Zürcher Nachrichten - Nordsee-Staaten diskutieren Energiefragen - doch Sicherheitsthema rückt in Vordergrund

EUR -
AED 4.175552
AFN 72.766476
ALL 94.162098
AMD 417.226554
ANG 2.035648
AOA 1043.169984
ARS 1679.636802
AUD 1.644928
AWG 2.046559
AZN 1.92839
BAM 1.955047
BBD 2.284181
BDT 139.496304
BGN 1.922493
BHD 0.428616
BIF 3388.19249
BMD 1.136977
BND 1.471414
BOB 7.836708
BRL 5.905231
BSD 1.134143
BTN 107.003929
BWP 15.475839
BYN 3.227601
BYR 22284.755976
BZD 2.280982
CAD 1.614792
CDF 2580.938264
CHF 0.920495
CLF 0.026587
CLP 1046.394248
CNY 7.720645
CNH 7.732367
COP 3919.547483
CRC 516.189954
CUC 1.136977
CUP 30.1299
CVE 110.218696
CZK 24.259115
DJF 201.961371
DKK 7.474711
DOP 66.832805
DZD 151.71364
EGP 56.316417
ERN 17.05466
ETB 180.381436
FJD 2.576502
FKP 0.864046
GBP 0.861095
GEL 3.00102
GGP 0.864046
GHS 12.755641
GIP 0.864046
GMD 82.430365
GNF 9938.043459
GTQ 8.652403
GYD 237.290312
HKD 8.914414
HNL 30.380123
HRK 7.530884
HTG 148.229683
HUF 354.486503
IDR 20428.071971
ILS 3.391518
IMP 0.864046
INR 107.9276
IQD 1489.440323
IRR 1563400.698685
ISK 143.986411
JEP 0.864046
JMD 178.749622
JOD 0.806128
JPY 183.939063
KES 147.307059
KGS 99.429036
KHR 4559.279095
KMF 493.447827
KPW 1023.280009
KRW 1756.368857
KWD 0.352043
KYD 0.94512
KZT 549.658752
LAK 25087.404586
LBP 101564.518415
LKR 382.216151
LRD 206.406917
LSL 18.862653
LTL 3.357198
LVL 0.687746
LYD 7.283164
MAD 10.705207
MDL 20.130897
MGA 4835.075056
MKD 61.614805
MMK 2387.123574
MNT 4074.725728
MOP 9.158813
MRU 45.55903
MUR 54.790635
MVR 17.566605
MWK 1974.929588
MXN 19.897422
MYR 4.684233
MZN 72.659519
NAD 18.862627
NGN 1564.706343
NIO 41.624902
NOK 11.202746
NPR 171.205334
NZD 2.014667
OMR 0.437174
PAB 1.134124
PEN 3.890724
PGK 4.977128
PHP 69.735371
PKR 315.618218
PLN 4.285677
PYG 6930.301857
QAR 4.144273
RON 5.233052
RSD 117.356435
RUB 86.07175
RWF 1666.643804
SAR 4.269367
SBD 9.154888
SCR 15.49385
SDG 682.186179
SEK 11.066313
SGD 1.474626
SHP 0.848868
SLE 28.197192
SLL 23841.850618
SOS 648.14481
SRD 42.431636
STD 23533.135508
STN 24.490788
SVC 9.924005
SYP 125.672491
SZL 18.779028
THB 37.917899
TJS 10.48488
TMT 3.979421
TND 3.33987
TOP 2.737569
TRY 52.900029
TTD 7.702899
TWD 36.186007
TZS 2978.119975
UAH 50.996697
UGX 4196.237124
USD 1.136977
UYU 45.501085
UZS 13623.516284
VES 705.782081
VND 29925.24374
VUV 136.233463
WST 3.158268
XAF 655.684425
XAG 0.019648
XAU 0.000282
XCD 3.072738
XCG 2.043977
XDR 0.815475
XOF 655.693071
XPF 119.331742
YER 271.311222
ZAR 18.725679
ZMK 10234.145868
ZMW 20.47076
ZWL 366.106241
  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1365

    -0.11%

  • MDAX

    53.3900

    31972.64

    +0.17%

  • DAX

    254.4700

    24994.83

    +1.02%

  • TecDAX

    9.7000

    3892.72

    +0.25%

  • SDAX

    -109.2300

    17854.48

    -0.61%

  • Euro STOXX 50

    52.8300

    6267.53

    +0.84%

  • Goldpreis

    -3.7000

    4043.9

    -0.09%

Nordsee-Staaten diskutieren Energiefragen - doch Sicherheitsthema rückt in Vordergrund
Nordsee-Staaten diskutieren Energiefragen - doch Sicherheitsthema rückt in Vordergrund / Foto: Martin Meissner - Pool/AFP

Nordsee-Staaten diskutieren Energiefragen - doch Sicherheitsthema rückt in Vordergrund

Beim Nordseegipfel in Hamburg soll es vornehmlich um Fragen der Energieproduktion und -versorgung Europas gehen, doch das Thema Sicherheit rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte am Montag, die Energiesicherheit sei für Europa so bedeutsam wie die Verteidigungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Und die Nordsee spiele in diesen Fragen eine zentrale Rolle.

Textgröße:

Reiche verwies auf die Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos, die allgemein als scharfe Kritik am Kurs von US-Präsident Donald Trump und dessen Drohungen mit Blick auf Grönland gewertet wurde. Carneys Rede sowie auch die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seien "bemerkenswert" gewesen und die Quintessenz laute: "Wir müssen uns vorbereiten", sagte Reiche.

"Eine sichere und europäisch gedachte Versorgung macht uns souveräner, macht uns resilienter und damit krisenfester", führte sie aus. "Unser Ziel ist klar: Wir wollen das enorme Potenzial der Nordsee besser nutzen." Zugleich müsse die dortige Infrastruktur wie Pipelines und Unterseekabel besser geschützt werden.

Konkret haben sich die in Hamburg versammelten Nordsee-Anrainerstaaten Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Norwegen auf den grenzüberschreitenden Ausbau von Offshore-Windkraft verständigt. Bis zu 100 Gigawatt Erzeugungsleistung soll grenzüberschreitend vernetzt werden. Zudem unterzeichneten Vertreter der Staaten sowie der Offshore-Windindustrie und von Übertragungsnetzbetreibern einen Investitionspakt, um den Nordseeraum zum "weltweit größten Hub für saubere Energie" zu machen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

Die beteiligten Staaten strebten darin die "Sicherstellung einer stabilen Pipeline von Offshore-Wind-Ausschreibungen über das Jahr 2030 hinaus an". Im Gegenzug verpflichte sich die Branche dazu, "die Stromgestehungskosten bis 2040 um 30 Prozent zu reduzieren", erklärte das Ministerium. Als Stromgestehungskosten werden die Gesamtkosten der Stromerzeugung über die volle Lebensdauer einer Anlage bezeichnet.

Der Nordsee-Gipfel fand erstmalig 2022 im dänischen Esbjerg in Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine statt. 2023 trafen sich die Nordsee-Anrainer im belgischen Ostende. Die Energieversorgung und speziell die Offshore-Windenergie und die angestrebte Unabhängigkeit von russischem Erdgas standen dabei im Fokus.

EU-Energiekommissar Dan Jörgensen bekräftigte dieses Anliegen. "Wir haben uns entschieden, endlich die Importe russischer Energie zu beenden", sagte der Däne. Die EU werde sich nicht mehr erpressen lassen und "nicht mehr indirekt den Krieg in der Ukraine mitfinanzieren".

Im Jahr 2026 ist ein Gipfeltreffen zum Ausbau der Windenergie und allgemein zur Sicherheit in der Nordsee allerdings auch eine Gegenveranstaltung zum Kurs der USA, deren Präsident die Windkraft ablehnt und mit seinem Anspruch auf Grönland die Europäer brüskiert. "Für uns im Vereinigten Königreich ist es so, dass Offshore-Windkraft absolut essenziell für unsere Energiesicherheit ist", sagte Großbritanniens Energieminister Ed Miliband. "Wir stimmen ganz offensichtlich Präsident Trump zu diesem Thema nicht zu."

"Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffen wir bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduzieren strategische Abhängigkeiten und erhöhen die Resilienz Europas insgesamt", erklärte Wirtschaftsministerin Reiche. Am diesjährigen Nordseegipfel nehmen auch Vertreter Islands sowie der Nato teil. Bundeskanzler Merz sollte die Teilnehmer am Hamburger Hafen offiziell begrüßen.

J.Hasler--NZN