Zürcher Nachrichten - Weniger Industrieproduktion und Aufträge zum Jahresbeginn - Neue Risiken durch Iran-Krieg

EUR -
AED 4.179607
AFN 72.258895
ALL 94.205288
AMD 419.32538
ANG 2.037333
AOA 1043.471931
ARS 1673.878652
AUD 1.646164
AWG 2.049676
AZN 1.931828
BAM 1.955918
BBD 2.296329
BDT 140.068478
BGN 1.924085
BHD 0.43002
BIF 3405.606125
BMD 1.137919
BND 1.476989
BOB 7.895478
BRL 5.920364
BSD 1.140164
BTN 107.948534
BWP 15.503938
BYN 3.202194
BYR 22303.209908
BZD 2.293039
CAD 1.616971
CDF 2577.385877
CHF 0.922079
CLF 0.026365
CLP 1037.657169
CNY 7.709175
CNH 7.735322
COP 3899.04488
CRC 517.224487
CUC 1.137919
CUP 30.15485
CVE 110.271674
CZK 24.228625
DJF 202.230987
DKK 7.475001
DOP 66.733159
DZD 152.068092
EGP 56.580855
ERN 17.068783
ETB 183.814318
FJD 2.561791
FKP 0.85899
GBP 0.86289
GEL 3.009787
GGP 0.85899
GHS 12.797775
GIP 0.85899
GMD 83.067764
GNF 9990.121794
GTQ 8.698526
GYD 238.534437
HKD 8.922706
HNL 30.504712
HRK 7.534161
HTG 149.069022
HUF 355.706046
IDR 20399.24405
ILS 3.40957
IMP 0.85899
INR 107.8111
IQD 1493.5904
IRR 1564638.450732
ISK 144.003725
JEP 0.85899
JMD 179.470074
JOD 0.806818
JPY 183.853426
KES 147.258242
KGS 99.511194
KHR 4575.854724
KMF 490.443242
KPW 1024.127384
KRW 1745.914618
KWD 0.351594
KYD 0.950158
KZT 554.603568
LAK 25248.528174
LBP 102099.879625
LKR 381.463088
LRD 207.502559
LSL 18.801338
LTL 3.359979
LVL 0.688316
LYD 7.316411
MAD 10.671146
MDL 20.072215
MGA 4763.288299
MKD 61.63521
MMK 2388.932514
MNT 4072.611663
MOP 9.207457
MRU 45.285348
MUR 54.57472
MVR 17.592561
MWK 1977.010972
MXN 20.012811
MYR 4.711558
MZN 72.710706
NAD 18.801338
NGN 1558.857449
NIO 41.952539
NOK 11.148254
NPR 172.716695
NZD 2.008275
OMR 0.437534
PAB 1.140169
PEN 3.859434
PGK 5.000325
PHP 69.924546
PKR 317.102593
PLN 4.285607
PYG 6950.390134
QAR 4.156252
RON 5.247057
RSD 117.351293
RUB 84.774961
RWF 1671.993851
SAR 4.273217
SBD 9.177362
SCR 15.231046
SDG 683.318583
SEK 11.088575
SGD 1.476194
SHP 0.849571
SLE 28.163574
SLL 23861.593974
SOS 651.636577
SRD 42.652585
STD 23552.623219
STN 24.500299
SVC 9.976604
SYP 125.77656
SZL 18.795138
THB 37.854581
TJS 10.57484
TMT 3.994095
TND 3.374904
TOP 2.739836
TRY 52.886538
TTD 7.741469
TWD 36.036527
TZS 2987.455785
UAH 51.179898
UGX 4173.252587
USD 1.137919
UYU 45.732768
UZS 13698.829126
VES 701.942638
VND 29955.714328
VUV 135.137568
WST 3.136474
XAF 655.993822
XAG 0.018439
XAU 0.000276
XCD 3.075283
XCG 2.054824
XDR 0.815849
XOF 655.993822
XPF 119.331742
YER 271.564061
ZAR 18.840509
ZMK 10242.636979
ZMW 20.453238
ZWL 366.409413
  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • Goldpreis

    -74.8000

    4127.9

    -1.81%

  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

  • EUR/USD

    -0.0048

    1.1383

    -0.42%

Weniger Industrieproduktion und Aufträge zum Jahresbeginn - Neue Risiken durch Iran-Krieg
Weniger Industrieproduktion und Aufträge zum Jahresbeginn - Neue Risiken durch Iran-Krieg / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Weniger Industrieproduktion und Aufträge zum Jahresbeginn - Neue Risiken durch Iran-Krieg

Für die deutsche Industrie hat das Jahr enttäuschend begonnen: Sowohl die Industrieproduktion als auch der Auftragseingang sanken im Januar. Die Produktion ging im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 2,5 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Der Auftragseingang sank demnach um 11,1 Prozent - ohne Berücksichtigung von Großaufträgen aber nur um 0,4 Prozent. Nun droht zudem der Iran-Krieg den erhofften Aufschwung abzuwürgen.

Textgröße:

Der Rückgang in der Industrieproduktion sei zu einem großen Teil auf die niedrigere Produktion im Bereich Metallerzeugnisse zurückzuführen, erläuterte das Statistikamt. Auch in der Pharmaindustrie und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen waren die Rückgänge groß.

Das gesamte Produzierende Gewerbe inklusive Baugewerbe und Energieproduktion ging um 0,5 Prozent zurück - im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich war die Produktion sogar um 0,9 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.

Die Energieproduktion stieg im Januar deutlich um mehr als zehn Prozent. "Das könnte auf die außergewöhnlich niedrigen Temperaturen zurückzuführen sein", erklärten die Statistiker. Die hohe Anzahl an Eis- und Frosttagen könnte sich andererseits negativ auf die Produktion im Tiefbau ausgewirkt haben - also unter anderem den Bau von Straßen, Bahnverkehrsstrecken, Brücken und Tunneln: Hier sank die Produktion um 7,5 Prozent.

Bei den Auftragseingängen betonte das Statistikamt den Einfluss von Großaufträgen: Deswegen hatte der Auftragseingang im Dezember den höchsten Wert seit Februar 2022 erreicht - entsprechend stark fiel der Rückgang im Januar aus. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich legte der Auftragseingang demnach um 7,4 Prozent zu, ohne Großaufträge um 1,5 Prozent.

"Die Rückgänge bei Industrieproduktion und Aufträgen im Januar wären grundsätzlich keine dramatischen Nachrichten, da es sich zum Teil nur um Korrekturen starker Vormonate und um Sondereffekte handelt", erklärte auch der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien. "Allerdings sagen die Zahlen in der aktuellen Situation ohnehin nur sehr wenig über den Fortgang der Konjunkturerholung aus." Mit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran seien der Kriegsverlauf im Nahen Osten und die steigenden Energiepreise konjunkturbestimmend geworden.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte ebenfalls, angesichts der vorhergehenden Großaufträge sei "eine Konsolidierung zu Jahresbeginn nicht überraschend". Angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten und den deutlich gestiegenen Rohöl- und Gaspreisen sei "das Risiko für einen Rückschlag bei der erwarteten Erholung der Industriekonjunktur deutlich gestiegen".

Der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Volker Treier, sah in den am Montag veröffentlichten Zahlen bereits einen "herben Rückschlag für die deutsche Industriekonjunktur". Die Rückgänge seien "schwierige Vorzeichen" für das Jahr 2026. Von einer "klaren Enttäuschung" sprach auch KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. Der gleichzeitige Einbruch von Auftragseingängen und Industrieproduktion deute daraufhin, "dass der Aufschwung bislang an der Industrie vorbeigeht".

J.Hasler--NZN