Zürcher Nachrichten - Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage

EUR -
AED 4.168796
AFN 73.784372
ALL 92.201679
AMD 412.948761
ANG 2.032313
AOA 1042.057407
ARS 1730.990074
AUD 1.626857
AWG 2.043249
AZN 1.925073
BAM 1.957893
BBD 2.288377
BDT 139.689342
BGN 1.910939
BHD 0.42826
BIF 3404.509782
BMD 1.135139
BND 1.451539
BOB 13.696643
BRL 5.906696
BSD 1.13613
BTN 108.995448
BWP 15.513791
BYN 3.429512
BYR 22248.716188
BZD 2.285073
CAD 1.609855
CDF 2622.170075
CHF 0.94578
CLF 0.027987
CLP 1105.068481
CNY 7.609231
CNH 7.611876
COP 3786.254737
CRC 517.655708
CUC 1.135139
CUP 27.267512
CVE 110.733217
CZK 24.430736
DJF 202.318973
DKK 7.475239
DOP 67.562529
DZD 151.954423
EGP 59.198947
ERN 17.027079
ETB 182.700537
FJD 2.546343
FKP 0.85929
GBP 0.856422
GEL 2.957023
GGP 0.85929
GHS 13.242157
GIP 0.85929
GMD 83.42635
GNF 9938.138383
GTQ 8.674427
GYD 237.724152
HKD 8.906808
HNL 30.506819
HRK 7.541063
HTG 148.688308
HUF 366.116066
IDR 20267.899364
ILS 3.47937
IMP 0.85929
INR 108.900144
IQD 1487.031541
IRR 1922689.216825
ISK 136.795629
JEP 0.85929
JMD 179.864671
JOD 0.804847
JPY 178.160569
KES 147.224402
KGS 99.265938
KHR 4602.986904
KMF 493.784888
KPW 1021.625084
KRW 1537.857383
KWD 0.350542
KYD 0.946812
KZT 498.77324
LAK 25472.509434
LBP 101651.660079
LKR 376.077035
LRD 194.619545
LSL 18.613446
LTL 3.351769
LVL 0.686633
LYD 7.265253
MAD 11.003764
MDL 20.161265
MGA 4994.609854
MKD 61.640901
MMK 2383.337321
MNT 4085.557181
MOP 9.182138
MRU 45.490714
MUR 54.21457
MVR 17.537704
MWK 1971.736013
MXN 20.489813
MYR 4.63307
MZN 72.546435
NAD 18.613199
NGN 1505.763056
NIO 41.619871
NOK 10.881308
NPR 174.390209
NZD 2.007691
OMR 0.43646
PAB 1.136115
PEN 3.907711
PGK 5.044559
PHP 71.046619
PKR 313.981892
PLN 4.368121
PYG 6674.223633
QAR 4.135306
RON 5.278287
RSD 117.527681
RUB 95.066231
RWF 1675.464546
SAR 4.263028
SBD 9.118167
SCR 16.45603
SDG 682.79244
SEK 11.329013
SGD 1.449674
SHP 0.857971
SLE 27.981253
SLL 23803.279258
SOS 648.715955
SRD 42.854918
STD 23495.076791
STN 24.660886
SVC 9.941629
SYP 14759.072119
SZL 18.605168
THB 38.058912
TJS 10.458319
TMT 3.984336
TND 3.384416
TOP 2.733141
TRY 55.640895
TTD 7.707342
TWD 36.15201
TZS 3010.938078
UAH 50.961957
UGX 4453.761533
USD 1.135139
UYU 45.549299
UZS 13434.365221
VES 973.936472
VND 29479.548949
VUV 135.090895
WST 3.142654
XAF 655.957
XAG 0.01856
XAU 0.000271461319
XCD 3.067769
XCG 2.047589
XDR 0.802602
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.345993
ZAR 18.586788
ZMK 10217.611699
ZMW 22.240071
ZWL 365.51416
SSP 6484.583465
MXV 2.319402
  • SDAX

    124.0500

    18503.15

    +0.67%

  • Euro STOXX 50

    38.0000

    6358.26

    +0.6%

  • Goldpreis

    47.8000

    4227.5

    +1.13%

  • TecDAX

    29.8900

    4032.99

    +0.74%

  • DAX

    162.5700

    25561.78

    +0.64%

  • MDAX

    233.0200

    31116.21

    +0.75%

  • EUR/USD

    0.0006

    1.1353

    +0.05%

Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage
Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage / Foto: © AltoPress/AFP

Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage

Der Bundestag hat am Freitag über eine stärkere Regulierung von Bluttests debattiert, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten von Kindern noch vor der Geburt festgestellt werden können. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern in einem fraktionsübergreifenden Antrag eine genauere Regelung, wann diese so genannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Textgröße:

Die Antragstellerinnen und -steller fürchten, dass diese Untersuchung regelmäßiger zum Einsatz kommen als medizinisch eigentlich erforderlich wäre. Bei dem Pränataltest handelt es sich um eine Blutuntersuchung auf die Trisomien 13, 18 und 21.

Das sind seltene genetische Veränderungen, die die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes schon im Mutterleib beeinflussen. Am bekanntesten ist die Trisomie 21, das so genannte Down-Syndrom.

Die SPD-Abgeordnete Dagmar Schmidt betonte, es gehe nicht um eine generelle Entscheidung für oder gegen solche Tests, sondern um mehr Wissen. "Es darf nicht sein, dass systematisch nach Trisomie 21 getestet wird", sagte Schmidt.

Die CSU-Abgeordnete Emmi Zeulner sagte dazu, es gehe nicht darum, "die reproduktive Autonomie der Frauen" einzuschränken, sondern um "mehr Wissen und mehr Transparenz in einem sensiblen Bereich".

Die Abgeordneten fordern in ihrem Antrag die Einrichtung eines Monitorings, um eine solidere Datengrundlage zu bekommen. Sie verwiesen auf die vergleichsweise hohe Rate falsch-positiver Befunde, die bei den Betroffen zu Verunsicherung führten. Aus Unsicherheit würden oftmals von werdenden Eltern "vorschnelle Entscheidungen getroffen", sagte der CSU-Abgeordnete Stefan Pilsinger.

Mehrere Rednerinnen und Redner wiesen in der Debatte darauf hin, dass infolge dieser nicht-invasiven Tests entgegen der Erwartungen die Zahl so genannter invasiver Tests wie Fruchtwasseruntersuchungen deutlich zugenommen habe. Derartige Tests erhöhten die Risiken für Schwangere und Ungeborene.

In der Debatte gab es auch Stimmen gegen den Antrag. So argumentierte die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta, Frauen dürfe bei Pränataltests nicht die Selbstbestimmung genommen werden. Carmen Wegge von der SPD-Fraktion ergänzte, die geforderten Maßnahmen dürften nicht zu mehr Druck auf Frauen führen, "warum sie etwas machen und warum nicht".

In ihrem Antrag fordern die Abgeordneten zudem die Einrichtung eines interdisziplinären Expertengremiums, das die rechtlichen, ethischen und gesundheitspolitischen Grundlagen der Kassenzulassung des NIPT prüft.

Der NIPT gehört nicht zu den allgemein empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft. Er wird seit Juli 2022 nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, wenn die werdende Mutter gemeinsam mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt zu der Überzeugung gelangt, dass der Test in ihrer persönlichen Situation notwendig ist.

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) wies darauf hin, dass eine solche Debatte über ethische Grundfragen im Parlament eine "seltene Gelegenheit" sei, über Parteigrenzen hinweg ein so sensibles Thema zu erörtern.

E.Leuenberger--NZN