Zürcher Nachrichten - Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900104
ALL 91.877324
AMD 414.797627
ANG 2.039349
AOA 1045.665133
ARS 1736.795085
AUD 1.614556
AWG 2.050324
AZN 1.929371
BAM 1.955317
BBD 2.295034
BDT 140.215395
BGN 1.917555
BHD 0.429594
BIF 3432.052962
BMD 1.139069
BND 1.455841
BOB 13.964554
BRL 5.909604
BSD 1.139419
BTN 109.11607
BWP 15.516171
BYN 3.44275
BYR 22325.749957
BZD 2.291734
CAD 1.610017
CDF 2665.421243
CHF 0.943457
CLF 0.027745
CLP 1095.522593
CNY 7.646854
CNH 7.670829
COP 3814.158657
CRC 518.072139
CUC 1.139069
CUP 27.347251
CVE 110.237793
CZK 24.358299
DJF 202.909921
DKK 7.475483
DOP 67.763276
DZD 152.818284
EGP 58.990341
ERN 17.086033
ETB 184.850379
FJD 2.559773
FKP 0.85991
GBP 0.859642
GEL 2.978697
GGP 0.85991
GHS 13.234734
GIP 0.85991
GMD 83.7416
GNF 10021.526666
GTQ 8.701852
GYD 238.41116
HKD 8.933144
HNL 30.583452
HRK 7.533577
HTG 149.123196
HUF 365.202592
IDR 20405.39374
ILS 3.47195
IMP 0.85991
INR 109.142732
IQD 1492.731591
IRR 1565735.599723
ISK 136.984345
JEP 0.85991
JMD 180.275508
JOD 0.807618
JPY 179.112846
KES 147.673554
KGS 99.609521
KHR 4633.856354
KMF 493.217167
KPW 1025.16235
KRW 1542.572887
KWD 0.351562
KYD 0.949566
KZT 504.785418
LAK 25558.69206
LBP 102039.416452
LKR 376.227146
LRD 195.991629
LSL 18.590812
LTL 3.363374
LVL 0.689011
LYD 7.285202
MAD 10.934601
MDL 20.226008
MGA 5030.758398
MKD 61.559807
MMK 2391.318071
MNT 4096.27867
MOP 9.206128
MRU 45.840686
MUR 54.140099
MVR 17.598252
MWK 1975.812365
MXN 20.229913
MYR 4.640683
MZN 72.797622
NAD 18.590812
NGN 1510.838223
NIO 41.929652
NOK 10.830096
NPR 174.585912
NZD 1.992947
OMR 0.439192
PAB 1.139419
PEN 3.868245
PGK 5.076747
PHP 71.01757
PKR 315.746773
PLN 4.371461
PYG 6716.342392
QAR 4.153475
RON 5.27298
RSD 117.42102
RUB 96.076288
RWF 1684.084364
SAR 4.278244
SBD 9.113134
SCR 15.790891
SDG 685.148141
SEK 11.297001
SGD 1.456185
SHP 0.859999
SLE 28.078724
SLL 23885.695533
SOS 651.239273
SRD 42.905879
STD 23576.425949
STN 24.493955
SVC 9.970539
SYP 14810.173807
SZL 18.586413
THB 38.016405
TJS 10.511606
TMT 3.998132
TND 3.373267
TOP 2.742604
TRY 55.748878
TTD 7.750087
TWD 36.141174
TZS 3024.153632
UAH 51.024307
UGX 4462.898547
USD 1.139069
UYU 45.648734
UZS 13485.671707
VES 970.978133
VND 29588.453106
VUV 134.852368
WST 3.127568
XAF 655.957
XAG 0.017716
XAU 0.000265798508
XCD 3.07839
XCG 2.053593
XDR 0.805381
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.560677
ZAR 18.44165
ZMK 10252.989304
ZMW 22.227514
ZWL 366.779713
SSP 6507.035634
MXV 2.292486
  • Goldpreis

    0.0000

    4321.2

    0%

  • SDAX

    58.8000

    18124.5

    +0.32%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • DAX

    142.1400

    25408.64

    +0.56%

  • EUR/USD

    0.0021

    1.1401

    +0.18%

Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige / Foto: Saeed KHAN - AFP

Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige

Als erstes EU-Land hat Frankreich ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beschlossen. Der französische Senat und die Nationalversammlung in Paris stimmten am Dienstag mit breiter Mehrheit für ein entsprechendes Gesetz. Auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron soll das neue Verbot bereits nach den Sommerferien in Kraft treten.

Textgröße:

Der Senat sprach sich am Nachmittag mit 243 zu zwei Stimmen für den Entwurf aus. Die Nationalversammlung stimmte dann am Abend mit 279 zu 81 Stimmen für das Verbot.

Präsident Macron sprach nach der Verabschiedung des Gesetzes von einem "großen Fortschritt". "Frankreich öffnet in Europa den Weg für den Schutz unserer Kinder, unserer Jugendlichen", sagte er in einem Onlinevideo. Macron, der bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2027 nicht mehr antreten darf, hatte das Gesetz zu einer Priorität seiner in weniger als einem Jahr endenden Präsidentschaft erklärt.

Für neue Social-Media-Konten soll das Gesetz ab dem 1. September gelten, für bestehende Konten soll es eine Übergangsfrist von vier Monaten bis zum 1. Januar 2027 geben. In dieser Zeit "werden wir die schon existierenden Konten von unter 15-Jährigen schließen", hatte Macron vergangenen Monat gesagt.

Zudem sieht das Gesetz eine Ausweitung des Verbots von Mobiltelefonen in Schulen von der Grund- und Mittelstufe auch auf die Oberstufe vor. Ausnahmeregelungen sind aber erlaubt.

Ziel des Gesetzes ist es, gesundheitsschädliche Auswirkungen der Onlinenetzwerke auf Heranwachsende zu vermeiden. Laut einem Bericht der nationalen Gesundheitsbehörde schadet die Nutzung der mentalen Gesundheit von Jugendlichen erheblich.

Zu den Risiken zählen etwa Cybermobbing, das ständige Vergleichen mit anderen oder mit teils unrealistischen Vorbildern sowie brutale Inhalte. Zudem saugen die Algorithmen laut der Studie die Aufmerksamkeit junger Menschen ein und bringen sie häufig um ihren Schlaf.

Strafmaßnahmen für Kinder und Eltern sind in dem Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Stattdessen wird es Aufgabe der Plattformen sein, ein System zur Altersüberprüfung einzurichten - gegebenenfalls mehrere parallel, um den Nutzerinnen und Nutzern eine Wahl zu lassen.

Neben privaten Anbietern hat auch die EU-Kommission eine App entwickelt, die das Alter auf dem Smartphone speichern und alle verbotenen Apps automatisch sperren soll. Der französische Gesetzentwurf sieht einige Ausnahmen vor, etwa für "Online-Lexika" und "digitale Projekte für Bildungszwecke".

Die EU-Kommission hatte Frankreich vor zwei Wochen aufgefordert, es müsse sein Gesetz für ein Social-Media-Verbot nachbessern. Der bis dahin vorliegende Entwurf des Senats sei nicht vollständig mit EU-Recht vereinbar, weil er in Kompetenzen der Brüsseler Kommission eingreife.

Vergangene Woche sprach sich zudem ein europäisches Expertengremium für ein Social-Media-Verbot in der EU für Kinder unter 13 Jahren aus. Darüber hinaus seien in den Mitgliedsländern Beschränkungen für ältere Jugendliche denkbar, solange Onlinedienste sie nicht vor Suchtgefahren, Gewaltdarstellungen und Hassrede schützten.

Als erstes Land weltweit hatte Australien im vergangenen Dezember ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft gesetzt. Eine im Juni veröffentlichte Studie zeigte aber, dass das Verbot wenig Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten von Teenagern bei Angeboten wie Instagram, Facebook und Tiktok hatte. Minderjährige Nutzer umgehen demnach die per Gesetz erlassenen Beschränkungen, indem sie beispielsweise Fake-Accounts erstellen oder Konten nutzen, die auf ältere Personen registriert sind.

In vielen anderen Ländern wird inzwischen über Beschränkungen von Onlineplattformen für Kinder und Jugendliche bis hin zu Verboten debattiert - auch in Deutschland.

M.J.Baumann--NZN