Zürcher Nachrichten - Leichtes Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn - Aussichten aber schlecht

EUR -
AED 4.283304
AFN 74.644142
ALL 96.175141
AMD 438.90908
AOA 1069.515032
ARS 1617.726613
AUD 1.65741
AWG 2.099375
AZN 1.979622
BAM 1.950064
BBD 2.347594
BDT 143.241916
BHD 0.440024
BIF 3464.551804
BMD 1.166319
BND 1.485885
BOB 8.053862
BRL 5.949159
BSD 1.165522
BTN 107.605417
BWP 15.638131
BYN 3.402091
BYR 22859.860415
BZD 2.344194
CAD 1.615842
CDF 2683.701122
CHF 0.923399
CLF 0.026589
CLP 1046.468304
CNY 7.973251
CNH 7.972447
COP 4256.797589
CRC 542.181992
CUC 1.166319
CUP 30.907464
CVE 110.625561
CZK 24.393568
DJF 207.277961
DKK 7.47331
DOP 70.737153
DZD 154.494176
EGP 62.145034
ERN 17.494791
ETB 181.508431
FJD 2.583278
FKP 0.867832
GBP 0.87092
GEL 3.131532
GGP 0.867832
GHS 12.846987
GIP 0.867832
GMD 85.141032
GNF 10240.284446
GTQ 8.916772
GYD 243.853326
HKD 9.137197
HNL 31.047261
HRK 7.535601
HTG 152.803341
HUF 377.917818
IDR 19916.070227
ILS 3.611044
IMP 0.867832
INR 108.18837
IQD 1527.878426
IRR 1533710.022684
ISK 143.804125
JEP 0.867832
JMD 183.480314
JOD 0.826886
JPY 185.255257
KES 150.926917
KGS 101.994433
KHR 4681.605657
KMF 495.097775
KPW 1049.633969
KRW 1728.80052
KWD 0.360591
KYD 0.971289
KZT 557.26415
LAK 25615.296945
LBP 104422.026763
LKR 367.399338
LRD 214.835936
LSL 19.378438
LTL 3.443838
LVL 0.705495
LYD 7.400275
MAD 10.852571
MDL 20.070845
MGA 4825.639768
MKD 61.642855
MMK 2449.014313
MNT 4169.883976
MOP 9.403557
MRU 46.773985
MUR 54.3273
MVR 18.031305
MWK 2025.897003
MXN 20.344518
MYR 4.645429
MZN 74.597552
NAD 19.372283
NGN 1608.942254
NIO 42.838562
NOK 11.180629
NPR 172.171411
NZD 2.000051
OMR 0.448457
PAB 1.165512
PEN 3.96986
PGK 5.026882
PHP 69.677113
PKR 325.403226
PLN 4.252564
PYG 7560.760913
QAR 4.252401
RON 5.094954
RSD 117.365566
RUB 91.608561
RWF 1703.409497
SAR 4.377067
SBD 9.387133
SCR 17.377115
SDG 700.958317
SEK 10.879486
SGD 1.487179
SLE 28.750027
SOS 666.553081
SRD 43.799922
STD 24140.456975
STN 25.005888
SVC 10.199001
SYP 128.941074
SZL 19.378419
THB 37.368886
TJS 11.078591
TMT 4.082118
TND 3.372971
TRY 51.978319
TTD 7.905408
TWD 37.118701
TZS 3038.262404
UAH 50.510711
UGX 4312.113082
USD 1.166319
UYU 47.350723
UZS 14264.085945
VES 553.321637
VND 30698.693162
VUV 139.415655
WST 3.229879
XAF 653.996897
XAG 0.015747
XAU 0.000247
XCD 3.152036
XCG 2.100658
XDR 0.81523
XOF 657.804348
XPF 119.331742
YER 278.254659
ZAR 19.145425
ZMK 10498.272527
ZMW 22.291286
ZWL 375.554374
  • Euro STOXX 50

    -36.5900

    5876.78

    -0.62%

  • DAX

    -197.7400

    23882.89

    -0.83%

  • SDAX

    -125.0100

    17109.95

    -0.73%

  • Goldpreis

    -40.0000

    4737.2

    -0.84%

  • TecDAX

    -44.9500

    3550.72

    -1.27%

  • MDAX

    -294.9000

    30000.18

    -0.98%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1662

    -0.07%

Leichtes Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn - Aussichten aber schlecht
Leichtes Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn - Aussichten aber schlecht / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Leichtes Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn - Aussichten aber schlecht

Deutschlands Wirtschaft ist trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche zu Jahresbeginn gewachsen - wenn auch nur leicht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Investitionen waren demnach höher. Für das Gesamtjahr allerdings sind die Aussichten schlecht, vor allem wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.

Textgröße:

Der Anstieg um 0,2 Prozent von Januar bis März sei höher als noch vor einigen Wochen erwartet, erklärte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien. "Dank robust gestiegener Löhne und einer gefallenen Inflation legt die Kaufkraft der Menschen wieder zu, sodass diese wieder mehr konsumieren." Auch die Bauwirtschaft habe sich durch die Zinsrückgänge seit Anfang 2024 stabilisiert - auch die Investitionen hätten so wieder zum Wachstum beigetragen. Im vierten Quartal 2024 war das BIP noch um 0,2 Prozent geschrumpft.

Eigentlich seien die Voraussetzungen für eine Konjunkturerholung gegeben, erklärte Dullien. Doch Anfang April - zu Beginn des zweiten Quartals - hatte Trump Zollerhöhungen auf fast alle Importe in die USA in Kraft gesetzt. Das trifft die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart, die Vereinigten Staaten sind Deutschlands größter Handelspartner.

Das Münchner Ifo-Institut befürchtet daher, dass die deutsche Wirtschaft bereits im Sommer wieder schrumpft. Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser erklärte, die verschärfte US-Zollpolitik habe zu vorgezogenen Warenkäufen in den USA geführt, davon hätten die Exporte und die Industrieproduktion in Deutschland im ersten Quartal profitiert. Die seit April geltenden US-Zölle sowie die Androhung weiterer Aufschläge "belasten den weiteren Verlauf der Konjunktur".

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) befürchtet ein drittes Rezessionsjahr in Deutschland, wie sie am Mittwoch mitteilte. Das IMK erwartet "etwa" eine Stagnation. Dies ist auch die aktuelle Prognose der geschäftsführenden Bundesregierung.

"Chancen könnten sich durch zügige Weichenstellungen der neuen Bundesregierung ergeben", erklärte Ifo-Konjunkturexperte Wollmershäuser. Auch IMK-Experte Dullien betonte: "Wichtig ist jetzt, dass die neue Bundesregierung schnell Wachstumsimpulse in Deutschland setzt." Die angekündigten öffentlichen Investitionen müssten schnell konkretisiert und angestoßen werden. "Dann könnte die deutsche Wirtschaft auch trotz des Zollkonflikts mit den USA in einen Aufschwung einschwenken" und im kommenden Jahr wieder stärker wachsen.

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov forderte, die neue Bundesregierung müsse noch vor der Sommerpause Strukturreformen anschieben, "die direkt bei den Betrieben ankommen". Beispiele seien Bürokratieabbau, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, eine Strompreissenkung und steuerliche Anreize sowie die zügige Instandsetzung und der Ausbau der Infrastruktur.

In der Eurozone wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,4 Prozent, in der gesamten EU um 0,3 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Das mit Abstand stärkste Wachstum im Euroraum verzeichnete demnach Irland mit 3,2 Prozent; in Spanien und Litauen wuchs das BIP um jeweils 0,6 Prozent. Im vierten Quartal 2024 war die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 0,2 Prozent gewachsen - gebremst von der damals schrumpfenden Wirtschaftsleistung in Deutschland als größter Volkswirtschaft in Europa.

N.Fischer--NZN