Zürcher Nachrichten - Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus

EUR -
AED 4.164447
AFN 72.004008
ALL 94.192054
AMD 417.364792
ANG 2.030235
AOA 1040.391472
ARS 1677.41211
AUD 1.64532
AWG 2.042535
AZN 1.930749
BAM 1.955652
BBD 2.284927
BDT 139.536383
BGN 1.917381
BHD 0.427768
BIF 3380.74462
BMD 1.133954
BND 1.471889
BOB 7.839339
BRL 5.899396
BSD 1.134514
BTN 107.038914
BWP 15.480694
BYN 3.228585
BYR 22225.505097
BZD 2.281708
CAD 1.614791
CDF 2572.941842
CHF 0.922228
CLF 0.026522
CLP 1043.827275
CNY 7.700119
CNH 7.71754
COP 3900.247298
CRC 516.360994
CUC 1.133954
CUP 30.04979
CVE 110.255699
CZK 24.253412
DJF 202.022958
DKK 7.474296
DOP 66.85495
DZD 151.455507
EGP 56.136297
ERN 17.009315
ETB 178.928606
FJD 2.544817
FKP 0.861749
GBP 0.861788
GEL 2.993284
GGP 0.861749
GHS 12.759924
GIP 0.861749
GMD 82.212457
GNF 9941.249043
GTQ 8.655346
GYD 237.369976
HKD 8.890871
HNL 30.356707
HRK 7.536148
HTG 148.278799
HUF 355.563292
IDR 20390.766972
ILS 3.374079
IMP 0.861749
INR 107.019152
IQD 1486.187734
IRR 1559243.917571
ISK 144.012695
JEP 0.861749
JMD 178.806493
JOD 0.803924
JPY 183.550352
KES 146.948813
KGS 99.164194
KHR 4568.6146
KMF 492.135677
KPW 1020.559304
KRW 1750.190057
KWD 0.351197
KYD 0.94542
KZT 549.838465
LAK 25213.873004
LBP 101596.829476
LKR 382.341118
LRD 206.472582
LSL 18.787581
LTL 3.348272
LVL 0.685917
LYD 7.28545
MAD 10.680393
MDL 20.137301
MGA 4836.591994
MKD 61.64877
MMK 2380.776672
MNT 4063.891816
MOP 9.161727
MRU 45.062596
MUR 54.645287
MVR 17.519607
MWK 1967.234048
MXN 20.004786
MYR 4.668829
MZN 72.470882
NAD 18.787581
NGN 1564.641505
NIO 41.745926
NOK 11.216854
NPR 171.258288
NZD 2.011646
OMR 0.436007
PAB 1.134504
PEN 3.882321
PGK 4.978624
PHP 69.42412
PKR 315.72835
PLN 4.287396
PYG 6932.415194
QAR 4.135351
RON 5.232175
RSD 117.384725
RUB 85.611258
RWF 1667.159361
SAR 4.259484
SBD 9.130547
SCR 15.940623
SDG 680.372671
SEK 11.070479
SGD 1.471646
SHP 0.846611
SLE 28.120022
SLL 23778.459723
SOS 648.345307
SRD 42.478358
STD 23470.565428
STN 24.498149
SVC 9.92725
SYP 125.338352
SZL 18.785167
THB 37.877702
TJS 10.488215
TMT 3.96884
TND 3.368546
TOP 2.73029
TRY 52.745603
TTD 7.705418
TWD 36.116109
TZS 2969.757262
UAH 51.013146
UGX 4197.682909
USD 1.133954
UYU 45.516562
UZS 13627.97055
VES 703.905542
VND 29845.678273
VUV 135.871245
WST 3.149871
XAF 655.901669
XAG 0.019811
XAU 0.000285
XCD 3.064569
XCG 2.0446
XDR 0.814184
XOF 655.907453
XPF 119.331742
YER 270.589849
ZAR 18.783807
ZMK 10206.954842
ZMW 20.477273
ZWL 365.132835
  • TecDAX

    20.2600

    3903.28

    +0.52%

  • DAX

    249.5200

    24989.88

    +1%

  • MDAX

    263.5000

    32182.75

    +0.82%

  • Euro STOXX 50

    56.3300

    6271.03

    +0.9%

  • Goldpreis

    36.7000

    4045.5

    +0.91%

  • SDAX

    -58.5100

    17905.2

    -0.33%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1368

    +0.06%

Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus
Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus / Foto: DAVID GRAY - AFP

Online-Sicherheit für Jugendliche: Plattformbetreiber im Fokus

In der Debatte um einen besseren Schutz von Jugendlichen im Internet rücken zunehmend die Betreiber der Sozialen Netzwerke in den Fokus. Anlässlich des Safer Internet Day forderten Verbraucherschützer und führende Politiker am Dienstag, die entsprechenden Unternehmen schärfer zu kontrollieren. Gegen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige gibt es indes parteiübergreifende Bedenken.

Textgröße:

Anlässlich des Safer Internet Day erklärte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) in Berlin, Sicherheit und Fairness im Netz bedeute auch "wirksamen Schutz vor Geschäftspraktiken, die in die Irre führen, manipulieren oder süchtig machen". Besonders wichtig sei hierbei "der effektive Schutz von Kindern und Jugendlichen".

Hierfür brauche es bessere europäische Regeln und klare Vorgaben für die Social-Media-Plattformen, betonte Hubig. Ein "echtes Problem" seien zum Beispiel Videospiele mit Glückspielelementen. "Kommerzielles Glückspiel hat im Kinderzimmer nichts verloren", erklärte die Ministerin. Es sei in diesem Zusammenhang zu begrüßen, dass die EU-Kommission einen Vorschlag für einen Digital Fairness Act angekündigt habe. Dieser soll den Schutz vor manipulativen kommerziellen Praktiken im digitalen Raum insgesamt verbessern.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer erklärte, Soziale Medien seien für Kinder und Jugendliche heute ein "selbstverständlicher Teil von Kommunikation, Lernen und Teilhabe". Regeln zum Schutz der Gesellschaft müssten jedoch "auch dort eingehalten werden", betonte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident.

Der Safer Internet Day geht auf eine europäische Initiative zurück und wird inzwischen weltweit begangen. Er zielt jedes Jahr darauf ab, das Bewusstsein für Online-Themen und damit verbundene Bedenken und Gefahren zu schärfen.

Juso-Chef Philipp Türmer sieht ebenfalls die Plattform-Betreiber in der Verantwortung, wenn es um Online-Gefahren für junge Menschen geht. Risiken und mögliche Schäden würden von den Betreibern in Kauf genommen, "weil Aufmerksamkeit Profit bringt", sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deshalb erwarten wir als Jusos vor allem konsequentes Handeln bei der Plattformregulierung." So müsse der europäische Digital Services Act konsequent durchgesetzt werden.

Der CDU-Digitalpolitiker Philipp Amthor sagte den Sendern RTL und ntv, Soziale Netzwerke würden zwar Risiken für Kinder und Jugendliche bergen. "Sie bilden auch eine Chance für demokratischen Austausch, auch mit Politikerinnen und Politikern."

Wie Amthor sieht auch die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek ein Social-Media-Verbot kritisch, weil dafür Daten preisgegeben werden müssten. Sie fordert stattdessen konsequente Kontrollen und Sanktionen gegen die Plattformbetreiber. Jugendliche seien "sehr pfiffig" und könnten ein Verbot leicht umgehen, sagte Reichinnek in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". Junge Menschen müssten vielmehr in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht in Alterskontrollen und starren Verboten lediglich das letzte Mittel. Das Grundproblem seien vielmehr Geschäftsmodelle und Algorithmen, "die Kinder und Jugendliche in ihren Bann ziehen, zu Suchtverhalten führen und jugendgefährdende Inhalte ausspielen", erklärte Ramona Pop, Vorständin des Verbands. Statt Verboten fordert dieser sichere Standardeinstellungen bei den Online-Plattformen.

Mehrere Länder haben ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche beschlossen oder auf den Weg gebracht, darunter Australien, Frankreich, Dänemark und Spanien. In Deutschland setzte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) vergangenen Herbst die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" ein. Diese soll bis Mitte 2026 Empfehlungen für gesetzliche Regelung der Nutzung von Online-Netzwerken durch Heranwachsende vorlegen.

Ch.Siegenthaler--NZN