Zürcher Nachrichten - Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Orban verhindert neue EU-Sanktionen gegen Moskau

EUR -
AED 4.122372
AFN 71.83997
ALL 91.464193
AMD 407.264835
ANG 2.009681
AOA 1029.330598
ARS 1711.802924
AUD 1.623561
AWG 2.023303
AZN 1.980396
BAM 1.945467
BBD 2.262682
BDT 138.12635
BGN 1.889659
BHD 0.42355
BIF 3372.487238
BMD 1.122498
BND 1.438396
BOB 13.53107
BRL 5.868594
BSD 1.123433
BTN 108.269931
BWP 15.892587
BYN 3.383975
BYR 22000.959233
BZD 2.259399
CAD 1.598746
CDF 2595.771504
CHF 0.934783
CLF 0.027924
CLP 1102.708317
CNY 7.526068
CNH 7.540514
COP 3729.084015
CRC 513.251036
CUC 1.122498
CUP 26.960599
CVE 109.682428
CZK 24.466528
DJF 199.490571
DKK 7.475454
DOP 67.120504
DZD 150.022987
EGP 58.725392
ERN 16.837469
ETB 183.500349
FJD 2.530503
FKP 0.846153
GBP 0.85142
GEL 2.912918
GGP 0.846153
GHS 13.161037
GIP 0.846153
GMD 83.065309
GNF 9882.509646
GTQ 8.582035
GYD 234.990814
HKD 8.806501
HNL 30.156482
HRK 7.484144
HTG 147.02255
HUF 369.359056
IDR 20195.982577
ILS 3.464142
IMP 0.846153
INR 108.095372
IQD 1471.618039
IRR 1901343.101647
ISK 137.011904
JEP 0.846153
JMD 176.940193
JOD 0.795867
JPY 177.575782
KES 145.643577
KGS 98.159104
KHR 4549.632246
KMF 488.286925
KPW 1010.248485
KRW 1528.830974
KWD 0.346739
KYD 0.936227
KZT 497.795987
LAK 25192.193186
LBP 100600.71725
LKR 371.241636
LRD 192.60698
LSL 18.606871
LTL 3.314445
LVL 0.678987
LYD 7.196775
MAD 10.956008
MDL 20.002757
MGA 4960.651797
MKD 61.244702
MMK 2357.002274
MNT 4038.80791
MOP 9.08037
MRU 44.977107
MUR 53.678492
MVR 17.353619
MWK 1947.953562
MXN 20.617716
MYR 4.586535
MZN 71.722232
NAD 18.606046
NGN 1490.44186
NIO 41.340423
NOK 10.821194
NPR 173.229587
NZD 2.006413
OMR 0.431617
PAB 1.123433
PEN 3.876212
PGK 5.011382
PHP 70.47435
PKR 311.198327
PLN 4.377371
PYG 6546.230094
QAR 4.09495
RON 5.344892
RSD 117.551359
RUB 93.588262
RWF 1657.695252
SAR 4.216319
SBD 9.052991
SCR 15.506932
SDG 675.182772
SEK 11.312153
SGD 1.438583
SHP 0.847008
SLE 27.612499
SLL 23538.211021
SOS 641.990108
SRD 42.287301
STD 23233.44063
STN 24.370557
SVC 9.82979
SYP 14594.718242
SZL 18.599211
THB 37.835473
TJS 10.346499
TMT 3.928743
TND 3.33996
TOP 2.702705
TRY 55.03947
TTD 7.621519
TWD 35.858978
TZS 2957.785409
UAH 50.444467
UGX 4460.309336
USD 1.122498
UYU 45.219818
UZS 13278.472196
VES 964.338019
VND 29164.740958
VUV 134.416709
WST 3.116279
XAF 655.957
XAG 0.018549
XAU 0.000269468808
XCD 3.033607
XCG 2.024557
XDR 0.793664
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.386533
ZAR 18.788876
ZMK 10103.828911
ZMW 22.091661
ZWL 361.443872
SSP 6412.372524
MXV 2.333369
  • Goldpreis

    21.3000

    4208

    +0.51%

  • Euro STOXX 50

    -93.5700

    6175.45

    -1.52%

  • DAX

    -259.8400

    24939.35

    -1.04%

  • SDAX

    -251.7900

    18178.68

    -1.39%

  • TecDAX

    -21.8400

    3979.48

    -0.55%

  • MDAX

    -591.1600

    30251.37

    -1.95%

  • EUR/USD

    -0.0096

    1.1238

    -0.85%

Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Orban verhindert neue EU-Sanktionen gegen Moskau
Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Orban verhindert neue EU-Sanktionen gegen Moskau / Foto: JOHN THYS - AFP

Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Orban verhindert neue EU-Sanktionen gegen Moskau

Die EU kann zum vierten Jahrestag des Ukraine-Kriegs wegen der Weigerung Ungarns keine neuen Sanktionen gegen Russland verkünden. "Leider haben wir keine Einigung zum 20. Sanktionspaket erzielt", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel. Die abermalige ungarische Blockade sorgte bei den anderen EU-Ländern für Unmut. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich "erstaunt" über die ungarische Position.

Textgröße:

"Das ist ein Rückschlag und eine Botschaft, die wir heute nicht senden wollten", räumte Kallas ein. Die Arbeit gehe weiter, betonte sie. Bereits vor dem Treffen hatte sie sich angesichts "deutlicher Äußerungen aus Ungarn" wenig zuversichtlich gezeigt, dass es Fortschritte geben werde.

Wadephul kündigte an, Berlin werde mit seinen Argumenten "noch einmal" an Budapest "herantreten". Er sei sicher, "dass wir am Ende des Tages erfolgreich sein werden". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte in Berlin auch mit Blick auf das Sanktionspaket: "Wir müssen Moskaus Kriegsfinanzierung austrocknen." Er appellierte an die Europäer, in der gemeinsamen Unterstützung für die Ukraine nicht nachzulassen.

Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sagte, die ungarische Regierung "erpresst einmal mehr die Ukraine". Sein litauischer Kollege Kestutis Budrys bezeichnete Budapests Verhalten als "schädlich und gefährlich".

Der französische Präsident Emmanuel Macron rief die EU auf, den "Druck" auf Russland weiter zu erhöhen. Er rief dazu auf, beim Sanktionspaket gegen Moskau voranzukommen. Weitere Gespräche in den nächsten Tagen würden folgen.

Die EU-Kommission hatte Anfang Februar ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht. Diese Dienstleistungen umfassen Leistungen wie Versicherungen, Finanzierung, Zertifizierungen und Hafendienste, aber auch die Bereitstellung von Schiffen für den Transport russischen Öls. Ziel war es, das Paket rechtzeitig zum vierten Jahrestag des russischen Kriegsbeginns in der Ukraine am Dienstag zu verabschieden. Russland hatte seinen großangelegten Angriff auf das Nachbarland am 24. Februar 2022 gestartet.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban kündigte jedoch am Sonntag sein Veto gegen die neuen Sanktionen an, sollte die Ukraine nicht die Wiederaufnahme russischer Öllieferungen an sein Land über die durch die Ukraine verlaufende Druschba-Pipeline ermöglichen. Nach Angaben aus Kiew wurde die Pipeline am 27. Januar durch russische Angriffe beschädigt.

Auch die Zustimmung des Rats der 27 EU-Länder zu einem EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro droht Budapest zu blockieren. Das EU-Parlament hatte vor knapp zwei Wochen grünes Licht für den Kredit gegeben. Die Zustimmung der Mitgliedstaaten galt nach der politischen Einigung im Dezember als reine Formsache.

Kallas nannte es "wirklich bedauerlich", dass Ungarn von der im Dezember getroffenen Entscheidung für den Kredit nun "Abstand nimmt". Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, Brüssel erwarte, dass alle Staats- und Regierungschefs ihre Verpflichtungen einhalten. Alles andere wäre "eindeutig ein Verstoß gegen die loyale Zusammenarbeit".

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto bekräftigte am Montag, solange die Ukraine die Lieferung russischen Öls verhindere, "wird es keine Änderung der ungarischen Position geben".

Die Kreml-freundliche ungarische Regierung hat in der Vergangenheit immer wieder ihr Veto genutzt, um Sanktionen gegen Russland zu verzögern. Der rechtsnationalistische Regierungschef Orban nutzte den Zwang der Einstimmigkeit der 27 EU-Länder bei Sanktionen wiederholt als Hebel, um eigene Forderungen zu stellen.

In der Ukraine dauerten derweil die russischen Angriffe an. In der Nacht zu Montag wurden bei einer russischen Angriffswelle auf mehrere ukrainische Regionen mindestens drei Menschen getötet. Am Sonntag waren bei massiven Angriffen auf das Land ein Mensch getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden.

Vergangene Woche waren Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA in der Schweiz ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen.

L.Rossi--NZN