Zürcher Nachrichten - Studie kritisiert Vernachlässigung des Rohmaterial-Verbrauchs beim Klimaschutz

EUR -
AED 4.212777
AFN 72.835586
ALL 94.512843
AMD 422.248264
ANG 2.053494
AOA 1052.895931
ARS 1680.790338
AUD 1.635257
AWG 2.067368
AZN 1.95436
BAM 1.956354
BBD 2.309354
BDT 140.73988
BGN 1.939347
BHD 0.432422
BIF 3423.630825
BMD 1.146945
BND 1.480319
BOB 7.92328
BRL 5.90941
BSD 1.146625
BTN 108.087801
BWP 15.582008
BYN 3.185903
BYR 22480.122
BZD 2.305963
CAD 1.623185
CDF 2615.035015
CHF 0.925648
CLF 0.026299
CLP 1035.072439
CNY 7.764364
CNH 7.780559
COP 3960.034063
CRC 520.14739
CUC 1.146945
CUP 30.394043
CVE 110.569964
CZK 24.190336
DJF 203.835517
DKK 7.474072
DOP 66.986043
DZD 152.939427
EGP 57.331754
ERN 17.204175
ETB 181.647461
FJD 2.564
FKP 0.867567
GBP 0.866531
GEL 3.039852
GGP 0.867567
GHS 12.874504
GIP 0.867567
GMD 84.304874
GNF 10064.442782
GTQ 8.746478
GYD 239.84901
HKD 8.988436
HNL 30.606273
HRK 7.533254
HTG 149.77244
HUF 351.906109
IDR 20445.785654
ILS 3.394682
IMP 0.867567
INR 108.1919
IQD 1502.49795
IRR 1577049.375404
ISK 143.976448
JEP 0.867567
JMD 181.171337
JOD 0.813229
JPY 185.008009
KES 148.419043
KGS 100.300781
KHR 4599.249852
KMF 492.617229
KPW 1032.250901
KRW 1752.130969
KWD 0.353179
KYD 0.955446
KZT 559.543917
LAK 25295.872375
LBP 102708.92515
LKR 382.668433
LRD 208.916469
LSL 18.815678
LTL 3.386631
LVL 0.693776
LYD 7.311819
MAD 10.580612
MDL 20.248208
MGA 4817.169398
MKD 61.628611
MMK 2408.272435
MNT 4107.54883
MOP 9.256923
MRU 45.947051
MUR 54.881752
MVR 17.720734
MWK 1992.243861
MXN 19.872547
MYR 4.745948
MZN 73.301688
NAD 18.814173
NGN 1560.350288
NIO 41.990088
NOK 11.102662
NPR 172.945006
NZD 1.997675
OMR 0.441554
PAB 1.14663
PEN 3.881306
PGK 5.032508
PHP 69.638491
PKR 319.223511
PLN 4.259467
PYG 7041.056554
QAR 4.175458
RON 5.239364
RSD 117.183799
RUB 83.845404
RWF 1679.12748
SAR 4.299026
SBD 9.24601
SCR 15.693948
SDG 688.744688
SEK 10.98638
SGD 1.482316
SHP 0.85631
SLE 28.387314
SLL 24050.86738
SOS 655.483268
SRD 42.898615
STD 23739.445827
STN 24.544623
SVC 10.032843
SYP 126.774237
SZL 18.814083
THB 37.723444
TJS 10.63456
TMT 4.014308
TND 3.339618
TOP 2.761569
TRY 53.262066
TTD 7.775237
TWD 36.375404
TZS 3017.595134
UAH 51.508996
UGX 4173.182519
USD 1.146945
UYU 45.84299
UZS 13769.075108
VES 695.774297
VND 30176.12295
VUV 136.226685
WST 3.156058
XAF 656.142926
XAG 0.017685
XAU 0.000276
XCD 3.099677
XCG 2.066386
XDR 0.807102
XOF 648.024305
XPF 119.331742
YER 273.665193
ZAR 18.876464
ZMK 10323.885445
ZMW 20.552914
ZWL 369.315822
  • DAX

    -40.9800

    24985.82

    -0.16%

  • Euro STOXX 50

    -30.1400

    6293.13

    -0.48%

  • SDAX

    137.6300

    18511.25

    +0.74%

  • MDAX

    -27.1300

    32638.42

    -0.08%

  • TecDAX

    6.7100

    3954.14

    +0.17%

  • Goldpreis

    -73.0000

    4172.9

    -1.75%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1469

    +0.02%

Studie kritisiert Vernachlässigung des Rohmaterial-Verbrauchs beim Klimaschutz
Studie kritisiert Vernachlässigung des Rohmaterial-Verbrauchs beim Klimaschutz

Studie kritisiert Vernachlässigung des Rohmaterial-Verbrauchs beim Klimaschutz

Weltweit vernachlässigen die Regierungen einer Studie zufolge die massiven Auswirkungen der "Wegwerf"-Wirtschaft auf die Treibhausgasemissionen. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Studie der Organisation Circle Economy wurden seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 mehr als eine halbe Billion Tonnen Rohmaterialien verbraucht. Die Wissenschaftler schätzen, dass 70 Prozent der Treibhausgasemissionen mit der Herstellung und Nutzung von Produkten zusammenhängen.

Textgröße:

In ihrem Jahresbericht kritisieren die Forscher jedoch, dass sich die Klimazusagen der nationalen Regierungen zur Emissionsreduzierung hauptsächlich auf die Nutzung fossiler Brennstoffe konzentrieren und den wachsenden globalen Appetit auf Produkte von Kleidung bis zu Gebäuden ignorieren. Forschungsleiter Matthew Fraser erklärte der Nachrichtenagentur AFP, es wäre "bedeutsam", die Beziehung zu materiellen Produkten zu hinterfragen. Er verglich die aktuelle Situation mit dem täglichen Konsum von ungesundem Fastfood.

In ihrem Bericht schätzen die Forscher, dass die Welt das Pariser Klimaziel von maximal 1,5 Grad Celsius Erwärmung über dem vorindustriellen Niveau erreichen könnte, wenn die Wirtschaft stärker auf Recycling ausgerichtet wäre und die Ressourcengewinnung und der Materialverbrauch um 28 Prozent reduziert würden. Sie kritisieren, dass nur ein Drittel der Klimapläne der Staaten die sogenannte Kreislaufwirtschaft - eine Wirtschaft mit einer Recyclingquote nahe hundert Prozent - erwähnt. Dabei verbrauche die Menschheit 70 Prozent mehr Rohstoffe, als die Erde nachhaltig zur Verfügung stellen könnte.

Grundlage der Analyse sind nationale Statistiken zu Importen und Exporten. Auf dieser Basis schätzten die Forscher die Menge der verbrauchten - und wiederverwendeten - Rohstoffe. Demnach stieg der jährliche Ressourcenverbrauch von 89,8 Milliarden Tonnen im Jahr 2016 auf mehr als 100 Milliarden Tonnen im Jahr 2019. Für vergangenes Jahr rechneten die Forscher mit einem Materialverbrauch von 101,4 Milliarden Tonnen.

2020 wurden demnach nur 8,6 Prozent aller verbrauchten Materialien recycelt. 2018 waren es hingegen noch 9,1 Prozent. "Auch wenn wir bei der Verwendung von Materialien immer effizienter werden - Computer werden kleiner, Autos werden leichter, das Recycling wird besser -, summieren sich diese kleinen Effizienzgewinne im Vergleich zur steigenden Gesamtnachfrage einfach nicht", erklärte Fraser.

Fraser zufolge wird sich das Wirtschaftsmodell, dass es Menschen in reicheren Ländern ermöglicht, Produkte aus der ganzen Welt zu kaufen, die innerhalb von Stunden und Tagen geliefert werden, "zwangsläufig ändern müssen".

In dem Bericht werden verschiedene Strategien genannt, um den globalen Materialverbrauch zu reduzieren. Dazu gehört etwa, die Reparatur von Elektrogeräten wieder leichter zu machen, und Gegenstände so zu designen, dass sie leichter recycelt werden können. Außerdem sollte die Verwendung von Einwegplastik eingeschränkt und Nutzgegenstände wie Autos häufiger vermietet als von Einzelpersonen gekauft werden. Großes Potenzial gibt es Fraser zufolge vor allem im Bauwesen.

Er forderte, dass die Politik Anreize setzt, um Recycling wirtschaftlich attraktiver als Neuproduktion zu machen. Dies sollte demnach als integraler Bestandteil des Klimaschutzes angesehen werden.

H.Roth--NZN