Zürcher Nachrichten - UN-Bericht: Fast die Hälfte aller Schwangerschaften unbeabsichtigt

EUR -
AED 4.257382
AFN 73.03299
ALL 95.941037
AMD 436.788213
ANG 2.074761
AOA 1063.039974
ARS 1624.721811
AUD 1.647651
AWG 2.089563
AZN 1.958974
BAM 1.949927
BBD 2.336363
BDT 141.753056
BGN 1.910048
BHD 0.437198
BIF 3441.803999
BMD 1.159258
BND 1.478946
BOB 8.015995
BRL 6.064659
BSD 1.160006
BTN 106.870042
BWP 15.543119
BYN 3.381914
BYR 22721.4656
BZD 2.332973
CAD 1.584179
CDF 2619.923754
CHF 0.905984
CLF 0.026273
CLP 1037.397621
CNY 7.995983
CNH 7.997597
COP 4359.808731
CRC 547.035876
CUC 1.159258
CUP 30.720349
CVE 109.934837
CZK 24.393099
DJF 206.567842
DKK 7.471241
DOP 68.820642
DZD 151.667478
EGP 58.188168
ERN 17.388877
ETB 179.922243
FJD 2.559701
FKP 0.867257
GBP 0.870876
GEL 3.135805
GGP 0.867257
GHS 12.442685
GIP 0.867257
GMD 85.208602
GNF 10173.140301
GTQ 8.897279
GYD 242.693223
HKD 9.063442
HNL 30.699273
HRK 7.531933
HTG 152.100579
HUF 385.894533
IDR 19596.104822
ILS 3.572255
IMP 0.867257
INR 106.229223
IQD 1519.629607
IRR 1529145.944052
ISK 144.710065
JEP 0.867257
JMD 181.142856
JOD 0.821895
JPY 182.211666
KES 149.718597
KGS 101.37708
KHR 4654.939711
KMF 491.525366
KPW 1043.302414
KRW 1702.921644
KWD 0.356518
KYD 0.966693
KZT 575.828156
LAK 24837.406885
LBP 103878.530005
LKR 360.248082
LRD 212.282461
LSL 18.988509
LTL 3.422989
LVL 0.701224
LYD 7.374788
MAD 10.768452
MDL 20.073541
MGA 4823.451524
MKD 61.60214
MMK 2434.317336
MNT 4136.405913
MOP 9.340408
MRU 46.173537
MUR 54.926005
MVR 17.922207
MWK 2011.433123
MXN 20.489885
MYR 4.575011
MZN 74.082455
NAD 18.98859
NGN 1603.729749
NIO 42.690684
NOK 11.192907
NPR 170.989525
NZD 1.960381
OMR 0.445741
PAB 1.160026
PEN 3.96765
PGK 4.993851
PHP 67.970219
PKR 324.305931
PLN 4.279704
PYG 7553.250492
QAR 4.219229
RON 5.092856
RSD 117.42361
RUB 90.280809
RWF 1691.590535
SAR 4.351591
SBD 9.333955
SCR 16.703041
SDG 697.292992
SEK 10.689105
SGD 1.481654
SHP 0.869744
SLE 28.407771
SLL 24309.069293
SOS 661.801024
SRD 43.524937
STD 23994.309361
STN 24.425905
SVC 10.150472
SYP 128.150713
SZL 18.994627
THB 36.703279
TJS 11.095577
TMT 4.068997
TND 3.389221
TOP 2.791216
TRY 50.986632
TTD 7.859396
TWD 36.767619
TZS 2973.960473
UAH 50.850126
UGX 4286.146089
USD 1.159258
UYU 44.954989
UZS 14128.507524
VES 492.849461
VND 30398.654679
VUV 138.467801
WST 3.158739
XAF 653.981642
XAG 0.014237
XAU 0.000225
XCD 3.132954
XCG 2.090612
XDR 0.813347
XOF 653.987267
XPF 119.331742
YER 276.584163
ZAR 19.078438
ZMK 10434.711203
ZMW 22.245998
ZWL 373.280748
  • Euro STOXX 50

    13.6900

    5884.61

    +0.23%

  • DAX

    60.5900

    24265.95

    +0.25%

  • TecDAX

    5.7900

    3723.92

    +0.16%

  • SDAX

    141.8100

    17697.82

    +0.8%

  • Goldpreis

    39.7000

    5174.4

    +0.77%

  • EUR/USD

    -0.0013

    1.1624

    -0.11%

  • MDAX

    87.5700

    30444.85

    +0.29%

UN-Bericht: Fast die Hälfte aller Schwangerschaften unbeabsichtigt
UN-Bericht: Fast die Hälfte aller Schwangerschaften unbeabsichtigt

UN-Bericht: Fast die Hälfte aller Schwangerschaften unbeabsichtigt

Fast die Hälfte aller Schwangerschaften weltweit sind laut einem neuen UN-Bericht unbeabsichtigt. Und von den 121 Millionen ungewollten oder zumindest nicht geplanten Schwangerschaften pro Jahr werden demnach mehr als 60 Prozent durch Abtreibung abgebrochen - die Hälfte davon unter unsicheren Bedingungen, wie der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) am Mittwoch mitteilte. Die Studienautoren warnten, Konflikte wie der Ukraine-Krieg könnten die Zahl ungewollter Schwangerschaften in "schwindelerregende" Höhen treiben.

Textgröße:

Der UNFPA-Bericht stützt sich auf neue Daten des Guttmacher-Instituts aus 150 Ländern aus den Jahren 2015 bis 2019. Das Guttmacher-Institut setzt sich für das Recht auf Abtreibung ein. Als Hauptursachen für unbeabsichtigte Schwangerschaften nennen die Berichtsautoren die Benachteiligung von Frauen, Armut, sexuelle Gewalt sowie einen mangelnden Zugang zu Verhütungsmitteln und Abtreibungen.

In dem Bericht geht es den Autoren zufolge nicht um "ungewollte Babys oder glückliche Missgeschicke", sondern darum, wie ein Zusammenspiel aus Geschlechterungerechtigkeit, Armut, sexueller Gewalt und eingeschränktem Zugang zu Verhütungsmitteln und Abtreibungen Frauen "die lebensverändernste Entscheidung - ob sie schwanger werden oder nicht", nehme.

Die Autoren des Berichts warnten, dass Konflikte wie der Ukraine-Krieg die Zahl ungewollter Schwangerschaften enorm ansteigen lasse, da sexuelle Gewalt zunehme und der Zugang zu Verhütungsmitteln eingeschränkt sei. UNFPA-Direktorin Natalia Kanem verwies bei der Vorstellung des Berichts auf Fälle schwangerer Frauen in der Ukraine, "die wussten, dass sie ernährungstechnisch nicht in der Lage sein würden, ihre Schwangerschaft durchzuhalten". Es gebe auch Beispiele von Kriminellen, "die die Tragödie des Krieges als eine Gelegenheit sehen, Frauen und Mädchen ins Visier zu nehmen".

Studien zufolge erleben mehr als 20 Prozent der vertriebenen Frauen weltweit sexuelle Gewalt. Kanem warnte, dass die offiziellen Zahlen wegen des mit der Gewalt verbundenen sozialen "Stigmas" vermutlich zu niedrig angesetzt seien.

Die UNFPA-Direktorin schätzte, dass allein der Konflikt in Afghanistan bis 2025 voraussichtlich zu 4,8 Millionen ungewollten Schwangerschaften führen werde. Auch die Corona-Krise führte UNFPA zufolge allein im ersten Jahr der Pandemie zu bis zu 1,4 Millionen ungewollten Schwangerschaften, weil Frauen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung oder Verhütungsmitteln hatten.

Jedes Jahr müssten dem Bericht zufolge sieben Millionen Frauen nach unsicheren Abtreibungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Diese Schwangerschaftsabbrüche seien eine der Hauptursachen für die Müttersterblichkeit.

Die türkische Ärztin Ayse Akin berichtete bei der Vorstellung des Berichts, dass sie "verzweifelte Frauen" behandelt habe, die versucht hätten, mit "Stricknadeln" und "Streichhölzern" abzutreiben.

Im Zusammenhang mit dem UNFPA-Bericht wurde auch Kritik an der US-Politik laut, dass US-Entwicklungshilfe nicht an Organisationen und Einrichtungen fließen darf, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzen oder auch nur Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen. Kanem sagte AFP, es gebe viele Belege, dass diese Politik eine "tiefgreifende Wirkung" habe und die Bereitstellung von Verhütungsmitteln beeinträchtige.

Die Fakultätsleiterin des Zentrums für Frauen und Arbeit an der Rutgers University in den USA, Yana Rodgers, sagte, nach ihren Untersuchungen in 51 Entwicklungsländern führe die entwicklungspolitische Linie der USA "eher zu mehr als zu weniger Abtreibungen", weil Frauen auch einen schlechteren Zugang zu Verhütungsmitteln hätten.

I.Widmer--NZN