Zürcher Nachrichten - Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose für 2026 und 2027 nach unten

EUR -
AED 4.215497
AFN 73.462725
ALL 95.928008
AMD 435.38919
ANG 2.054756
AOA 1052.582784
ARS 1600.600423
AUD 1.630858
AWG 2.066139
AZN 1.945141
BAM 1.955979
BBD 2.326279
BDT 141.692979
BGN 1.962039
BHD 0.433553
BIF 3424.584958
BMD 1.147855
BND 1.474824
BOB 7.980635
BRL 6.038896
BSD 1.155037
BTN 107.10294
BWP 15.663573
BYN 3.520513
BYR 22497.960723
BZD 2.322978
CAD 1.576946
CDF 2605.631197
CHF 0.911885
CLF 0.02664
CLP 1051.929343
CNY 7.889266
CNH 7.920711
COP 4256.327205
CRC 539.455155
CUC 1.147855
CUP 30.418161
CVE 110.287592
CZK 24.507399
DJF 205.680052
DKK 7.471418
DOP 69.830084
DZD 151.950765
EGP 59.967169
ERN 17.217827
ETB 180.34737
FJD 2.546861
FKP 0.861664
GBP 0.862998
GEL 3.116388
GGP 0.861664
GHS 12.590579
GIP 0.861664
GMD 84.940928
GNF 10122.911489
GTQ 8.846812
GYD 241.629498
HKD 8.990386
HNL 30.569792
HRK 7.539054
HTG 151.373537
HUF 392.265145
IDR 19474.510287
ILS 3.585463
IMP 0.861664
INR 107.020733
IQD 1512.909921
IRR 1509429.508194
ISK 143.4018
JEP 0.861664
JMD 181.352159
JOD 0.81381
JPY 182.55142
KES 148.475308
KGS 100.377518
KHR 4625.330309
KMF 491.281897
KPW 1033.055826
KRW 1721.811368
KWD 0.352093
KYD 0.962447
KZT 557.17297
LAK 24783.804292
LBP 103445.652394
LKR 359.638737
LRD 211.353296
LSL 19.279293
LTL 3.389317
LVL 0.694327
LYD 7.370152
MAD 10.808114
MDL 20.13788
MGA 4810.404492
MKD 61.670198
MMK 2410.196717
MNT 4116.027501
MOP 9.32411
MRU 46.099259
MUR 53.386504
MVR 17.745724
MWK 2002.784752
MXN 20.448655
MYR 4.521977
MZN 73.357263
NAD 19.279293
NGN 1564.446099
NIO 42.502224
NOK 10.991514
NPR 171.379291
NZD 1.974781
OMR 0.441344
PAB 1.154937
PEN 3.944161
PGK 4.983433
PHP 69.075658
PKR 322.652705
PLN 4.280128
PYG 7465.179606
QAR 4.19976
RON 5.097049
RSD 117.451962
RUB 98.721522
RWF 1685.984912
SAR 4.309636
SBD 9.23477
SCR 15.640114
SDG 689.861145
SEK 10.788909
SGD 1.472715
SHP 0.861189
SLE 28.295101
SLL 24069.960762
SOS 660.089851
SRD 42.901089
STD 23758.283866
STN 24.507049
SVC 10.105422
SYP 126.87101
SZL 19.284631
THB 37.748358
TJS 11.046763
TMT 4.017493
TND 3.398596
TOP 2.763759
TRY 50.873187
TTD 7.829149
TWD 36.694288
TZS 2981.553918
UAH 50.79373
UGX 4344.890054
USD 1.147855
UYU 46.769581
UZS 14083.885094
VES 517.617056
VND 30177.111603
VUV 137.063567
WST 3.136193
XAF 656.145717
XAG 0.016464
XAU 0.000248
XCD 3.102136
XCG 2.081445
XDR 0.816077
XOF 656.148576
XPF 119.331742
YER 273.84957
ZAR 19.355157
ZMK 10332.070799
ZMW 22.586595
ZWL 369.608886
  • Euro STOXX 50

    -125.3000

    5611.55

    -2.23%

  • Goldpreis

    -295.8000

    4600.4

    -6.43%

  • TecDAX

    -70.5000

    3489.16

    -2.02%

  • SDAX

    -445.6900

    16428.15

    -2.71%

  • MDAX

    -974.3000

    28545.12

    -3.41%

  • EUR/USD

    0.0049

    1.1518

    +0.43%

  • DAX

    -628.4700

    22873.78

    -2.75%

Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose für 2026 und 2027 nach unten
Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose für 2026 und 2027 nach unten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose für 2026 und 2027 nach unten

Die deutsche Wirtschaft wird in diesem und im kommenden Jahr nach Einschätzung der Bundesregierung weniger stark wachsen, als im Herbst erwartet worden war. Das Bundeswirtschaftsministerium korrigierte seine Prognose für 2026 von 1,3 auf 1,0 Prozent und für 2027 von 1,4 auf 1,3 Prozent herunter. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, sie wolle sich um strukturelle Angelegenheiten wie die Lohnnebenkosten, die Arbeitszeit oder die Energiekosten fokussieren, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Textgröße:

Reiche (CDU) stellte am Mittwoch den Jahreswirtschaftsbericht mit der aktualisierten Konjunkturprognose zunächst im Bundeskabinett und später der Öffentlichkeit vor. Probleme bereiten der deutschen Wirtschaft demnach die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sowie die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Unternehmen.

Getragen wird das Wachstum hingegen in erster Linie von den staatlichen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Das erwartete Wachstum im angelaufenen Jahr geht den Berechnungen des Ministeriums zufolge zu zwei Dritteln auf öffentliche Ausgaben zurück, im kommenden Jahr zu einem Drittel. Die erwartete Erholung "darf somit nicht darüber hinwegtäuschen, dass die strukturellen Wachstumsperspektiven weiterhin spürbar abgeschwächt und angesichts tiefgreifender Umbrüche mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet sind", erklärte das Wirtschaftsministerium.

Reiche sprach sich deshalb für "umfangreiche Strukturreformen" aus. Die Lohnnebenkosten müssten sinken, der Arbeitsmarkt flexibler werden und mit Weiterbildung und Fachkräfteanwerbung im Ausland der demographische Wandel ausgeglichen werden. Sie verwies auf die geplante Umstellung der Regelarbeitszeit von acht Stunden am Tag auf eine Wochenarbeitszeit. Zudem müssten mehr Menschen in Vollzeit statt wie bisher in Teilzeit arbeiten.

Die Bundesregierung habe bereits "viel auf den Weg gebracht und auch umgesetzt", sagte Reiche weiter. Sie verwies etwa auf den geplanten Bau neuer Gaskraftwerke zur Stabilisierung der Stromversorgung, die Reform des Bürgergeldes hin zu einer Grundsicherung und die Abschlüsse der EU-Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosurstaaten und mit Indien.

Laut Vizeregierungssprecher Steffen Meyer will sich die Bundesregierung unter anderem auf den Rückbau der "überbordenden Bürokratie" konzentrieren. "Die Vorhaben des Entlastungskabinetts, der Modernisierungsagenda und zur Beschleunigung von Planungs und Genehmigungsverfahren werden nun Schritt für Schritt umgesetzt", sagte er.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, erkennt im Jahreswirtschaftsbericht "massive Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Bundesregierung". Während das Wirtschaftsministerium "ausdrücklich auf ordnungspolitische Leitlinien, Angebotsstärkung und Strukturreformen im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft drängt, setzen SPD-geführte Ressorts weiterhin auf staatliche Ausgabenprogramme und einen beschwichtigenden Ton".

Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, kritisiert hingegen, dass die Bundesregierung keine "echte industriepolitische Antwort auf die Herausforderungen aus den USA und China" liefere und stattdessen "über möglichen Bürokratieabbau, kleinere Einsparungen beim Bürgergeld oder Aufgabenkritik bei staatlichen Ausgaben" referiere. "Das mögen alles relevante Themen sein, allerdings nicht die Punkte, die über das Schicksal der deutschen Industrie und des deutschen Wohlstands entscheiden."

O.Krasniqi--NZN