Zürcher Nachrichten - PFAS-Verschmutzung: Auftakt im Prozess gegen Chemiekonzern 3M in Belgien

EUR -
AED 4.180093
AFN 72.278693
ALL 94.229674
AMD 419.433929
ANG 2.037861
AOA 1043.741334
ARS 1674.312766
AUD 1.644936
AWG 2.050207
AZN 1.934107
BAM 1.956425
BBD 2.296923
BDT 140.104737
BGN 1.924583
BHD 0.429172
BIF 3397.56712
BMD 1.138213
BND 1.477372
BOB 7.897522
BRL 5.919281
BSD 1.140459
BTN 107.976478
BWP 15.507952
BYN 3.203023
BYR 22308.983435
BZD 2.293632
CAD 1.617509
CDF 2582.606088
CHF 0.921549
CLF 0.026432
CLP 1040.292843
CNY 7.729038
CNH 7.731281
COP 3904.857468
CRC 517.358379
CUC 1.138213
CUP 30.162656
CVE 110.30022
CZK 24.214182
DJF 202.28344
DKK 7.475143
DOP 66.750434
DZD 152.107462
EGP 56.591171
ERN 17.073202
ETB 183.861901
FJD 2.554383
FKP 0.859213
GBP 0.862254
GEL 3.010568
GGP 0.859213
GHS 12.801087
GIP 0.859213
GMD 83.089892
GNF 9992.70789
GTQ 8.700778
GYD 238.596186
HKD 8.924726
HNL 30.512609
HRK 7.534522
HTG 149.107611
HUF 355.324629
IDR 20426.321494
ILS 3.410452
IMP 0.859213
INR 108.339651
IQD 1493.977039
IRR 1565043.48094
ISK 144.00711
JEP 0.859213
JMD 179.516532
JOD 0.806929
JPY 183.88578
KES 147.341598
KGS 99.536645
KHR 4577.039254
KMF 490.569897
KPW 1024.392495
KRW 1746.776325
KWD 0.351663
KYD 0.950403
KZT 554.747135
LAK 25255.064142
LBP 102126.30974
LKR 381.561836
LRD 207.556274
LSL 18.806205
LTL 3.360849
LVL 0.688494
LYD 7.318305
MAD 10.673908
MDL 20.077411
MGA 4764.521349
MKD 61.638165
MMK 2389.550926
MNT 4073.665921
MOP 9.209841
MRU 45.297071
MUR 54.589147
MVR 17.597151
MWK 1977.522752
MXN 19.977103
MYR 4.723072
MZN 72.732668
NAD 18.806205
NGN 1559.488808
NIO 41.963399
NOK 11.146974
NPR 172.761405
NZD 2.007735
OMR 0.437574
PAB 1.140464
PEN 3.860433
PGK 5.001619
PHP 69.891427
PKR 317.18468
PLN 4.283323
PYG 6952.189349
QAR 4.157327
RON 5.247048
RSD 117.412386
RUB 84.798379
RWF 1672.426672
SAR 4.274323
SBD 9.179738
SCR 15.235
SDG 683.496208
SEK 11.081572
SGD 1.475865
SHP 0.849791
SLE 28.170929
SLL 23867.770913
SOS 651.805263
SRD 42.66364
STD 23558.720176
STN 24.506641
SVC 9.979186
SYP 125.809119
SZL 18.800003
THB 37.86727
TJS 10.577578
TMT 3.995129
TND 3.375778
TOP 2.740545
TRY 52.89915
TTD 7.743473
TWD 36.09821
TZS 2987.808014
UAH 51.193146
UGX 4174.332898
USD 1.138213
UYU 45.744607
UZS 13702.375277
VES 702.124347
VND 29963.468823
VUV 135.17255
WST 3.137286
XAF 656.163636
XAG 0.018405
XAU 0.000277
XCD 3.076079
XCG 2.055356
XDR 0.816061
XOF 656.163636
XPF 119.331742
YER 271.634261
ZAR 18.81717
ZMK 10245.284419
ZMW 20.458533
ZWL 366.504263
  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1371

    -0.15%

  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • Goldpreis

    -75.1000

    4074.3

    -1.84%

PFAS-Verschmutzung: Auftakt im Prozess gegen Chemiekonzern 3M in Belgien
PFAS-Verschmutzung: Auftakt im Prozess gegen Chemiekonzern 3M in Belgien / Foto: David PINTENS - BELGA/AFP/Archiv

PFAS-Verschmutzung: Auftakt im Prozess gegen Chemiekonzern 3M in Belgien

Rund 1400 belgische Anwohnerinnen und Anwohner gegen einen US-Chemiekonzern: In der Stadt Antwerpen hat am Dienstag ein Schadenersatzprozess gegen das Unternehmen 3M wegen der Verschmutzung mit sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) begonnen. Die Klägerinnen und Kläger wollen eine Entschädigung für mögliche Gesundheitsschäden erstreiten, die ihnen wegen des jahrelangen Kontakts mit den Chemikalien drohen könnten. Ein Urteil wird in frühestens einem Monat erwartet.

Textgröße:

"Es ist Gift, das in unseren Garten gelangt ist, in unser Blut", sagte die Klägerin Petra Praet der Nachrichtenagentur AFP. Sie wohnt seit 25 Jahren in der Nähe der Fabrik. Sie hoffe, "dass die Verantwortlichen ihre Verantwortung übernehmen". Sie mache sich Sorgen, in Zukunft an den Folgen der PFAS-Verschmutzung zu erkranken. Bei einigen ihrer Mitkläger war eine stark erhöhte Konzentration an PFAS im Blut nachgewiesen worden.

3M betreibt seit 1970 eine Chemiefabrik in Zwijndrecht in der Nähe des Hafens von Antwerpen. Im Zuge von Bauarbeiten war 2021 eine starke Verschmutzung des Bodens und des Grundwassers in der Umgebung der Fabrik entdeckt worden. 3M hat die PFAS-Produktion an dem Standort nach eigenen Angaben 2024 eingestellt - die sogenannten Ewigkeitschemikalien bleiben jedoch in der Umwelt.

PFAS mit den Untergruppen PFOS und PFOA sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einweg-Verpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar und reichern sich in der Natur und im menschlichen Körper an.

Studien deuten darauf hin, dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen, die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Anwalt Geert Lenssens will für seine Mandanten deshalb je 20.000 Euro als "provisorischen Ausgleich" für mögliche Gesundheitsschäden erstreiten. Die Forderungen belaufen sich insgesamt auf fast 30 Millionen Euro.

"Das ist wichtig, weil eine Krankheit auch mehrere Jahrzehnte später erst auftreten kann", sagte Lenssens der AFP. Er verwies zudem auf einen möglichen Wertverlust der Häuser der Anwohnerinnen und Anwohner. Neben dem Zivilprozess laufen die Ermittlungen für ein Strafverfahren gegen 3M, in dem bislang keine Anklage erhoben wurde.

Der Konzern verwies auf eine außergerichtliche Einigung mit der Region Flandern aus dem Jahr 2022. 3M hatte damals 571 Millionen Euro "Reparationen" an die Region gezahlt und sich zu einer Reinigung des Bodens in der Umgebung der Fabrik verpflichtet.

Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einem umfassenden PFAS-Verbot, hat die Gesetzesinitiative aber schon mehrfach verschoben. Der Vorschlag dürfte noch mehrere Monate auf sich warten lassen: Zuvor müssen Studienergebnisse der europäischen Chemieagentur ECHA vorliegen, die zum Jahresende erwartet werden.

F.Schneider--NZN