Zürcher Nachrichten - Bauern beklagen unterdurchschnittliche Ernte und warnen vor neuen Belastungen

EUR -
AED 4.136052
AFN 72.067816
ALL 92.376649
AMD 407.792938
ANG 2.016064
AOA 1033.72631
ARS 1712.584987
AUD 1.612359
AWG 2.029729
AZN 1.919336
BAM 1.956535
BBD 2.265382
BDT 138.231162
BGN 1.895661
BHD 0.424582
BIF 3375.374557
BMD 1.126063
BND 1.438104
BOB 13.523903
BRL 5.609484
BSD 1.124788
BTN 108.389145
BWP 15.47209
BYN 3.455352
BYR 22070.839474
BZD 2.26192
CAD 1.599854
CDF 2609.64
CHF 0.936699
CLF 0.027762
CLP 1096.188959
CNY 7.549802
CNH 7.548272
COP 3649.266919
CRC 514.914111
CUC 1.126063
CUP 26.993146
CVE 110.41015
CZK 24.409899
DJF 200.12379
DKK 7.476494
DOP 67.957757
DZD 151.449887
EGP 58.881279
ERN 16.890949
ETB 181.318923
FJD 2.529419
FKP 0.851994
GBP 0.84845
GEL 2.922147
GGP 0.851994
GHS 13.265132
GIP 0.851994
GMD 83.32855
GNF 9853.052922
GTQ 8.590801
GYD 235.309487
HKD 8.836573
HNL 30.212677
HRK 7.535385
HTG 147.281897
HUF 365.247609
IDR 20101.017051
ILS 3.428469
IMP 0.851994
INR 108.515956
IQD 1475.142842
IRR 1950510.438554
ISK 137.244443
JEP 0.851994
JMD 178.727176
JOD 0.798336
JPY 178.057563
KES 146.241493
KGS 98.474696
KHR 4574.631144
KMF 493.215627
KPW 1013.457273
KRW 1506.346203
KWD 0.348527
KYD 0.937269
KZT 507.620094
LAK 25313.901579
LBP 100895.266111
LKR 371.829755
LRD 192.556711
LSL 18.613778
LTL 3.324972
LVL 0.681145
LYD 7.240891
MAD 11.224035
MDL 20.0709
MGA 5010.981761
MKD 61.603154
MMK 2363.683478
MNT 4051.218795
MOP 9.091819
MRU 45.126989
MUR 53.465243
MVR 17.313203
MWK 1961.601762
MXN 20.237723
MYR 4.602445
MZN 71.966936
NAD 18.726481
NGN 1492.000123
NIO 41.292898
NOK 10.731417
NPR 173.426884
NZD 2.003137
OMR 0.432914
PAB 1.124713
PEN 3.880979
PGK 5.014354
PHP 70.665536
PKR 311.863733
PLN 4.371321
PYG 6589.476699
QAR 4.103034
RON 5.349249
RSD 117.445009
RUB 95.459747
RWF 1659.817214
SAR 4.219213
SBD 9.074427
SCR 15.784199
SDG 677.328562
SEK 11.265328
SGD 1.438209
SHP 0.851788
SLE 27.756864
SLL 23612.973937
SOS 643.550157
SRD 42.396178
STD 23307.235524
STN 25.026755
SVC 9.841267
SYP 14641.074513
SZL 18.726498
THB 37.833849
TJS 10.369559
TMT 3.952482
TND 3.371993
TOP 2.71129
TRY 55.376297
TTD 7.623933
TWD 35.803851
TZS 2961.549727
UAH 50.522132
UGX 4538.007889
USD 1.126063
UYU 45.38464
UZS 13276.285138
VES 979.989755
VND 29268.635694
VUV 135.438027
WST 3.133945
XAF 655.957
XAG 0.018351
XAU 0.000270417536
XCD 3.043242
XCG 2.027052
XDR 0.796185
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 266.032268
ZAR 18.610338
ZMK 10135.912368
ZMW 22.241063
ZWL 362.591903
SSP 6442.083777
MXV 2.287856
  • EUR/USD

    -0.0003

    1.126

    -0.03%

  • DAX

    194.9800

    25449.19

    +0.77%

  • SDAX

    224.1900

    18384.81

    +1.22%

  • Euro STOXX 50

    30.0900

    6272.23

    +0.48%

  • MDAX

    116.2900

    30543.27

    +0.38%

  • TecDAX

    28.8700

    4099.22

    +0.7%

  • Goldpreis

    5.4000

    4192.5

    +0.13%

Bauern beklagen unterdurchschnittliche Ernte und warnen vor neuen Belastungen
Bauern beklagen unterdurchschnittliche Ernte und warnen vor neuen Belastungen / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Bauern beklagen unterdurchschnittliche Ernte und warnen vor neuen Belastungen

Ein bisschen besser als 2021, aber immer noch unterdurchschnittlich - so lautet die vorläufige Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands für dieses Jahr. Bauernpräsident Joachim Rukwied betonte am Dienstag, die regionalen Unterschiede bei der Erntebilanz seien wegen des unregelmäßig verteilten Niederschlags sehr groß. Insgesamt bleibe die Versorgungslage "angespannt".

Textgröße:

Die Deutschen Landwirtinnen und Landwirte ernteten den Angaben zufolge dieses Jahr etwa 43 Millionen Tonnen Getreide, etwas mehr als 2021. Allerdings lag die Ernte erneut unter dem Durchschnitt der vergangenen acht Jahre, wie der Bauernverband auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte.

Die bedeutendste in Deutschland angebaute Getreideart ist Winterweizen - hier wurden dieses Jahr den Angaben zufolge knapp 22 Millionen Tonnen geerntet. Das sei "etwas mehr" als im Vorjahr, die Menge liege aber um acht Prozent unter dem Durchschnitt von 2014 bis 2021, wie Rukwied auf einer Pressekonferenz ausführte. Das Dürrejahr 2018 wird bei dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Es sei damit zu rechnen, dass beim Weizen die Bestände weiter zurückgingen, sagte Rukwied mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, einem wichtigen Getreideproduzenten. Es herrsche Versorgungsknappheit in Europa, aber auch auf dem Weltmarkt.

Zu den noch nicht geernteten Herbstkulturen sagte Rukwied, auch hier spiele die Niederschlagsmenge eine zentrale Rolle. In den Regionen vor allem in der Mitte Deutschlands, die seit langem auf Regen warteten, sei mit Ertragseinbußen von bis zu 50 Prozent zu rechnen. Dies betreffe Körnermais und Zuckerrüben, zum Teil aber auch Kartoffeln. In den Trockengebieten sei außerdem die Tierfutterproduktion ins Stocken geraten.

Gut sieht es laut Rukwied hingegen bei den Äpfeln aus: Hier werde eine leicht überdurchschnittliche Ernte erwartet. Beim Wein wiederum erwarte der Verband "einen ausgezeichneten 2022er Jahrgang".

Besorgt zeigte sich Rukwied wegen eines Vorschlags der EU-Kommission, wonach der Einsatz von chemischen Pestiziden bis 2030 um die Hälfte reduziert werden soll. Sollte dies beschlossen werden, wäre eine "Ernährungskrise in Europa" die Folge, warnte der Bauernpräsident. Schlimmstenfalls würden 3,5 bis fünf Millionen Hektar Agrarfläche stillgelegt. Dies müsse "politisch verhindert" werden, verlangte Rukwied.

Er rief zudem die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die landwirtschaftlichen Betriebe in Erinnerung - die Energiepreise hätten sich verdoppelt, die Preise für Düngemittel sogar vervierfacht. Die Bäuerinnen und Bauern bräuchten "stabile und in der Tendenz steigende Erlöse, um weiter wirtschaften zu können".

Der Agrarexperte der Umweltschutzorganisation WWF, Johann Rathke, betonte, die erneute durchwachsene Erntebilanz habe "menschengemachte Ursachen" - die extreme Dürre sei eine Folge der Klimakrise. "Sie sollte auch die letzten Bremser überzeugen, endlich wirksamen Klima- und Umweltschutz als integralen Bestandteil in der Landwirtschaft zu verankern. Nur so kann Ernährungssicherheit dauerhaft gewährleistet werden."

FDP-Fraktionsvize Carina Konrad sagte der Nachrichtenagentur AFP, angesichts der globalen Hungerkrise und immer stärkeren Auswirkungen des Klimawandels seien Maßnahmen nötig, "die die Landwirtschaft jetzt zukunftsfest machen und dafür sorgen, dass auf der knappen Ackerfläche nachhaltig mehr produziert werden kann". Dabei "müssen wir in der Koalition auch ernsthaft über grüne Biotechnologie und neue Züchtungsmethoden sprechen", forderte sie. Die ablehnende Haltung der grün-geführten Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt "gegenüber diesen Innovationen lässt sich auch hier am Ende nicht sachlich begründen".

H.Roth--NZN