Zürcher Nachrichten - Kerzen und Schweigeminute: Australien gedenkt der Opfer des Anschlags vom Bondi Beach

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Kerzen und Schweigeminute: Australien gedenkt der Opfer des Anschlags vom Bondi Beach
Kerzen und Schweigeminute: Australien gedenkt der Opfer des Anschlags vom Bondi Beach / Foto: GEORGE CHAN - AFP

Kerzen und Schweigeminute: Australien gedenkt der Opfer des Anschlags vom Bondi Beach

Schweigeminute, Kerzen und Flaggen auf Halbmast: Genau eine Woche nach dem antisemitischen Schusswaffenangriff auf eine Chanukka-Feier am weltberühmten Bondi Beach in Sydney hat Australien der Opfer gedacht. Rund 20.000 Menschen versammelten sich am Sonntag am Ort des Angriffs zu einer Gedenkveranstaltung, wie die Organisatoren mitteilten.

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Landesweit wehten die Flaggen auf Halbmast, als um 18.47 Uhr (Ortszeit, 8.47 Uhr MEZ) zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf der Regierung folgten, bei Kerzenlicht eine Schweigeminute zum Gedenken der 15 Todesopfer abzuhalten. Genau zu dieser Uhrzeit hatte es am Sonntag zuvor die ersten Berichte über die Schüsse am Bondi Beach gegeben.

"Die vergangene Woche hat uns unsere Unschuld genommen, und so wie das Gras hier in Bondi mit Blut befleckt wurde, so wurde auch unsere Nation befleckt", sagte der Repräsentant der örtlichen jüdischen Gemeinde, David Ossip, bei der Gedenkveranstaltung an dem Strand.

Sanitäter, Polizisten und Angehörige der Opfer wurden auf die Bühne gebeten, um bei Anbruch der Dämmerung die Kerzen einer Menora zu entzünden, des siebenarmigen jüdischen Leuchters. Ein Rabbi verlas die Namen der Opfer.

Unter den Beifall der rund 20.000 Teilnehmenden mischten sich Buh-Rufe, als die Anwesenheit des australischen Regierungschefs Anthony Albanese angekündigt wurde. "Blut an deinen Händen" rief ein Mann beim Eintreffen des Premierministers, wie Fernsehaufnahmen zeigten. Albanese erschien mit einer Kippah - der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung - zu dem Gedenken, hielt jedoch keine Rede.

In unzähligen Privathäusern wurden landesweit Kerzen in den Fenstern entzündet, um unter dem Motto "Licht statt Dunkelheit" Unterstützung für die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu bekunden. An der berühmten Sydney Harbour Bridge, einem der Wahrzeichen der Stadt, waren die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Auf einem Banner an einem Wasserflugzeug, das den Bondi Beach überflog, war eine Solidaritätsbekundung für "unsere jüdische Gemeinde" zu lesen.

Bereits am Samstag hatten sich Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer am Bondi Beach versammelt und mit Blick auf den Ozean drei Schweigeminuten abgehalten.

Bei dem Angriff hatten zwei Männer - Vater und Sohn - am Bondi Beach auf Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka geschossen und 15 Menschen getötet. Unter den Toten waren ein zehnjähriges Kind und ein Holocaust-Überlebender. Dutzende Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Nach dem Angriff wurde ein 50-jähriger Attentäter von der Polizei erschossen, dem 24-jährigen zweiten mutmaßlichen Schützen wird 15-facher Mord vorgeworfen. Er wurde zudem wegen Terrorismus und dutzender weiterer schwerer Verbrechen angeklagt.

Die australischen Behörden stuften das Verbrechen als antisemitischen Angriff ein. Albanese zufolge waren die Angreifer offenbar von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angetrieben.

"Wir sind hier zusammen. Wendet euch an Fremde und umarmt sie", sagte Roslyn Fishall, ein Mitglied der jüdischen Gemeinde von Sydney der Nachrichtenagentur AFP während des Gedenkens am Bondi Beach. "Lasst uns gemeinsam Frieden schließen", fügte sie hinzu.

"Es ist immer noch sehr schwer zu verstehen, was passiert ist", sagte die ebenfalls bei der Gedenkfeier anwesende Leona Pemberton. "Ich denke, irgendwann müssen die Tränen einfach fließen."

Albanese erklärte am Sonntag, seine Regierung werde prüfen, ob Polizei und Geheimdienste über die nötigen Befugnisse, Strukturen und Vereinbarungen zum Informationsaustausch verfügten, "um die Sicherheit der Australier zu gewährleisten". "Die von IS inspirierte Gräueltat zeige die sich rasch verändernde Sicherheitslage in unserem Land", sagte der Premier. "Unsere Sicherheitsbehörden müssen in der Lage sein, optimal zu reagieren".

Am Freitag hatte Albanese bereits eine Aktion zum Rückkauf von Waffen angekündigt. Australien werde Waffenbesitzer dafür bezahlen, dass sie "überschüssige, verbotene und illegale Schusswaffen" abgeben, sagte Albanese.

Der Premier kündigte zudem an, die Gesetze zu verschärfen, die es einem der mutmaßlichen Täter erlaubt hatten, sechs Hochleistungsgewehre zu besitzen. "Es gibt keinen Grund, warum jemand, der in einem Vorort von Sydney lebt, so viele Waffen braucht", betonte der Regierungschef.

Schusswaffenangriffe sind in Australien relativ selten. Automatische und halbautomatische Waffen sind dort verboten, seit ein Bewaffneter 1996 in Port Arthur auf der Insel Tasmanien 35 Menschen erschossen hatte.

B.Brunner--NZN