Zürcher Nachrichten - Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden

EUR -
AED 4.179928
AFN 72.842695
ALL 91.804794
AMD 414.470175
ANG 2.037739
AOA 1044.83951
ARS 1742.094993
AUD 1.623151
AWG 2.048705
AZN 1.933052
BAM 1.953774
BBD 2.293222
BDT 140.104705
BGN 1.916041
BHD 0.429255
BIF 3429.343609
BMD 1.13817
BND 1.454691
BOB 13.95353
BRL 5.906533
BSD 1.138519
BTN 109.029931
BWP 15.503922
BYN 3.440033
BYR 22308.125424
BZD 2.289925
CAD 1.61117
CDF 2663.316669
CHF 0.944402
CLF 0.027717
CLP 1094.407241
CNY 7.640818
CNH 7.654612
COP 3761.366199
CRC 517.663159
CUC 1.13817
CUP 27.325662
CVE 110.150768
CZK 24.372306
DJF 202.749739
DKK 7.475259
DOP 67.709782
DZD 152.697645
EGP 59.004991
ERN 17.072545
ETB 184.704453
FJD 2.557752
FKP 0.859232
GBP 0.860098
GEL 2.976326
GGP 0.859232
GHS 13.224286
GIP 0.859232
GMD 83.655567
GNF 10013.61541
GTQ 8.694983
GYD 238.222952
HKD 8.92786
HNL 30.559309
HRK 7.535784
HTG 149.005474
HUF 365.301816
IDR 20438.112665
ILS 3.46921
IMP 0.859232
INR 109.023622
IQD 1491.553189
IRR 1564499.56697
ISK 137.001512
JEP 0.859232
JMD 180.133193
JOD 0.806978
JPY 179.381248
KES 147.632421
KGS 99.530891
KHR 4630.198266
KMF 492.827228
KPW 1024.35306
KRW 1545.384083
KWD 0.351285
KYD 0.948816
KZT 504.386927
LAK 25538.515358
LBP 101958.86386
LKR 375.930143
LRD 195.836908
LSL 18.576136
LTL 3.360719
LVL 0.688467
LYD 7.279451
MAD 10.925969
MDL 20.210041
MGA 5026.786985
MKD 61.51121
MMK 2389.430302
MNT 4093.04496
MOP 9.19886
MRU 45.804499
MUR 54.393284
MVR 17.584537
MWK 1974.252607
MXN 20.187169
MYR 4.639189
MZN 72.740112
NAD 18.576136
NGN 1511.17041
NIO 41.896551
NOK 10.832524
NPR 174.448089
NZD 2.013838
OMR 0.438845
PAB 1.138519
PEN 3.865192
PGK 5.072739
PHP 70.997927
PKR 315.497514
PLN 4.37295
PYG 6711.040335
QAR 4.150196
RON 5.273823
RSD 117.328325
RUB 96.093217
RWF 1682.754904
SAR 4.274867
SBD 9.10594
SCR 15.778452
SDG 684.609945
SEK 11.307568
SGD 1.455377
SHP 0.85932
SLE 28.056217
SLL 23866.839539
SOS 650.725167
SRD 42.872008
STD 23557.8141
STN 24.474619
SVC 9.962668
SYP 14798.482267
SZL 18.57174
THB 38.060484
TJS 10.503308
TMT 3.994976
TND 3.370605
TOP 2.740439
TRY 55.749818
TTD 7.743969
TWD 36.186956
TZS 3010.401837
UAH 50.984027
UGX 4459.375418
USD 1.13817
UYU 45.612697
UZS 13475.025764
VES 970.211617
VND 29565.095205
VUV 134.745912
WST 3.125099
XAF 655.957
XAG 0.017868
XAU 0.000267397553
XCD 3.07596
XCG 2.051972
XDR 0.804745
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.348061
ZAR 18.59917
ZMK 10244.889536
ZMW 22.209967
ZWL 366.490168
SSP 6501.898805
MXV 2.287647
  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1386

    -0.06%

  • Goldpreis

    -48.6000

    4272.6

    -1.14%

  • SDAX

    58.8000

    18124.5

    +0.32%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • DAX

    142.1400

    25408.64

    +0.56%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden
Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Studie: Zuwanderung stützt Arbeitsmarkt - doch Integration muss besser werden

Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge von Zuwanderung, könnte dabei aber noch weitere Potenziale heben. "Eine bessere Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten mindert nicht nur den Fachkräftemangel, sondern erhöht auch die Steuereinnahmen und stabilisiert die Sozialversicherung", erklärte die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh. Besonders große Potenziale gibt es demnach unter anderem bei qualifizierten Zugewanderten - sie würden "zu oft" lediglich als Helfer eingesetzt.

Textgröße:

Laut der Studie steht der deutsche Arbeitsmarkt vor allem wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung vor großen Herausforderungen. So lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im März um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, obwohl die Zahl der ausländischen Beschäftigten deutlich um 3,4 Prozent zulegte. Der Grund dafür ist, dass die Zahl der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit um 0,9 Prozent sank.

Unter dem Strich fehlten "binnen eines Jahres 75.000 Beschäftigte", erklärte die Stiftung. Zugleich sind demnach viele Branchen bereits jetzt auf Zuwanderung angewiesen: So habe knapp die Hälfte der Beschäftigten in Reinigungsberufen eine ausländische Staatsangehörigkeit (47,5 Prozent), in der Lebensmittelherstellung seien es fast 44 Prozent und in der Tourismus- und Gastronomiebranche 36 Prozent, führte die Bertelsmann-Stiftung aus. In der Pflege kommt demnach mehr als jeder fünfte Beschäftigte aus dem Ausland.

"Die Zahlen zeigen: Ohne Zuwanderung in beträchtlicher Höhe geraten viele Branchen in Schwierigkeiten", erläuterte der Arbeitsmarktexperte der Stiftung, Tobias Ortmann. "Auch, wenn mancherorts Stellen abgebaut werden, gibt es weiterhin über eine Million offene Stellen in Deutschland", fügte er hinzu. "Wer den Wohlstand unserer Gesellschaft bewahren will, muss die Integration von Zugewanderten verbessern", mahnte Ortmann. Es sei "höchste Zeit, die Debatte um Zuwanderung zu versachlichen".

Großes ungenutztes Potenzial gibt es laut der Studie bei zugewanderten Frauen, die deutlich weniger häufig sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind als diejenigen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Zudem arbeiteten ausländische Beschäftigte häufig unterhalb ihrer Qualifikation, erklärte die Stiftung. So arbeiteten in der Gruppe der deutschen Beschäftigten gut zwölf Prozent als Helferinnen und Helfer. Bei ausländischen Beschäftigten seien es hingegen fast 36 Prozent - und sogar mit Studienabschluss arbeiteten 12,5 Prozent der ausländischen Beschäftigten auf diesem Niveau.

Eine wichtige Stellschraube ist demnach die Sprachförderung: Gute Deutschkenntnisse erhöhten die Chance auf Arbeit, besonders bei Frauen, erklärte die Stiftung. Deshalb müsse eine verlässlich finanzierte und mit Qualifizierung und Kinderbetreuung verzahnte Sprachförderung ermöglicht werden, auch berufsbegleitend. Ähnlich entscheidend sei die Anerkennung von Abschlüssen und Berufserfahrung - denn viele Zugewanderte brächten Qualifikationen mit, könnten sie in Deutschland aber nicht nutzen.

Hierbei führen der Bertelsmann-Stiftung zufolge unterschiedliche Zuständigkeiten etwa nach Berufsfeld oder Region "zu langen Verfahren und häufig nur zu Teilanerkennungen". Deshalb müssten Nachqualifizierungen "schneller, berufsbegleitend und finanzierbar" sein.

Auch lange Asylverfahren und unsichere Bleibeperspektiven verzögern demnach die Arbeitsaufnahme "und schrecken Betriebe ab". Hinzu kämen "Schnittstellenprobleme zwischen Ausländerbehörden und der Arbeitsverwaltung". Nötig sei daher eine "gebündelte Anlaufstelle" für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, erklärte Bertelsmann-Arbeitsmartkexperte Roman Wink. Themen wie Sprache, Behördenprozesse und Kinderbetreuung müssten "als durchgängige Integrationskette funktionieren".

A.Wyss--NZN