Zürcher Nachrichten - Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Angst vor Handelskrieg

EUR -
AED 4.161518
AFN 73.087584
ALL 91.974375
AMD 411.540167
ANG 2.028765
AOA 1039.105468
ARS 1728.069575
AUD 1.623411
AWG 2.0411
AZN 1.927901
BAM 1.953149
BBD 2.282802
BDT 139.353351
BGN 1.907603
BHD 0.42722
BIF 3396.29108
BMD 1.133157
BND 1.448035
BOB 13.663338
BRL 5.920633
BSD 1.133362
BTN 108.729449
BWP 15.475862
BYN 3.421157
BYR 22209.882191
BZD 2.279507
CAD 1.607474
CDF 2634.590818
CHF 0.945217
CLF 0.027901
CLP 1101.773846
CNY 7.603995
CNH 7.602341
COP 3798.082491
CRC 516.399223
CUC 1.133157
CUP 27.201087
CVE 110.115568
CZK 24.437703
DJF 201.384525
DKK 7.475586
DOP 67.398537
DZD 151.639027
EGP 58.99919
ERN 16.997359
ETB 185.128738
FJD 2.543603
FKP 0.854785
GBP 0.856967
GEL 2.940481
GGP 0.854785
GHS 13.209957
GIP 0.854785
GMD 83.854047
GNF 9968.472335
GTQ 8.65341
GYD 237.148179
HKD 8.891375
HNL 30.42671
HRK 7.541385
HTG 148.328711
HUF 367.071
IDR 20369.63481
ILS 3.475462
IMP 0.854785
INR 108.714597
IQD 1484.78508
IRR 1557921.251666
ISK 136.80654
JEP 0.854785
JMD 179.42651
JOD 0.803424
JPY 178.23095
KES 146.967996
KGS 99.092675
KHR 4599.717385
KMF 490.657066
KPW 1019.841889
KRW 1534.487412
KWD 0.349863
KYD 0.94451
KZT 497.564782
LAK 25430.489682
LBP 101493.872578
LKR 375.16089
LRD 194.37451
LSL 18.568102
LTL 3.345919
LVL 0.685435
LYD 7.250033
MAD 10.977104
MDL 20.11153
MGA 4991.226681
MKD 61.496546
MMK 2378.91816
MNT 4076.218122
MOP 9.159851
MRU 45.381415
MUR 53.949601
MVR 17.518963
MWK 1965.332955
MXN 20.498446
MYR 4.626454
MZN 72.41402
NAD 18.567775
NGN 1501.422099
NIO 41.714128
NOK 10.880555
NPR 173.965386
NZD 2.009875
OMR 0.435696
PAB 1.133362
PEN 3.898678
PGK 5.128041
PHP 70.988336
PKR 313.97652
PLN 4.370476
PYG 6657.964842
QAR 4.131294
RON 5.278472
RSD 117.503891
RUB 94.906114
RWF 1673.414334
SAR 4.25672
SBD 9.094946
SCR 15.710766
SDG 681.593322
SEK 11.331578
SGD 1.448453
SHP 0.854858
SLE 27.881593
SLL 23761.731851
SOS 647.715305
SRD 42.780029
STD 23454.067336
STN 24.466797
SVC 9.917541
SYP 14733.310913
SZL 18.563808
THB 38.045187
TJS 10.432842
TMT 3.96605
TND 3.364434
TOP 2.728371
TRY 55.524254
TTD 7.688566
TWD 36.069645
TZS 2985.87275
UAH 50.836915
UGX 4442.970689
USD 1.133157
UYU 45.438338
UZS 13396.819913
VES 970.7931
VND 29430.926796
VUV 134.751144
WST 3.138064
XAF 655.957
XAG 0.018521
XAU 0.00027227118
XCD 3.062414
XCG 2.042628
XDR 0.801201
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.133353
ZAR 18.610272
ZMK 10199.774161
ZMW 22.185697
ZWL 364.876174
SSP 6473.264959
MXV 2.320888
  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • Goldpreis

    32.9000

    4201.3

    +0.78%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1344

    -0.26%

Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Angst vor Handelskrieg
Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Angst vor Handelskrieg / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Trump kündigt höhere Zölle auf Autos aus der EU an - Angst vor Handelskrieg

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten höheren Einfuhrzölle auf Autos und Lkw aus der EU haben in Deutschland Angst vor einem Handelskrieg geschürt. Deutsche Industrieverbände riefen am Wochenende dabei zur Deeskalation auf. Der EU-Handelspolitiker Bernd Lange kritisierte das Verhalten Trumps derweil als "schlichtweg inakzeptabel". Schließlich halte die EU sich an das Handelsabkommen mit den USA aus dem vergangenen Jahr und arbeite an der rechtlichen Umsetzung.

Textgröße:

Das Münchner ifo-Institut warnte vor einem neuen Handelskrieg zwischen der EU und den USA, sollte Brüssel nun tatsächlich mit Zöllen auf US-Produkte reagieren. "Falls daraus ein neuer Handelskrieg wird, droht Deutschland 2026 eine Rezession", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest der "Bild"-Zeitung.

Der deutsche Automobilindustrie-Verband VDA sprach von einer "erneuten und schwerwiegenden Belastung der transatlantischen Beziehungen" und rief zur "Deeskalation" auf. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte, Trumps Ankündigungen seien "eine erneute massive Herausforderung für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen und gefährden sie über die Automobilindustrie hinaus".

Trump hatte am Freitag eine deutliche Erhöhung der Einfuhrzölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. "Da die Europäische Union unser vereinbartes Handelsabkommen nicht einhält, werde ich in der kommenden Woche die Zölle für aus der Europäischen Union in die USA eingeführte Pkw und Lkw erhöhen", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. "Der Zollsatz wird auf 25 Prozent angehoben."

Das im Sommer vergangenen Jahres vereinbarte Abkommen zwischen Washington und Brüssel hatte die US-Zölle auf Fahrzeuge und Ersatzteile aus der EU auf 15 Prozent begrenzt. Der US-Präsident machte keine Angaben dazu, inwiefern die EU seiner Meinung nach gegen das Handelsabkommen verstößt. Er warf insbesondere deutschen Autoherstellern wie Mercedes-Benz und BMW vor, US-Bürger über den Tisch zu ziehen. Trumps Zollankündigung erfolgte, kurz nachdem er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag wegen dessen ablehnender Haltung zum Iran-Krieg scharf kritisiert hatte.

Die geplante Zoll-Erhöhung lasse sich als "Beginn eines Wirtschaftskriegs gegen Deutschland" interpretieren, erklärte Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Die direkten Auswirkungen für die Autohersteller stufte Dudenhöffer allerdings als begrenzt ein. Er bezifferte die jährliche Zusatzlast auf voraussichtlich etwa 2,5 Milliarden Euro. Die Hersteller dürften allerdings versuchen, einen Teil davon über höhere Preise an Käufer in den USA weiterzugeben. Die Maßnahmen ließen sich als gezielt gegen Deutschland gerichtet interpretieren, da die Exporte anderer europäischer Autobauer in die USA "unwesentlich" seien.

Grundlage der Berechnungen Dudenhöffers sind Ausfuhren deutscher Hersteller von 409.000 Neuwagen aus Deutschland in die USA im Jahr 2025. Während BMW und Mercedes durch große eigene Werke in den USA über einen gewissen "Zollschutz" verfügten, treffe die Maßnahme Marken ohne eigene US-Fertigung wie Porsche und Audi voll.

Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), kritisierte, Trump hole "erneut den Zollhammer raus", um Druck auf die Europäer auszuüben. Der US-Präsident liege mit seinen Äußerungen aber falsch: Die EU halte sich "sehr wohl" an das Handelsabkommen mit den USA aus dem vergangenen Jahr. "Wir arbeiten derzeit an der rechtlichen Umsetzung", erklärte der SPD-Politiker. "Das sind normale demokratische Prozesse, die auch ein Donald Trump zu akzeptieren hat."

In der EU müssen das Europaparlament und der Rat der Mitgliedstaaten die Umsetzung per Gesetz beschließen - das dauert mehrere Monate. Die Abgeordneten hatten ihre Arbeit an der Umsetzung im Januar zunächst auf Eis gelegt, zunächst wegen Trumps Drohungen gegen Grönland. Später sorgten das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen die US-Zölle sowie die Einführung neuer Sonderzölle für Unsicherheit. Ende März stimmte das EU-Parlament der Abschaffung der Zölle auf Industrieprodukte aus den USA dann zu - unter der Bedingung, dass die USA nicht wieder ihre Zölle erhöhen.

Von der Vertretung der EU in Washington hieß es nun zu Trumps Ankündigungen, "sollten die USA Maßnahmen ergreifen, die der gemeinsamen Vereinbarung widersprechen, werden wir uns alle Optionen offenhalten, um die Interessen der EU zu schützen".

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) betonte, die deutsche Wirtschaft sei "auf verlässliche und stabile Rahmenbedingungen im transatlantischen Handel angewiesen". Die EU solle daher die Umsetzung der Handelsvereinbarungen "unbeirrt fortsetzen", aber zugleich "klarstellen, dass einseitige Eskalationen nicht ohne Reaktion bleiben". Parallel sollten andere Handelspartnerschaften wie das gerade in Kraft getretene Mercosur-Abkommen zwischen der EU und südamerikanischen Staaten ausgebaut werden.

Der BDI mahnte, zwar beschädigten die USA "mit immer neuen Provokationen das gegenseitige Vertrauen", dennoch sei ein weiteres Aufschieben der Vereinbarungen keine Option. Es gelte jetzt, "weiteren Eskalationen vorzubeugen".

E.Schneyder--NZN