Zürcher Nachrichten - Rückschlag für Trump: US-Gericht blockiert Zölle - Regierung legt Berufung ein

EUR -
AED 4.24119
AFN 73.895229
ALL 96.121797
AMD 435.474912
ANG 2.066857
AOA 1058.781575
ARS 1596.310642
AUD 1.675918
AWG 2.07975
AZN 1.960111
BAM 1.969704
BBD 2.324417
BDT 141.599507
BGN 1.973594
BHD 0.43586
BIF 3422.279069
BMD 1.154615
BND 1.489917
BOB 7.974288
BRL 6.006067
BSD 1.154051
BTN 109.817165
BWP 15.920377
BYN 3.431925
BYR 22630.455382
BZD 2.320983
CAD 1.608887
CDF 2638.295737
CHF 0.924067
CLF 0.027103
CLP 1070.177986
CNY 7.960731
CNH 7.957821
COP 4258.786141
CRC 536.589946
CUC 1.154615
CUP 30.597299
CVE 110.698737
CZK 24.551703
DJF 205.198458
DKK 7.471171
DOP 69.389397
DZD 153.622695
EGP 62.963126
ERN 17.319226
ETB 181.332532
FJD 2.586049
FKP 0.875243
GBP 0.871983
GEL 3.106408
GGP 0.875243
GHS 12.700953
GIP 0.875243
GMD 85.441642
GNF 10131.746943
GTQ 8.830369
GYD 241.515831
HKD 9.053296
HNL 30.718522
HRK 7.533981
HTG 151.469174
HUF 384.711992
IDR 19561.603986
ILS 3.6446
IMP 0.875243
INR 108.105439
IQD 1512.545742
IRR 1519329.105994
ISK 143.368111
JEP 0.875243
JMD 182.578767
JOD 0.818602
JPY 183.457368
KES 150.099783
KGS 100.971005
KHR 4630.006503
KMF 494.755683
KPW 1039.124319
KRW 1743.41035
KWD 0.357388
KYD 0.961688
KZT 549.841159
LAK 25343.800878
LBP 103395.779747
LKR 364.071444
LRD 212.073918
LSL 19.709295
LTL 3.409278
LVL 0.698416
LYD 7.395285
MAD 10.786992
MDL 20.438267
MGA 4823.981745
MKD 61.622462
MMK 2424.112128
MNT 4123.140655
MOP 9.318717
MRU 46.311692
MUR 54.405395
MVR 17.862002
MWK 2005.566775
MXN 20.731979
MYR 4.67505
MZN 73.837509
NAD 19.709099
NGN 1599.396069
NIO 42.409414
NOK 11.215521
NPR 175.707263
NZD 2.012736
OMR 0.443931
PAB 1.154046
PEN 4.036553
PGK 5.069058
PHP 69.790126
PKR 322.368849
PLN 4.29201
PYG 7475.769141
QAR 4.207446
RON 5.10028
RSD 117.465776
RUB 93.877539
RWF 1685.738003
SAR 4.333345
SBD 9.285457
SCR 16.140178
SDG 693.923359
SEK 10.948418
SGD 1.485995
SHP 0.86626
SLE 28.345495
SLL 24211.71322
SOS 659.875403
SRD 43.152621
STD 23898.200801
STN 25.084012
SVC 10.098325
SYP 127.648533
SZL 19.70917
THB 37.692393
TJS 11.06158
TMT 4.052699
TND 3.38287
TOP 2.780035
TRY 51.317212
TTD 7.840377
TWD 36.893992
TZS 2988.502822
UAH 50.701002
UGX 4344.686613
USD 1.154615
UYU 46.820491
UZS 14081.108519
VES 546.453738
VND 30412.560957
VUV 138.950239
WST 3.197445
XAF 660.620113
XAG 0.015389
XAU 0.000248
XCD 3.120405
XCG 2.079881
XDR 0.820876
XOF 658.695399
XPF 119.331742
YER 275.548508
ZAR 19.591197
ZMK 10392.918889
ZMW 22.059713
ZWL 371.785582
  • MDAX

    350.2900

    28150.78

    +1.24%

  • TecDAX

    37.2300

    3421.6

    +1.09%

  • Euro STOXX 50

    27.9400

    5569.73

    +0.5%

  • DAX

    117.1600

    22680.04

    +0.52%

  • SDAX

    102.7500

    16492.54

    +0.62%

  • Goldpreis

    139.7000

    4697.2

    +2.97%

  • EUR/USD

    0.0080

    1.1547

    +0.69%

Rückschlag für Trump: US-Gericht blockiert Zölle - Regierung legt Berufung ein
Rückschlag für Trump: US-Gericht blockiert Zölle - Regierung legt Berufung ein / Foto: Brendan SMIALOWSKI - AFP/Archiv

Rückschlag für Trump: US-Gericht blockiert Zölle - Regierung legt Berufung ein

Rückschlag für Donald Trump: Das Gericht für internationalen Handel in New York hat die Zollpolitik des US-Präsidenten für rechtswidrig erklärt und die meisten von ihm verhängten Aufschläge blockiert. An der New Yorker Wall Street stiegen am Donnerstag teils die Aktienkurse, bei Wirtschaftsexperten fiel die Entscheidung auf ein gemischtes Echo. Die Trump-Regierung sprach von einem "Justizputsch" und will das Urteil anfechten.

Textgröße:

Der US-Ökonom Paul Krugman, Träger des sogenannten Wirtschaftsnobelpreises, nannte das Urteil einen heilsamen "Schock", mit dem er fast nicht mehr gerechnet habe. Die US-Börsen reagierten teils mit Kursgewinnen. Der technologielastige Nasdaq legte zeitweise um 1,3 Prozent zu, der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent. Zu den Kursgewinnen trugen auch andere positive Wirtschaftsdaten teil.

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), Michael Hüther, sieht dagegen noch keine Entspannung. "Gewiss ist, dass die Ungewissheit hoch bleibt", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei zu erwarten, dass Trump nun "andere Spielfelder eröffnet".

In dem Urteil des US-Handelsgerichts hieß es, Trump habe mit der Berufung auf ein Notstandsgesetz (International Emergency Economic Powers Act) von 1977 seine Befugnisse überschritten. Für den Außenhandel sei der Kongress zuständig, betonten die drei Richter. Jede Auslegung des Gesetzes, "die eine unbegrenzte Übertragung von Zollbefugnissen" auf den Präsidenten vorsehe, sei deshalb "verfassungswidrig". Das Gericht gab dem Weißen Haus zehn Tage Zeit, um das Verfahren zur Aufhebung der verhängten Zölle abzuschließen.

Damit erklärte das Gericht fast alle Zölle für nichtig, die Trump seit seinem Amtsantritt vor gut vier Monaten gegen Handelspartner weltweit verhängt hatte. Dazu zählen unter anderem Aufschläge gegen die EU und gegen China, Mexiko und Kanada. Branchenspezifische Aufschläge von 25 Prozent etwa für Autos, Aluminium und Stahl bleiben dagegen vorerst bestehen, da die Regierung sie nicht mit dem Notstandsgesetz begründet hat.

Die Trump-Regierung will das Urteil vor dem US-Berufungsgericht anfechten, wie Anwälte mitteilten. Trump-Berater Stephen Miller sprach in Onlinenetzwerken von einem "Justizputsch", der "außer Kontrolle" geraten sei. Geklagt hatten fünf kleinere US-Unternehmen, die etwa Wein, Fahrräder und Elektronik-Bausätze importieren und sich durch die Zölle wirtschaftlich bedroht sehen. Auch zwölf US-Bundesstaaten sind vor Gericht gezogen, sie werfen Trump einen Verfassungsbruch vor.

Trump hatte den 2. April zum "Befreiungstag" ausgerufen und hohe Zusatzzölle gegen zahlreiche Staaten verhängt. Kurze Zeit später reduzierte er die Aufschläge für 90 Tage auf einen Mindestsatz von zehn Prozent, um Verhandlungen zu ermöglichen.

Am vergangenen Freitag drohte Trump zudem der Europäischen Union mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent ab dem 1. Juni. Nach einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewährte er einen Aufschub bis zum 9. Juli. Von der Leyen begrüßte dies, erneuerte aber zugleich ihre Drohung mit Gegenzöllen, sollten die Verhandlungen scheitern.

Japans Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, Ryosei Akazawa, kündigte an, die Gerichtsentscheidung zu prüfen. Er reiste für eine vierte Gesprächsrunde über ein mögliches Handelsabkommen nach Washington.

A.Wyss--NZN