Zürcher Nachrichten - Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen inmitten von Iran-Krieg Verteidigungsabkommen

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900796
ALL 91.877285
AMD 414.797448
ANG 2.039348
AOA 1045.665194
ARS 1736.794975
AUD 1.614555
AWG 2.050323
AZN 1.940938
BAM 1.955317
BBD 2.295033
BDT 140.215334
BGN 1.917554
BHD 0.429594
BIF 3432.051477
BMD 1.139068
BND 1.45584
BOB 13.964547
BRL 5.909605
BSD 1.139418
BTN 109.116023
BWP 15.516164
BYN 3.442749
BYR 22325.7403
BZD 2.291733
CAD 1.610017
CDF 2665.420428
CHF 0.943457
CLF 0.027745
CLP 1095.522249
CNY 7.646851
CNH 7.670833
COP 3814.157008
CRC 518.071915
CUC 1.139068
CUP 27.347239
CVE 110.237745
CZK 24.358299
DJF 202.909834
DKK 7.475483
DOP 67.763247
DZD 152.818218
EGP 58.990316
ERN 17.086026
ETB 184.850299
FJD 2.559772
FKP 0.85991
GBP 0.859642
GEL 2.97871
GGP 0.85991
GHS 13.234728
GIP 0.85991
GMD 83.725913
GNF 10021.522331
GTQ 8.701849
GYD 238.411056
HKD 8.933148
HNL 30.583439
HRK 7.533575
HTG 149.123132
HUF 365.202455
IDR 20405.384913
ILS 3.471949
IMP 0.85991
INR 109.142689
IQD 1492.730945
IRR 1565734.922454
ISK 136.984803
JEP 0.85991
JMD 180.27543
JOD 0.807645
JPY 179.112853
KES 147.67349
KGS 99.609484
KHR 4633.85435
KMF 493.217009
KPW 1025.161906
KRW 1542.572403
KWD 0.351563
KYD 0.949565
KZT 504.7852
LAK 25558.681004
LBP 102039.372314
LKR 376.226984
LRD 195.991544
LSL 18.590804
LTL 3.363373
LVL 0.689012
LYD 7.285199
MAD 10.934597
MDL 20.225999
MGA 5030.756222
MKD 61.55978
MMK 2391.317037
MNT 4096.276898
MOP 9.206124
MRU 45.840667
MUR 54.140351
MVR 17.599037
MWK 1975.811511
MXN 20.230285
MYR 4.640683
MZN 72.79829
NAD 18.590804
NGN 1510.837951
NIO 41.929634
NOK 10.830092
NPR 174.585836
NZD 1.992947
OMR 0.439191
PAB 1.139418
PEN 3.868244
PGK 5.076745
PHP 71.01754
PKR 315.746636
PLN 4.37146
PYG 6716.339487
QAR 4.153473
RON 5.27298
RSD 117.420969
RUB 96.076247
RWF 1684.083636
SAR 4.278242
SBD 9.11313
SCR 15.790949
SDG 685.153819
SEK 11.296996
SGD 1.456189
SHP 0.859999
SLE 28.078458
SLL 23885.685201
SOS 651.238991
SRD 42.905863
STD 23576.41575
STN 24.493944
SVC 9.970535
SYP 14810.167401
SZL 18.586405
THB 38.01645
TJS 10.511601
TMT 3.99813
TND 3.373266
TOP 2.742603
TRY 55.748859
TTD 7.750084
TWD 36.141163
TZS 3024.152324
UAH 51.024285
UGX 4462.896617
USD 1.139068
UYU 45.648714
UZS 13485.665874
VES 970.977713
VND 29588.440307
VUV 134.85231
WST 3.127566
XAF 655.957
XAG 0.017716
XAU 0.000265798393
XCD 3.07839
XCG 2.053592
XDR 0.80538
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.560946
ZAR 18.44193
ZMK 10252.986409
ZMW 22.227505
ZWL 366.779554
SSP 6507.03282
MXV 2.292485
  • Goldpreis

    23.2000

    4321.2

    +0.54%

  • DAX

    142.1100

    25408.64

    +0.56%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • SDAX

    58.7900

    18124.5

    +0.32%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • EUR/USD

    0.0021

    1.1401

    +0.18%

Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen inmitten von Iran-Krieg Verteidigungsabkommen
Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen inmitten von Iran-Krieg Verteidigungsabkommen / Foto: Handout - Turkish Presidency Press Office/AFP

Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen inmitten von Iran-Krieg Verteidigungsabkommen

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben angesichts des Iran-Kriegs und seiner Folgen einen Verteidigungspakt geschlossen. In einer gemeinsamen Erklärung gaben die drei Länder am Freitag die Unterzeichnung des "Gemeinsamen Verteidigungsabkommens von Mekka" bekannt. Das pakistanische Außenministerium erklärte, mit dem Pakt werde ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle angesehen. Das Abkommen ist demnach "darauf ausgerichtet, die kollektive Abschreckung zu stärken".

Textgröße:

Die türkische Präsidentschaft erklärte, das Abkommen richte sich "nicht gegen ein bestimmtes Land". Experten zufolge geht es den drei Regionalmächten aber eindeutig um eine mögliche Bedrohung durch den Iran.

Zu der Unterzeichnung des Abkommens trafen sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman und der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif in der saudiarabischen Pilgerstadt Mekka. Der Dreier-Gipfel fand vor dem Hintergrund der Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen den USA und dem Iran statt.

Pakistan versucht, beide Seiten zur Wiederaufnahme ihrer Verhandlungen zu bewegen. Ein Grund für das Abkommen zum jetzigen Zeitpunkt sind saudiarabischen Armee- und Regierungskreisen zufolge neben dem Krieg selbst auch dessen Auswirkungen auf die Region und die Welt.

Der Krieg hat auch die umliegenden Nachbarstaaten in der Region mit hineingezogen. Zudem beeinträchtigt er den Schiffsverkehr durch die für den Welthandel enorm wichtige Straße von Hormus sowie das Rote Meer.

Vor diesem Hintergrund ist Riad bestrebt, seine Sicherheitsbeziehungen zu stärken - insbesondere angesichts der Tatsache, dass sich der Iran und die mit ihm verbündeten Huthis im Jemen durch den Krieg ermutigt sehen, das Königreich direkt anzugreifen.

Hinzu kommt die laut Analysten zunehmende Verunsicherung durch die USA. Demnach gilt Washington mittlerweile als kaum noch verlässlicher Partner.

Saudi-Arabien hatte sich daher seit Beginn des Iran-Krieges der Türkei, Ägypten und Pakistan angenähert, die auf Vermittlung und eine Lösung des Konflikts drängen. Nun bekräftigten Riad, Ankara und Islamabad ihr "gemeinsames Bekenntnis zur weiteren Stärkung ihrer kollektiven Sicherheit und zur Förderung von Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region und darüber hinaus".

Der Kommunikationschef des türkischen Präsidialamtes, Burhanettin Duran, erklärte im Kurzbotschaftendienst X, das Abkommen werde "die gemeinsame Sicherheit und die kollektive Abschreckung der drei Nationen stärken". Es werde damit "einen wesentlichen Beitrag zur Wahrung von Frieden und Stabilität in unserer Region leisten".

Ein saudiarabischer Regierungsvertreter betonte, dass das Verteidigungsabkommen nicht mit "irgendwelchen nuklearen Ambitionen" in Verbindung stehe. Es stelle "weder eine Bedrohung für die Sicherheit eines Landes in der Region" dar, noch bedeute es "eine Eskalation der Spannungen zwischen zwei Staaten", erklärte der Vize-Minister für öffentliche Diplomatie, Rajed Krimlj, auf X.

Aus saudiarabischen Militärkreisen war zuvor verlautet, das Vorhaben sei "schon länger im Gespräch" gewesen. Die jüngsten Ereignisse in der Region hätten es aber "beschleunigt".

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat Teheran als Reaktion auf US-Angriffe wiederholt die Golfstaaten attackiert. Dabei nahm der Iran US-Einrichtungen, aber auch zivile Infrastruktur wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen ins Visier. Nach einer zwischenzeitlichen Feuerpause verstärkten sich die gegenseitigen Angriffe im Juli wieder.

Zuletzt weitete sich der Iran-Krieg auch auf den Jemen aus, von wo aus die Huthis eine Blockade saudiarabischer Häfen am Roten Meer verkündeten und Angriffe auf Öltanker und Ölinfrastruktur des Königreichs meldeten. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von der Miliz kontrollierten Gebieten an.

Das Bündnis zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan ist nach Einschätzung eines Experten "eindeutig auf den Iran ausgerichtet". Es solle "dem neuen strategischen Ansatz des Iran entgegenwirken, der auf die Vorherrschaft in der gesamten Golfregion abzielt", erklärte der Politikwissenschaftlers Umar Karim von der Universität Birmingham gegenüber AFP. Die Tatsache, dass die Türkei und Pakistan an den Iran grenzen, bedeute, dass diese beiden Länder "eine andere Art von Einfluss" auf Teheran ausüben könnten.

O.Hofer--NZN