Zürcher Nachrichten - Deutsche Rüstungsausgaben steigen erneut deutlich - Weltweiter Zuwachs um 2,9 Prozent

EUR -
AED 4.161518
AFN 73.087584
ALL 91.974375
AMD 411.540167
ANG 2.028765
AOA 1039.105468
ARS 1728.069575
AUD 1.623411
AWG 2.0411
AZN 1.927901
BAM 1.953149
BBD 2.282802
BDT 139.353351
BGN 1.907603
BHD 0.42722
BIF 3396.29108
BMD 1.133157
BND 1.448035
BOB 13.663338
BRL 5.920633
BSD 1.133362
BTN 108.729449
BWP 15.475862
BYN 3.421157
BYR 22209.882191
BZD 2.279507
CAD 1.607474
CDF 2634.590818
CHF 0.945217
CLF 0.027901
CLP 1101.773846
CNY 7.603995
CNH 7.602341
COP 3798.082491
CRC 516.399223
CUC 1.133157
CUP 27.201087
CVE 110.115568
CZK 24.437703
DJF 201.384525
DKK 7.475586
DOP 67.398537
DZD 151.639027
EGP 58.99919
ERN 16.997359
ETB 185.128738
FJD 2.543603
FKP 0.854785
GBP 0.856967
GEL 2.940481
GGP 0.854785
GHS 13.209957
GIP 0.854785
GMD 83.854047
GNF 9968.472335
GTQ 8.65341
GYD 237.148179
HKD 8.891375
HNL 30.42671
HRK 7.541385
HTG 148.328711
HUF 367.071
IDR 20369.63481
ILS 3.475462
IMP 0.854785
INR 108.714597
IQD 1484.78508
IRR 1557921.251666
ISK 136.80654
JEP 0.854785
JMD 179.42651
JOD 0.803424
JPY 178.23095
KES 146.967996
KGS 99.092675
KHR 4599.717385
KMF 490.657066
KPW 1019.841889
KRW 1534.487412
KWD 0.349863
KYD 0.94451
KZT 497.564782
LAK 25430.489682
LBP 101493.872578
LKR 375.16089
LRD 194.37451
LSL 18.568102
LTL 3.345919
LVL 0.685435
LYD 7.250033
MAD 10.977104
MDL 20.11153
MGA 4991.226681
MKD 61.496546
MMK 2378.91816
MNT 4076.218122
MOP 9.159851
MRU 45.381415
MUR 53.949601
MVR 17.518963
MWK 1965.332955
MXN 20.498446
MYR 4.626454
MZN 72.41402
NAD 18.567775
NGN 1501.422099
NIO 41.714128
NOK 10.880555
NPR 173.965386
NZD 2.009875
OMR 0.435696
PAB 1.133362
PEN 3.898678
PGK 5.128041
PHP 70.988336
PKR 313.97652
PLN 4.370476
PYG 6657.964842
QAR 4.131294
RON 5.278472
RSD 117.503891
RUB 94.906114
RWF 1673.414334
SAR 4.25672
SBD 9.094946
SCR 15.710766
SDG 681.593322
SEK 11.331578
SGD 1.448453
SHP 0.854858
SLE 27.881593
SLL 23761.731851
SOS 647.715305
SRD 42.780029
STD 23454.067336
STN 24.466797
SVC 9.917541
SYP 14733.310913
SZL 18.563808
THB 38.045187
TJS 10.432842
TMT 3.96605
TND 3.364434
TOP 2.728371
TRY 55.524254
TTD 7.688566
TWD 36.069645
TZS 2985.87275
UAH 50.836915
UGX 4442.970689
USD 1.133157
UYU 45.438338
UZS 13396.819913
VES 970.7931
VND 29430.926796
VUV 134.751144
WST 3.138064
XAF 655.957
XAG 0.018521
XAU 0.00027227118
XCD 3.062414
XCG 2.042628
XDR 0.801201
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.133353
ZAR 18.610272
ZMK 10199.774161
ZMW 22.185697
ZWL 364.876174
SSP 6473.264959
MXV 2.320888
  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • Goldpreis

    46.6000

    4215

    +1.11%

  • EUR/USD

    -0.0027

    1.1346

    -0.24%

Deutsche Rüstungsausgaben steigen erneut deutlich - Weltweiter Zuwachs um 2,9 Prozent

Deutsche Rüstungsausgaben steigen erneut deutlich - Weltweiter Zuwachs um 2,9 Prozent

Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich mehr für Rüstung ausgegeben - und erstmals seit der deutschen Einheit mehr als zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung aufgewendet. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervorgeht, erhöhten sich die deutschen Rüstungsausgaben bis Ende 2025 inflationsbereinigt um 24 Prozent auf 114 Milliarden Dollar (100,7 Milliarden Euro nach damaligem Umrechnungskurs). Weltweit stiegen die Ausgaben für Verteidigung 2025 um 2,9 Prozent auf knapp 2,89 Billionen Dollar.

Textgröße:

Die Bundesrepublik bestritt demnach im vergangenen Jahr die viertgrößten Militärausgaben der Welt. In Deutschland war es den Sipri-Zahlen zufolge das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen prozentualen Anstieg der Militärausgaben. Die Bundesrepublik habe 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgegeben und damit erstmals seit 1990 die Zwei-Prozent-Marke überschritten, hieß es in dem Sipri-Bericht. Bis 2029 will die Bundesrepublik bereits 3,5 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben.

Untermauert wurden die Sipri-Zahlen von aktuellen Angaben des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV). Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Verbandssprecher berichtete, stieg die Zahl der deutschen Rüstungsunternehmen seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs auf mehr als das Doppelte. Alleine von 2024 bis 2025 seien rund 200 Rüstungsunternehmen in Deutschland neu entstanden, seit November 2025 weitere 100. Zuletzt waren demnach 550 deutsche Rüstungsfirmen aktiv.

Laut dem Sipri-Institut gab es europaweit einen deutlichen Zuwachs der Rüstungsausgaben. Insgesamt stiegen diese in Europa demnach um 14 Prozent, in Mittel- und Westeuropa sei das größte jährliche Ausgabenwachstum seit dem Ende des Kalten Krieges zu messen.

Die 29 europäischen Nato-Staaten gaben dem Bericht zufolge 2025 zusammen 559 Milliarden Dollar für Verteidigung aus. Deren Militärausgaben seien somit so schnell wie seit 1953 nicht mehr gestiegen, erklärte Sipri-Forscher Jade Guiberteau Ricard. Dies spiegele das anhaltende Streben Europas nach Selbstständigkeit sowie den zunehmenden Druck der USA wider, die Lastenteilung innerhalb der Allianz zu stärken.

Weltweit fiel der Anstieg der Rüstungsausgaben mit 2,9 Prozent hingegen 2025 deutlich geringer aus als im Vorjahr. Damals hatte das Plus noch bei 9,7 Prozent gelegen. Dieser gedämpfte Zuwachs ist dem Bericht zufolge vor allem auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurückzuführen. Diese sanken um 7,5 Prozent auf 954 Milliarden Dollar. Hauptgrund war laut Sipri, dass die USA keine neue Ukraine-Unterstützung bewilligten. Außerhalb der USA stiegen die Ausgaben demnach um 9,2 Prozent.

Unverändert führten die Vereinigten Staaten aber die weltweite Rangliste der Länder mit den höchsten Verteidigungsausgaben dennoch weiter mit großem Abstand an. Es folgten China, Russland und Deutschland.

Die Staaten stellten sich mit ihren gestiegenen Ausgaben "auf ein weiteres Jahr mit Kriegen, Unsicherheit und geopolitischen Umbrüchen mit großangelegten Aufrüstungsprogrammen" ein, erläuterte Sipri-Forscher Xiao Liang. Angesichts der Vielzahl aktueller Krisen und der langfristigen Militärziele vieler Staaten werde sich der Anstieg wahrscheinlich fortsetzen.

Auch Russland, das 2022 seine Vollinvasion der Ukraine begonnen hatte, erhöhte seine Militärausgaben laut dem Sipri-Bericht. Sie stiegen im Vergleich zu 2024 um 5,9 Prozent auf geschätzt 190 Milliarden Dollar - dies entspricht geschätzt 7,5 Prozent des BIP des Landes.

Einen massiv höheren Anteil an der Wirtschaftsleistung hatten die Rüstungsausgaben in der angegriffenen Ukraine: Dort entsprachen sie 40 Prozent des BIP - so viel wie in keinem anderen Land der Welt. Die Ukraine erhöhte laut Sipri 2025 ihre Rüstungsausgaben um 20 Prozent auf geschätzt etwa 84,1 Milliarden Dollar.

Im Nahen Osten und der Golfregion blieben die Militärausgaben insgesamt recht stabil. In Israel gingen sie 2025 sogar um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 48,3 Milliarden Dollar zurück. Die Sipri-Autoren verweisen auf die Waffenruhe im Gazastreifen mit der radikalislamischen Hamas.

Die in US-Dollar umgerechneten offiziellen Militärausgaben des Iran gingen den Sipri-Angaben zufolge das zweite Jahr in Folge zurück und beliefen sich 2025 auf umgerechnet 7,4 Milliarden Dollar. Der Rückgang in realen Zahlen ist den Autoren zufolge auf die hohe jährliche Inflationsrate von 42 Prozent zurückzuführen, nominal stiegen die Ausgaben. Sipri verwies zudem darauf, dass die tatsächlichen Rüstungsausgaben mutmaßlich größer seien als die offiziellen Zahlen.

F.E.Ackermann--NZN