Zürcher Nachrichten - Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - vor allem bei der SPD

EUR -
AED 4.225652
AFN 74.781422
ALL 93.172811
AMD 421.052567
AOA 1054.989049
ARS 1719.121524
AUD 1.645162
AWG 2.073739
AZN 1.966712
BAM 1.952625
BBD 2.316801
BDT 142.037287
BHD 0.433844
BIF 3445.684793
BMD 1.150479
BND 1.475205
BOB 14.004252
BRL 5.872623
BSD 1.150259
BTN 109.610603
BWP 15.644674
BYN 3.362513
BYR 22549.38963
BZD 2.313477
CAD 1.616521
CDF 2602.383819
CHF 0.933234
CLF 0.026952
CLP 1064.251123
CNY 7.768725
CNH 7.775841
COP 3730.370837
CRC 522.516208
CUC 1.150479
CUP 30.487695
CVE 110.733442
CZK 24.214474
DJF 204.463134
DKK 7.476256
DOP 67.015623
DZD 153.007976
EGP 57.663627
ERN 17.257186
ETB 184.018741
FJD 2.552112
FKP 0.853363
GBP 0.857308
GEL 3.003154
GGP 0.853363
GHS 13.4721
GIP 0.853363
GMD 85.135506
GNF 10066.691947
GTQ 8.776194
GYD 241.031269
HKD 9.022224
HNL 30.831984
HRK 7.535344
HTG 150.395619
HUF 364.449882
IDR 20694.817381
ILS 3.501638
IMP 0.853363
INR 109.654226
IQD 1507.127572
IRR 1582196.33128
ISK 142.015652
JEP 0.853363
JMD 182.213385
JOD 0.815707
JPY 180.642471
KES 148.791673
KGS 100.609628
KHR 4645.047021
KMF 492.405068
KRW 1645.311841
KWD 0.356071
KYD 0.958587
KZT 545.649452
LAK 26000.827293
LBP 103025.400201
LKR 386.210115
LRD 208.524101
LSL 19.017405
LTL 3.397066
LVL 0.695913
LYD 7.322825
MAD 10.739434
MDL 20.084204
MGA 4899.755071
MKD 61.416653
MMK 2415.641494
MNT 4134.279366
MOP 9.291565
MRU 46.122794
MUR 53.795901
MVR 17.775066
MWK 1998.382168
MXN 19.949934
MYR 4.711789
MZN 73.518466
NAD 19.0174
NGN 1569.161798
NIO 42.327671
NOK 10.991775
NPR 175.378125
NZD 1.962585
OMR 0.442347
PAB 1.150249
PEN 3.905298
PGK 5.076458
PHP 70.072799
PKR 319.631884
PLN 4.314383
PYG 6861.424306
QAR 4.194359
RON 5.247219
RSD 117.37763
RUB 92.498091
RWF 1688.903264
SAR 4.305701
SBD 9.297142
SCR 15.579762
SDG 690.287687
SEK 11.014508
SGD 1.476323
SLE 28.12944
SOS 657.390936
SRD 43.495
STD 23812.593791
STN 24.458736
SVC 10.064801
SZL 19.017571
THB 38.471631
TJS 10.622786
TMT 4.026677
TND 3.382985
TRY 54.678932
TTD 7.799807
TWD 37.364799
TZS 3043.321989
UAH 51.597975
UGX 4304.756289
USD 1.150479
UYU 46.262154
UZS 13821.855768
VES 860.387379
VND 30242.643122
VUV 136.964711
WST 3.145975
XAF 654.855061
XAG 0.01993
XAU 0.000285
XCD 3.109228
XCG 2.073103
XDR 0.813195
XOF 656.350485
XPF 119.331742
YER 274.271757
ZAR 19.037552
ZMK 10355.697109
ZMW 21.617342
ZWL 370.453789
  • DAX

    372.0700

    26001.31

    +1.43%

  • TecDAX

    124.5600

    3952.05

    +3.15%

  • SDAX

    221.6800

    18524.47

    +1.2%

  • MDAX

    530.6900

    32511.21

    +1.63%

  • Euro STOXX 50

    68.4900

    6426.5

    +1.07%

  • Goldpreis

    -8.9000

    4098.1

    -0.22%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.1517

    -0.09%

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - vor allem bei der SPD
Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - vor allem bei der SPD / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Kritik an Abschaffung der "Rente mit 63" wird lauter - vor allem bei der SPD

Die Forderung der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten nach einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte gewinnt an Unterstützung. Die SPD-Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Anke Rehlinger und Manuela Schwesig, erteilten der von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der so genannten "Rente mit 63" eine klare Absage. Auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und weitere SPD-Politiker schlossen sich der Forderung an.

Textgröße:

In der CDU wurden aber auch Gegenstimmen laut: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) widersprach seinen ostdeutschen Kollegen: "Wir sollten das Rentenpaket nicht noch einmal aufschnüren, sondern das, was jetzt vereinbart ist, zügig umsetzen", sagte Günther der "Welt". Zwar sei die Rentenreform mit Einschnitten verbunden, "die auch wehtun". Andererseits hätten Union und SPD auch eine Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen.

Sie lehne die Abschaffung der "Rente mit 63" ab, "weil es dem Respekt vor der Lebensleistung von Menschen widerspricht", sagte Rehlinger der Funke Mediengruppe. Um der Union entgegenzukommen, schlug sie vor, gemäß der Forderung von CSU-Chef Markus Söder auch auf die von der Rentenkommission vorgeschlagene Abschaffung der Minijobs zu verzichten.

"Die SPD hat sich immer dafür stark gemacht, dass Beschäftigte nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können", sagte Bovenschulte dem "Handelsblatt". Wenn es für die Abschaffung jetzt auch in der Union keine Mehrheit mehr gebe, "dann spricht viel dafür, dass wir die Rente nach 45 Beitragsjahren doch beibehalten". Finanziert werden könnte dies durch eine stärkere Besteuerung hoher Vermögen oder von Kapitaleinkünften.

"Wer mit 15 Jahren angefangen hat zu arbeiten und jahrzehntelang Beiträge gezahlt hat, muss auch künftig die Möglichkeit haben, ohne Abschläge in Rente zu gehen", sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, dem Berliner "Tagesspiegel". Ähnlich äußerten sich dort der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach und Landes-Fraktionschef Raed Saleh.

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese will am Aus für die "Rente mit 63" festhalten. In der "Bild"-Zeitung schlug er aber "eine klare und deutliche Härtefallregelung" etwa für Beschäftigte der Metall- und Stahlindustrie vor.

"Das reicht mir nicht aus", wies Schwesig diesen Vorschlag jedoch im TV-Sender Welt zurück. Ich bin ganz klar dafür, dass wir für Versicherte, die viele Jahre gearbeitet haben, mindestens diese 45 Jahre, eine Lösung finden", pochte sie auf eine weitergehende Lösung. Zudem mahnte Schwesig eine Einbeziehung der Länder in die Beratungen über die Rentenreform an.

"Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss auch weiterhin mit 65 ohne Abschläge in Rente gehen können", sagte auch der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Bernd Rützel, der Mediengruppe Bayern. Wenn überhaupt müsse eine Änderung mit "langen Übergangszeiträumen" von mindestens zehn Jahren ausgestattet werden.

Die drei CDU-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland - Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) - hatten gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begründeten dies damit, dass viele Menschen in Ostdeutschland im Alter ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.

Das Aus für die "Rente mit 63" ist Teil eines Pakets von 33 Empfehlungen der Expertenkommission zur Alterssicherung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Paket möglichst eins zu eins umsetzen. Auch die SPD-Führung hatte sich zunächst dazu bekannt.

Am Sonntag machte allerdings Parteichefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas deutlich, dass für sie selbst die Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 45 Versicherungsjahren "kein Wunschergebnis" sei. Zudem forderte sie die Union auf, ihre Haltung zu klären.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig warnte die Koalitionsparteien davor, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform wieder aufzuschnüren. "Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen, dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden", sagte Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte auch für die Minijobs.

Die Bundesregierung wollte sich am Montag nicht zu der Debatte äußern. An dem Gesetzentwurf zur Rentenreform werde "mit Hochdruck" gearbeitet, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. Ein Termin für einen Kabinettsbeschluss gebe es aber noch nicht.

R.Schmid--NZN