Zürcher Nachrichten - Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor

EUR -
AED 4.236315
AFN 75.553019
ALL 93.275221
AMD 422.35737
AOA 1058.934265
ARS 1729.981574
AUD 1.638434
AWG 2.076341
AZN 1.950687
BAM 1.956959
BBD 2.323075
BDT 142.778861
BHD 0.434948
BIF 3453.244413
BMD 1.153523
BND 1.477975
BOB 13.708472
BRL 5.882279
BSD 1.153383
BTN 109.752598
BWP 15.568217
BYN 3.434433
BYR 22609.049164
BZD 2.319643
CAD 1.616126
CDF 2606.961815
CHF 0.934567
CLF 0.026734
CLP 1055.612189
CNY 7.785184
CNH 7.782807
COP 3648.558379
CRC 524.321776
CUC 1.153523
CUP 30.568357
CVE 110.333668
CZK 24.263276
DJF 205.391597
DKK 7.475497
DOP 67.329861
DZD 153.461287
EGP 57.417408
ERN 17.302844
ETB 186.159691
FJD 2.553842
FKP 0.857346
GBP 0.857708
GEL 3.016476
GGP 0.857346
GHS 13.535365
GIP 0.857346
GMD 85.360325
GNF 10130.304785
GTQ 8.80021
GYD 241.302858
HKD 9.049284
HNL 30.914302
HRK 7.536546
HTG 150.809283
HUF 364.573259
IDR 20594.998152
ILS 3.463666
IMP 0.857346
INR 109.83378
IQD 1510.89449
IRR 1585920.982023
ISK 142.572116
JEP 0.857346
JMD 183.168441
JOD 0.817863
JPY 182.641857
KES 149.279328
KGS 100.875887
KHR 4684.773512
KMF 492.554315
KRW 1633.35962
KWD 0.3563
KYD 0.961169
KZT 540.560026
LAK 26041.078389
LBP 103284.103894
LKR 386.869037
LRD 208.186862
LSL 18.737893
LTL 3.406053
LVL 0.697755
LYD 7.336566
MAD 10.74989
MDL 20.056874
MGA 4921.849865
MKD 61.568318
MMK 2421.882171
MNT 4148.114639
MOP 9.32038
MRU 46.367858
MUR 54.296451
MVR 17.833845
MWK 1999.984044
MXN 19.787625
MYR 4.718133
MZN 73.706953
NAD 18.737893
NGN 1574.178272
NIO 42.444576
NOK 10.973636
NPR 175.604157
NZD 1.964801
OMR 0.443526
PAB 1.153368
PEN 3.906131
PGK 5.097172
PHP 70.205705
PKR 320.207872
PLN 4.297507
PYG 6858.268371
QAR 4.216324
RON 5.25165
RSD 117.335195
RUB 94.993023
RWF 1696.00408
SAR 4.331163
SBD 9.307025
SCR 16.71581
SDG 692.701549
SEK 10.946638
SGD 1.477519
SLE 28.373249
SOS 659.190258
SRD 43.679872
STD 23875.595419
STN 24.514513
SVC 10.092281
SZL 18.734091
THB 38.130277
TJS 10.639999
TMT 4.043098
TND 3.388406
TRY 55.030658
TTD 7.817798
TWD 37.217249
TZS 3053.955373
UAH 51.658751
UGX 4296.674115
USD 1.153523
UYU 46.428896
UZS 13794.585318
VES 869.999961
VND 30227.491267
VUV 137.281209
WST 3.14729
XAF 656.345574
XAG 0.017986
XAU 0.000267
XCD 3.117454
XCG 2.078731
XDR 0.816917
XOF 656.365501
XPF 119.331742
YER 273.211973
ZAR 18.719641
ZMK 10383.097013
ZMW 21.769605
ZWL 371.433908
  • Euro STOXX 50

    44.0800

    6546.64

    +0.67%

  • SDAX

    125.1500

    18689.96

    +0.67%

  • MDAX

    128.3700

    32559.49

    +0.39%

  • Goldpreis

    75.0000

    4374.6

    +1.71%

  • TecDAX

    64.0200

    4065.01

    +1.57%

  • DAX

    223.1400

    26363.27

    +0.85%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1534

    +0.08%

Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor
Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor / Foto: Nicolas TUCAT - AFP

Handelspolitik: EU-Gipfel setzt auf Dialog mit China - behält sich härtere Gangart vor

Billige Produktion, Staatshilfen und Exportbeschränkungen: Das zunehmende Ungleichgewicht im internationalen Handel mit China bereitet Europa Sorgen. Beim EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel setzten sich in der Nacht zum Freitag dennoch diejenigen durch, die sich für einen vorsichtigen Kurs gegenüber Peking stark machen.

Textgröße:

Der "konstruktive Dialog mit unseren wichtigsten Wirtschaftspartnern" müsse fortgesetzt werden, "um unsere wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen zu verteidigen", sagte ein EU-Vertreter nach den nächtlichen Beratungen der 27 Mitgliedsstaaten. China wurde dabei nicht explizit genannt, doch das wachsende Handelsdefizit der EU mit der asiatischen Wirtschaftsmacht sorgt mittlerweile für breites Unbehagen. Im vergangenen Jahr exportierten die Mitgliedstaaten Waren nach China, deren Wert rund 360 Milliarden Euro niedriger war als die aus China eingeführten.

"Eine Milliarde Euro pro Tag Defizit ist etwas, was zum Handeln Anlass gibt", sagte Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker in Brüssel. Auch EU-Handelskommissar Maros Sefcovic forderte in dieser Woche, das Handelsdefizit anzugehen: "kein Konfrontationskurs, aber eine Neugewichtung".

Die EU wirft Peking unter anderem vor, den eigenen Unternehmen mit Staatshilfen einen unfairen Vorteil auf dem Weltmarkt zu verschaffen. Brüssel hat bereits mit Zöllen auf Elektroautos reagiert und kann Firmen von öffentlichen Ausschreibungen ausschließen, wenn sie unverhältnismäßige Subventionen kassieren. EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné will diese Möglichkeiten ausweiten und Schutzzölle für ganze Branchen verhängen können.

Einige EU-Länder unterstützen eine härtere Linie gegenüber Peking, Deutschland gilt bisher als vorsichtig. Deutsche Unternehmen sehen in China weiterhin einen wichtigen Exportmarkt und investieren dort in ihre Produktion. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte China am Donnerstag nicht beim Namen, verwies aber auf "geoökonomische Ungleichgewichte", die beim Gipfel zur Sprache kommen sollen.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez lehnte eine offene Konfrontation ab. "Wir müssen pragmatisch sein, und wir müssen Brücken bauen - sowohl zu großen Volkswirtschaften und potenziellen Verbündeten wie China als auch zu traditionellen Verbündeten wie den Vereinigten Staaten", sagte er in Brüssel.

Dem EU-Vertreter zufolge verständigten sich die Staats- und Regierungschefs, weiterhin das Gespräch mit Peking zu suchen. "Dieser Dialog muss zu Ergebnissen führen", ergänzte er allerdings. Zudem solle die EU-Kommission mögliche weitere Schritte beim Thema Handelsschutz und Industriepolitik in Erwägung ziehen, damit die EU "über alle Instrumente verfügt, die sie zur Verteidigung ihrer Interessen und zur Risikominderung benötigt".

Der irische Premierminister Micheal Martin hatte vor den Beratungen betont, er wolle "die Ausgestaltung und den Charakter etwaiger Mechanismen" sehen. Europa müsse sich über die Konsequenzen im Klaren sein. Konkreter Angaben dazu, wie neue handelspolitische Instrumente aussehen könnten, blieb der EU-Vertreter schuldig.

L.Zimmermann--NZN