Zürcher Nachrichten - Merz betont vor China-Besuch Chancen der Zusammenarbeit und fordert fairen Wettbewerb

EUR -
AED 4.122372
AFN 71.83997
ALL 91.464193
AMD 407.264835
ANG 2.009681
AOA 1029.330598
ARS 1711.802924
AUD 1.623561
AWG 2.023303
AZN 1.980396
BAM 1.945467
BBD 2.262682
BDT 138.12635
BGN 1.889659
BHD 0.42355
BIF 3372.487238
BMD 1.122498
BND 1.438396
BOB 13.53107
BRL 5.868594
BSD 1.123433
BTN 108.269931
BWP 15.892587
BYN 3.383975
BYR 22000.959233
BZD 2.259399
CAD 1.598746
CDF 2595.771504
CHF 0.934783
CLF 0.027924
CLP 1102.708317
CNY 7.526068
CNH 7.540514
COP 3729.084015
CRC 513.251036
CUC 1.122498
CUP 26.960599
CVE 109.682428
CZK 24.466528
DJF 199.490571
DKK 7.475454
DOP 67.120504
DZD 150.022987
EGP 58.725392
ERN 16.837469
ETB 183.500349
FJD 2.530503
FKP 0.846153
GBP 0.85142
GEL 2.912918
GGP 0.846153
GHS 13.161037
GIP 0.846153
GMD 83.065309
GNF 9882.509646
GTQ 8.582035
GYD 234.990814
HKD 8.806501
HNL 30.156482
HRK 7.484144
HTG 147.02255
HUF 369.359056
IDR 20195.982577
ILS 3.464142
IMP 0.846153
INR 108.095372
IQD 1471.618039
IRR 1901343.101647
ISK 137.011904
JEP 0.846153
JMD 176.940193
JOD 0.795867
JPY 177.575782
KES 145.643577
KGS 98.159104
KHR 4549.632246
KMF 488.286925
KPW 1010.248485
KRW 1528.830974
KWD 0.346739
KYD 0.936227
KZT 497.795987
LAK 25192.193186
LBP 100600.71725
LKR 371.241636
LRD 192.60698
LSL 18.606871
LTL 3.314445
LVL 0.678987
LYD 7.196775
MAD 10.956008
MDL 20.002757
MGA 4960.651797
MKD 61.244702
MMK 2357.002274
MNT 4038.80791
MOP 9.08037
MRU 44.977107
MUR 53.678492
MVR 17.353619
MWK 1947.953562
MXN 20.617716
MYR 4.586535
MZN 71.722232
NAD 18.606046
NGN 1490.44186
NIO 41.340423
NOK 10.821194
NPR 173.229587
NZD 2.006413
OMR 0.431617
PAB 1.123433
PEN 3.876212
PGK 5.011382
PHP 70.47435
PKR 311.198327
PLN 4.377371
PYG 6546.230094
QAR 4.09495
RON 5.344892
RSD 117.551359
RUB 93.588262
RWF 1657.695252
SAR 4.216319
SBD 9.052991
SCR 15.506932
SDG 675.182772
SEK 11.312153
SGD 1.438583
SHP 0.847008
SLE 27.612499
SLL 23538.211021
SOS 641.990108
SRD 42.287301
STD 23233.44063
STN 24.370557
SVC 9.82979
SYP 14594.718242
SZL 18.599211
THB 37.835473
TJS 10.346499
TMT 3.928743
TND 3.33996
TOP 2.702705
TRY 55.03947
TTD 7.621519
TWD 35.858978
TZS 2957.785409
UAH 50.444467
UGX 4460.309336
USD 1.122498
UYU 45.219818
UZS 13278.472196
VES 964.338019
VND 29164.740958
VUV 134.416709
WST 3.116279
XAF 655.957
XAG 0.018549
XAU 0.000269468808
XCD 3.033607
XCG 2.024557
XDR 0.793664
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.386533
ZAR 18.788876
ZMK 10103.828911
ZMW 22.091661
ZWL 361.443872
SSP 6412.372524
MXV 2.333369
  • Euro STOXX 50

    -93.5700

    6175.45

    -1.52%

  • DAX

    -259.8400

    24939.35

    -1.04%

  • SDAX

    -251.7900

    18178.68

    -1.39%

  • Goldpreis

    14.9000

    4201.6

    +0.35%

  • TecDAX

    -21.8400

    3979.48

    -0.55%

  • MDAX

    -591.1600

    30251.37

    -1.95%

  • EUR/USD

    -0.0099

    1.1235

    -0.88%

Merz betont vor China-Besuch Chancen der Zusammenarbeit und fordert fairen Wettbewerb
Merz betont vor China-Besuch Chancen der Zusammenarbeit und fordert fairen Wettbewerb / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Merz betont vor China-Besuch Chancen der Zusammenarbeit und fordert fairen Wettbewerb

Vor seinem Antrittsbesuch in Peking hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Chancen der wirtschaftlichen Kooperation zwischen Deutschland und China hervorgehoben. Es sei zwar weiterhin eine Politik des "De-Risking" nötig, um Abhängigkeiten etwa bei Rohstoffen und Lieferketten gegenüber China zu verringern, sagte Merz am Dienstagabend in Berlin vor seinem Abflug. "Es wäre aber ein Fehler, eine Entkoppelung von China damit zu verbinden." Merz rief Peking zudem auf, seinen Einfluss auf Russland geltend zu machen, um zu einem Ende des Ukraine-Kriegs beizutragen.

Textgröße:

Merz trifft am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in der chinesischen Hauptstadt ein. Der Kanzler führt dort zunächst Gespräche mit der politischen Führung. Er trifft dabei Ministerpräsident Li Qiang und dann Staatspräsident Xi Jinping. Merz wird von einer 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Geplant ist die Unterzeichnung mehrerer Abkommen.

Mit einer Loslösung von China würde sich Deutschland "nur selbst schaden, wir würden unsere wirtschaftlichen Chancen verbauen, statt sie zu verbessern", sagte Merz. Zudem würde auch die Möglichkeit vergeben, "gemeinsam globale Aufgaben anzugehen".

"Gerade deshalb müssen wir sicherstellen, dass in den deutsch-chinesischen Beziehungen keine Unwuchten entstehen", betonte der Kanzler. Beide Seiten müssten "Risiken vermeiden, die aus einer immer dichteren Vernetzung und aus einseitigen Abhängigkeiten" entstehen könnten. Dies gelte "ganz besonders auch mit Blick auf Lieferketten, auf Technologien und Rohstoffe".

Merz pochte zugleich auf faire Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen in China. "Es muss Verlass auf gemeinsam vereinbarte Regeln sein", sagte der Kanzler. Er wolle in Peking die Chancen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit ansprechen, aber auch diskutieren, "wie wir Abhilfe schaffen, zum Beispiel wo Überkapazitäten entstanden sind, wo es Ausfuhrbeschränkungen gibt, wo es Zugangsrestriktionen im Wettbewerb gibt, die den Wettbewerb verzerren und verhindern".

Merz plädierte dafür, dass sich beide Seiten "mit gegenseitigem Respekt" begegnen". Dazu gehöre, "dass wir einander nicht belehren oder maßregeln. Wir wollen einen Dialog unter Gleichwertigen." Gleichzeitig müsse die deutsche China-Politik europäisch eingebettet bleiben, sagte Merz. So ließen sich gemeinsame Belange der Europäer "wirkungsvoller vertreten".

Die Führung in Peking bekundete vor dem Merz-Besuch ihr Interesse an einer Vertiefung der "engen" Beziehungen zwischen Deutschland und China. Beide Länder seien "umfassende strategische Partner in einer Win-Win-Kooperation, die hochrangigen Kontakte zwischen den beiden Ländern sind eng und die praktische Zusammenarbeit vertieft sich weiter", erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking.

Auch der Ukraine-Krieg und weitere Konflikte dürften in den politischen Gesprächen während des Besuchs des Kanzlers eine Rolle spielen. Vor seiner Abreise betonte Merz die Bedeutung der Regierung in Peking für ein Ende des Ukraine-Kriegs. "China hat eine große Möglichkeit, seinen Einfluss hier geltend zu machen und es wird ein Faktor sein", sagte er. "Pekings Stimme wird gehört, auch in Moskau. Darüber wollen wir und werden wir während meines Besuchs in China sprechen."

Westliche Staaten werfen China vor, Russland im Krieg gegen die Ukraine zumindest indirekt zu unterstützen. So verkaufe Peking Güter an Russland, die sowohl für zivile wie auch militärische Produkte verwendet werden könnten. Zudem wird auf Chinas Rolle als weltweit größter Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe verwiesen, die eine wichtige Einnahmequelle für Moskau zur Finanzierung des Krieges sind. Peking weist eine Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg regelmäßig zurück.

Merz verwies zudem auf Chinas wachsenden Einfluss in der Pazifik-Region. "Auch für Ordnung, für Frieden und Sicherheit im Pazifik ist China ein entscheidender Faktor." Mit Blick auf Taiwan halte die Bundesregierung an ihrer Ein-China-Politik fest. "Deren genaue Ausgestaltung bestimmen wir allerdings auch selbst", betonte der Kanzler. China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischer Gewalt wieder mit dem Festland vereint werden soll.

Am zweiten Tag seines China-Aufenthaltes besucht Merz am Donnerstag die Technologie-Metropole Hangzhou. Dort ist unter anderem ein Besuch des chinesischen Roboter-Herstellers Unitree geplant.

L.Rossi--NZN