Zürcher Nachrichten - Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"

EUR -
AED 4.417216
AFN 78.16954
ALL 97.184693
AMD 455.072331
ANG 2.152767
AOA 1102.79295
ARS 1734.892031
AUD 1.716493
AWG 2.166201
AZN 2.044165
BAM 1.974798
BBD 2.419093
BDT 146.773247
BGN 2.019627
BHD 0.453417
BIF 3571.750699
BMD 1.20261
BND 1.521185
BOB 8.299744
BRL 6.242624
BSD 1.201065
BTN 110.167319
BWP 15.808214
BYN 3.42244
BYR 23571.149394
BZD 2.41566
CAD 1.63386
CDF 2693.845366
CHF 0.917303
CLF 0.026185
CLP 1033.931299
CNY 8.363729
CNH 8.336965
COP 4396.139623
CRC 596.745935
CUC 1.20261
CUP 31.869156
CVE 111.181554
CZK 24.227814
DJF 213.727287
DKK 7.467346
DOP 75.704577
DZD 155.380836
EGP 56.53083
ERN 18.039145
ETB 186.404516
FJD 2.64027
FKP 0.878074
GBP 0.869493
GEL 3.241077
GGP 0.878074
GHS 13.15052
GIP 0.878074
GMD 87.79105
GNF 10522.835072
GTQ 9.215736
GYD 251.285393
HKD 9.382171
HNL 31.821034
HRK 7.538556
HTG 157.516693
HUF 379.829849
IDR 20088.512071
ILS 3.735846
IMP 0.878074
INR 110.040583
IQD 1575.418658
IRR 50659.932242
ISK 145.215164
JEP 0.878074
JMD 188.705434
JOD 0.852681
JPY 183.245847
KES 155.413805
KGS 105.166995
KHR 4847.719246
KMF 495.47487
KPW 1082.372041
KRW 1720.675882
KWD 0.367987
KYD 1.000929
KZT 605.103896
LAK 25907.220363
LBP 102883.256592
LKR 371.911049
LRD 223.023597
LSL 19.193309
LTL 3.550993
LVL 0.727446
LYD 7.606478
MAD 10.889666
MDL 20.250822
MGA 5381.678534
MKD 61.877841
MMK 2525.539668
MNT 4287.465121
MOP 9.651229
MRU 47.960233
MUR 54.742595
MVR 18.580395
MWK 2087.730185
MXN 20.64971
MYR 4.752114
MZN 76.678295
NAD 19.19389
NGN 1693.491105
NIO 44.137978
NOK 11.532474
NPR 176.268248
NZD 1.99086
OMR 0.462426
PAB 1.201045
PEN 4.024532
PGK 5.119514
PHP 70.59797
PKR 336.430158
PLN 4.199008
PYG 8050.516648
QAR 4.378696
RON 5.09413
RSD 117.386704
RUB 92.200458
RWF 1746.189231
SAR 4.509597
SBD 9.714291
SCR 16.980843
SDG 723.368311
SEK 10.569778
SGD 1.515944
SHP 0.902269
SLE 29.221206
SLL 25218.122446
SOS 687.292439
SRD 46.056353
STD 24891.591964
STN 24.773759
SVC 10.509147
SYP 13300.351637
SZL 19.193643
THB 37.173272
TJS 11.218177
TMT 4.209134
TND 3.403989
TOP 2.895595
TRY 52.195305
TTD 8.167644
TWD 37.591533
TZS 3071.734468
UAH 51.557652
UGX 4288.291007
USD 1.20261
UYU 45.002949
UZS 14581.64198
VES 431.106882
VND 31429.000932
VUV 144.009275
WST 3.282274
XAF 662.345595
XAG 0.010722
XAU 0.000232
XCD 3.250113
XCG 2.164643
XDR 0.825899
XOF 664.436686
XPF 119.331742
YER 286.706838
ZAR 19.142214
ZMK 10824.938816
ZMW 23.714852
ZWL 387.239821
  • Euro STOXX 50

    36.7900

    5994.59

    +0.61%

  • MDAX

    -98.4000

    31727.85

    -0.31%

  • DAX

    -38.6400

    24894.44

    -0.16%

  • TecDAX

    -17.0500

    3712.95

    -0.46%

  • SDAX

    -47.6400

    18327.67

    -0.26%

  • Goldpreis

    97.1000

    5179.6

    +1.87%

  • EUR/USD

    0.0162

    1.2044

    +1.35%

Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"
Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie" / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Nordsee-Staaten wollen Windenergie ausbauen - Merz sieht aber nur "Übergangstechnologie"

Beim Nordseegipfel in Hamburg haben die Anrainerstaaten der Nordsee einen beschleunigten Ausbau der Offshore-Windenergie vereinbart. Die Staats- und Regierungschefs von neun Ländern unterzeichneten am Montag in Hamburg eine entsprechende Erklärung. Ziel ist demnach eine sicherere Energieversorgung und Unabhängigkeit von russischem Gas. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezeichnete die Windenergie dennoch als "Übergangstechnologie" - er setze auf die Kernfusion, die alle anderen Stromerzeugungsmethoden mittelfristig überflüssig machen werde.

Textgröße:

Neben Energiefragen ging es beim sogenannten Nordsee-Gipfel in der Hansestadt um die Sicherheit im Norden und die Verhandlungen mit den USA über die Zukunft Grönlands. "Vor allem Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können sich auf unsere Solidarität verlassen", sagte Merz dazu.

In den vergangenen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump die europäischen Länder und insbesondere Dänemark wiederholt brüskiert, indem er eine Übernahme von Grönland forderte. Die Spannungen wurden inzwischen entschärft. Trump verkündete nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in der vergangenen Woche ein Rahmenwerk für ein späteres Grönland-Abkommen. Über dieses soll nun verhandelt werden.

"Es geht um unsere demokratischen Prinzipien, es geht um unsere Integrität und es geht darum, wer wir sind", sagte Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen in Hamburg und bedankte sich für die Unterstützung. "Ich muss sagen, dass Europa meiner Meinung nach in den vergangenen Wochen Stärke und Einheit bewiesen hat."

Trump führt Sicherheitsinteressen gegenüber Russland und China an, die es ebenfalls auf Grönland abgesehen hätten. Neben Sicherheitsfragen geht es zudem um wirtschaftliche Interessen. Washington befürchtet, dass sich russische und chinesische Unternehmen in und um Grönland etwa Ausbeutungsrechte für Rohstoffe sichern oder Land erwerben.

Der erste Nordsee-Gipfel hatte 2022 im dänischen Esbjerg in Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine stattgefunden. 2023 trafen sich die Nordsee-Anrainer im belgischen Ostende. Die Energieversorgung und speziell die Offshore-Windenergie und die angestrebte Unabhängigkeit von russischem Erdgas standen dabei im Fokus.

EU-Energiekommissar Dan Jörgensen bekräftigte dieses Anliegen. "Wir haben uns entschieden, endlich die Importe russischer Energie zu beenden", sagte der Däne. Die EU werde sich nicht mehr erpressen lassen und "nicht mehr indirekt den Krieg in der Ukraine mitfinanzieren".

Konkret verständigten sich Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Norwegen auf den grenzüberschreitenden Ausbau von Offshore-Windkraft. Bis zu 100 Gigawatt Erzeugungsleistung soll grenzüberschreitend vernetzt werden. Zudem unterzeichneten Vertreter der Staaten sowie der Offshore-Windindustrie und von Übertragungsnetzbetreibern einen Investitionspakt, um den Nordseeraum zum "weltweit größten Hub für saubere Energie" zu machen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

"Eine sichere und europäisch gedachte Versorgung macht uns souveräner, macht uns resilienter und damit krisenfester", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Unser Ziel ist klar: Wir wollen das enorme Potenzial der Nordsee besser nutzen." Zugleich müsse die dortige Infrastruktur wie Pipelines und Unterseekabel besser geschützt werden.

Kanzler Merz stimmte dennoch bereits den Abgesang auf die Technologie der Windkraft an. Diese sei lediglich eine "Übergangstechnologie", die "uns zehn Jahre, 20 Jahre, vielleicht 30 Jahre begleiten" werde, sagte er. Er setze darauf, "dass Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nimmt". Strom werde dann so günstig sein, dass es keine anderen Erzeugungsmethoden mehr brauche.

An der Energieerzeugung mittels Kernfusion wird derzeit noch geforscht. Auch die Bundesregierung hatte Anfang Oktober eine milliardenschwere Förderung dafür bewilligt. Umweltschützer warnen davor, dass die Kernfusionstechnologie falsche Hoffnungen wecken könne und der Fokus auf große Kraftwerke Bemühungen um eine möglichst dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren entgegenstehe.

O.Krasniqi--NZN