei Neuwagen ab 2035 für kommendes Jahr vorgesehen. Der Kommission zufolge würde diese Prüfung nun also noch vor Ende des laufenden Jahres vorgenommen. Die Branche hatte auf einen beschleunigten Zeitplan gedrängt. Autobauer und Zulieferer hoffen auf Lockerungen bei den Vorgaben.

Von der Leyen erklärte nach dem Treffen am Freitagvormittag im Onlinedienst X, sie habe "die Bedenken der Industrie gehört". Angesichts des "technologischen Wandels im Mobilitätsbereich und der geopolitischen Umwälzungen", könne es kein "Weiter so" geben. "Wir werden Dekarbonisierung und Technologie-Offenheit miteinander verbinden."

Brüssel verfolgt das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden und hat unter anderem ein Aus für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor für 2035 beschlossen. Angesichts der schwierigen Lage, in der sich die europäische Automobilindustrie derzeit befindet, wurden zuletzt in Wirtschaft und Politik Stimmen laut, von diesem Ziel abzurücken.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller warf der EU nach dem Gipfel in Brüssel vor, "zu unentschlossen und zu wenig strategisch" zu agieren. Die Unternehmen hätten bei den Treffen erneut dargelegt, dass "eine starke CO2-Regulierung" die "Wettbewerbsfähigkeit und damit die Transformation der gesamten Industrie" gefährde, erklärte Müller. Die EU könne sich "weiteres Zögern und Zaudern" nicht leisten. Beim nächsten Treffen im Dezember müsse "Klarheit geschaffen werden", forderte die VDA-Präsidentin. "Wir brauchen einen Abgleich der Ziele mit den Realitäten."

Der Volkswagen-Konzern versicherte nach dem Treffen, zu den europäischen CO2-Zielen zu stehen, forderte dafür aber "mehr Zeit und Flexibilität". VW sprach sich zudem für Übergangsregelungen, "Sonderlösungen für Kleinserien" sowie die Prüfung von CO2-freien Kraftstoffen aus.

Das Treffen war der dritte sogenannte Strategische Dialog, den die EU im Januar ins Leben gerufen hatte, um der Branche mit 13 Millionen Beschäftigten zu helfen. Bereits beim ersten Treffen im Januar hatte die EU-Kommission Zugeständnisse beim Zeitplan zum Erreichen des Verbrenner-Aus bis 2035 gemacht. Die Unternehmen forderten jedoch tiefgreifendere Anpassungen.

Doch auch innerhalb der Autobranche gehen die Meinungen über den richtigen Weg auseinander. Audi-Chef Gernot Döllner nannte in der "Wirtschaftswoche" die Debatte um den Erhalt des Verbrenners "kontraproduktiv". Dies würde lediglich die Kunden verunsichern. "Auch abgesehen vom Klimaschutz ist das Elektroauto einfach die bessere Technologie."

Mercedes-Chef Ola Källenius, der auch Präsident des europäischen Autoindustrieverbands Acea ist, hatte am Wochenende hingen mehr Flexibilität bei der Frage der Antriebstechnik gefordert. "Hybride und effiziente Hightech-Verbrenner sollten Teil des Wegs bleiben, sonst riskieren wir Akzeptanz und Arbeitsplätze", sagte er der "Welt am Sonntag".

Dies vertritt auch die IG Metall; sie hatte am Donnerstag gemeinsam mit dem VDA erklärt, dass die Bedingungen für eine Umstellung auf 100 Prozent rein batterieelektrische Fahrzeuge auf dem europäischen Markt für neue Fahrzeuge in mittlerweile nur noch neun Jahren "nicht gegeben sein werden". Nötig sei daher, bei den EU-Regeln zum geplanten Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren "Anpassungen" vorzunehmen.

Auch in der Bundesregierung hält der Streit an. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jakob Blankenburg, sagte dem Portal The Pioneer: "Wir halten am Verbrenner-Aus 2035 fest." Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke sagte dem Portal: "Unsere Interpretation von Technologieoffenheit ist so, dass wir das Verbrennerverbot revidieren."

M.J.Baumann--NZN