Zürcher Nachrichten - Konzernchef Blume nennt Lage bei VW "mehr als kritisch"

EUR -
AED 4.292314
AFN 76.545992
ALL 92.543815
AMD 425.671551
ANG 2.091848
AOA 1071.763898
ARS 1752.050403
AUD 1.631907
AWG 2.10525
AZN 1.973469
BAM 1.955669
BBD 2.356742
BDT 142.990443
BGN 1.982665
BHD 0.441171
BIF 3482.267265
BMD 1.168772
BND 1.484801
BOB 13.515097
BRL 6.006899
BSD 1.170122
BTN 111.980516
BWP 15.678952
BYN 3.500466
BYR 22907.928963
BZD 2.353343
CAD 1.609691
CDF 2658.955901
CHF 0.936663
CLF 0.027171
CLP 1080.397792
CNY 7.855608
CNH 7.855497
COP 3594.459767
CRC 532.464413
CUC 1.168772
CUP 30.972455
CVE 110.257631
CZK 24.133505
DJF 208.366074
DKK 7.481285
DOP 68.555418
DZD 155.238603
EGP 59.449027
ERN 17.531578
ETB 189.241852
FJD 2.561485
FKP 0.856756
GBP 0.856808
GEL 3.044685
GGP 0.856756
GHS 13.01713
GIP 0.856756
GMD 85.906616
GNF 10281.312855
GTQ 8.929403
GYD 244.803639
HKD 9.164749
HNL 31.378903
HRK 7.541622
HTG 153.079769
HUF 362.89782
IDR 20628.590031
ILS 3.491356
IMP 0.856756
INR 111.852058
IQD 1532.89755
IRR 1606593.834804
ISK 141.713664
JEP 0.856756
JMD 185.707588
JOD 0.828697
JPY 185.805482
KES 151.529873
KGS 102.209382
KHR 4723.684296
KMF 493.22198
KPW 1051.895041
KRW 1620.432069
KWD 0.360484
KYD 0.975135
KZT 538.733994
LAK 26357.238431
LBP 104788.596521
LKR 385.204255
LRD 212.375806
LSL 18.763346
LTL 3.451079
LVL 0.706978
LYD 7.436503
MAD 10.807178
MDL 20.143654
MGA 5003.665583
MKD 61.520888
MMK 2454.199915
MNT 4202.64482
MOP 9.449068
MRU 46.626884
MUR 54.477159
MVR 18.057675
MWK 2028.964395
MXN 19.772582
MYR 4.720079
MZN 74.661514
NAD 18.763346
NGN 1572.581342
NIO 43.057122
NOK 10.874224
NPR 179.169025
NZD 1.954469
OMR 0.44926
PAB 1.170122
PEN 3.922938
PGK 5.185653
PHP 72.072356
PKR 324.6795
PLN 4.315865
PYG 7048.528916
QAR 4.253716
RON 5.258013
RSD 117.352157
RUB 96.630942
RWF 1724.184765
SAR 4.396251
SBD 9.387877
SCR 16.052827
SDG 703.013879
SEK 11.059505
SGD 1.48376
SHP 0.865903
SLE 28.755177
SLL 24508.561157
SOS 668.755304
SRD 44.144588
STD 24191.218297
STN 24.498363
SVC 10.238316
SYP 15196.37195
SZL 18.750747
THB 38.622054
TJS 10.794379
TMT 4.090702
TND 3.403273
TOP 2.814122
TRY 56.150725
TTD 7.93647
TWD 37.219583
TZS 3100.992747
UAH 52.285506
UGX 4352.709089
USD 1.168772
UYU 47.066854
UZS 13872.072869
VES 910.452553
VND 30534.165519
VUV 137.623103
WST 3.174276
XAF 655.913162
XAG 0.016941
XAU 0.000254
XCD 3.158665
XCG 2.108859
XDR 0.826382
XOF 655.913162
XPF 119.331742
YER 277.08658
ZAR 18.72258
ZMK 10520.351296
ZMW 22.203516
ZWL 376.34407
  • Goldpreis

    0.0000

    4680.6

    0%

  • DAX

    153.5600

    26136.56

    +0.59%

  • TecDAX

    25.3000

    4090.64

    +0.62%

  • SDAX

    66.6700

    18564.27

    +0.36%

  • MDAX

    394.9100

    32110.41

    +1.23%

  • Euro STOXX 50

    40.1600

    6462.22

    +0.62%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.1681

    0%

Konzernchef Blume nennt Lage bei VW "mehr als kritisch"
Konzernchef Blume nennt Lage bei VW "mehr als kritisch" / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Konzernchef Blume nennt Lage bei VW "mehr als kritisch"

Bei Volkswagen soll sich der Vorstand kommende Woche auf mehreren Betriebsversammlungen zu seinen Sparplänen äußern - Konzernchef Oliver Blume nannte die Lage bei Europas größtem Autohersteller vorab "mehr als kritisch". Der Konzern sei "überdimensioniert", sagte Blume in einem internen Interview. Eine konkrete Entscheidung zu Werksschließungen sei aber noch nicht getroffen. Ein Abbau von rund 50.000 Stellen weltweit bis 2030 sei "keine fixe Zielgröße".

Textgröße:

Die Betriebsversammlungen sind an verschiedenen VW-Standorten angesetzt. Am Dienstag in Wolfsburg sowie am Mittwoch in Emden und Zwickau steht Konzernchef Blume Rede und Antwort. VW hat in Deutschland laut Blume mehr als 275.000 Beschäftigte, weltweit über 600.000.

In dem Interview im VW-Intranet bekräftigte Blume, es gebe keine VW-Krise, sondern eine Krise der gesamten Automobilbranche. "Alle kämpfen." Die Branche stecke "im größten Umbruch in der Geschichte".

Im Wettbewerbsvergleich schlage VW sich "ordentlich". Die absoluten Zahlen allerdings seien "insgesamt zu schwach". "Wir können uns nicht damit zufriedengeben, seit zehn Quartalen weniger zu verdienen als im Jahr zuvor." Es fehlten die Mittel für "neue Technologien, neue Produkte und unsere Standorte".

Der sogenannte Zukunftsplan für Einsparungen sei "in vollem Lauf", sagte Blume weiter. Viele Maßnahmen seien angestoßen, wesentliche Teile würden bereits umgesetzt, "ohne die Zustimmung übergeordneter Gremien einholen zu müssen".

Der Konzernchef hatte seine Sparpläne im Juli im Aufsichtsrat vorgestellt; eine Entscheidung wurde aber nicht getroffen. Medienberichten zufolge wollte das Land Niedersachsen - mit 20 Prozent der Stimmrechte Großaktionär - nicht zustimmen. Der Betriebsrat kritisierte anschließend, es sei "unverantwortlich, die Belegschaft im Unklaren zu lassen" und kündigte die Betriebsversammlungen nach der Sommerpause an.

Auch in dem aktuellen internen Interview nannte Blume keine konkreten Zahlen. Es gehe vor allem darum, "einfacher" zu werden, sagte er: "Über Jahre haben wir Strukturen, Kapazitäten und Personal aufgebaut. Wir sind überdimensioniert. Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert."

Die Zahl von 50.000 abzubauenden Stellen weltweit sei "keine fixe Zielgröße", sie errechne sich "aus unserem Kostenziel im Vergleich zum Wettbewerb und gibt eine Orientierung, wie groß unser Handlungsbedarf ist", erklärte der Manager. Er wiederholte: Für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm "können wir heute keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen". Zusätzlich müsse VW in Europa Überkapazitäten von mehr als 500.000 Fahrzeugen pro Jahr abbauen. Eine Entscheidung über konkrete Werksschließungen sei aber nicht getroffen.

Werksschließungen seien "immer die teuerste und letzte Lösung", sagte der Manager. Wo die Fahrzeugproduktion aber keine Zukunft habe, wolle VW "neue industrielle Lösungen entwickeln" - für das Werk Osnabrück etwa führe VW fortgeschrittene Gespräche mit Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie.

Blume forderte vom Aufsichtsrat "ein eindeutiges Mandat", dem Vorstand "Vertrauen, Verantwortung und uneingeschränkte Handlungsfähigkeit zu geben und den eingeschlagenen Weg konzernweit mitzutragen". Die Belegschaft rief Blume zum Zusammenhalt auf: "Erfolg werden wir nur haben, wenn alle im Unternehmen diesen Plan gemeinsam tragen."

IG-Metall-Chefin Christiane Benner hatte der "Wirtschaftswoche" kürzlich gesagt, die neuen Sparpläne hätten die Vertrauenskultur bei Volkswagen zerstört. "Die Belegschaft musste bereits heftige und schmerzhafte Einschnitte hinnehmen und kriegt direkt die nächste Ohrfeige."

O.Hofer--NZN