Zürcher Nachrichten - Elektronische Patientenakte findet wenig Anklang - Warken kündigt Besserungen an

EUR -
AED 4.229542
AFN 75.432903
ALL 95.673329
AMD 434.159272
ANG 2.0616
AOA 1056.088321
ARS 1600.037833
AUD 1.67083
AWG 2.073309
AZN 1.948243
BAM 1.952178
BBD 2.314426
BDT 140.998406
BGN 1.968574
BHD 0.435883
BIF 3420.484544
BMD 1.151678
BND 1.480022
BOB 7.940268
BRL 5.943125
BSD 1.149078
BTN 107.036416
BWP 15.76482
BYN 3.404942
BYR 22572.894635
BZD 2.311032
CAD 1.605802
CDF 2654.618598
CHF 0.922253
CLF 0.02683
CLP 1059.39415
CNY 7.926598
CNH 7.931632
COP 4224.839701
CRC 534.701008
CUC 1.151678
CUP 30.519475
CVE 110.561488
CZK 24.525791
DJF 204.676064
DKK 7.473017
DOP 70.079416
DZD 153.596456
EGP 62.613641
ERN 17.275174
ETB 179.432426
FJD 2.595657
FKP 0.87241
GBP 0.872943
GEL 3.092212
GGP 0.87241
GHS 12.674256
GIP 0.87241
GMD 85.224041
GNF 10111.735079
GTQ 8.790691
GYD 240.503795
HKD 9.025876
HNL 30.524573
HRK 7.538767
HTG 150.815609
HUF 384.449823
IDR 19572.772669
ILS 3.605185
IMP 0.87241
INR 107.081324
IQD 1505.407027
IRR 1519265.219025
ISK 144.397379
JEP 0.87241
JMD 181.163103
JOD 0.816577
JPY 183.971327
KES 149.491314
KGS 100.713996
KHR 4595.35456
KMF 491.766833
KPW 1036.505563
KRW 1739.667758
KWD 0.35626
KYD 0.957623
KZT 544.519756
LAK 25302.824774
LBP 103077.556215
LKR 362.553652
LRD 210.858795
LSL 19.526796
LTL 3.400607
LVL 0.696639
LYD 7.34843
MAD 10.79587
MDL 20.219014
MGA 4804.045368
MKD 61.662483
MMK 2418.327165
MNT 4114.67681
MOP 9.276889
MRU 45.649316
MUR 54.048423
MVR 17.805197
MWK 1992.486051
MXN 20.579113
MYR 4.647079
MZN 73.649928
NAD 19.526373
NGN 1586.744956
NIO 42.280639
NOK 11.261919
NPR 171.256039
NZD 2.023556
OMR 0.443888
PAB 1.149068
PEN 3.975524
PGK 4.970692
PHP 69.359772
PKR 320.627134
PLN 4.277713
PYG 7433.273632
QAR 4.189827
RON 5.097447
RSD 117.45529
RUB 92.557209
RWF 1678.271739
SAR 4.323634
SBD 9.258079
SCR 16.611798
SDG 692.158588
SEK 10.916822
SGD 1.482176
SHP 0.864057
SLE 28.388965
SLL 24150.130531
SOS 656.678816
SRD 43.016278
STD 23837.415533
STN 24.454206
SVC 10.054346
SYP 127.419337
SZL 19.518871
THB 37.625302
TJS 11.014066
TMT 4.042391
TND 3.387615
TOP 2.772964
TRY 51.350339
TTD 7.795638
TWD 36.828393
TZS 2994.363368
UAH 50.326193
UGX 4311.001822
USD 1.151678
UYU 46.533666
UZS 13961.098053
VES 545.193566
VND 30335.206361
VUV 137.053299
WST 3.185856
XAF 654.736586
XAG 0.015928
XAU 0.000249
XCD 3.112468
XCG 2.070958
XDR 0.81616
XOF 654.747935
XPF 119.331742
YER 274.848455
ZAR 19.543963
ZMK 10366.482797
ZMW 22.205994
ZWL 370.839942
  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1513

    -0.08%

  • Goldpreis

    -31.5000

    4648.2

    -0.68%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

Elektronische Patientenakte findet wenig Anklang - Warken kündigt Besserungen an
Elektronische Patientenakte findet wenig Anklang - Warken kündigt Besserungen an / Foto: Rolf Vennenbernd - POOL/AFP/Archiv

Elektronische Patientenakte findet wenig Anklang - Warken kündigt Besserungen an

Ein Jahr nach Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) können die meisten Versicherten nicht viel damit anfangen. Ein Großteil von ihnen - 71 Prozent - nutzt das digitale Angebot bislang nicht: Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hervor. Verbraucherschützer und Ärzteverbände kritisierten die ePA als zu kompliziert und forderten nutzerfreundliche Verbesserungen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte zu, das Angebot attraktiver zu machen.

Textgröße:

In der vzbv-Erhebung beklagten viele Befragte fehlende Funktionen, unzureichende Informationen sowie komplizierte Freischaltungsprozesse als Hürden im Umgang mit der ePA. Die Verbraucherzentrale forderte die Politik auf, die Patientenakte zügig weiterzuentwickeln - denn generell sei sie ein vielversprechendes Angebot.

Auch Hausärzte-Vertreter zogen eine kritische Zwischenbilanz. Die allerwenigsten Patienten hätten sich ihre ePA einmal angeschaut, sagte der Chef des Deutschen Hausärtzinnen- und Hausärzteverbands, Markus Beier, den Funke-Zeitungen. "Das liegt vor allem an dem absurd komplizierten Registrierungsprozess, der selbst digital affine Menschen irgendwann frustriert aufgeben lässt."

Die vzbv-Vorständin Ramona Pop kritisierte: "Die elektronische Patientenakte ist noch nicht im Alltag der Menschen angekommen." Dabei könne die ePA "ein echter Gewinn für die Gesundheitsversorgung sein", weil sie diese "transparenter und effizienter" machen könnte. "Aber so, wie sie bislang ausgestaltet ist, bleibt sie deutlich hinter den Erwartungen zurück."

Die Verbandschefin forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, einen "verbindlichen Zeitplan" darüber vorzulegen, wie die Patientenakte praxistauglicher gestaltet werden kann. Pop schlug vor, etwa das Zahnbonusheft, den Impfpass und den Mutterpass in die ePA aufzunehmen - und zusätzlich eine Funktion mit Erinnerungen an anstehende Vorsorgetermine einzuführen.

Die Akte könne zudem zu einer Plattform für wissenschaftlich gesicherte Gesundheitsinformationen ausgebaut werden - "für Menschen, die Fragen haben und nicht irgendwelchen obskuren Gesundheits-Influencern auf den Leim gehen" wollten, sagte Pop.

Gesundheitsministerin Warken verteidigte die ePA trotz der bislang geringen Nutzerzahlen. "Wir werden die Nutzbarkeit so weiterentwickeln, dass sie für alle Versicherten einen größeren Mehrwert bringt", kündigte sie an. Der Zugang zur Akte müsse "einfacher werden, deshalb werden wir unter Einhaltung hoher Schutzstandards das Authentifizierungsverfahren vereinfachen".

"Neben dem e-Rezept und der Medikationsliste, die bereits fester Bestandteil der Versorgung sind, werden durch die E-Überweisung, die digitale Ersteinschätzung und eine verankerte Terminvermittlung weitere Anwendungen integriert", sagte Warken. "Dadurch wird die ePA auch für Versicherte attraktiv, die keine lange Krankheitsgeschichte haben."

Auch die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) forderten eine rasche Weiterentwicklung der ePA, die nicht nur eine "reine Dokumentensammlung" sein dürfe. Es müsse darum gehen, "Mehrwerte für Versicherte zu schaffen", sagte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, der Nachrichtenagentur AFP. "Dazu gehört insbesondere auch die Möglichkeit für die Krankenkassen, individuelle Inhalte und Anwendungen innerhalb der ePA anbieten zu dürfen."

Ähnliche Forderungen kamen von Patientenschützern. "Der Dauerärger mit der E-Akte muss ein Ende haben", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, AFP. "Die Bundesgesundheitsministerin ist aufgefordert, einen verbindlichen Fahrplan zur Problemlösung vorzulegen."

In der vom vzbv in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Forsa gaben 94 Prozent an, die ePA zu kennen. 71 Prozent gaben an, sie nicht aktiv zu nutzen. Neun Prozent gaben an, Widerspruch gegen die Anlage der Akte eingelegt zu haben oder sie löschen zu lassen.

Die Gründe, warum Versicherte ihre elektronische Patientenakte nicht aktiv nutzen, sind der Erhebung zufolge vielfältig. 75 Prozent gaben an, dass sie sich noch nicht mit der ePA auseinandergesetzt hätten. Jeder Dritte (33 Prozent) sagte, keinen persönlichen Nutzen in der Akte zu sehen.

Am 15. Januar 2025 ist die ePA offiziell gestartet. Die Krankenkassen mussten bis Mitte Februar 2025 allen Versicherten eine elektronische Patientenakte zur Verfügung gestellt, die nicht widersprochen haben. Seit Oktober 2025 sind Praxen, Krankenhäusern und Apotheken dazu verpflichtet, sie zu nutzen.

J.Hasler--NZN