Zürcher Nachrichten - Klimaschutzprogramm: Acht Milliarden Euro mehr für Energiewende und Industrie-Umbau

EUR -
AED 4.31338
AFN 74.584664
ALL 95.181751
AMD 433.346482
ANG 2.102235
AOA 1078.198906
ARS 1636.189453
AUD 1.627792
AWG 2.114116
AZN 1.986864
BAM 1.952365
BBD 2.366217
BDT 144.415951
BGN 1.959201
BHD 0.443416
BIF 3496.829459
BMD 1.174509
BND 1.491725
BOB 8.116237
BRL 5.740877
BSD 1.174823
BTN 111.896104
BWP 15.796078
BYN 3.285393
BYR 23020.373689
BZD 2.362823
CAD 1.609576
CDF 2596.839342
CHF 0.917057
CLF 0.026775
CLP 1053.793065
CNY 7.980745
CNH 7.981592
COP 4417.750652
CRC 538.448204
CUC 1.174509
CUP 31.124485
CVE 110.433232
CZK 24.327013
DJF 209.208408
DKK 7.471667
DOP 69.557046
DZD 155.340397
EGP 62.342736
ERN 17.617633
ETB 183.441138
FJD 2.569532
FKP 0.860418
GBP 0.868238
GEL 3.14179
GGP 0.860418
GHS 13.2601
GIP 0.860418
GMD 85.739023
GNF 10308.514692
GTQ 8.96481
GYD 245.684921
HKD 9.19577
HNL 31.23878
HRK 7.533767
HTG 153.754287
HUF 356.913862
IDR 20576.866728
ILS 3.420642
IMP 0.860418
INR 112.408896
IQD 1539.079423
IRR 1540430.020979
ISK 143.619175
JEP 0.860418
JMD 185.342377
JOD 0.83271
JPY 185.161064
KES 151.688062
KGS 102.711287
KHR 4713.54763
KMF 492.119252
KPW 1057.079405
KRW 1750.869705
KWD 0.361807
KYD 0.979073
KZT 544.300177
LAK 25772.552475
LBP 105341.461292
LKR 378.432669
LRD 215.199385
LSL 19.30915
LTL 3.468019
LVL 0.710448
LYD 7.430802
MAD 10.683626
MDL 20.136406
MGA 4884.34532
MKD 61.621593
MMK 2465.239774
MNT 4205.740398
MOP 9.474253
MRU 46.911077
MUR 54.85442
MVR 18.099579
MWK 2037.190257
MXN 20.26349
MYR 4.620484
MZN 75.053652
NAD 19.30915
NGN 1604.191428
NIO 43.232291
NOK 10.776004
NPR 179.062478
NZD 1.976076
OMR 0.451607
PAB 1.174619
PEN 4.0362
PGK 5.102936
PHP 72.198819
PKR 327.279879
PLN 4.249485
PYG 7221.173901
QAR 4.27815
RON 5.212938
RSD 117.389845
RUB 86.678058
RWF 1718.155562
SAR 4.406502
SBD 9.433958
SCR 16.286211
SDG 705.289244
SEK 10.888166
SGD 1.495485
SHP 0.876889
SLE 28.887532
SLL 24628.859072
SOS 671.413166
SRD 43.930745
STD 24309.962113
STN 24.456561
SVC 10.279872
SYP 129.817787
SZL 19.302879
THB 38.088738
TJS 10.994686
TMT 4.122526
TND 3.360856
TOP 2.827936
TRY 53.330172
TTD 7.963956
TWD 37.061663
TZS 3059.595591
UAH 51.630914
UGX 4416.459927
USD 1.174509
UYU 46.829709
UZS 14264.784638
VES 587.060661
VND 30930.690873
VUV 138.97194
WST 3.182091
XAF 654.796751
XAG 0.013964
XAU 0.00025
XCD 3.174169
XCG 2.117366
XDR 0.814357
XOF 654.793969
XPF 119.331742
YER 280.296619
ZAR 19.436583
ZMK 10571.985369
ZMW 22.212735
ZWL 378.191374
  • SDAX

    -214.0300

    18342.04

    -1.17%

  • DAX

    -244.8200

    24105.46

    -1.02%

  • TecDAX

    -15.9600

    3750.4

    -0.43%

  • Euro STOXX 50

    -53.7600

    5841.69

    -0.92%

  • Goldpreis

    -28.1000

    4700.6

    -0.6%

  • MDAX

    -216.6500

    31232.11

    -0.69%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1751

    -0.31%

Klimaschutzprogramm: Acht Milliarden Euro mehr für Energiewende und Industrie-Umbau
Klimaschutzprogramm: Acht Milliarden Euro mehr für Energiewende und Industrie-Umbau / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Klimaschutzprogramm: Acht Milliarden Euro mehr für Energiewende und Industrie-Umbau

Mehr Windkraft, Ausbau der Elektromobilität, Förderung des Industrie-Umbaus und Fortführung des Deutschlandtickets: Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket will die Bundesregierung die deutschen Klimaziele erreichen. Dazu beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch ein neues Klimaschutzprogramm, mit dem die Regierung nach den Worten von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) die "Volkswirtschaft moderner" und Deutschland "unabhängiger von unsicheren fossilen Importen" machen will. Umweltverbänden geht das Paket nicht weit genug.

Textgröße:

Das Programm enthält 67 Maßnahmen, die im Jahr 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen sollen. Insgesamt könne Deutschland so im Jahr 2030 knapp sieben Milliarden Kubikmeter Erdgas und rund vier Milliarden Liter Benzin einsparen, rechnete Schneider bei der Vorstellung des Klimaschutzprogramms in Berlin vor. Das Programm wirke damit "wie ein Unabhängigkeitspaket, das Wirtschaft und Gesellschaft krisenfester macht gegenüber Öl und Gaspreisschocks der Zukunft".

Zentrale Maßnahme im Energiebereich ist der massive Ausbau von Windkraftanlagen an Land. Dazu soll es schrittweise Ausschreibungen im Umfang von zwölf Gigawatt Windstrom geben. Das entspricht laut Umweltministerium rund 2000 Windrädern beziehungsweise einer Stromproduktion aus bis zu 20 Gaskraftwerken. Das soll bis 2030 Emissionen in Höhe von 6,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

In der Industrie sollen Prozesse zunehmend elektrifiziert und schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dadurch könnten mindestens 4,3 Millionen Tonnen CO2 vermieden und 2,5 Milliarden Kubikmeter weniger Erdgas importiert werden.

Im Verkehrsbereich setzt die Bundesregierung auf neue Förderprogramm für Elektroautos mit sozialer Staffelung. Mit insgesamt drei Milliarden Euro werden dazu in den nächsten Jahren 800.000 E-Autos gefördert. Damit ließen sich laut Bundesumweltministerium allein im Jahr 2030 mehr als 800 Millionen Liter Benzin einsparen. Außerdem soll die Lade-Infrastruktur in Mehrfamilienhäusern ausgebaut werden.

Das Deutschlandticket soll fortgeführt werden. Laut Schneider liegt dabei der aktuell geltende Preis von 63 Euro zugrunde. Das spare bis 2030 fast zehn Millionen Tankfüllungen mit Benzin oder Diesel ein, rechnet das Ministerium vor.

Das Gesetz zur Weiterentwicklung der so genannten Treibhausgasquote soll weiter entwickelt werden. Die Quote legt fest, in welcher Höhe Kraftstoffanbieter die CO2-Emissionen senken müssen.

Im Gebäudebereich sollen die Fernwärmenetze ausgebaut werden und dabei der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden. In der Landwirtschaft sollen Förderprogramme die Betriebe zum Umstieg auf elektrische Antriebe bewegen. Schließlich sollen durch den Umbau von Wäldern und die Wieder-Vernässung von Mooren Ökosysteme wieder zu besseren CO2-Speichern entwickelt werden.

Für die Maßnahmen stellt die Bundesregierung ab 2027 bis einschließlich 2030 zusätzliche Mittel im Klima- und Transformationsfonds in Höhe von insgesamt 7,6 Milliarden Euro sowie zusätzlich 400 Millionen Euro aus dem so genannten Sondervermögen bereit.

Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu senken. Bis 2040 muss eine Reduzierung um mindestens 88 Prozent erreicht sein, bis 2045 dann Treibhausgasneutralität. Im Jahr 2025 lagen die Treibhausgasemissionen um 48 Prozent unter dem Stand von 1990.

Die Regierung war gesetzlich verpflichtet, bis zum 25. März ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen, das plausible Maßnahmen für ein Erreichen der Klimaziele enthält - und zwar verbindlich für alle Sektoren.

Die Umweltorganisation Greenpeace erklärte, mit ihrem Klimaschutzprogramm setze die Bundesregierung "eher auf Hoffnung als Gewissheit". Die nötigen CO2-Einsparungen bis 2030 seien "knapp und optimistisch kalkuliert". Der stärkere Ausbau der Windenergie werde seine Klimawirkung nur entfalten, "wenn die Energiewende nicht an anderer Stelle von der Bundeswirtschaftsministerin ausgebremst" werde. Im Verkehr fehlten "längst überfällige Schritte wie ein Tempolimit".

Nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch taugt das Klimaschutzprogramm "nicht als Fahrplan Richtung Klimaneutralität", denn die Bundesregierung arbeite "mit veralteten Zahlen", die "weder die neuesten Berechnungen des Umweltbundesamts noch die von der Regierung geplanten Verschlechterungen beim Heizungsgesetz und den Erneuerbaren Energien" berücksichtigten.

W.Odermatt--NZN